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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

November, 2009

Querbeet die Faust im Sack

30.11.2009. Das Schweizer Minarett-Verbot wird allenthalben mit Entsetzen bis Befremden kommentiert. Die Blogs kopieren Bernd Neumanns Satz, dass es kein Recht auf Privatkopien gibt. In der taz verbittet sich der iranische Regimekritiker Akbar Gandji Einmischung aus dem Westen: "Man kann Demokratie und Menschenrechte nicht von außen einführen." Die FAZ schildert den Streit zwischen Exklusionisten und Inklusionisten in der Wikipedia. Mehr lesen

Die Künstlichkeit bleibt unerlöst

28.11.2009. In der NZZ preist Mario Vargas Llosa die EU als das einzige politische Projekt der Welt, das zugleich revolutionär und Realität ist. In der SZ ergründet Georg Klein die Kunst des David Lynch. In der Welt geht Norbert Zähringer der großen Schweinegrippe-Verschwörung nach. Die FAZ ertappt Roland Koch bei einer Verstiegenheit zur Tarnung der Taktlosigkeit. Die FR geht auf Baustellen-Tour in Südafrika. Und die taz erkundet Seouls neue Clubkultur.  Mehr lesen

Selber denken macht fett

27.11.2009. Auch die Afrikaner wollen Strom: In der Welt protestiert die ugandische Menschenrechtlerin Fiona Kobusingye gegen die Klimaschützer. In der FR bekennt Jakob Augstein, dass er der Sohn von Martin Walser ist. Die NZZ berichtet über die geplante Pantheonisierung Albert Camus' und ihre Gegner. Die taz und andere Zeitungen kritisieren die für heute geplante Absetzung des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender. In der SZ  analysiert der Psychologe Peter Kruse die Angst  Frank Schirrmachers vorm Kontrollverlust durch das Netz. Mehr lesen

Öde Langeweile im Paradies

26.11.2009. Etwas ist faul im Staatstheater, das sich von der Krise nicht berühren lässt, ruft der Tagesspiegel. Die Berliner Zeitung würdigt die verantwortungsvolle Tätigkeit der Landesmedienanstalten. Die Zeit mobilisiert ihre letzten Kräfte, um über das Zeitungssterben Auskunft zu geben. Die Verleger sollen sich nicht so haben, meint Blogger Markus Beckdahl: 13 Prozent Rendite können sich doch sehen lassen. Mehr lesen

Wir wollen einfach nicht reif werden

25.11.2009. Die Welt klärt die Relevanzproblematik bei Wikipedia. Gawker meldet: Die Washington Post schließt ihre Büros in New York, Chicago und Los Angeles. Die FAZ staunt über das konservative französische Kabinett, das wie ein Mann hinter seinem schwulen Kulturminister steht. Außerdem bringt sich Kai Diekmann für den Chefredakteursposten der taz ins Gespräch. Die SZ erkennt auf liberale Tendenzen des EU-Parlaments bezüglich der Bürgerrechte im Internet. Die Berliner Zeitung bemerkt eine kleine Veränderung bei Twitter. Mehr lesen

Hell YES! Andreas, Praxis, Du sagt's!

24.11.2009. Die FR genoss beides in Korngolds "Toter Stadt": das Prunkvolle und dessen Verrottung. Der Tagesspiegel analysiert das Bündnis zwischen linken Regierungen in Amerika und Machmud Achmadinedschad. In der SZ liest Gerd Koenen den jetzt edierten Briefwechsel zwischen Gudrun Ensslin und Bernward Vesper. Viele Zeitungen kommentieren Rupert Murdochs Allianz mit Microsoft - Spiegel Online findet sie selbstmörderisch. Gawker langweilt sich ohne Paris Hilton. In der FAZ erinnert sich Michal Hvorecky an die Wende in Bratislava. Mehr lesen

Er sprach gut platonisch

23.11.2009. FAZ und SZ retten heute die Öffentlich-Rechtlichen: Die FAZ sieht einen Staatsjournalismus aufziehen. Die SZ würdigt die Arbeit der Degeto, die es schafft für 400 Millionen Euro jährlich fast ausschließlich Schmonzetten zu produzieren. Die NZZ interviewt einen Überlebenden des nordkoreanischen Gulag. Im Perlentaucher erwidert Ilja Braun auf den Vorschlag des Heidelberger Juristen Burkhard Hess, Google immer weiter zu verklagen und die Bibliotheken gleich mit. Mehr lesen

Defloration des Unwegsamkeitsmythos

21.11.2009. Was werden die Skandinavier mit der eisfreien Arktis anfangen?, fragt der dänische Autor Jens Christian Gröndahl in der NZZ. Die Welt bringt eine Rede von Necla Kelek über die Muslime und den Holocaust. In der FR spricht der Schriftsteller Irvin D. Yalom über Freud, Nietzsche und den Tod. Alle Zeitungen kommentieren den endgültigen Ausstieg Joachim Unselds aus dem Suhrkamp Verlag. Viel besprochen: der neue Roman Katharina Hackers, die Suhrkamp ebenfalls verlässt. Mehr lesen

Heimgesucht von Blackouts

20.11.2009. In Spiegel Online ist Claude Lanzmann bestürzt: Kinobesucher, die einen Film von ihm sehen wollen, werden als "Judenschweine" beschimpft, geschlagen und letztlich am Kinozugang gehindert - und niemand regt sich auf. In der FAZ schlägt der Jurist Burkhard Hess vor, nicht nur Google zu verklagen, sondern auch die Bibliotheken, die mit Google zusammenarbeiten. Die Kritik von Ulrich Wickert löst bei ARD und ZDF nur Schulterzucken aus, meldet die Welt. BoingBoing stellt drastische Pläne der britischen Regierung zum Schutz der Verwerterindustrien vor. Mehr lesen

Tränen der Rührung

19.11.2009. Die Welt liest die Tagebücher der Mussolini-Geliebten Clara Petacci. Ohne große Freude meldet sie zudem, dass Pirate Bay die Segel streicht. Die FAZ beobachtet die Produktion von Raubkopien auf chinesischen Hühnerfarmen. Die SZ vermisst gezielte Aktionen von den Studenten. FR und taz feiern Birgit Schulz' Dokumentation über die einstigen RAF-Anwälte Christian Ströbele, Otto Schily und Horst Mahler. Die Zeit rollt den Streit um den Kafka-Nachlass auf. Außerdem schickt Jonathan Littell eine Reportage aus Tschetschenien: Die Wirklichkeit, das sind zwei Kugeln im Kopf. Mehr lesen

Die Summe seiner Triebe

18.11.2009. In der FR möchte Tiziano Scarpa das Subjekt wiederbeleben, schon um Berlusconi wieder etwas entgegenstellen zu können. Die SZ bestaunt das Wunder von Lüttich. Die Berliner Zeitung erinnert in der Sloterdijk-Debatte daran, dass wir nicht nur für Hartz IV Steuern zahlen. Die Welt erklärt noch einmal die Vorzüge von Open Access. In den Blogs werfen Matthias Spielkamp und Robin Meyer-Lucht einen kritischen Blick auf die Verlegerpläne für ein LeistungsschutzrechtMehr lesen

Errichtung einer Kulturpolizei

17.11.2009. In der Welt schreibt Paul Lendvai über den rasenden Antisemitismus der Imre-Kertesz-Gegner in Ungarn. Die FR ist traurig über Minsk: Moderne Geschmacklosigkeiten schwächen den Brutalismus der Stadt. In der taz macht der Medizinhistoriker Klaus Bergdolt keine Hoffnung: Wäre die Schweinegrippe ernst, würden wir Kranke isolieren. Es ist November. In China übernimmt das Wetterveränderungsamt die Verantwortung, berichtet die FAZ. Mehr lesen

Demokratie ist die Lösung

16.11.2009. Nach dem neuen Google Book Settlement werden deutsche Bücher nicht mehr online gestellt. Nun fürchtet die Branche kulturellen Bedeutungsverlust, meldet die Welt. In der FR spricht Shirin Ebadi und im Tagesspiegel Said über die Chancen der iranischen Protestbewegung. Im Perlentaucher ist nachzulesen, warum ein Leistungsschutzrecht den Autoren nichts bringt. FR und FAZ betrachten Botticelli. Mehr lesen

Alle 6 Millionen Basen-Paare meiner Sequenz

14.11.2009. Die SZ findet: Viel sexyer als die weiblichen Pin-Ups sind bei Botticelli die männlichen. Die FR empfiehlt Frank Castorfs neue Inszenierung: die Mühe lohnt sich. Die FAZ berichtet über ein Zerwürfnis zwischen Katharina Hacker und dem Suhrkamp Verlag. In der NZZ spricht Richard Powers über Gentechnik und seinen neuen Roman. In der Welt plädiert der Historiker Rick Atkinson fürs Erzählen. Dokumentiert ist jetzt auch die bemerkenswerte Rede des freien Journalisten Tom Schimmeck auf den Mainzer Medientagen. Carta fragt: Wer bestimmt den Preis von Werbung? Mehr lesen

Formales Wunder der Natur

13.11.2009. Die NZZ fragt: Kassiert das Internet das Individuum? Die Welt versucht mit David Foster Wallace das Wesen der Depression zu verstehen. Die FAZ staunt über einen japanisch-chinesischen Flirt. Die SZ hält am Analogbuch fest. Die Blogs gucken ein Video mit Ariana Huffington und Mathias Döpfner. Die FR ist verknallt in eine Schönheit aus Florenz: "Sie ist Venus und Flora, Minerva und die Grazien." Mehr lesen

Wie sich das Geld die Stadt unterwirft

12.11.2009. In der FR verteidigt Norbert Bolz den Liberalismus. Der Freitag würde sich ja mit Honneths Sloterdijk-Kritik anfreunden, wenn da nicht Honneths Fliegenklappe wäre. Die Welt staunt über die offene Gesellschaftskritik türkischer Künstler. Die NZZ verabschiedet sich mit Trauer von zwei Dritteln aller Sprachen. In der FAZ meint Bernard-Henri Levy, dass man das Ende des Sozialismus durchaus voraussehen konnte.  Mehr lesen

Das sogenannte gemütliche Beisammensein

11.11.2009. Die FR geißelt die Herren Sloterdijk, Gumbrecht, Bohrer, Bolz, Sarrazin und Precht als Sprachrohre einer konsumistischen Ordnung. Die FR ist angesichts eines Heiner Müller, der die Unschuld hasste, aber auch froh, dass es einen Enzensberger gibt. Überhaupt sind alle froh, dass es Enzensberger gibt, der nach Mauerfall und Levi-Strauss endlich wieder Anlass zu neuen Gedenksonderseiten gibt. Auf Abdolkarim Soroush Blog schildert ein anonymer Autor die Angst des Regimes vor neuen Demos.  Carta kritisiert Bernd Neumann, den Verteidiger der alten Medienordnung. Mehr lesen

Weitreichender Beschluss ist eindrucksvolles Bekenntnis

10.11.2009. Die taz würdigt den zivilisatorischen Einfluss Peter Kraus', Mary Roos' und Udo Jürgens' auf die Deutschen. Die FR stellt die Frage der Verteilung neu. In der SZ plädiert Boris Groys für das Englische als lingua franca in Europa. Die FAZ wundert sich über die Frenesie der Franzosen in bezug auf den 9. November. Und die Internetpetition zu Open Access hat schon 1309 Unterzeichner. Im Guardian sieht Adam Michnik postkommunistischen Krokodilen aufs Maul. Mehr lesen

Die Gerontokraten zum Teufel

09.11.2009. In der Welt erinnert sich Buchpreisträgerin Kathrin Schmidt an ihren Überschwang im Herbst 89. Die FAZ fragt, was das Jahr 1989 heute den Chinesen und den Russen bedeutet. Die SZ sucht nach architektonischen Leistungen Berlins seit dem Mauerfall und und erstarrt vor einer Blutwurst zur Salzsäule. In der NZZ plädiert der Architekt Magnago Lampugnani für eine Verdichtung der Städte. Mehr lesen

Um einen Punkt erhöht

07.11.2009. Der Mauerfall treibt sie alle um. Der Westen sollte nicht vergessen, wie einverstanden er eigentlich mit der Mauer war, meint die NZZ. Die Welt erinnert daran, wie die NZZ den Mauerfall fuhr: einen Schriftgrad größer. Die NZZ bringt außerdem eine Erzählung von Imre Kertesz, der außerdem in der Welt ein Loblied auf Berlin singt. Der Tod der Netzeitung wird bisher nur in einigen Blogs kommentiert: 14 Mitarbeiter müssen gehen. Mehr lesen

Ob die DDR in Zukunft existieren wird

06.11.2009. Kultiversum bringt ein Theaterheute-Gespräch vom 4. November 1989, in dem Ulrich Mühe und Heiner Müller über den Fortgang der Ereignisse spekulieren. Netzwertig kommentiert die Iphone-Politik des Springer-Verlags: Bild und Welt bekommen zahlbare Apps, der Iphone-Zugang zu den Webseiten wird gesperrt.In der Welt erklärt die Goncourt-Preisträgerin Marie N'Diaye, warum sie in Berlin lebt. Die SZ hätte gern ein Bürgergeld. Die FR dankt den Islamisten für den Mauerfall, und Slavoj Zizek fordert Freiheit ohne Risiko. Mehr lesen

Dieser Zipfel Optimismus

05.11.2009. Während die Polen den russischen Bären piesackten, war den Deutschen in Ost und West immer ganz bange, wirft Andrzej Stasiuk uns in der Welt vor. Die FR auskultiert die Wähler vom Kollwitzmarkt und stößt auf ein leise pochendes soziales Herz. Jeff Jarvis diagnositiziert: Twitter ist für das Web, was das Web für die Medien ist. Die SZ plädiert für den lange verkannten Künstler Gustav Metzger. In der FAZ erhält Claude Levi-Strauss ein dreiseitiges Staatsbegräbnis Mehr lesen

Celan gilt als die blaue Mauritius

04.11.2009. Mit Claude Levi-Strauss starb der Mann, der uns die Struktur gab, meint die SZ. Auch die anderen Zeitungen würdigen den Anthropologen. Richard Wagner rückt in der NZZ den Rand ins Zentrum. In der FR erklärt der Ostberliner Autor Reinhard Jirgl, was die Wende wirklich war: die "beamtische, teils feindliche Übernahme eines Betriebs namens DDR". In der taz verficht Daniel Goldhagen noch einmal seinen Interventionismus. Mehr lesen

Weiß, glatt, verfugt

03.11.2009. In der Achse des Guten erinnert sich Richard Wagner, wie die Evangelische Kirche einmal Herta Müller und ihn selbst auslud, weil sie beim Tête-a-Tête mit den rumänischen Machthabern störten. Im Perlentaucher antwortet der Medienwissenschaftler Stefan Münker auf Richard David Prechts Sehnsucht nach Öffentlichkeit wie früher. Die NZZ erklärt, was Schwindel-Marketing ist. In der SZ fordert der Urheberrechtler Gerd Hansen ein Urheberrecht, das auch Nutzer schützt.  In der taz spricht der Schriftsteller Mahmud Doulatabadi über die Lage im Iran. Mehr lesen

Solcher Drang nach Klarheit

02.11.2009. In den USA kündigen die ersten Journalisten, weil sie nicht akzeptieren, dass das Onlineangebot ihrer Zeitung zahlbar wird, meldet die New York Times. Illegale Downloader kaufen mehr Musik als solche, die nie illegal Musik herunterladen berichtet der Independent. Die NZZ macht sich Sorgen über die Narcocultura in Mexiko. In der Welt erklärt Francis Fukuyama, warum Demokratie auch in nicht-westlichen Gesellschaften die beste Regierungsform ist. Slate fühlt sich bei der Lektüre von Hannah Arendts Schriften an antisemitische Propaganda erinnert. Der Chronicle of Higher Education will keinen Heidegger mehr lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen