

Clement Rosset
Regime der Leidenschaften und andere Texte
Merve Verlag, Berlin 2002
Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. Allen Leidenschaften ist gemeinsam, auf etwas aus zu sein, das abwesend ist. Die leidenschaftliche Liebe verzehrt sich an einem unerreichbaren Objekt. Die Leidenschaften erzeugen einen Hunger, der gar nicht gestillt werden will und auch tatsächlich von keinem irdischen Genuss befriedigt werden kann. Wer von Leidenschaften ergriffen wird, verzehrt sich lieber in einem Traum, als sich seine Illusionen zerstören zu lassen. "Der von Leidenschaft Getriebene verurteilt sich dazu, auf immer abstinent zu sein."