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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2003

Heute in den Feuilletons

30.08.2003. In der FAZ erkennt Marcel Reich-Ranicki: "Grass ist wie Grass". Die NZZ findet die alten Grabenkämpfe um die Vertreibung "so überflüssig wie lächerlich". Die FR lobt Armin Holz, der ohne Staatsgelder gutes Theater macht. Die SZ beendet das Salzburger "Festival für verunsicherte Bürger". Und die taz begräbt das liberale Dänemark. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.08.2003. Die FAZ malt ein Panorama von "Frankreichs mörderischem Sommer". Die FR saugt in Beirut an einer Wasserpfeife mit Apfelgeschmack. Die SZ feiert die Sängerin Peaches als neue Ikone des Geschlechterkampfs. In der taz stellt sich Georg Seeßlen den Jesus-Film von  Mel Gibson als Splatter-Version der Passionsgeschichte vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.08.2003. In der Zeit fragt Ulla Berkewicz nach dem Zustand einer Gesellschaft, deren Verlage ein Buch wie Ted Honderichs "Nach dem Terror" einfach so passieren lassen. Die SZ kann Gerechtigkeit nur mehr religiös denken. In der FR schlägt Richard Wagner vor, in den Ostalgie-Shows Walter Ulbricht als DJ Ötzi auftreten zu lassen. Die FAZ vertritt starke Meinungen zur Rolle des Sozialstaats und der Frau. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.08.2003. In der NZZ spricht Don DeLillo über seinen neuen Roman "Cosmopolis". In der SZ fordert Gregor Schöllgen die Formulierung europäischer Sicherheitsinteressen. In Le Monde betont Serge Klarsfeld, dass die Franzosen gegen die Judenvernichtung waren. Die FR besucht Thomas Manns Haus an der Kurischen Nehrung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.08.2003. Wozu brauchen wir eigentlich die Akademie der Künste, fragt die FAZ. Wozu brauchen wir eigentlich eine immer weiter expandierende Kulturindustrie, fragt die SZ. In der FR greift Doron Rabinovici noch einmal die Debatte um Ted Honderich auf. Die taz besucht Shrinking Cities. Die NZZ beobachtet eine zaghafte Annäherung der Warschauer an ihren ungeliebten Kulturpalast. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.08.2003. In der taz macht sich Gabriele Goettle ein Bild von Musikergehirnen. In der SZ wendet sich Frank Spilker, der Sänger der Sterne, gegen eine Quote für deutschsprachige Musik. Die FR fragt anlässlich eines Prozesses gegen einen Liedermacher, wie ernst es die Türkei mit den Menschenrechten meint. Die NZZ hat Papous dans la tête. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.08.2003. In der SZ erklärt Günter Gaus, warum er kein Demokrat mehr ist. Die NZZ glaubt an die Machtübernahme der Frauen. Die taz nicht. Die FR veröffentlicht Auszüge aus dem Tagebuch eines lakonischen Widerständlers gegen die Nazis. In der FAZ erzählt Hussain Al-Mozany, wie Chomeinis Enkel die iranischen Mullahs kritisiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.08.2003. In der FAZ rät der Genetiker Steve Jones, mal in ein Glas Wasser zu ejakulieren und über das Ergebnis zu meditieren. Außerdem erleben wir, wie sich Gottfried Benns Großhirnrinde nach oben biegt. Die SZ hat Musiker weinen sehen: in Claudio Abbados Luzerner Festival-Orchester. Die NZZ bereist die kolumbianische Stadt Popayan. In der FR schaudert es den kubanischen Autor Rolando Sanchez Mejias vor der "behaarten, kalten Schnauze" des Traditionalismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.08.2003. Die SZ erklärt, warum es uns zu Recht interessiert, ob ein Politiker schwul ist. Die Zeit warnt vor den Alten. In der FR plädiert Wolfgang Templin gegen ein Zentrum gegen Vertreibung. Die NZZ beschreibt, wie sich Künstler in Simbabwe durchschlagen. In der FAZ möchte der Theologe Klaus Berger die antisemitischen Stellen des Neuen Testaments nicht verdrängt sehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.08.2003. Die SZ spottet über Jörg Immendorff, der nun die Strafe für sein Leben als Neuer Wilder erhält, und natürlich über Ronald Schill. In der NZZ plädiert Renate Klett gegen werktreue Aufführungen. Die taz unterhält sich mit Lutz Hachmeister über "Ähnlichkeiten zwischen der Militanz der dreißiger und der siebziger Jahre". Die FAZ erliegt zahlreichen Terroranschlägen auf die deutschen Stadttheater. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.08.2003. Die NZZ feiert den Autor Juri Andruchowytsch aus Iwano-Frankiwsk, der so "spannend-weltläufig" über seine Heimat schreibt, "dass wir über unsere eigene Provinzialität erschrecken". In der FR fordert Claus Leggewie einen europäischen Imperialismus. In der taz spricht Regisseur Martin Wuttke über ferne Kriege, die ihm so nah sind. In der SZ prangert Sonja Margolina die Gleichschaltungspolitik der "Tschekisten um Putin" an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.08.2003. In der SZ erinnert sich Gräfin Razumovsky, wie Adorno einmal über Proust fast weinen musste. Die NZZ blickt mit unaufgeregter Zufriedenheit auf die Filmfestspiele von Locarno zurück. In der FAZ kann Andrea Fischer die These vom Machtzuwachs der Frauen in den Medien (und sonstwo) nicht bestätigen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.08.2003. Der Bau des Holocaust-Mahnmals hat begonnen: Die FAZ sieht Peter Eisenman zu, wie er die Arbeiten überwacht und begeht den noch rudimentären Stelen-Wald. Im taz-Interview sagt Eisenman: "Es soll seltsam sein." Die NZZ glaubt, dass Leo Strauss den Neocons eher von der Politik abgeraten hätte. Die FR weiß: Es gibt schon wieder ein schwarze Liste in Hollywood, aber eine ganz subtile. In der SZ wehrt sich Münchens Oberbürgermeister Christian Ude gegen den Ruf der Kommunen als Kulturbanausen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.08.2003. Die FAZ schwärmt von Daniel Libeskinds Entwurf für das Dresdner Militärmuseum. Die FR bemerkt dazu: "Man könnte sagen - ein Blitz." Die NZZ sucht nach Spuren Thomas Manns in Bayerns Süden. Die taz plädiert für eine Glokalisierung der deutschen Musik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.08.2003. Das große Thema des Tages ist die Popkomm. Die Zeit könnte auf die munter versinkende Musikindustrie inzwischen gut verzichten. Die FAZ würde allerdings das Album als Kunstform vermissen. In der taz fordert der Universal-Chef Tim Renner Quoten für deutschsprachige Musik. Die NZZ besucht unterdes die neuen Russen in Baden-Baden. In der SZ fragt Michael Brenner, wo bei der Kritik an Israel der "Spaß aufhört und der Antisemitismus beginnt". Mehr lesen

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13.08.2003. In der FAZ graust es Mario Vargas-Llosa vor der schiitischen Frömmigkeit im Irak. Die NZZ sucht in afrikanischer Literatur nach einer Antwort auf die Frage, ob Afrika ein Hort der Gewalt sei. Die taz fährt mit der Bimmelbahn durch den Themenpark des Philly-Souls. In der FR macht sich der Rechtsphilosoph Günter Frankenberg Gedanken über die europäische Zivilgesellschaft. Die SZ beschwert sich: Entweder die Alten sind alt oder kreuzfidel. Beides zusammen geht nicht gut. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.08.2003. Die SZ beklagt die allgemeine Inkompetenz der Angelsachsen in Dingen der modernen Oper. Die taz besucht die Dreharbeiten zu einem indischen Film, der zum Teil im Berlin der Nazizeit spielt. Die NZZ fürchtet, dass Dänemark seinen Humor verliert. Die FAZ beweist die Existenz Troias. Mehr lesen

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11.08.2003. In der FR erklärt Istvan Eörsi, warum Osteuropa nicht Kerneuropa ist. In der FAZ geht sich Jeffrey Eugenides einen Schwarzen russischen Terrier kaufen. Die SZ setzt ihre Diskussion über Quoten für deutschsprachige Musik fort und leidet außerdem mit Peter Stein. In der taz rappen die Beginner über die Gesundheitsreform. Die NZZ besucht Massimiliano Fuksas in seiner Werkstatt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.08.2003. Die FAZ beklagt, dass Berlusconi den billigen Jakob zum Schutzheiligen Italiens gemacht hat. Die SZ fürchtet ein intellektuelles Ausbluten Deutschlands. Die NZZ hört "Propheten einer allgemeinen Umnachtung" in New York. Und Jean Baudrillard malt in der FR aus, wie sich der verbitterte Okzident für den Verlust seiner Werte an anderen Kulturen rächen wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.08.2003. Für die SZ ist Arnold Schwarzenegger noch nicht einmal der schlechteste der  Kandidaten im kalifornischen Politbusiness. Die FAZ fragt, warum die Kunst eigentlich so gerne "Täter romantisiert". Die taz lauscht dem "Pedalsirren und Ritzelklirren" auf dem neuen Kraftwerk-Album. Die NZZ beobachtet, wie Flash-Mobs über New Yorker Edelboutiquen herfallen. Außerdem debattieren FAZ, FR und taz weiter über Ted Honderich. Mehr lesen

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07.08.2003. Die FAZ greift nach reiflicher Überlegung in die Debatte um Ted Honderich ein. In der FR nennt Natan Sznaider Honderichs Buch "Nach dem Terror" einen Schandfleck für Suhrkamp. Auch die NZZ findet es grauenhaft. In der SZ empfiehlt der Bürgerrechtler Tom Hayden der amerikanischen Regierung einen Tyrannenmord im Irak. Die taz meldet sich aus Locarno. Die Zeit langweilt sich in Salzburg. Mehr lesen

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06.08.2003. In der FR weist Jürgen Habermas die Antisemitismusvorwürfe gegen Ted Honderichs Buch "Nach dem Terror" mehr oder weniger zurück. Die SZ attestiert dem Buch "verblasene Selbstherrlichkeit". Die NZZ erinnert an Theodor W. Adornos "plötzlichen Hinschied" in den Schweizer Bergen vor 24 Jahren. Die FAZ will keinen Schlussstrich unter die Geschichte der RAF ziehen. Die taz porträtiert den Zeichner Fernando Bryce. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.08.2003. In der FR attackiert Micha Brumlik den Suhrkamp Verlag, der ein - antisemitisches?  - Buch des britischen Philosophen Ted Honderich veröffentlicht hat. In der SZ fordert Julian Nida-Rümelin eine Quote für deutschsprachige Musik im Radio. Die NZZ protestiert: Sie wollen Locarno verstümmeln. In der FAZ stemmt sich Ivan Nagel gegen die amerikanische Übermacht. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.08.2003. Die FAZ porträtiert den russischen Fernsehjournalisten Wladimir Kara-Mursa, der als Heizer arbeitet, um nicht Propaganda machen zu müssen. Die NZZ exhumiert  unter japanischen Exzessen der Urbanisierung einen Sinn für Ruhe und Eleganz. In  der FR sieht Stephan Eric Bronner die Lüge als Teil der amerikanischen Politik. Die taz liebt Bulgarien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.08.2003. Die SZ recherchiert, wie die DDR Bücher vernichtete - entweder durch Verkauf in den Westen oder durch Fütterung des Reißwolfs. Die FR porträtiert die Hamburger Schule des Pop, die mit vielen neuen Platten aufwartet. In der FAZ präsentiert Arkadij Bartow Simulakren als festen Bestand der russischen Kultur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.08.2003. In der SZ malt Burkhard Spinnen die nur in der Buchbranche ausreichend gefürchtete Hölle der Vertreterkonferenzen aus. Die FR meditiert über die Wohnkultur in der arabischen Welt. Die taz hat herausgefunden, dass sich Verbrechen lohnt, zumindest in der Welt des HipHop. Die FAZ hat Ruggero Raimondi lachen hören. Und der Economist schreibt einen Offenen Brief an Dear Mr. Berlusconi. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen