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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2009

Kontrollversagen, Kartelle, Korruption

31.08.2009. In der Welt erinnert sich Andrzej Wajda an den Kriegsbeginn in Polen. In der FR vermisst der Politologe Harvey C. Mansfield Esprit und Schärfe in der Politik. In der taz erzählt Gabriele Goettle, warum nicht nur die Armen, sondern auch die Supermärkte von den "Tafeln" profitieren. Die NZZ greift rumänische Debatten um Mihail Sebastian auf. Die SZ zieht eine ziemlich traurige Bilanz des Wiederaufbaus von New Orleans. Mehr lesen

Pflegen Sie noch solche Dichotomien?

29.08.2009. In der taz erklärt Thomas Demand, warum er lieber subtil als politisch ist. FR und Welt besuchen die Magdeburger Ausstellung "Aufbruch der Gotik". Die FAZ stellt die fast achtzigjährige spanische Literaturagentin Carmen Balcells vor, die an E-books glaubt. Die SZ lernt von Stanford: das Internet literarisiert in ungeahntem Ausmaß. Und Navid Kermani bekommt nun doch den Hessischen Kulturpreis. Mehr lesen

Der späte Sieg der Sozrealisten

28.08.2009. Die NZZ liest russische Literatur und findet planes Erzählen und grob vereinfachte Weltbilder. In der FR vergleicht Slavoj Zizek den Gaza-Streifen zwar nicht, aber dann doch mit einem KZ. Die Welt studiert die Programme der Parteien und zweifelt an der Realisierbarkeit eine "Kulturflatrate". Die SZ vermisst Begeisterung fürs wieder aufzubauende Berliner Schloss. Mehr lesen

Wir haben Hirne und sind Iche

27.08.2009. In der Welt verkündet Martin Scorsese, dass er jetzt auch in 3D drehen will. Ist Berlusconi rückständig oder modern? Peter Schneider antwortet in der Zeit auf Slavoj Zizek. Viel Wind macht ein Gutachten des Bayerischen Rechnungshof über die Öffentlich-Rechtlichen. Die NZZ sieht Barcelona zur angesagtesten Architekturstadt der Welt werden. Mehr lesen

Einst war das Medium ehrgeiziger

26.08.2009. In der FR fragt Ismael Kadare: Warum hebt die EU die Visumspflicht für Serbien auf, aber nicht für Bosnien und andere Opfer Serbiens? Die Welt ist beruhigt: Das Theater ist gut aufgestellt für die Krise. In der SZ gibt Joachim Kaiser zu bedenken: Es gab einmal Fernsehen mit Anspruch. Die taz empfiehlt den Grünen, bei Schwarzen nicht nur auf den Hintern zu gucken.
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Zerfallendes Kulturmolekül

25.08.2009. Im Solinger Tageblatt fürchtet der Verfassungsrichter Udo Di Fabio, dass das Internet nicht nur die freie Presse, sondern auch das bürgerliche Individuum kaputtmacht. In der Berliner Zeitung erklärt Peter Glaser wie Digitalisierung atomisiert. Die Medienblogs berichten über Ärger bei der Berliner Zeitung. Die FAZ greift den Fall Tariq Ramadan auf, der von der Universität Rotterdam rausgeschmissen wurde, weil er für einen iranischen Staatssender arbeitet. In der taz meint Chaim Noll: Die DDR hätte früher untergehen können, wenn Kohl sie nicht unterstützt hätte. Mehr lesen

Chance zur erneuten Auseinandersetzung

24.08.2009. Große betriebsinterne Querele. Der Springer-Verlag wollte unter umstrittenen Konditionen ein "Springertribunal" abhalten. Aber die Ankläger wollten nicht anreisen. Jeder versteht sie. Die NZZ beklagt eine "Aldisierung" des Buchhandels. Techcrunch fragt sich, warum sich die Open Content-Bewegung ausgerechnet mit Amazon und Microsoft gegen Google zusammentut. Die New York Times berichtet über Sorgen in Hollywood: Die Stars ziehen nicht mehr.  Mehr lesen

Manipulationswillige Parasiten einer Heuchelindustrie

22.08.2009. Ein Roman als Irrenhaus? Unendlichen Spaß scheint "Unendlicher Spaß" nicht zu machen. Aber es gibt viele Gründe, David Foster Wallaces jetzt übersetzten Roman zu lesen. Alle Zeitungen bringen zeitgleich ganzseitige Kritiken des 1.500-seitigen Opus. In der FR wettert Christopher Hitchens gegen die Zensur der Yale University Press an den Mohammend-Karikaturen: "Wir haben uns ins eigene Fleisch geschnitten." Die NZZ sieht zu, wie ein sächsisches Dorf dem Tagebau geopfert wird. Mehr lesen

Ich bin züchtig

21.08.2009. In der FR spricht Herta Müller über die Deportation der Rumäniendeutschen in  Stalins Arbeitslager. Die NZZ verteidigt den freien Markt gegen die Zeitungsverleger. In der Welt findet Quentin Tarantino eigentlich auch, dass sich Brad Pitt in seinem Film wie ein Nazi aufführt. Die taz fragt mal anders: Was macht das Kopftuch aus Frauen, die es nicht tragen? Die New York Times berichtet, dass sich Amazon, Microsoft und Yahoo gemeinsam gegen das Google Book Settlement stellen. Mehr lesen

Nicht meine Mitte

20.08.2009. Die Diskussion über Tarantino geht weiter: Als "Fest der Selbstgerechtigkeit" sieht Jens Jessen in der Zeit den Film. Ekkehard Knörer verteidigt Tarantinos Rachefantasie im Perlentaucher. Michael Kohler hat in der FR ein vernichtendes Lob für Tarantino. Die FAZ hat Madonna live nicht live gesehen. Die Blogs diskutieren über ein Video, in dem Ursula von der Leyen heimlich, aber eben doch öffentlich die Zähne fletscht. Im Guardian plädiert Cory Doctorow für kostenlose Ebooks als Marketinginstrument. Mehr lesen

Die Versuchungen des Zynismus

19.08.2009. Es wird weiter über Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" debattiert. Er macht Juden zu Nazis, schreibt Daniel Mendelsohn in einer scharfen Attacke in Newsweek. Das Blog Cargo sieht das anders. In der SZ wird Tarantinos Unbekümmertheit um Geschichte und Filmklischees verteidigt. "Nach vier Jahren Resistance nun also Kollaboration" schreibt Pierre Assouline in seinem Blog zur Meldung, dass die Pariser Nationalbibliothek ihre Bestände nun von Google digitalisieren lässt. Mehr lesen

Im Müllschlucker des Todessterns

18.08.2009. David Foster Wallaces Kolossal-Roman "Unendlicher Spaß" erscheint auf Deutsch. In der FAZ erklärt Übersetzer Ulrich Blumenbach, was Wallace mit der Sprache macht. In der FR berichtet Ai Weiwei von seiner Verhaftung durch Schergen des Systems. In Slate protestiert Christopher Hitchens gegen die Zensur der Mohammed-Karikaturen durch die Yale University Press. Das Blog Free Iran Now weiß, warum Ägypten eine iranische Briefmarke mit dem Bild der ermordeten Ägypterin Marwa Al-Sherbini zensiert. Und es zeichnen sich Diskussionen über Tarantino ab: Erteilt er eine Lizenz zum Sadismus oder ist sein Film ein Exorzismus? Mehr lesen

Der Weg zur aufregenden Erkenntnis

17.08.2009. In vielen amerikanischen Blogs wird über die Entscheidung der Yale University Press diskutiert, ein wissenschaftliches Buch über die dänischen Mohammed-Karikaturen herauszubringen, ohne diese abzudrucken. In dem Blog Theartsfuse.com erklärt die Autorin des Buchs, Jytte Klausen, warum sie den Abdruck für notwendig hält. Die SZ kommt nochmal auf den Mord an Marwa El-Sherbini zurück. In der FAZ erkennt Andrzej Stasiuk sein Polen nach zwanzig Jahren Kapitalismus kaum mehr wieder. In der taz fragt "Freischreiber" Kai Schächtele: Wer ist hier der Enteignete? Mehr lesen

Diagonalschnitt

15.08.2009. Heute geht's viel um Geschäftsmodelle: Die NZZ lernt von Yu Hua, wie man sich eine ordentliche Portion Nudeln der drei Köstlichkeiten verdient. In der FR erklärt James Frey, wie man das auf amerikanische Art macht. In der taz erklärt der Prostituierte Cem Yildiz, wo für ihn die Grenze liegt. Ruth Klüger feiert in der Welt Herta Müllers neues Buch über die Lager in Rumänien. Im Tagesspiegel liefert Georg Seeßlen eine kleine Meditation über den Bastard. Die FAZ droht uns mit einem Neandertaler. Mehr lesen

Journalistische Jungtürken

14.08.2009. Die NZZ berichtet aus dem digitalen Kulturkampf der Blogger gegen die übrigen Medien. Slate bestätigt sich die Attraktivität von Google und Twitter durch ein Rattenexperiment. In der FR schreibt Yoram Kaniuk über die "letzte Liebe" alter Eheleute in einem Krebskrankenhaus. Die Welt konstatiert: Der Niedergang der Leipziger Schule ist auch durch einen belgischen Professor nicht zu stoppen. In der FAZ erklärt Mathias Döpfner, wie er den Qualitätsjournalismus durch ein zahlbares App für bild.mobile auf dem i-Phone retten will. Mehr lesen

Indem du, was bewundernswert ist, bewunderst

13.08.2009. Die NZZ fragt: Wie wird Google E-Books "verkaufen"? Und wem "gehören" sie dann eigentlich? Die taz interviewt den britischen Künstler und Filmemacher Steve McQueen zu seinem Film über die IRA. Die Zeit bringt eine  Exklusivgeschichte: Vor 250 Jahren erfanden Goethe und Schiller die Freundschaft. Mehr lesen

Solches unkaschiertes Befremden

12.08.2009. In der taz macht die Menschenrechtlerin Tanja Lokschina die Passivität der Weltöffentlichkeit für die Verbrechen an russischen und tschetschenischen Menschenrechtskämpfern mitverantwortlich. Die NZZ rät Hugo Chavez, seinen Soldaten eine Entziehungskur zu verordnen. Als Intendant der Pariser Oper musste Gerard Mortier laut FR feststellen: "Paris ist heute nicht mehr die inspirierende Stadt." Und in der SZ empfiehlt Joachim Kaiser im Widerstreit zwischen Werktreue und Regisseurswillkür den Mittelweg. Mehr lesen

Techno und Rap, Pop, Glamour, Fun

11.08.2009. Das Ende des Ammann Verlags schockiert die Feuilletons: Die NZZ hätte sich gewünscht, dass der Verleger über seinen Schatten springt. Die SZ fürchtet, dass es gerade die literarische Passion war, die dem Verlag die Perspektive nahm. Die FAZ hat Ammann interviewt. In der FR schildert  Hector Abad das schwierige Leben der Kolumbianer. Die Welt fragt: Gibt es Rassismus in deutschen Orchestern? Die taz plädiert gegen Dekolletes bei CDU-Politikerinnen im Wahlbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr lesen

Immer bleibt ein Bild ein Bild

10.08.2009. "Eto stal, eto stal!", rufen sie. Die FAZ berichtet aus einem Sommerlager der Naschisten. Der Spiegel fürchtet sich vor einem Netz ohne Gesetz. Die NZZ besucht die europäische Kulturstadt Vilnius und würdigt die Rolle der litauischen Fotografie. Der Internetpionier Jason Calacanis erklärt in seinem Blog, warum er Apple gefährlicher findet als Microsoft oder Google. Die SZ hat in China die Zukunft des E-Books gesehen und feiert Volker Zastrows Reportage über die "Vier aus Hessen".  Mehr lesen

Was mache ich hier eigentlich?

08.08.2009. Unbehagen bereitet der Welt, wie die Polizei einen mutmaßlichen Kindesvergewaltiger an den Internet-Pranger stellte. Telepolis erkennt in Schützenvereinen und Kircheneinrichtungen die übelsten Missbrauchsstätten. Techcrunch macht sich auf Google Earth ein Bild vom Völkermord in Darfur. Die taz porträtiert den HipHopper Pharrell Williams , der seine Cupcakes am liebsten mit Diamanten mag. Die NZZ freut sich über die Rückkehr Saigons. In der SZ diagnostiziert der Philosoph Rober Pfaller eine neue Prüderie. Und im Perlentaucher kommentiert Thierry Chervel Rupert Murdochs Entscheidung, seine Zeitungen vom Internet abzukoppeln. Mehr lesen

Große Gratis-Masse

07.08.2009. Die taz sammelt Reaktionen zu ihrem Boykott der Leichtathletik-WM wegen Geheimdienstüberprüfung der Journalisten. Die FR ist erschrocken, wehrt sich aber im Dienste ihrer Leser nicht. Die SZ hat sich keine Gedanken gemacht. Großen Wind macht die Ankündigung Rupert Murdochs, die Online-Ableger seiner Printmedien kostenpflichtig zu machen. Die Welt ist sehr dafür. Jeff Jarvis findet diese Strategie im Guardian dagegen selbstmörderisch. Und die SZ muss doch sehr über Philips Wouwerman staunen. Mehr lesen

Fein ausdifferenzierte Finsternis

06.08.2009. Sehr politische Feuilletons heute: Der Freitag bringt eine Reportage aus Dresden, wo man nach dem Mord an Marwa al-Sherbini sehr schnell zur Tagesordnung übergegangen ist. Der Tagesspiegel analysiert die schauerliche Dramaturgie der Teheraner Schauprozesse. Im Spiegel sieht Niall Ferguson das Geld als Motor des Fortschritts. Die SZ findet keine Belege für einen Handel mit Kinderpornografie im Netz. In der Zeit warnen Juli Zeh und Ilija Trojanow vorm Überwachungsstaat. Mehr lesen

Der kleine, warme Tümpel

05.08.2009. Die NZZ sucht das extremste Habitat von Mikroorganismen auf. Netzwertig sagt eine Fragmentierung der Medienlandschaft voraus. Netzpolitik berichtet über einen Internetaufruf gegen Amazons Kindle. In der FR sieht Martin Amis das Mullah-Regime im Iran im Todeskampf. Die FAZ porträtiert einen amerikanischen Soldaten, der im Irak lernte, die Vögel zu lieben. Die Welt wundert sich, dass sich die EU erst drei Tage nach der Einspruchsfrist um das Google Book Settlement kümmern will. Mehr lesen

Die denkbar schönsten leisen Klänge

04.08.2009. Die taz fragt: Warum schweigen in all den Debatten um Urheberrecht und Kulturflatrate ausgerechnet die Urheber? Die NZZ feiert Luigi Nonos Oper "Al gran sole carico d'amore" in Salzburg als Sensation.  Die Blogs fragen sich immer noch, wie sich Ursula von der Leyen das "richtige Maß" an Demokratie vorstellt. Die SZ weiß, warum der Moritz den Frank-Walter wählt. Und Ingo Schulze fragt nach zwanzig Jahren Demokratie in der FAZ: wo bleibt bei all der Freiheit die Gleichheit? Mehr lesen

Ja, ist Gott denn ein Clown?

03.08.2009. In der SZ konstatiert Diedrich Diederichsen: Pop ist noch nicht ganz tot, sondern wird im Netz zerstückelt und verknüpft fortleben. Die FAZ findet, dass sich der Dalai Lama ruhig ein bisschen respektabler aufführen könnte. Die FR übersetzt einen iranischen Blogeintrag: "Dass abends um zehn Uhr die Zeit zum Schreien ist!" Die Blogs freuen sich auf neue Maßnahmen Ursula von der Leyens zur Erhaltung der Demokratie "im richtigen Maß". Mehr lesen

Deine Hölle bleibt Allegorie

01.08.2009. In der FR sagt Günter Grass seinem Interviewer Andre Müller ein schlimmes Ende voraus. Die Welt liest ein Buch, das sowjetische, litauische und deutsche Antisemiten lieber endgültig zugeklappt hätten. Wer kann sich im Westen mit Peter Hacks, Heiner Müller oder Alfred Matusche messen? Niemand, ruft der Autor und Verleger Andre Thiele in der taz. Die FAZ besucht ehemalige Mitglieder der "SS Galizien" in Lemberg. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen