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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Oktober, 2003

Heute in den Feuilletons

31.10.2003. Die FR schildert, wie sehr sich die Iranerinnen über den Nobelpreis für Shirin Ebadi freuen. Richard Wagner beobachtet in der NZZ, wie sich "Mitteleuropa" immer weiter nach Osten frisst. Die SZ weiß, warum Don DeLillo den Kaliforniern den Untergang gönnt. Die FAZ lernt aus einem Deutschland-Bericht Carl Zuckmayers, was die Amerikaner im Irak falsch machen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.10.2003. In der Zeit protestiert Peter Eisenman, der Architekt des Holocaust-Mahnmals, gegen einen Ausschluss der Firma Degussa von der Realisierung seiner Stelen. Die FAZ bleibt dabei: Degussa soll nicht mitmachen. Die NZZ wundert sich, warum erst jetzt über die Frage debattiert wird. In der FR fragt Claus Leggewie nach Willy Brandts Vermächtnis für die heutige Politik. In der taz erzählt der irakische Regisseur  Aziz Chaiyun Adschil, wie man in einem zerstörten Land das Theater wieder aufbaut. Die SZ beschwert sich über die "selbstgewisse Unschuld" des Redens über das deutsche Opfertum im Zweiten Weltkrieg. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.10.2003. Richard Wagner schildert in der FR das Verhaltnis der Deutschen zu Russen: Für andere Länder haben sie Verständnis, für Russland Gefühle. In der taz macht der Stoiber-Biograf und Journalistenkritiker Peter Köpf die Entdeckung, dass in "autorisierten" Interviews mehr gelogen wird als in nicht abgesegneten. Die FAZ erkennt bei Eric Tills "Luther"-Film, dass Theologie ein komplexes Denkgeschäft ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.10.2003. Die SZ bedauert: In den Niederlanden ist die multikulturelle Gesellschaft gescheitert. Die FR berichtet über den neuen Antisemitismus in Russland. Die FAZ liest J. M. Coetzees Roman "Elizabeth Costello". Die taz ist erleichtert: zumindest die Filme werden in diesem Land wieder etwas besser - vor allem wegen der Sexszenen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.10.2003. In der taz porträtiert Gabriele Goettle den Verblüffungskünstler Ludwig Gantner. In der SZ warnt der Politologe Amitai Etzioni vor dem letzten Hurra des untergehenden Imperiums. Die FR hat einen optimal entspannten Alexander Kluge seinen Büchner-Preis entgegennehmen sehen. In der NZZ erklärt Sandeep Bhagwati, warum indische Konzerte keine Vorstellungen, sondern paradoxe Taten sind. In der FAZ erinnert Arne Melchior an die Rettung der dänischen Juden vor sechig Jahren. Im Spiegel denkt Ulla Berkewicz "neue Reihen". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.10.2003. Die FAZ analysiert die bittere Reizung des Bertelsmannkonzerns. In der NZZ feiert Alexander Kluge das Trägheitsmoment des Guten. Die FR beschreibt die out-of-body experience von Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal. In der taz erklärt Stuart Piggott, warum große Weine nicht nur im Bordeaux produziert werden können. Die SZ war bei der Gerichtsverhandlung über Alban Nikolai Herbsts Roman "Meere". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.10.2003. In der SZ erklärt Umberto Eco seinen Bombentrick. In der taz erklärt der Militärhistoriker Frederick Kagan den new American way of war. Die FR erklärt, warum Arnold Schwarzenegger die Wahlen gewonnen hat: weil er die Metrosexuellen mit ihrem inneren Hunnen versöhnt. Die NZZ erklärt den Senegal als Sonderfall islamischer Religiosität. Die FAZ erklärt, nicht über Jörg Friedrichs Band "Brandstätten" diskutieren zu wollen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.10.2003. In der Zeit baut Alexander Kluge auf Glückserwartung. Die NZZ wirft einen Blick auf die christliche Unterhaltungsindustrie. Die taz fragt mit Blick auf Ridley Scotts Alien: "Wie viele Zahnreihen hat das Grauen?" Die SZ weiß, wann der islamistische Terror begann. In der FAZ beschreibt Hans Christoph Buch den Zorn der Intellektuellen auf Haiti. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.10.2003. Das europäische Kino ist also doch nicht tot, meint jedenfalls eine von Lars von Triers Film "Dogville" ergriffene FAZ. Die FR erzählt die Suhrkamp-Story. Die NZZ beklagt Woody Allens "Schaffens- und Finanzkrise". In der SZ verteidigt Ivan Nagel die Suhrkamp-Chefin, -Teilhaberin, -Verlegerin usw. Ulla Berkewicz. Und die taz berechnet den Gini-Koeffizienten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.10.2003. Bei Suhrkamp war alles gut, und jetzt wird's sogar noch besser, meldet die FAZ. Die FR nimmt lateinamerikanische Debatten um Gabriel Garcia Marquez auf. Die NZZ schildert die deutsche Theaterlandschaft als ein "Eldorado für einkommensbewusste Intendanten". Die SZ wendet sich gegen die Freigabe der Sterbehilfe. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.10.2003. In der NZZ erklärt der polnische Autor Stefan Chwin, warum er die deutschen Vertriebenen beneidet. Die SZ malt sich das Leben nach den Sozialreformen aus. Die taz freut sich über eine "Sinfonie der Großstadt" in Comicform. In der FAZ macht Amos Oz Frieden mit den Palästinensern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.10.2003. In seltener Einmütigkeit zweifeln die Herren von Berliner Zeitung, Welt, FR und NZZ an den verlegerischen Fähigkeiten der Ulla Berkewicz. In der SZ verteidigt Götz Aly die Identifizierung der Anonyma als historisch notwendig. In der taz erzählt Henning Mankell, warum er sich auf namibischen Inseln gerne küssen lässt. Die FAZ berichtet über einen umstrittenen Fall von Sterbehilfe in den USA. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.10.2003. SZ und Tagesspiegel schildern den Kampf um den Suhrkamp Verlag. In der FAZ stellt Feridun Zaimoglu drei Neo-Musliminnen in ihrer Ausgehuniform vor. In der FR freut sich Natan Sznaider, dass es die israelische Zivilgesellschaft noch gibt. Die NZZ erklärt, warum feige Männer das weibliche Selbstbewusstsein stärken.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.10.2003. In der Zeit fürchtet der Urbanist Mike Davis die sexuellen Allmachtsfantasien Arnold Schwarzeneggers. Die SZ, die taz, die FAZ setzen sich ausführlich mit dem neuen Verbot von Maxim Billers Roman "Esra" auseinander. In der FR wendet sich Julian Nida-Rümelin gegen Kulturabbau. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.10.2003. Im Tagesspiegel kündigt Martin Walser seinen Weggang von Suhrkamp an. Oder doch nicht? Bei der SZ spaltet Uma Thurman die Persönlichkeiten. Die FAZ weint beim "Wunder von Bern". In der Welt verrät Michel Friedman, was er beim Aufbau-Verlag vorhat. In der FR verteidigt Wilhelm von Sternburg die 68er. Die NZZ entdeckt eine heimliche Nationalgalerie für Schweizer Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.10.2003. In der FAZ schildert der irakische Verleger Khalid Al-Maaly die Hinterhältigkeit religiöser Zensoren. Aha-Tito! Aha-Blutrache! - die NZZ hat die Aliens der Kunstszene besucht. Die taz beklagt die Mittelmäßigkeit der New Yorker Architektur. Die SZ wundert sich über Kulturgeschenke des Westens an Afghanistan. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.10.2003. Die Buchmesse geht zu Ende. Die FAZ sieht die große Krise in der Branche erst noch kommen. Die Reaktionen auf Susan Sontags Friedenspreisrede sind gemischt. Die FR fand sie nett, aber okay, die NZZ fand sie nett, aber nicht okay. FAZ und NZZ kritisieren die Absenz deutscher Politiker. Die taz interviewt die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi. Die SZ erklärt, warum Irans Frauen Karate lernen. In der Welt meditiert Monika Maron über den Niedergang Berlins. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.10.2003. Die SZ vermisst das Thema Tschetschenien auf der Buchmesse. Juri Andruchowytsch erzählt in der FR von der Literatur in der Ukraine. Die taz hat einen ganz unkleeigen Paul Klee gesehen. In der NZZ lobt Hans Ulrich Gumbrecht Susan Sontags Mut zum Stichwort. Und die FAZ entdeckt eine neue politische Fotografie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.10.2003. In der SZ erklärt uns Nina Bernstein von der NYT, dass Amerika nur auf Kerle steht. In der taz erinnert der Historiker Peter Steinbach daran, dass es auch heute noch Vertreibungen gibt. Die NZZ porträtiert den irakischen Dichter Sargon Boulus. Die FR besucht Casanovas Grab in Duchcov. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.10.2003. Die Russen sind in der Welt, um Kafka wahr werden zu lassen, erklärt Andrej Bitow in der Zeit. Imre Kertesz erzählt in der FAZ, welche Freiheit er gern verliert. Die Historikerin Anne Applebaum spricht in der Welt von ihren Recherchen über den Gulag. In der SZ erklärt Robert Menasse, warum Arnold Schwarzenegger nie Gemeinderat in einem steirischen Kaff werden könnte. Die FR bewundert Joschka Fischers konspirativ gefaltetes Mündchen beim "Lesen!". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.10.2003. In der Welt fordert Andre Glucksmann die Pazifisten auf, doch mal gegen Putins Tschetschenienpolitik zu protestieren. Die FAZ staunt über Arnold Schwarzeneggers professionelle Kaltschnäuzigkeit. Die NZZ erinnert an Laure. In der FR erklärt Boris Groys den Unterschied zwischen west- und osteuropäischer Kunst. In der taz fabuliert Alberto Ruy Sanchez über die Jungfrau von Guadelupe. In der SZ streitet Wolfgang Sofsky für das Prinzip der Dezision. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.10.2003. Nieder mit dem Kopftuch!, ruft Richard Wagner in der Welt. Die SZ liest die geistliche Anleitung der Attentäter vom 11. September als eliminatorische Eschatologie. Außerdem fängt die Buchmesse an: In der FR wirft György Dalos einen ungarischen Blick auf Russland. In der taz weiß Wladimir Kaminer, was russische Frauen wollen. In der FAZ gibt sich Viktor Jerofejew als vergnüglicher Fremdenführer. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.10.2003. In der Berliner Zeitung erklärt Bischof Huber, warum er das islamische Kopftuch an den Schulen für verfassungswidrig hält. In der Welt analysiert Christoph Stölzl das Phänomen Bohlen. Die SZ besucht russische Verlage und präsentiert heute ihre Literaturbeilage. In der NZZ fragt Wolfgang Sofsky, was die vielen Stromausfälle mit uns machen. Die FR findet den Lettre Ulysses Award für Anna Politkowskaja mehr als verdient. Die taz vermisst den kämpferischen Geist im deutschen Theater. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.10.2003. Die NZZ bietet einen grandiosen Schwerpunkt zur russischen Literatur - unter anderem mit einem Text von Andrzej Stasiuk. In allen Zeitungen wird selbstverständlich der Literaturnobelpreis für J. M. Coetzee kommentiert, und alle Zeitungen sind sich einig: Er hat ihn verdient. Die FAZ bringt eine Erzählung des Autors. Wir verlinken auch auf einen ganz neuen Essay Coetzess in der New York Review. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.10.2003. In der SZ erklärt Ernst-Wilhelm Händler, warum Moral gut ist für die Wirtschaft. In der taz plädiert Julius H. Schoeps für ein Europäisches Zentrum gegen Vertreibung. In der NZZ wundert sich Reinhard Jirgl über die Ostalgie-Welle. In der Welt erklärt Wolfgang Büscher, warum die achtziger Jahre so populär sind (Hitler ist schuld). Die FAZ schildert die missliche Lage der Berliner Opern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.10.2003. In der Zeit plädiert Kulturstaatsministerin Christina Weiss für ein Europäisches Zentrum gegen Vertreibungen. Die FAZ möchte ins Wehklagen der deutschen Theater nicht so einfach einstimmen. Die NZZ behauptet, die SZ habe im Fall der Anonyma falsch recherchiert. Im Tagesspiegel erklärt Sven Regener, warum Fassbier reaktionär ist. In der FR warnt Michael Rutschky vor dem Satz: "Ich bleibe skeptisch." Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen