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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2005

Heute in den Feuilletons

31.12.2005. Bora Cosic beobachtet in der Berliner Zeitung, wie Deutschland zu seiner eigenen Provinz verkommt. Die taz lässt Lord Ralf Dahrendorf und Paul Nolte über Bürgersinn und die neue Bürgerlichkeit diskutieren. In der Welt fordert Matthias Politycki 2006 mehr Theorie in der Literaturkritik, während Jörg Immendorf 2005 an einen Haufen Zeitungsfetzen erinnert. Der Pianist Alfred Brendel verwahrt sich im NZZ-Interview gegen exzentrische Tastenlöwen. Und die FR sorgt sich um den Kulturraum Kino. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.12.2005. Zehn Jahre nach seinem Tod wird Heiner Müller auf eventuell fortbestehende Lebendigkeit getestet. Die taz meint: Er steckt wohl noch im Fegefeuer, für die Welt überlebt allenfalls Müllers Totenkult. Die Berliner Zeitung beschreibt neue Techniken im Überlebenskampf der Musikindustrie. Die SZ bringt ein fünfseitiges Mozart-Dossier. Und der Fall der Susanne Osthoff treibt auch die Feuilletons um. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.12.2005. In der Zeit erklärt Peter Greenaway, wie die "Nachtwache" Rembrandt ruinierte. In der SZ versucht der Altorientalist Walter Sommerfeld seine Kollegin Susanne Osthoff zu verstehen. Die FAZ besucht das germanistische Institut der Universität Bagdad. In der Berliner Zeitung erklärt Helga M. Novak, wie sie schreiben lernte, als sie häkeln sollte. Woody Allens neuer Film "Match Point" trifft auf die Begeisterung der Kritik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.12.2005. Die SZ trägt die Eigenheimzulage zu Grabe. In der NZZ fürchtet Julian Nida-Rümelin, dass weder Ein- noch Wittgenstein im heutigen Wissenschaftssystem noch eine Chance hätten. In der Welt erklärt Heinrich August Winkler, warum Europa westorientiert und die Türkei (noch?) nicht europäisch ist. Die FR berichtet über über den Wettstreit der Familien Eczasibasi und Sabanci um den inoffiziellen Titel des großzügigsten Kunstsponsors in Istanbul. Und die taz erklärt, warum Max Reinhardt bis heute ein Vorbild sein sollte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.12.2005. In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit der Kulturhistorikerin Anna Bergmann, die erklärt , warum sie Organentnahmen aus Hirntoten ablehnt. Die FR feiert die Ausstellung "36 * 27 * 10" im Berliner Palast der Republik. In der Welt erklärt Ralf Dahrendorf, warum er die Leugnung des Holocaust nicht unter Strafe stellen wollte. Die FAZ nimmt Steven Spielbergs Film "Munich" gegen Kritik in Schutz. In der SZ beschreibt der irakische Schriftsteller Najem Wali, wie der Iran im geschwächten Irak seine Vorherrschaft durchsetzen will. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.12.2005. Es weihnachtet mit voller Kraft. Weihnachtsgeschichten lesen wir unter anderem von Georg Klein, Alexander Osang, Peter Glaser, Colum McCann. Nur der Tagesspiegel erzählt eine Geschichte der Weihnachtsgeschichten. Außerdem: Die NZZ schildert einen Streit um die Seelen zwangsrekrutierter Koreaner im japanischen Yasukumi-Schrein. Die NZZ bringt eine Beilage über Grenzüberschreitungen, die SZ ein Manifest gegen dieselben.
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Heute in den Feuilletons

23.12.2005. In der SZ verteidigt Renate Künast Multikulti als Tatsache. Die Berliner Zeitung annonciert den unumgänglichen Trend zum Visual Kei. In der taz schließt Jan Philipp Reemtsma jede Legalisierung von Folter kategorisch aus. Die NZZ hängt österreichischen Gedanken des Jahres 2005 nach. Und laut FR leben wir (zumindest aber die Systemtheorie) unter den noch gar nicht recht begriffenen, hier aber erstmals beschriebenen Bedingungen einer polykontexturalen Heterarchie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.12.2005. In der Welt sprechen Pawel Huelle über die polnische Vergangenheitsbewältigung und Christoph Schlingensief über die Bayreuther "Parsifal"-Bewältigung, und Hans Christoph Buch schreibt über den Linksruck in Lateinamerika. Die taz macht sich Sorgen über die französischen Zeitungen. Die FAZ bringt Durchhalteparolen von Robert Musil zu Weihnachten 1916 und einen Streifzug Mario Vargas Llosas durch Berlin. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.12.2005. In der Zeit erklärt Benjamin Korn, warum aus Frankreich sogar die Köche auswandern. Die NZZ berichtet über einen von Voltaire ausgelösten Eklat in Genf. In der SZ erklärt Paul Theroux, warum er der Liebe Bonos und Bill Gates' zu Afrika misstraut. Die Welt zweifelt leise am Sinn der Akademien. In der FAZ fordert Prinz Asfa-Wossen Asserate den Westen auf, die Unterstützung für das herrschende äthiopische Regime von dessen Demokratisierung abhängig zu machen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.12.2005. Es gibt jüdisch-orthodoxe Rapper, erfährt die FR. Die dürfen aber nicht Stage-Diven. Die taz schaut sich Pixar-Trickfilme im MoMA an. Fällt die ehemalige AEG-Fernmeldekabelfabrik von Ernst Ziesel, fällt ganz Berlin- Öberschöneweide, warnt die SZ. Während die Welt grübelt, welche Berechtigung Kultur überhaupt noch hat, stellt die NZZ simbabwische Schriftstellerinnen vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.12.2005. Andrea Breths "Minna von Barnhelm"-Inszenierung in Wien wird ungnädig aufgenommen. Christoph Marthalers "Fruchtfliege" in Berlin kam besser an. In der FAZ macht Jared Diamond ("Kollaps") der Menschheit Hoffnung aufs Überleben. Laut NZZ ist der Pakt des Vergessens in Spanien immer noch nicht gebrochen. Die Welt staunt über den britischen Umgang mit der neuesten Architektur ("Demolition").
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Heute in den Feuilletons

17.12.2005. Von allen kommentiert wird der Rücktritt von Adolf Muschg als Präsident der Akademie der Künste. In der Welt erklärt Sonja Margolina Versuche für gescheitert, in Russland Demokratie zu fördern. Und Mario Vargas Llosa erzählt die bewegte Geschichte der Pariser Kirche Saint-Sulpice. Die FAZ macht die Politik für den Skandal um den südkoreanischen Klonforscher Woo-suk Hwang mitverantwortlich. Die NZZ entdeckt die neuen losgelösten österreichischen Erzähler. Und die SZ attestiert der Türkei ein wachsendes Image-Problem. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.12.2005. Ein Paukenschlag riss die Berliner Akademie der Künste aus sanftem Winterschlaf. Ihr Präsident Adolf Muschg erklärte seinen Rücktritt. Die Berliner Zeitung schildert die Hintergründe. Die SZ sieht in dem Rücktritt eine Chance. Weitere Themen sind die französische Debatte über die Kolonialgeschichte und die ersten Willensbekundungen Bernd Neumanns. Und außerdem verteidigt Bernd Heisig in der Welt die Unfreiheit der Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.12.2005. Eine Tag vor seinem Prozess wiederholt Orhan Pamuk in der Presse und in der FAZ seine Aussagen zum Völkermord an den Armeniern und kritisiert die zwei Haltungen der nichtwestlichen Bourgeoisie. In der Zeit fordert der Promi-Anwalt Alan Dershowitz die Legalisierung der Folter. Die NZZ widmet sich der Melancholie im französischen Rap. Die taz warnt vor einem neuen bösen Frühling des Antisemitismus. In der Welt fürchtet der Schriftsteller und Architekt Kanan Makiya die Tyrannei der Mehrheit im Irak. Die SZ feiert die Rückkehr der Scandaleuse Beaute auf die Cover internationaler Modemagazine. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.12.2005. Die SZ erklärt, wie der Kunstraub im Irak den Terror finanziert, und Andrzej Stasiuk erzählt eine kleine Geschichte der albanischen Stromversorgung. In der Welt erzählt Kenzaburo Oe, wie er einmal Mao Zedong begegnete. Die NZZ erzählt die Geschichte der "chin-il-pa", der Fraktion der koreanischen Bevölkerung, die einst mit Japan kollaborierte. Die FR beobachtet den Kampf der Opfer in Frankreich. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2005. In der SZ fragt die kroatische Autorin Slavenka Drakulic: "War der Preis für die Staatsgründung Kroatiens die geplante und systematische Ausrottung der serbischen Minderheit?" Die FAZ porträtiert den zweitbesten Freund von Gerhard Schröder. Die FR findet King Kong groß und die weiße Frau etwas klein. In der Welt fordert Norbert Lammert eine Expansion der Leitkultur nach ganz Europa.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.12.2005. In der Berliner Zeitung springt Alexa Hennig von Lange mit einer Hoffnung des Pop runter. Runter ins eisige Meer. Die SZ besucht das längste Hochhaus Europas. In der NZZ plädiert Karl-Markus Gauß für Manes Sperber. Die FAZ hörte, wie die Berliner Philharmoniker Simone Young auflaufen ließen. In der Welt streitet Rainer Moritz fürs Populäre in den Verlagsprogrammen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.12.2005. Harold Pinter sorgt immer noch für Streit. Die NZZ wünscht sich mal wieder einen literarischen Literaturnobelpreis, und keinen politischen. Selbst die FR beschwert sich über "unheilvolle linke Rhetorik" der Sechziger- und Siebzigerjahre. Die Welt bringt eine Übersetzung des mindestens ebenso umstrittenen Haaretz-Interviews mit Alain Finkielkraut. Die SZ warnt vor Silvio Berlusconis Geschichtspolitik. In der taz äußert sich Gerhard Henschel moralisch empört über die Bild-Zeitung. Die FAZ feiert Gidon Kremers Neuaufnahme von Bachs Partiten und Sonaten für Violine. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.12.2005. Harold Pinter haut auf den Putz und sorgt für Stimmung und Verstimmung. Erstaunen auch über den "Idomeneo" in Mailand, welcher monatelange bürgerkriegsähnliche Querelen an der Scala zu einem glücklichen Abschluss brachte. Die FAZ kritisiert Gregor Schneiders Idee, einen schwarzen Kubus vor dem Hamburger Bahnhof aufzubauen. In der NZZ wittert Natan Sznaider eine politische Morgendämmerung in Israel. In der Welt bringt Peter Schneider seine kritische Reportage über Multikulti in Berlin zu Ende. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.12.2005. Die Zeit hat das Stück der Stunde in ganz Europa gesehen: Euripides' "Die Bakchen". Die FR freut sich über die Wiedervereinigung der Fugees. Die taz findet den modernen Konservatismus so dumm wie den alten. Die Welt begrüßt die Lübecker "Zusammenrottung" von Schriftstellern, die FAZ reagiert primär. Die SZ erinnert daran, dass erst mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die katholische Parallelgesellschaft abgeschafft wurde. Und Harold Pinter richtet sich in einer Videobotschaft an die USA. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.12.2005. In der SZ erklärt Tony Judt, warum die USA ein "Dritte-Welt-Land" sei und warum in Europa die politische Klasse versagt. Die Welt fragt, warum Gregor Schneider seinen schwarzen Kubus nicht vorm Hamburger Bahnhof in Berlin aufstellen soll: Aus Angst vor dem Terror? Die taz feiert die Pariser Dada-Ausstellung als mehrsprachige Enzyklopädie einer der radikalsten Avantgardebewegungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.12.2005. In der Welt erklärt Kanan Makiya, wie Deutschland dem Irak helfen könnte - mit einer Gauck-Behörde. Die NZZ fiebert der Saisoneröffnung an der krisengeschüttelten Scala entgegen. Die taz fürchtet, dass die Renaissance des Bürgertums in Extremismus ausarten könnte. Der Tagesspiegel findet: Selbst der brutalste Rap ist nichts gegen die Marseillaise. Für die FAZ besucht Viktor Jerofejew das Fiese Haus von Norilsk. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.12.2005. In der NZZ beschreibt der irakische Lyriker und Verleger Khalid al-Maaly seine Eindrücke vom Prozess gegen Saddam Hussein. Außerdem bringt die NZZ einen Schwerpunkt über die Krise der Tageszeitungen. Die Welt sieht die deutsche Wikipedia von Kommunisten und Werbegurus unterwandert. Die SZ spekuliert über die arg verzweifelte Natursehnsucht des Olafur Eliasson. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.12.2005. Der Tagesspiegel bezeugt, dass New York Max Raabe und seinem Palastorchester zu Füßen liegt. Wie palästinensische Künstler die israelische Mauer verschwinden lassen, weiß die taz. Die FAZ sieht Frankreichs Intellektuelle konservativ werden. Die NZZ unterhält sich mit der Theaterschauspielerin Jutta Lampe über die Allmachtsansprüche der Regisseure. Die SZ rümpft die Nase über die erbärmliche politische Kultur in Spanien. Und alle rezensieren Jürgen Goschs Zürcher Inszenierung von Tschechows "Kirschgarten" in Grund und Boden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.12.2005. Die NZZ schämt sich für das neue Schweizer Kabinett von Gerhard Schröder. Die taz staunt über die Dichtkunst Xavier Naidoos. In der SZ begrüßt Andrew Wylie die digitale Bibliothek von Google. Die FAZ will ein Zentrum gegen Vertreibungen mit europäischer Dimension. In der Welt erklärt der Exorzist des Vatikans, warum Gott das Böse schuf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.12.2005. In der Zeit spricht Günter Grass über seinen Plan, eine neue Gruppe 47 oder so etwas Ähnliches zu gründen, sofern sich keiner als Genie aufführt. Der NZZ graust es vor Dmitri Nabokovs Drohung, eine testamentarische Verfügung seines Vaters Vladimir Nabokov wahrzumachen und das Romanfragement "Tool" zu vernichten. Die Welt hört Angela Merkels Regierungserklärung auf kulturpolitische Schwingungen ab. Alle gratulieren Woody Allen zum Siebzigsten, am besten Dani Levy im Tagesspiegel, nur in der taz gratuliert Diedrich Diederichsen Jean-Luc Godard zum Fünfundsiebzigsten. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen