Schöne Lust. Eine Theorie der ästhetischen Erfahrung nach Kant

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
Der zentrale Gegenstand der philosophischen Ästhetik ist nach Kant die ästhetische Lust: denn ohne sie gäbe es keine schönen Dinge. Seit Kant stehen sich nun zwei Modelle der Lust am Schönen gegenüber: Das eine versteht die ästhetische Lust als Freude an einer besonderen Erkenntnis, das andere beschreibt diese Lust als Vergnügen an einem Spiel, in dem wir gerade frei sind von Erkenntnis. Beide Modelle, das Erkentnismodell der hermeneutischen wie das Spielmodell der formalistischen Tradition, sind, so Kerns These, in einem falschen Gegensatz gefangen. Kern löst diesen Gegensatz auf, indem sie im Anschluß an Kant die Theorie der ästhetischen Erfahrung von deren entscheidendem Merkmal her entwickelt: der ästhetischen Lust.

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