Der Weg des Himmels. Zum Geist und zur Gestalt des politischen Denkens im alten China

Wilhelm Fink Verlag, München 1999
Im historischen Rückblick dürfte die Lösung der nicht-westlichen Zivilisationen von den Ordnungsparadigmen der westlichen Moderne und die Rückbesinnung auf die eigenen kulturellen Traditionen zu den bedeutsamsten Entwicklungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts gezählt werden. Für die ostasiatischen Länder sind hierbei die wichtigsten Bezugspunkte die sogenannten `asiatischen Werte`, von denen sich die Länder der Region die Erneuerung ihrer geistigen Identität erhoffen. Das gilt auch für China, wo sich mit der fortschreitenden Erosion des Marxismus-Leninismus die Wiederentdeckung ? und Rehabilitierung ? der eigenen tausendjährigen geistigen Traditionen im vollen Gange befindet. Die geistigen Traditionen im klassischen China, insbesondere die politische Philosophie der chinesischen `Achsenzeit` sind das Thema des vorliegenden Buches. Im Mittelpunkt stehen ihre Anfänge in der frühen Chou-Zeit und die Ausformungen, die sie in den folgenden Jahrhunderten durch Konfuzius, Mo Ti, Yang Chu, Menzius und Lao-tzu erfuhren.

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