Das Wunder von Castel di Sangro. Ein italienisches Fußballmärchen

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
Aus dem Amerikanischen von Harald Hellmann. Haben Sie schon einmal von Castel di Sangro gehört? 5000 Einwohner, ein Kino, ein Wettbüro. Mitten in den Abruzzen, Erdbebengebiet, keine Touristen, kalte Winter und ein Padrone, der sein Geld in "Baugeschäften" bei Neapel gemacht hat. Und hier genau beginnt ein italienisches Wunder: Der lokale Fußballclub, seit Menschengedenken in der 6., 7. oder 8. italienischen Liga, startet plötzlich durch. Ein Trainer namens Osvaldo Jacone findet irgendwie den richtigen Dreh, der Padrone spendiert ein paar Lire, und plötzlich hat die Mannschaft den Mount Everest bestiegen: Aufstieg in die 2. Liga - die Gegner heißen jetzt Genua, Venedig oder Turin. An dieser Stelle klinkte sich Ende 1996 der amerikanische Bestsellerautor und Fußballfanatiker Joe McGinniss ein: Er verliebte sich in die Zwergentruppe, ließ sich in besagtem Dorf nieder und schrieb auf, was im Laufe eines Jahres passierte.

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