Die Leserin. Das erotische Verhältnis der Frauen zur Literatur

Aufbau Verlag, Berlin 2000
Lesen galt, seitdem sich im 18. Jahrhundert ein bürgerliches Lesepublikum herausgebildet hat, als schädlich für Frauen: Ihre Sinnlichkeit mache sie phantasiereichen Einflüsterungen gewogen und verderbe sie für das wirkliche Leben. Insbesondere Romane hatten den Ruf, das Blut in Wallung zu bringen, las man sie doch - anders als die Folianten, mit denen sich die Männer abmühten, um ihren Verstand zu schärfen - mit nur einer Hand. Dennoch hat die Gattung überlebt und floriert gerade bei Frauen: 60% der Romane werden von Frauen gekauft. In ihrem Essay macht Gertrud Lehnert unmißverständlich klar, warum Frauen nicht in den Sex-Shop gehen werden, solange es Buchhandlungen gibt.

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