Bela Balazs. Märchen, Ritual und Film

Vorwerk 8 Verlag, Berlin 2003
Es war ein ungarischer Autor und "intellektueller Flaneur", der die erste bedeutende deutschsprachige Filmtheorie lieferte: Bela Balazs legte mit "Der sichtbare Mensch" (1924) und "Der Geist des Films" (1930) zwei Werke vor, die bis heute ihre Bedeutung für Film und Theorie nicht verloren haben. Loewys Studie, die erstmalig Balazs' Werk prozesshaft biografisch, und ideengeschichtlich rekonstruiert, setzt seine Ästhetik des Kinos in einen engen Konnex zu einer Ästhetik des Märchens und dessen zentraler Erlebnisfigur: der Initiation. Dabei scheint immer wieder Balazs' Versuch auf, die als widersprüchlich erlebte Einheit von Leben und literarischem Schaffen - einschließlich der Reflexionen zum Film -, das Schreiben im Zustand der Entfremdung zu überwinden in der Utopie einer neuen visuellen Kultur.

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