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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Mai, 2002

Heute in den Feuilletons

31.05.2002. Die SZ vermutet hinter Frank Schirrmachers Bruch mit Martin Walser einen Mediencoup und sieht zwar Ressentiments gegen Marcel Reich-Ranicki aber keinen Antisemitismus: Außerdem outet sie Ehrl-König als gar nicht neu. Auch die FR analysiert in einem großen Dossier die "Schwefelwolken" der neuen Debatte. Die NZZ denkt aus dem Anlass über Sinn und Zweck von Tabus nach. Die taz hakt den Fall ab. Und die FAZ... widmet sich den amerikanischen Bucherfolgen der Saison. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.05.2002. In der taz behauptet Martin Walser, dass ein Verriss im "Literarischen Quartett" noch schlimmer gewesen wäre. Die NZZ bringt erste Kommentare von Marcel Reich-Ranicki: "ungeheuerlich"! Da die südliche Hälfte der Republik Fronleichnam feiert, fehlen die anderen von uns ausgewerteten Institute. Aber in einem Link des Tages sammeln wir Reaktionen der Welt, des Tagesspiegels und anderer Zeitungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.05.2002. In der FAZ wirft Frank Schirrmacher Martin Walser Antisemitismus vor. In der Zeit warnt Bassam Tibi vor dem Absolutheitsanspruch des Islam. Die taz besucht die In-Clubs von Odessa. Die FR misstraut der Allianz zwischen den USA und Russland. In der SZ schreibt Tariq Ali über den Kaschmirkonflikt.Die NZZ erklärt, warum der Papst nicht zurücktreten kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.05.2002. "Leider gar nicht gut" fällt für den französischen Autor Patrick Demerin in der FAZ die Bilanz des Senders Arte aus. Die FR analysiert Jürgen Möllemanns Antisemitismus. Die SZ interviewt Nikolaus Harnoncourt. Die taz findet die Manifesta "gediegen, umsichtig, vernünftig". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.05.2002. In der taz stellt Gabriele Goettle einen Entomologen vor, der durch das Gutachten über das Alter von Schmeißfliegenlarven in der Leiche einer Pastorengattin ihren Mann als Täter überführte. In der SZ wirft Salomon Korn der FDP vor, mit Ressentiments auf Stimmenfang zu gehen. Die FR schildert Auswüchse des Abenteuertourismus in Chile. In der FAZ erklärt uns Viktor Jerofejew das russische Verhältnis zum Westen. Die NZZ und alle anderen resümieren das Festival von Cannes. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.05.2002. Die NZZ porträtiert Maxim Suchanow, einen russischen Gastronomen, der auch schon als glatzköpfiger Cyrano de Bergerac geglänzt hat. Die SZ sieht in den USA den zynischsten Wahlkampf in der Geschichte der Demokratie anbrechen. In der FR feiert Raoul Schrott ewige Themen der Lyrik wie Wein, Weib und Gesang. In der taz schildert Katharina Röggla ihre Eindrücke vom Bush-Besuch. Die FAZ geißelt die Frankfurter Kulturpolitik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.05.2002. Die FAZ erklärt, warum "Empire" gute Laune macht. Die NZZ freut sich über die neue Innenstadt von Chemnitz. Die FR bewundert die Ästhetik des Widerstands gegen Bush. In der SZ stellt der Historiker Moshe Zimmermann einen Antisemitenkatechismus vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.05.2002. In der Zeit beklagt Leon de Winter den grassierenden Antisemitismus. Die FAZ beklagt dagegen den grassierenden Antisemitismus-Vorwurf. Die SZ schimpft auf die Fußballintellektuellen. Die FR feiert die Geburt des Kanons aus dem Geiste MRRs. Die taz beschreibt den Spagat afrikanischer Popmusiker zwischen Europa und Afrika. Die NZZ resümiert das Theatertreffen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.05.2002. Marcel Reich-Ranicki hat mal wieder einen Kanon angestimmt. Die FAZ lässt "jüngere Autoren" mitsingen. In der SZ schreiben die Schriftsteller hingegen über ihr Verhältnis zu Amerika. Die FR macht sich Sorgen über Rechtsextremismus in Osteuropa. Die NZZ resümiert die Turiner Buchmesse. Die taz langweilt sich in Cannes. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.05.2002. Die taz stellt richtig, dass Nagib Machfus nie einen Brief an George W. Bush schrieb. Die SZ reflektiert das deutsch-amerikanische Verhältnis. Die FAZ bringt die Meldung von einem ersten Patent auf das Klonen von Menschen. Die NZZ berichtet über das neue Buch von Peter Esterhazy, das in Ungarn so großes Aufsehen erregt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.05.2002. Die SZ berichtet über ein Erdbeben in Ungarn: Peter Esterhazy hat festgestellt, dass sein Vater für die ungarische Stasi spitzelte und ein Buch darüber geschrieben. Die FAZ macht die faule Harmonie der politischen Klasse für den Rechtspopulismus in Europa verantwortlich. Die taz fordert demokratische Teilhabe für alle. In der FR diskutieren Natan Sznaider und Navid Kermani über den Nahostkonflikt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.05.2002. Die SZ findet die holländische Wahl unheimlich: Massenhaft gaben die Wähler ihre Stimme einem Toten. Die taz durchkämmt das Haar des Kanzlers. Die NZZ befasst sich mit Goethes Verhältnis zum Islam. Die FR meditiert über den Tatort, dessen 500. Folge ansteht. Die FAZ nimmt antiisraelische Äußerungen in der FDP aufs Korn. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.05.2002. In der Zeit polemisiert Hans Mommsen gegen Martin Walser. Die FR feiert das Comeback von George Lucas. Die NZZ bezweifelt, dass Nagib Machfus einen offenen Brief an George W. Bush geschrieben hat. Die taz und die meisten anderen Zeitungen befassen sich mit der Indexierung des Computerspiels "Counterstrike". Durch die FAZ hallt der Verzweifungsschrei eines Lehrers. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.05.2002. Die SZ plädiert für und gegen ein neobarockes Stadschloss in Berlin, die FAZ nur dafür. Die taz untersucht die Folgen der Kirch-Pleite für das deutsche Kino. Die FR fragt, wie Frankreichs Intellektuelle den Aufstieg Jean-Marie Le Pens verkraften. Die NZZ erzählt die Geschichte der Schweizerischen Landesausstellungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.05.2002. In der taz warnt der Publizist Tariq Ali: Der Westen kann nicht gleichzeitig Diktaturen unterstützen und sich beklagen, dass sie keine Demokratien sind. Die NZZ informiert über russische Literatur im Internet. In der FR erklärt uns der Soziologe Helmut Dubiel die amerikanische Debattenkultur. Die FAZ erzählt, was der Mathematiker Stephen Wolfram mit Gleichungen anstellt. Die SZ sieht die Position des Likud-Blocks gegen einen Palästinenserstaat gelassen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.05.2002. Nagib Mahfuz lobt die "großartigen Selbstmordattentäter" und vergleicht die Israelis mit den Nazis, meldet die FAZ. Die NZZ hat Gold unter den Fingernägeln. Die FR befasst sich mit dem Klassenkampf in Chile. Die SZ fragt: Handelt es sich bei den Terroranschlägen vom 11. September in New York um ein Ereignis oder um zwei? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.05.2002. Gewalt in Filmen ist ein Zivilisationserfolg, ruft der Filmproduzent Günter Rohrbach in der SZ. Der Philosoph Bert van der Brink konstatiert in der FR die Heiligsprechung des Pim Fortuyn. In der taz diagnostiziert der Soziologe Andrei S. Markovits eine Rückkehr des "guten alten europäischen Antisemitismus'". Die NZZ sucht nach Entstehungsorten der Literatur. In der FAZ erinnert Oberstudienrat Stefan Nolting daran, dass Gerhard Schröder Lehrer einst als "faule Säcke" beschimpft hat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.05.2002. Die SZ druckt Götz Alys aufsehenerregende Rede zum Heinrich-Mann-Preis: Wer profitierte von der Verfolgung der Juden? Das "einfache Volk". Die FAZ verteidigt Martin Walser gegen Michael Naumann und bringt seine Rede zum 8. Mai. Die taz fand sie allerdings einfallslos. NZZ und FAZ kommentieren eine denkwürdige Episode bei den Buchhändlertagen. Und die FR macht sich Sorgen über Hollands Nöte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.05.2002. Die Zeit will nicht glauben, dass die Popkultur schuld ist an Erfurt. In der SZ beschwört Harry Mulisch die kindliche Unschuld Pim Fortuyns. Auch die FAZ porträtiert ihn nicht ohne Sympathie. In der FR wirbt Nathan Sznaider um die europäische Sympathie für die Belange Israels. Die taz erregt sich vorab über Gerhard Schröders Gespräch mit Martin Walser. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.05.2002. In der FAZ wenden sich Marc Höpfner und Stewart O'Nan gegen rhetorische Klischees über die Gewalt. Die taz denkt über Regeln für die Nahostdebatte nach. Die FR sieht "Gründe, Inhalte und Anlässe" für den Rechtspopulismus in Frankreich und anderswo. Die SZ entlarvt die Zufriedenheit über den Wahlausgang in Frankreich als "Lebenslüge". Die NZZ beobachtet den Triumph der reaktionären Greise im italienischen Theater unter Berlusconi. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.05.2002. In der SZ macht sich Naomi Klein ("No Logo") Gedanken über die Marke USA und Matthias Politycki sieht Bayer Leverkusen als "reinkarniertes Mönchengladbach". Die NZZ weist nach, dass die Benesch-Dekrete in der Tschechoslowakei nach dem Krieg auch auf Juden angewandt wurden. Die FAZ betrachtet die Dialektik der Gewaltdarstellung in den Medien. Die FR beschreibt die amerikanische Freude über die Erfolge Jean-Marie Le Pens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.05.2002. In der FAZ warnt Julian Barnes: Das eigentliche Drama der französischen Wahlen steht noch aus. In der SZ begrüßt Klaus Harpprecht schon einmal die Sechste Republik. In der FR polemisiert der Kulturminister von NRW, Michael Vesper, gegen ein Bundeskulturministerium. Die NZZ nimmt Abschied von Oprah Winfreys Buchclub. In der taz findet Peter Fuchs sogar für das Massaker von Erfurt eine systemtheoretische Erklärung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2002. In der SZ denkt Walter Russell Mead über das unterschiedliche Verhältnis der Europäer und er Amerikaner zur Nation nach. Die taz würdigt die Kollektivarbeit der Berliner Gruppe Jazzanova. Die FR konstatiert: Die Tat von Erfurt lässt ich nicht erklären. In FAZ und NZZ finden sich Plädoyers gegen das Verbot von Gewaltfilmen, unter anderem von Wolfgang Sofsky. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.05.2002. Die SZ bringt ein Pro und Contra zu Gewalt in den Medien. Die FR beklagt eine veraltete Pädagogik der Wertevermittlung. Die taz findet die Lobby der Online-Spieler auch nicht besser als die der Schützenvereine. Die FAZ beklagt die Verschwiegenheit des Documenta-Chefs Okwui Enwezor. Die Zeit fordert eine Reform des deutschen Stadttheatersystems. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen