Briefe an Sidonie Nadherny von Borutin 1913-1936. 2 Bände

Wallstein Verlag, Göttingen 2005
Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. Der vierzigjährige Karl Kraus, Herausgeber der satirischen Zeitschrift "Die Fackel", lernt am 8. September 1913 im Wiener Cafe Imperial die Baronesse Sidonie Nadherny kennen. Das Zusammentreffen verändert beider Leben. Er erwägt, ihr zuliebe seine Zeitschrift aufzugeben. Sie kommt von der Verpflichtung gegenüber ihrer Familie nicht los, eine standesgemäße Heirat einzugehen. Die "Liebestodesangst", die Karl Kraus erlebt, reicht über sein Grab hinaus. Der "Neue Karl Kraus", den Elias Canetti nach Erscheinen dieser Briefe vor dreißig Jahren in einem Essay, der auch in dieser Ausgabe abgedruckt ist, enthusiastisch feierte, war für seine Leser eine Entdeckung; für jene, die Kraus Werk nicht kannten, war es die Einladung, sich mit dem Autor der "Fackel" und der "Letzten Tage der Menschheit" endlich bekannt zu machen. Die neue Ausgabe bietet neben den 1065 Briefen, Karten und Telegrammen von Karl Kraus und über 40 faksimilierten Briefbeilagen erstmals auch 40 Mitteilungen von Sidonie Nadhernys Hand.

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