Im Dienst des Roten Kreuzes. Schweizer Ärztemissionen im II. Weltkrieg - Teil 2 - ein Tagebuch 1941/1942

Frank Wünsche Verlag, Berlin 2002
Als für die erste Ärztemission an die Ostfront neben Krankenschwestern auch Pfleger gesucht wurden, meldete sich der als Pfleger augebildete Ernst Gerber sofort und fuhr als Teilnehmer der ersten Mission sowie etwas später auch der dritten Mission in die besetzten Gebiete der Sowjetunion. Für die vierte Mission in die Ukraine hatte er sich angemeldet, bekam aber kurz vor der Abreise eine Blinddarmentzündung, musste operiert werden und konnte daher zu seinem großen Bedauern nicht mitfahren. Als Rudolf Bucher 1967 sein Buch "Zwischen Verrat und Menschlichkeit" herausgab und so mit fundamentaler Kritik an der Mission und ihren Teilnehmern an die Öffentlichkeit trat, fühlte sich Ernst Gerber herausgefordert, ihm unter regem Briefwechsel mit zahlreichen Teilnehmern entgegenzutreten. In nächtelanger Arbeit arbeitete er die Ereignisse während der ersten Mission auf und gab 1969 seine Darstellung in seinem Buch "Im Dienste des Roten Kreuzes" heraus, leider zu spät, und daher von der Öffentlichkeit nicht mehr genügend zur Kenntnis genommen. 1991 wurde Ernst Gerber vom Schweizer Fernsehen angefragt, ob er bereit wäre, anläßlich der Sendung "Spuren der Zeit" seine Erlebnisse und Eindrücke über die erste und dritte Ostfrontmission der Schweizer Bevölkerung in Erinnerung zu bringen. Er sagte mit Begeisterung zu. Das Ergebnis war eine sehr kritische, sehr erfolgreiche Sendung, die am 4.12.1991 ausgestrahlt wurde. In den folgenden Jahren trat Gerber immer wieder mit Presseartikeln und Rundfunksendungen an die Öffentlichkeit.

Mit der Benutzung dieses Service stimmen Sie mit folgenden Punkten überein:

Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers für einen Zeitraum von drei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.