Aguilar oder Die Abkehr. Roman

Weidle Verlag, Bonn 2001
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Klaus Täubert. Barcelona 1936, vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Juan Aguilar, gleichermaßen erfolglos als Dichter wie als Vertreter von Damenhandtaschen, erkennt sein geschäftliches wie privates Scheitern. Bei einem Autounfall verliert er vorübergehend die Sprache. Als Stummer nun wendet sich sein Schicksal, er gewinnt Umsätze und Zuwendung zurück. Er wird für alle, die ihn kaum mehr beachteten, interessant, man will sogar seine Geschichte verfilmen. Nach seiner Genesung entschließt er sich daher als Simulant zur Fortsetzung dieser erfreulichen Entwicklung. Mit diesem Roman von 1937 verabschiedet sich der Emigrant Hans Meisel vom alten Europa und seinen literarischen Motiven, die er noch einmal in der Figur seines Aguilar vereinigt. Dieser Sprachskeptiker und Verführer muss nun den Schritt in eine neue Welt wagen, in der alles, auch Furchtbares, möglich ist.

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