

Michael Donhauser
Vom Schnee
Urs Engeler Editor, Weil am Rhein 2003
Michael Donhauser setzt seinen langen, in der deutschen Dichtung einsamen Spaziergang fort. In 60 Sätzen führt er uns zwischen Wien und Maienfeld, Sargans und Zagreb in eine Welt klingender Namen, und Amsel und Holunder begleiten ihn: "Man spricht vom Zauber der Schönheit", sagt Michael Donhauser, "ist sich meist aber einig, dass diese Formel mit zu viel Missverständnissen verbunden ist, was die Schönheit und ihre Wirkung auf uns betrifft - in den vergangenen Jahren nun und also in dem Buch 'Vom Schnee' habe ich immer wieder versucht, jene Schönheit wiederzugeben und auf ihren Zauber zu antworten, und dies mit einer sprachlichen Geste, die beschreibend ist und feiert, die gemäß ist, ihrem Gegenstand - eine gemäße Sprache aber ist eine, die verbindet, die eine gebundene ist, eine Rede, die dem Rhythmus eines Sagens gehorcht, das nahezu Gesang ist..."