Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
16.02.2002. Philip Roth erklärt in der SZ, warum er sich für die Anatomie des Opportunismus interessiert. Die NZZ klagt über Müdigkeit bei Österreichs Intellektuellen. Die FR weiß es immer noch nicht: Hat Grass nun ein Tabu gebrochen oder hat er nicht? Die taz schimpft auf den amerikanischen Patriotismus. Die FAZ möchte ein Bundesland Preußen schaffen.

NZZ, 16.02.2002

Einen echt deutschen Begriff hat Uwe Justus Wenzel entdeckt: "Manche Begriffe wollen nicht begreifen, sondern Assoziationen wecken. Sie erzeugen dann so etwas wie einen semantischen Mehrwert, spannen einen vagen Horizont der Bedeutsamkeit auf. Das neudeutsche, wohl nur wenige Jahre alte Kompositum 'Lebenswissenschaften' ist ein solcher ins Ungefähre weisender Begriff."

Recht müde ist der Intellektuellen-Protest gegen die Wiener Regierung unter FPÖ-Beteiligung geworden, konstatiert Paul Jandl: "Wer zu Beginn der bürgerlich-rechten Regierungskoalition noch das Land verlassen wollte, mit Aufführungsboykotten drohte oder in den Gremien des Protests seine Stimme erhob, schweigt jetzt. Gesellschaftlich bedeutsame Angriffspunkte wie die Medienpolitik, die in den letzten beiden Jahren den Meinungsmarkt in Österreich gewaltig verändert hat, sind längst außerhalb des Blickfelds jenes Protests, der noch vor zwei Jahren kompromisslos auf seiner Meinung bestanden hat."

Weiteres: Elisabeth Schwind schreibt zum Tod des Dirigenten Günter Wand. Besprochen werden eine Ausstellung über die "Neue Sachlichkeit" im Sprengel-Museum Hannover und eine Ausstellung über neue urbanistische Tendenzen in Wien.

Laszlo F. Földenyi (mehr hier) denkt nach über den Selbstmord Kleists und Henriette Vogels: "Nur ein einziger Tod (der Neuzeit) kann mit der nicht nachlassenden Aufmerksamkeit wetteifern, die dieser auf sich gezogen hat: Werthers Selbstmord. Mit den Umständen sind wir, die Nachwelt, noch näher vertraut als die Betroffenen selbst. Wir können den Stunden vor ihrem Tod Minute für Minute nachspüren, können nachlesen, was sie vor dem Abdrücken der Pistolen zu Papier gebracht haben, und man hat sogar in Erfahrung gebracht, was sie verzehrt haben. Mit einem Wort, wir wissen alles."

Weiteres: Jochen Hörisch (mehr hier) befasst sich mit dem "irisierenden und irritierenden Verhältnis zwischen Jurisprudenz und Literatur". Reinhold Hohl lässt noch einmal die Feiern zum 100. Geburtstag Alberto Giacomettis Revue passieren. Und Friedrich Teja Bach schreibt über das Verhältnis Giacomettis zum Surrealismus. Hubertus von Gemmingen stellt die neuen (bisher unübersetzten) Werke zweier französisch-schweizer Autoren, Maurice Chappaz und Jacques Chessex vor. Steffen Richter arbeitet das Motiv des Holocaust im Werk Jean-Luc Benoziglios heraus, eines weiteren Autoren aus der französischen Schweiz. Und der vierte im Bunde ist Nicolas Bouvier, dessen wieder herausgebrachter Bericht über eine Reise nach Afghanistan von Georg Sütterlin besprochen wird.

SZ, 16.02.2002

Wolf Lepenies erklärt, wie die NPD von der Verzögerung des Verbotsverfahrens profitiert. Er argumentiert dabei mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die zeigt, wie gerade in den östlichen Bundesländern die NPD "das Vakuum jugendstützender Institutionen" nutzt. Das peinliche parlamentarische Gezänk hat für ihn nur zu einem geführt: "Von denen, um die es in erster Linie gehen müsste, die zum Rechtsextremismus neigenden Jugendlichen, spricht niemand. Die NPD hat eines bereits gewonnen: neue Wähler."

In einem Gespräch erläutert der Historiker Reinhart Koselleck (mehr hier), inwiefern sich Amerika durch die Maßnahmen, mit denen es die Menschenrechte verteidigt, von diesen entfernt: "Die Amerikaner können ja durch ihre Definition des Terrors jederzeit überall eingreifen, wo das Böse auftaucht. Von der Anlage her ist das totalitär als Antwort auf totalitären Terror". Auch die Rolle der USA als politische Führungsmacht findet er zweifelhaft: "Ich halte es für möglich, dass eine gefährliche Situation entsteht, weil die erzwungene Kollaboration der Europäer mit den Amerikanern in die Sackgasse führen kann. Europa ist ja keine Einheit."

Im Interview mit Thomas Steinfeld bestreitet Philip Roth, dass sein neuer Roman "Der menschliche Makel" eine Satire ist: "Der Opportunismus ist nie grotesk. Wenn das 'harassment', die mehr oder minder offensive Belästigung anderer Menschen, zum Problem wird, dann doch nur auf der Grundlage eines Kalküls um Karrieremöglichkeiten, um Macht. Die Anatomie dieses Phänomens hat mich interessiert."

Weitere Themen
: Gerhard Matzig schreibt über das "Untote" in der zeitgenössischen Architektur und stellt die Frage. "Wie kann es sein, dass die Kurslinien der Moderne und des Moderne-Erbes so sehr auseinanderfallen?" Miriam Neubert erklärt, warum die Medienkontrolle, genauer der Abschaltung des letzten unabhängigen nationalen Fernsehsenders TW-6 im Januar, Russland aus dem Gleichgewicht bringt. Kristina Maidt Zinke berichtet von einem Tübinger Symposion, auf dem sich die Altertumswissenschaftler Frank Kolb und Manfred Korfmann das nächste Scharmützel in ihrer Schlacht um das richtige Troja-Bild lieferten. Jörg Häntzschel stellt eine große Gerhard-Richter-Retrospektive am New Yorker MoMA vor, und wir lesen einen Nachruf auf den Dirigenten Günter Wand.

Von der Berlinale gibt es gleich drei Texte: Besprochen werden die Wettbewerbsbeiträge "Lundi Matin" von Otar Iosseliani und "Baader" von Christopher Roth, verrissen wird die Dokumentation "Lost in La Mancha" von Terry Gilliam, die in einer Sondervorführung im Panorama lief, und ein neues Großprojekt von Peter Greenaway mit Franka Potente wird angekündigt. Außerdem wird Joel Hershmans Knastfilm "Greenfingers" vorgestellt, und wir erfahren von neuem Ärger mit der Kirche, den Rolf Hochhuths Stück "Der Stellvertreter" verursacht - diesmal in seiner Verfilmung durch Costa-Gavras.

Besprechungen: Gerade noch gelobt wird Sandra Strunz' Inszenierung von Dea Lohers "Adam Geist" am Schauspiel Frankfurt, eine Aufführung von Tschechows "Die Vaterlosen (Platonov)" in Hannover wird für "zu glatt geschürft" befunden, und ein Tanzabend von Joachim Schlömer verlor sich in Berlin "im barocken Ungefähr". Außerdem werden Bücher besprochen, darunter die Tagebücher von Witold Gombrowicz aus dem argentinischen Exil und zwei Bände, die die journalistischen Arbeiten von Karl Marx und Friedrich Engels dokumentieren (siehe auch unsere Bücherschau morgen ab 11 Uhr).

In der Wochenendbeilage räsoniert Herbert Riehl-Heyse über den augenfälligen Zusammenhang von vielen Toten und Amüsement im Fernsehen, wir lesen den Bericht über einen französischen Rechtsanwalt und mehrere verschwundene Vasarely-Bilder, ein Porträt der Chefdesignerin des Pariser Disney-Parks, eine Lektüreempfehlung von Hamsuns "Mysterien" zwecks Geschichtswissenerweiterung, Thomas Urban erklärt uns, warum Michael Apteds Film "Enigma" in Polen nicht besonders gut ankommt, und Gerhard Waldherr, Autor eines Buches zum Thema, erläutert, warum Elvis eine verblichene Ikone und der amerikanische Traum eine Lüge ist. Außerdem: eine Reportage über sexuellen Missbrauch an Jungen und ein Plädoyer für Gewaltfreiheit gegenüber Kindern von Astrid Lindgren. Christine Brinck stellt neuere Studien zum Entfremdungssyndrom zwischen Kindern und Eltern vor.

FR, 16.02.2002

Thomas Medicus liefert einen Beitrag zur Grass-Debatte. Hat dieser nun ein "Tabu gebrochen" oder nicht? Medicus verweist darauf, dass "das Vertreibungsthema andere betrifft: zum Beispiel die Polen". Und mahnt an, "gefälligst auch die in den letzten zehn Jahren gewachsene polnische Nachwendeliteratur gebührend zur Kenntnis (zu) nehmen."

Weitere Artikel: Bei Michael Rutschky geht es heute um Fingernägel beziehungsweise das "Knibbeln" (vulgo: Abkauen) derselben, und der Schriftsteller, Navid Kermani erzählt, wie er in die Geheimisse des Filmvorführens eingeweiht wurde. Aus gegebenen Anlässen lesen wir eine Würdigung von Friedrich Maximilian Klinger - 250. Geburtstag - und einen Nachruf auf den Dirigenten Günter Wand.

Von der Berlinale kommen eine Besprechung von Christopher Roths RAF-Film "Baader", Otar Iosselianis "Lundi Matin" und Ramon Salazars "Piedras" im Wettbewerb, eine Sammelrezension asiatischer Filme im Forum, und Marcia Pallys Vorschlag für eine längst überfällige Preis-Kategorie: den "Film, den wahrscheinlich niemand anschaut".

Peter Iden lobt die Inszenierung von Dea Lohers Stück "Adam Geist" am Frankfurter Schauspiel, gefallen hat auch die deutsche Erstaufführung einer finnischen Oper in Lübeck. Aus Anlass des erstmaligen Erscheinens der "Pathologie des Soziallebens" von Honore de Balzac in deutscher Sprache druckt die FR Auszüge aus diesem Schlussstück seiner "Menschliche Komödie". Rezensiert werden außerdem Ute Langankys Fotoband "Nachtwache", ein Gedichtband mit CD von Albert Ostermaier, der Roman "Miss Bukarest" von Richard Wagner und Julian Nida-Rümelins philosophischer Essay "Strukturelle Rationalität" (siehe auch unsere Bücherschau morgen ab 11 Uhr).

Im Magazin ist ein Interview mit dem Rechtsanwalt, Fernsehmoderator und CDU-Mitglied Michel Friedman zu lesen. Friedman spricht darin über den neuen Antisemitismus, die Ressentiments gegen seine Person und verteidigt seinen Erfolg in seinen zahlreichen Tätigkeitsfeldern. Aber er gibt auch Auskunft über Defizite: "Ich kann nicht singen. Ich kann kein Instrument spielen. Ich kann keinen Tisch schreinern. Ich habe nicht das Talent, einen Raum zu tapezieren. Ich kann vieles nicht."
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TAZ, 16.02.2002

Im einzigen Text auf der Kulturseite geht Peter Fuchs mit dem Patriotismus der USA ins Gericht und beschreibt ihn als "offenbar emotionssatt und analysefern". Dirk Richters Thesen in dessen Buch "Nation als Form" folgend, zeigt Fuchs, dass "Nationalismus der Tendenz nach ein Universalismus" ist, der "Superiorität zelebriert" und die Nation ihren "Wertekosmos" gegen Feinde verteidigen darf. Gleichzeitig müsse eine "superiore Nation die Konflikte, an denen sie parasitiert, selbst erzeugen", damit ihre Symbole funktionieren. "Wären Nationen Menschen", folgert Fuchs, "fände man, dass Nationen, die auf all das angewiesen sind, schwach, unsicher und deswegen (mit Adorno) zutiefst autoritär sind." Ein dieser Art "patriotisch verbrämter Nationalismus, gepaart mit Macht ... ist auf Dauer kreuzgefährlich".

Reinhold Messner erklärt in einem Interview auf den Tagesthemen-Seiten das größte Problem der Alpen: Nicht Tourismus, sondern "die Landwirtschaft. Man hat den Alpenbauern in den letzten 50 Jahren suggeriert, sie müssten in Konkurrenz zu den Bauern der Tiefebene arbeiten. Sie haben inzwischen Kühe mit 10.000 Litern Milch im Stall stehen und produzieren mit Fremdfutter zu viel Milch, zu viel Mist. Der Bauer auf dem Berg kann nie mit dem Bauern aus dem Tal konkurrieren."

Auf den Berlinale-Seiten geht es unter anderem um Christopher Roths Wettbewerbsfilm "Baader", den Stefan Reinecke "interessant gescheitert" findet: "Nicht zu viel Fiktion, Stilisierung, Kino, sondern zu wenig" sei das Manko des Films.

Im tazmag schreibt Ulrike Winkelmann eine Apologie der Antiglobalisierungsbewegung, die schon mehr erreicht habe, als sie selbst glaubt. In vier Schritten ? "Bilder, Bildung, Wirtschaft und Sexappeal" ? nähert sie sich ihrem Fazit: "Solange das Lächeln der Attac-Vertreter auf den Diskussionspodien breiter ist als das ihrer Gegenüber, braucht man sich um die Zukunft der Bewegung nicht zu sorgen." Und aus Anlass der ? schon wieder? ? bevorstehenden Grand-Prix-Vorentscheidungs-Runde porträtiert Jan Feddersen im Dossier die Mannheimer Sängerin Joy Fleming, in einer Randspalte ist zudem alles Wissenswerte über die Dame versammelt.

Und hier TOM.

FAZ, 16.02.2002

Eine höchst aktuelle Debatte: Offensichtlich gibt es Kräfte, die einen irgendwann bevorstehenden Länderzusammenschluss Berlins und Brandenburgs unter dem Namen Preußen laufen lassen wollen. Der Vorschlag kommt von Potsdams Sozialminister Alwin Ziel (SPD). Der Verleger Wolf-Jobst Siedler kommentiert: "Was für eine reizende Idee. Die Länder Berlin und Brandenburg, beide Hungerleider, schließen sich zusammen und heißen dann Preußen. Aus einem Berlin, das seine alte Bedeutung verloren hat und nicht mehr 'die größte Industrie- und Bankenstadt zwischen Atlantik und Ural' ist, und einem Brandenburg ohne Adel, Bauernschaft, Bürgertum, Beamtenschaft und Militär soll etwas Drittes werden: das glanzvoll-problematische Preußen. Kann das ernst gemeint sein?"

Die FAZ hat allen Ernstes eine Schriftstellerumfrage zum Thema organisiert. Susan Sontag findet ein Bundesland "Preußen" "keine gute Idee", Hugh Trevor-Roper oder Michel Tournier sehen's nicht so eng. Der Chef der Berliner Seiten der FAZ, Florian Illies, findet: "eine mutige Idee": "Da nun sogar Wolf Jobst Siedler, der amtlich bestellte Testamentsvollstrecker, Preußen aufgegeben hat, ist der Tag gekommen, dass Preußen wieder eine Chance hat." Der Jurist Detlef Mertens wird im Interview von Christoph Albrecht befragt und findet die Sache machbar. Und bevor wir uns ein herzhaftes Gähnen gestatten, wollen wir unter den vielen Prominentenäußerungen (darunter Andzrej Stasiuk, Jean Ziegle, Martin Walser) die des bayerischen Kulturministers Hans Zehetmair zitieren: "Eine Fusion von Brandenburg und Berlin wäre aber auch davon abgesehen höchstens als 'Restpreußen' zu bezeichnen - es sei denn, Nordrhein-Westfalen könnte sich entschließen, gleich mitzufusionieren." Nach Dem EU-Anschluss könnten wir ja auch noch die Polen hinzubitten!

Weiteres: Dietmar Polaczek lässt in einem kundigen Artikel den Umbruch nachverfolgen, den die "Mani pulite" vor zehn Jahren in Italien auslösten. Ellen Kohlhaas schreibt zum Tod des Dirigenten Günter Wand. Andreas Rosenfelder resümiert eine Diskussion über das neue Hochschulrahmengesetz. Andreas Rossmann setzt die ausführliche Berichterstattung über die Bochumer Ringvorlesung zur Zukunft des Fußballs mit einer Zusammenfassung des Vortrags von NRW-Ministerpräsident Clement fort. Carina Villinger berichtet über einen Streit der Erben El Lissitzkys mit dem Münchner Lenbachhaus um Bilder aus dem Nachlass des Malers. Matthias Ehlert schreibt zum sechzigsten Geburtstag des Bürgerrechtlers Konrad Weiß.

Auf der Berlinale-Seite schreibt Michael Allmaier über Christopher Rothers "Baader"-Film, der ihn einigemaßen gelangweilt zu haben scheint (siehe dazu auch die Perlentaucher-Kritik). Hans-Jörg Rother bespricht einen "Golzow"-Dokumentarfilm von Barbara und Winfried Junge im Forum. Wolfgang Sandner bespricht Istvan Szabos Film über Furtwängler, der außer Konkurrenz das Festvial beschließt. Besprochen wird außerdem der russische Film "Auf allen Meeren" im Forum.

Auf der Medienseite finden wir ein Interview, das Michael Hanfeld mit dem ZDF-Intendanten Dieter Stolte führte, der in einem Monat ohne Nachfolger von seinem Amt abtritt.

Besprochen werden eine Ausstellung von Goldschätzen aus dem "Land des Goldenen Vlieses" (nämlich Georgien) im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Choreografien von William Forsythe in Frankfurt, eine Reihe europäischer Operetten an der Wiener Volksoper ("bereits bei der Eröffnungspremiere zum Operettenjahr 2002 war der neunzigjährige Marcel Prawy nicht unbedingt der älteste Besucher", schreibt Reinhard Kager)

Kommen wir zu Bilder und Zeiten (irgendwie leben sie ja fort, nur das schöne Papier hat man eingespart). Edo Reents stellt bisher unbekannte Briefe Thomas Manns vor, in denen er auf Zuschriften nach seiner Lübecker Gymnalsialsrede 1931 antwortete - Mann hatte hier vor dem vor dem aufkommenden Nationalismus gewarnt. Und Anja Baumhoff erinnert in einem Essay daran, "wie das Bauhaus seinen Mythos schuf".

In der Frankfurter Anthologie stellt Manfred Fuhrmann ein Gedicht des Barockdichters Johann Michael Moscherosch vor:

"Fast jeder Schneider
Will jetzt und leider
Der Sprach erfahren sein
Und redt Latein Wälsch und Französisch,
Halb Japonesisch,
Wann er ist doll und voll
Der grobe Knoll..."

Unter den Buchbesprechungen haben wir Richard Kämmerlings Rezension der deutschen Übersetzung von Michael Houellebecqs neuem Roman "Plattform" hervor. (Siehe unsere Bücherschau morgen ab elf Uhr.)