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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2006

Heute in den Feuilletons

30.12.2006. Die letzten Feuilletons in diesem Jahr blicken zurück, mal wehmütig, mal gehässig, mal satirisch. Nur die SZ blickt nach vorne, einen literarischen, gesellschaftlichen oder anderen Mega-Trend vermag aber auch sie nicht auszumachen. Die Welt freut sich mit Hallgrimur Helgason, dass es nicht mehr nur einen isländischen Fernsehkanal mit Ruhetag gibt. Die NZZ begleitet Dubravka Ugresic auf ihren virtuellen Museumsspaziergängen. Und die taz kritisiert Alain Badious unkritische Haltung zu Massenmord-Regimen. Die Online-Redaktionen der Zeitungen kommentieren die Hinrichtung Saddam Husseins.
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Heute in den Feuilletons

29.12.2006. In der SZ beobachtet der Schriftsteller Chris Abani, wie Lagos süßes Öl blutet. Die NZZ fürchtet sich vor Yobs. In der Welt wundert sich der kanadische Magazinmacher Tyler Brule über das blinde Vertrauen der deutschen Medien auf Rostocker Hausfrauen. Die taz lauscht andächtig dem Strumpfmikrofon, das Zinedine Zidane im Film des Jahres trägt. Die FR lauscht dem neuen Arte-Chef Gottfried Langenstein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.12.2006. In der Zeit stellt Garri Kasparow den Kollaps des Putinismus in Aussicht. Außerdem befasst sich die Zeit mit der Zukunft des Fernsehens, die im Internet liegt. In der Welt entwickelt Juri Andruchowytsch ein anarchistisches europäisches Einigungsprojekt. In der FR sagt der rumänische Autor Mircea Dinescu zum EU-Beitritt seines Landes: "Wir sind auf dem Weg nach Europa wie ein Hund, der eine Konservendose hinter sich herzieht." Die NZZ sinniert über afroamerikanische Haarfrisuren als Stil und Statement. Und der SZ graut vor Hamburgs Hafencity. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.12.2006. Aaaauuu! Ha!- und Hua! Hit me! Pleaaaaaaase! Alle verabschieden James Brown. Die taz würdigt seine Stöhner, die FR sein Verhältnis zu Frauen, die SZ seinen Rhythmus. Die NZZ zollt ihm Respekt. Und die Welt wünscht ihm Beinfreiheit im Himmel. Außerdem: Die NZZ will keine 300 Punkte für einen deutschen Master aufbringen. Die SZ diskutiert über die grüne Linie in israelischen Schulbüchern. Und die FAZ besucht die Riesenoper "The First Emperor" an der New Yorker Met. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.12.2006. Es weihnachtet unaufhaltsam: Die NZZ zeigt sich überrascht. In der FAZ stellt Martin Mosebach klar: Erlösung ist auch Erlösung vom Fest. In der Welt entlarvt Sibylle Lewitscharoff das Neue Testament als familienfeindlich. Die SZ verwahrt sich gegen die Bibel in gerechtem Bürokratenperfekt und erklärt, dass Gänseschmalz gegen das Schwären der Bärmutter hilft. In der FR erinnert sich Gerd Loschütz an Heilige Abende auf dem Hauptbahnhof. Und in der taz sagt Peter Sloterdijk die globale Selbstzerstörung an. Trotzdem ist er optimistisch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.12.2006. In der SZ geißelt Lawrence Lessig die Fundamentalisten des Copyrights als Sowjets aus dem Jahr 1988. Die FAZ würdigt Hans Haackes Auseinandersetzung mit der Rolle Hermann Josef Abs' bei der "Arisierung" von Vermögen in der Nazizeit. Die taz freut sich über die gute Hanfernte in diesem Jahr. Die FR verirrt sich mit Steve McQueen . Die NZZ befasst sich mit der schwierigen Lage der Muslime in Thrazien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.12.2006. In der SZ fragt Navid Kermani, was deutsch ist in der deutschen Literatur. Und Amos Oz möchte Israel nicht als Vasall der USA sehen. Die Welt porträtiert den polnischen Autor Marek Krajewski, der seine Krimis im Breslau der zwanziger Jahre ansiedelt. Die taz kennt 567 Synonyme für das Wort Prostituierte. Die FAZ hatte beim neuen Kaurismäki die unweihnachtliche Vision einer Blondine, die es ernst meint. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.12.2006. Allgemeines Bashing der "Idomeneo"-Aufführung an der Deutschen Oper, nur die Berliner Zeitung ist hingerissen. In der Zeit blickt Friedrich Wilhelm Graf etwas neidisch auf Katholizismus und Islam, die es immer wieder in die Schlagzeilen schaffen - im Gegensatz zum Protestantismus. Die NZZ sucht zehn Milliarden Pfund für London. Die SZ widmet sich dem schwarzen Körper in der Popkultur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.12.2006. Im Tagesspiegel porträtiert Kunsthändler Rudolf Zwirner die neuen Sammler. Die FAZ zählt die Opfer des ETA-Terrors und sucht vergeblich nach der Sympathie ihrer Mitbürger. In der taz freut sich die Intendantin des RBB Dagmar Reim auf die Zukunft der ARD: "Demografisch läuft alles auf uns zu." In der FR untersucht der Literaturwissenschaftler Rainer Just die Phantasien der Täter in den Entführungsfällen der Natascha Kampusch und der 13-jährigen Stephanie aus Dresden und kommt zum Ergebnis, dass sie der Normalität näher sind als dieser lieb ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.12.2006. Die NZZ erklärt den Unterschied zwischen einem Camorrista und einem Mafioso. Die taz würdigt Verdienste und Untiefen der deutschen NS-Forschung. In der FAZ erklärt Jürgen Habermas in einer Lobrede auf Ronald Dworkin, was dieser ganz anders macht als er selbst. Die SZ veröffentlicht Briefe des russischen Ex-Agenten Michail Trepaschkin, die Licht in die Litwinenko-Affäre bringen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.12.2006. Anlässlich der Teheraner Negationisten-Konferenz fordert Ayaan Hirsi Ali in der Welt die westlichen Staaten auf, mehr gegen den Antisemitismus in der islamischen Welt zu tun. Die FR fürchtet: Der Documenta-Leiter Roger M. Buergel wird nicht schmusen wollen. Auch die SZ staunt nicht schlecht über den Mann. Die taz staunt dagegen über dreißig Jahre Emma und bedauert die Christen im Irak. Die FAZ bietet zu Weihnachten eine Liste mit den am schlechtesten verkauften guten Büchern dieses Jahres. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.12.2006. Die NZZ erklärt die Tücken der koreanischen Höflichkeit. Die taz befasst sich mit dem politischen Hiphop in Geschichte und Gegenwart. Die Welt atmet auf: China wird vielleicht doch nicht die Zukunft gehören. Die FR analysiert: Der Föderalismus scheitert an seinen Organen. Die SZ resümiert die deutschen Zustände nach Wilhelm Heitmeyer und vor Weihnachten so: Soziale Desorientierung, hohe Fremdenfeindlichkeit, und alle haben Angst vor dem Abstieg. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.12.2006. Die FAZ hat recherchiert, was Garri Kasparow bei "Christiansen" gesagt hätte, wenn "Christiansen" ihn nicht ausgeladen hätte. Die Berliner Zeitung macht sich Sorgen um die russische Autorin Jelena Tregubowa, die ein wenig vorteilhaftes Porträt über Putin verfasst hat (wir haben eine Leseprobe). Die SZ staunt über lange Sätze bei Thomas Pynchon, dessen kurze Sätze sie aber auch kaum entschlüsseln kann. Die NZZ recherchiert bei der Agentur Magnum über die Zukunft der Fotografie. Die taz findet die Szenarien des Urbanisten Mike Davis etwas zu apokalyptisch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2006. Die chilenischen Schriftsteller Ariel Dorfman und Antonio Skarmeta kritisieren in FAZ und FR, dass Caudillo Augusto Pinochet am Ende unbehelligt sterben konnte. Die FAZ schildert außerdem die verzwickte rechtliche Lage im Streit zwischen dem Suhrkamp Verlag und den neuen Miteigentümern. In der NZZ freut sich Richard Wagner über die Kulturhauptstadtehre für Hermannstadt/Sibiu. In der SZ erklärt Jaron Lanier, was ihn am Hype um das Web 2.0 so stört. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.12.2006. Die FAZ schildert, wie der Iran kritische Blogger zermürbt - und wie man ihnen helfen kann. In der NZZ trägt Horacio Castellanos Moya den korrupten Pinochet zu Grabe. Die FR hat genug von der deutschen Mittelstandsliteratur aus karg-melancholischen Berliner Altbauwohnungen. Die Welt pocht auf Unterschied zwischen Datsche und Schrebergarten. Und die SZ legt zum ersten Mal einen Frack an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.12.2006. Die taz findet: Das Foto von der 51-jährigen hochschwangeren Annie Leibovitz hat das Potenzial zum Skandal. Die NZZ untersucht das Verhältnis der Skandinavier zu den Muslimen. Die SZ sagt das Ende der Mobilität an. "Hauptsache Deutsch" heißt die Devise für die Goethe-Institute. Die Welt und die Welt freuen sich drüber.Der Tagesspiegel will 1 indisches und 1 ostasiatisches Museum in Berlin.
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Heute in den Feuilletons

09.12.2006. Die NZZ reist mit dem Bus Nr. 36 in die Banlieue von Lyon, weg von den Fromages blanc im Zentrum. Die FAZ ist wenig überrascht, dass Julian Nida-Rümelin in die braune Falle der Tempo-Redaktion getappt ist. In der Welt stöbert Zafer Senocak in der türkischen Kulturgeschichte vergebens nach Antike wie Moderne. Einträchtig abgewatscht wird Franco Zeffirellis mit 200 Kilo Goldpulver auf Hochglanz gebrachte Version der "Aida" an der Mailänder Scala. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.12.2006. Die NZZ stellt einen Newcomer in der libanesischen Medienlandschaft vor: die hisbollahfreundliche Tageszeitung Al-Akhbar. Die Welt porträtiert den Berliner Rapmusiker Sido. Die taz hört House von Innervisions. Die SZ besucht den georgischen Autor Aka Morchiladze. Und in der FAZ erzählt Josef Bierbichler, wo er sich vor den Touristen versteckt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.12.2006. In der Zeit bedauert Wolf Biermann unendlich, dass der General Pinochet im Bett stirbt statt am Galgen. In der NZZ erinnert die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong daran, dass der Koran religiösen Fundamentalismus verurteilt. Die taz ernennt die Kehlmannisierung des deutschen Feuilletons zum Trend des Jahres. In der SZ beschreibt Negar Azimi, wie Homosexuelle in Ägypten Opfer des Islamismus werden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.12.2006. Wirre Gangsterfarce, Avantgarde des Mainstream, große Polizistenoper, Mafia unplugged, brillante Schnellfeuer-Dialoge, ein Film mit Herz - ein paar Kritikermeinungen zu Martin Scorseses Remake von Andrew Laus brillantem dreiteiligen Hongkongthriller "Infernal Affairs", der bei der Berlinale 2003 von unseren Großkritikern zumeist übersehen wurde. Außerdem: Die FAZ schlachtet die Turner-Prize-Gewinnerin Tomma Abts, die FR lobt dagegen deren Dezenz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.12.2006. Die Berliner Zeitung freut sich: Die deutsche Malerin Tomma Abts hat den Turner-Preis gewonnen. In der SZ erklärt der chinesische Filmemacher Lou Ye, was die Zensur für ihn bedeutet. Die taz-Russland konstatiert: Der Zeitgeist steht auf FSB. In der FR spekuliert der Strafrechtler Klaus Lüderssen nochmal über den Mannesmann-Prozess. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.12.2006. In der Welt erklärt Mario Vargas Llosa den UN-Bericht über die globale Wasserkrise zur Pflichtlektüre. In der NZZ beklagt der Verleger Jochen Jung, dass sich die deutschsprachigen Verlage immer ähnlicher werden. Alle freuen sich über den Europäischen Filmpreis für Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Film "Das Leben der anderen" . Die FAZ am Sonntag sammelt Stimmen zur Putinisierung Russlands. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.12.2006. In der Berliner Zeitung erklärt die Teilchenphysikerin Lisa Randall, wie man sich in der fünften Dimension bewegt: nur nicht schauen! In der FR macht sich Amos Oz Hoffnungen auf einen neuen Friedensprozess in Israel. Die FAZ wundert sich über die Paradoxien des heutigen Kunstmarkts mit seinen braven Künstlern und wilden Sammlern. Die SZ fragt: Was ist vom Mythos Bauhaus geblieben? In der taz erklärt Richard Powers, wie er seine Romane in den Computer diktiert. Genießen Sie die letzten Tage der FAZ in ehemaliger Rechtschreibung! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.12.2006. Die FAZ sah Nina Hoss in Barbara Freys Berliner "Medea"-Inszenierung schöner, also bewusster morden. Auch für die NZZ lässt Hoss das Allgemeinmenschliche weit hinter sich. In der Welt setzt Viktor Jerofejew seine Hoffnungen auf die russische Mittelschicht. In der taz schwärmt Tariq Ali von den neuen Lichtgestalten der internationalen Linken, Hugo Chavez und Evo Morales, und hofft dass sich die Iraker daran ein Beispiel nehmen. In der SZ staunt Jana Hensel über die Erfolge der neuen deutschen Buchpreise. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen