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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2011

Die Tasse ist bei mir

31.08.2011. In der FAZ fragt Necla Kelek, wozu deutsche Intellektuelle eigentlich Stellung, Amt und Privilegien haben. Rassistisch findet in der NZZ die französische Feministin Christine Delphy den Jubel der französischen Sozialisten über die Nichtanklage von DSK. In FR und Berliner Zeitung empfiehlt George Michael seinen schwulen Fans, sich nicht alle Konzertkarten von Frauen wegschnappen zu lassen. Die Welt möchte Luft aus der Datenkrake GEZ ablassen. Spiegel Online erklärt der Buch- und Musikindustrie, warum kostenlos nicht gleich illegal ist. Mehr lesen

Auf dieser papiernen Basis

30.08.2011. Newsweek bringt die erste deutliche politische Äußerung Ai Weiweis nach seiner Verschleppung - eine bittere Kritik an Peking. The Atlantic fragt, ob die Stimmung in China brenzliger ist als hier bekannt.  In Slate sieht Christopher Hitchens die immer bizarreren religiösen Bekenntnisse republikanischer Politiker als reines Kalkül.  Die taz kann Sarrazin doch noch was Gutes abgewinnen. Die Welt erklärt, warum die Cherokee die Nachfahren ihrer schwarzen Sklaven nicht an den Casino-Einnahmen beteiligen. Ringier kauft Literaturen, meldet Meedia. Mehr lesen

Verweigerung, Krach und Depression

29.08.2011. Im Perlentaucher wettert Pascal Bruckner gegen die verklemmte Sexualmoral der Amerikaner. Die Welt  rechnet ab mit dem Tanz im August. Für die taz besucht Gabriele Goettle jenen Ort, an dem  einst der große Reichskriegsschatz gehortet wurde.  Achgut hat Einwände gegen das Leben im "Einklang mit der Natur". Die FAZ bringt John Le Carres Weimarer Goethe-Rede - einen Abgesang auf Europa. Mehr lesen

Der beste unserer Bande

27.08.2011. In der FAZ besingt Herta Müller den chinesischen Dissidenten Liao Yiwu und die Wahrnehmung als Qual und Gnade. In der Welt würdigt Stephan Wackwitz den Intellektuellen und Bürger Adam Michnik. In der FR berichten die Filmemacher Barbara und Winfried Junge von fortschrittlicher Kultur im Kalten Krieg. Die SZ begreift die Digitalisierung auch als eine Schule der Finger. Und die taz erkennt in dem Polizeireporter David Simons den Walter Benjamin Baltimores. Mehr lesen

Kicken und Denken, Schwitzen und Sprechen

26.08.2011. Die Welt liebt Tiere, besonders, wenn sie von Hokusai gemalt sind. In Le Monde wirft Pascal Bruckner den amerikanischen Feministinnen vor, mit der religiösen Rechten zu paktieren. Günter Kunert und Ralph Giordano protestieren gegen eine Selbstfeier des deutschen PEN-Clubs. Reuters meldet: Nachfahren ehemaliger schwarzer Sklaven der Cherokee Nation dürfen sich nicht mehr als Angehörige des Stammes betrachten. In der NZZ bringt der Islamwissenschaftler Reinhard Schulze Hintergründe zur Geschichte Libyens. Mehr lesen

Das Iphone hat das Heimweh gekillt

25.08.2011. Alle betrachten Gesichter der Renaissance. In der NZZ erklärt Liao Yiwu, warum er heute über das Jahr 1989 schreibt. Die taz erzählt, wie es das Filmarchiv von Neuseeland schaffte, zu einem der wichtigsten der Welt zu werden. Im Freitag erklärt Douglas Coupland, warum sich alles für uns durch den Medienwandel zum Guten wendet. Die Zeit klagt über schlechte Heilungschancen in syrischen Krankenhäusern. Und, okay, Steve Jobs tritt zurück. Aber er ist nicht tot, meldet Gizmodo. Er hat einen Puls. Er atmet. Und das Erscheinen seiner Biografie wurde vorverlegt, berichtet der New Yorker. Mehr lesen

Weder zackig noch elitär

24.08.2011. Die FAZ und alle anderen Zeitungen sprechen Loriot ihre tiefe Dankbarkeit aus. Die SZ tröstet: Die Bernard-Henri Levys erfolgreicher Einsatz für Libyen heißt nicht, dass er nicht unrecht hat. Die taz stellt richtig: Thomas Gottschalk bekommt gar nicht sechs Millionen Euro von der ARD. Meedia fragt: Gab es einen anonymen Spender beim Netzwerk Recherche? Im Guardian beteuert der Romancier Ewan Morrison: Das Buch ist tot. Der Autor auch. Und danwei.com schildert den vergeblichen Kampf chinesischer Behörden gegen Pornografie. Mehr lesen

Alternative Formen der Sexualität

23.08.2011. Spiegel Online sondiert die Paradoxien des Retropop. Slate schlägt eine unterhaltsame Alternative zu langweiligen Sommerurlauben vor: Poesie und Prosa auf Lateinisch lesen und auf Lateinisch darüber diskutieren! Richard Herzinger erinnert in seinem Blog daran, dass Hamas und Hisbollah mit ihrem Hass auf Israel auch den Westen meinen. Die NZZ meldet: Ramadan ist in diesem Jahr langweilig, weil wegen des arabischen Frühlings der Nachschub an Ramadansoaps fehlt. Für die FAZ blickt Botho Strauß in den St.-Andreas-Graben dieses historischen Moments. Außerdem: Libyen sowie Dominique Strauss-Kahn sind frei! Mehr lesen

Keine Berge, keine Kühe

22.08.2011. In der SZ erklärt Steve Carell, Star des Films "Crazy, Stupid, Love", einige Grundsätze des Komischseins. Der teuerste Konzern der Welt, Apple, hat nach wie vor eine goldene Zukunft, denn die Chinesen lieben ihn, berichtet die FAZ.  Die Kieler sind traurig. Sie dürfen künftig nicht mehr gemocht werden. jedenfalls nicht mittels des heutzutage so relevanten "Like"-Buttons von Facebook, meldet W & V. Der Blogger Lars Reineke echauffiert sich über diese Initiative des Schleswig-Holsteiner Datenschützers Thilo Weichert. In der FR erzählt Jan Koneffke, warum sein neuer Roman in Rumänien spielt. Mehr lesen

Jede Veränderung ist Verschlechterung

20.08.2011. Krisen, Krachs und Katastrophen. Jetzt auch im Feuilleton. In der FAZ nehmen uns die Soziologen Jens Beckert und Wolfgang Streeck alle Hoffnung: Kein Lösungsansatz wird verfangen. Aufstände und Extremismus sind unausweichlich. In der NZZ warnt der Philosoph Michael Hampe: Die Ideologien des Marktes, aber auch der Natur sind Teil des Problems, nicht der Lösung. Wir sind ohnhin zur Zivilisation ohne Zukunftsvision geworden, meint der Historiker Philipp Blom in der FR. Und die SZ mokiert sich über mögliche Alternativen! Mehr lesen

Was sich ein Mensch schimpft

19.08.2011. Die FR erlebte mit Liao Yiwu und Herta Müller,was Dichtung ist, wenn sie die letzte Rettung eines Gefolterten ist. Wie kreationistisch darf ein Präsidentschaftskandidat eigentlich sein?, fragt der Texas Observer nach wiederholten Verteidigungen des "Intelligent Design" durch Rick Perry. NZZ, taz und FAZ versuchen noch einmal, die Londoner Krawalle der letzten Woche zu verstehen. Techcrunch fragt: Ist Steve Jobs auf dem Weg zur Allmacht? Mehr lesen

Zum letzten Trümmerl-Ablegen

18.08.2011. Für die NZZ  schreitet Alex Capus in Flip-Flops über die Bahnhofstraße. In der Jungle World erklärt Kenan Malik, warum die Londoner Krawalle kaum als politischer Akt zu verstehen sind. Der Freitag empfiehlt das Cafe Heine. Was hat die Sarrazin-Debatte gebracht? Nix! Meint Hamed Abdel-Samad in der Welt. Und Sie stehen nicht gerne auf? Dafür gibt's jetzt eine App, meldet Mashable. Mehr lesen

Vor einer tiefen Grube

17.08.2011. Der New Yorker porträtiert den Internetpionier und -kritiker Jaron Lanier. In der taz beteuert die Reformmuslimin Amina Wadud, dass Gleichberechtigung von Mann und Frau auch im Islam möglich ist. In FR/Berliner Zeitung erklärt Götz Aly, warum er erst mal nicht mehr für diese Zeitungen schreibt. Die NZZ fragt: Was nützt es der albanischen Volksmusik und der französischen Küche, wenn sie von der Unesco unter Schutz gestellt werden? Mehr lesen

Plündern ist Mainstream

16.08.2011. Die SZ bringt ein Plädoyer fürs Cello, das im heutigen Konzertbetrieb geschnitten wird. Außerdem erzählt sie, warum sich der Chaos Computer Club und OpenLeaks streiten. Alice Schwarzer fragt Charlotte Roche, warum die Männer sie nicht zurücklieben. Der Tagesspiegel läutet eine neue Phase im Kopftuchstreit ein. Wo bleibt der New Digital Journalism in Deutschland?, fragt der Medienprofessor Stephan Weichert in der NZZ. Und die FAZ erläutert die chinesische Überzeugung zur Schuldenkrise: Ohne Demokratie würde Kapitalismus viel besser funktionieren. Mehr lesen

Seifenblasenhäscher

15.08.2011. Katzenjammer bei den Reichen und Einflussreichen: Kann es sein, dass die Linke recht hatte?, fragt in der FAZ am Sonntag Frank Schirrmacher, der aber noch nicht gleich - wie Warren Buffett in der New York Times - nach höheren Steuern für die Besserverdienenden verlangt. Und die Kassandra des Marktgeschehens, Nouriel Robini gibt sich im Auge des Orkans, dem Wall Street Journal, endgültig geschlagen: Karl Marx hatte recht. Die Märkte versagen. Nicht zufrieden sind die Zeitungen auch mit Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Peter Handkes Stück "Immer noch Sturm" in Salzburg. Mehr lesen

Eiseskälte bis zum heutigen Tag

13.08.2011. In der Welt unterhalten sich Jens Reich und Peter Schneider über die Mauer und ihre Freunde und Feinde unter deutschen Autoren. Und Henryk Broder lernt in Götz Alys neuem Buch: Der Antisemitismus ist "eine Seelenspeise, mit der sich die Verlierer trösten." Auch die taz empfiehlt Alys neues Buch. Die SZ debattiert über Klarnamen im Internet. Die New Republic winkt ab bei  Kanye West und Jay-Z, aber nicht bei Johnny Cash und Louis Armstrong. Außerdem: Videos von Chris Marker und Romuald Karmakar. Mehr lesen

Ausweitung der Zone

12.08.2011. Die Welt erzählt, wie Charlotte Roche erzählt, wie die Drücker der Druck ihre Trauer zerstörten. In Project Syndicate gibt Ian Buruma Geert Wilders und den Rechtspopulisten eine Mitschuld am Massaker von Utoeya. In der taz zeigt sich der Sozialanthropologe Ross Holloway entsetzt: Den revoltierenden Jugendlichen von London fehlt zwar nicht der Furor, aber die Fantasie. In der SZ erklärt die Harvard-Historikerin Leila Ahmed, warum es wichtig ist, die Frauenfrage fallen zu lassen: "Es ist tatsächlich nicht mehr als eine Rhetorik ohne Bedeutung und Inhalt, die wir aus imperialistischen Zeiten übernommen haben." Mehr lesen

Das alles verringert das Glück

11.08.2011. In der NZZ erzählt die ägyptische Schriftstellerin Mansura Eseddin, wie übel die Frauen bisher für ihre Unterstützung der Revolution belohnt wurden. Die taz eröffnet leaks.taz.de und hofft, dass die Whistleblower nun zu ihr kommen. Die Jungle World streitet über den Begriff der "Islamophobie". Die FAZ fragt: Was hat es zu besagen, dass Ai Weiwei, dem Interviews verboten sind, sein erstes Interview nach der Verschleppung einer Staatszeitung gab? In der Zeit schimpft Apichatpong Weerasethakul auf den buddhistischen Klerus. Mehr lesen

Der nette Jochen

10.08.2011. In der Welt schreibt der Jugendkulturforscher Bodo Mrozek eine kleine Kulturgeschichte der Revolten in LondonAi Weiwei gab der Global Times sein erstes Interview nach der Verschleppung. Und alle alle (außer vielleicht den von der Autorin boykottierten Springer-Journalisten) laborieren am Charlotte-Roche-Ich-muss-darüber-berichten-Zwang. Und zwar pünktlich. Mehr lesen

Mit Geld und Freibillets bestochen

09.08.2011. Die NZZ erzählt, wie Heinrich von Kleist sich als Theaterkritiker gründlich unbeliebt machte. Der Telegraph erzählt, wie Mao Chruschtschow blamierte. Die Blogs melden: Ai Weiwei twittert wieder. Es geht ihm gut. Er nimmt zu. Die NYRB bringt Norman Mailers furchtbaren (aber leider auch witzigen Verriss) von Mary McCarthys Roman "Die Clique" aus dem Jahr 1963. In der SZ staunt Assaf Gavron über die spontanen Proteste in Israel. Mehr lesen

Wir sind nicht unfehlbar

08.08.2011. Die Welt trauert um verschollene Filme. Die NZZ sieht in China anti-konfuzianischen Reformbedarf. Peter Glaser warnt in Futurezone vor dem Hausherrn. In der SZ erklärt Nathan Shachar, wie Gaza überleben kann. Die FAZ feiert Charlotte Roches Wirsing hackende Romanheldin. Mehr lesen

Subtextueller Unterleib

06.08.2011. In FR und Berliner Zeitung rauscht Peter Glaser mit wehenden Haaren über die Datenautobahn. Musiker betrachten das Web heute nicht mehr so hoffnungsfroh, schreibt die taz. In der Welt ruft Henryk M. Broder: Hurra, ich habe Wirkung! Die NZZ bringt ein Interview mit Thomas Harlan, das kurz vor seinem Tod geführt wurde. In der SZ erklärt der Shakespeare-Übersetzer Frank Günter, wie auf dem Blankvers ein Gedanke reitet. Die FAZ fragt: Gibt es einen Isländer, der nicht Schriftsteller ist? Mehr lesen

Pyknische und leptosome Unterhautfette

05.08.2011. Die NZZ meditiert über das Ende der Tiefe der Haut. Die FR fragt: Ist Broder der Marx Breiviks? Dann wäre Breivik der Stalin Broders. Netzwertig fragt: Wenn die FR schon Lobbyisten druckt, warum sagt sie es nicht dazu? Die Epoch Times bringt ein Zitat Ai Weiweis über seine Gefangenschaft. Die Welt erspart uns die einzurührende Giftkröte in Peter Steins Salzburger Inszenierung von Verdis "Macbeth". Die Jungle World kritisiert die absichtliche Unschärfe der schärfsten Kritiker der Islamkritik. Mehr lesen

Gern auch Terrier

04.08.2011. Der Freitag betreibt Urban Gardening. Jon Stewart bringt ein Video, das in Großbritannien verboten ist. In der Welt graust es Ralph Giordano vor der "Charta der Vertriebenen". Die Zeit fühlt sich von Breivik getroffen. Die taz weist darauf hin, dass Breivik auch Frauen hasst. Für die FAZ bleibt Breivik zuallererst ein Rätsel. Mehr lesen

Ein gewisses Quantum Leidenschaft

03.08.2011. Die Meldung, dass der heutige Nazi Horst Mahler, der die Nebenklage im Prozess gegen den Ohnesorg-Todesschützen Karl-Heinz Kurras vertrat, so wie Kurras selbst Stasi-IM war, irritiert FR und taz nachhaltig. Der japanische Philosoph Kenichi Mishima bedauert in der Welt, dass die Amerikaner durch den 11. September an Reputation eingebüßt haben. Die FAZ zitiert den Metal-Musiker Cornelius Jakhelln über die Marginalisierung der "tickenden Bomben" in Norwegen. Mehr lesen

Der Gnom mit dem straffen Scheitel

02.08.2011. In Words Without Borders spricht der syrisch-deutsche Autor Rafik Schami trotz allem hoffnungsvoll über die Lage in Syrien. Holger Ehling erzählt in seinem Blog erstaunliche Geschichten über den afrikanischen Buchmarkt. Auch in Großbritannien wird Thilo Sarrazin, unter anderem von Guardian und Independent, heftig angegriffen und verteidigt sich in Spiked Online. Die SZ beobachtete die Digitalisierung von Regimentsbierkrügen. Die taz trifft den in Berlin lebenden iranischen Musikproduzenten Sohrab, dessen Asylantrag abgelehnt wurde. Und die Bundesrechtsanwaltskammer spricht sich gegen Leistungsschutzrechte aus. Mehr lesen

Elfentänze und Untergangsorgasmen

01.08.2011. Die Welt und andere Zeitungen feiern die Salzburger "Frau ohne Schatten" wegen Christian Thielemanns fabulöser Dirigierkunst. In der Welt betätigt sich Nike Wagner als Norne. Auch die Debatte um den Attentäter von Utoeya geht weiter: Die taz fühlt sich an die Gefühlskälte von Videospielen erinnert, die Berliner Zeitung zieht eine Linie von "Islamkritikern" zu Breivik, die FAZ am Sonntag sieht ihn als einen Dschihadisten der extremen Rechten. Die SZ schildert die handgreifliche Einigkeit von Rechts- und Linkspopulisten in Griechenland. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen