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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2004

Heute in den Feuilletons

31.12.2004. Angesichts des Seebebens in Asien sucht die NZZ Trost beim Shintoismus. In der Welt findet es Robert Spaemann vernünftig, an Gott zu glauben. Die taz feiert das bald vergangene Jahr mit einem 650-Zeilen-Gedicht. Die Berliner Zeitung beklagt die Schwachheit ihres Fleisches. In der SZ denken drei Deutsche türkischer Herkunft über den Satz "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" nach. Die FAZ begrüßt die Konsolidierung der deutschen Literatur im Jahr 2004. Und wir wünschen: Ein frohes Neues Jahr! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.12.2004. Thema Nummer 1 ist natürlich der Tod Susan Sontags. Die SZ feiert sie als stärkste Anwältin Europas in den USA. Die FAZ bringt einen ihrer letzten Texte. Die Zeit verabschiedet sich von den Verheißungen der digitalen Kunst, an die sie aber sowieso nie geglaubt hatte. In der NZZ singt Karl Schlögel ein Loblied auf den Nomaden. In der FR watet Richard Wagner durch die Untiefen der heutigen Mediengesellschaft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.12.2004. Die Berliner Zeitung beklagt ein weiteres Opfer der großwestdeutschen Republik: Christoph Hein, der offenbar nicht mehr Intendant des Deutschen Theaters werden möchte. Die SZ lässt sich von dem Geologen Simon Winchester erklären, warum Wohlstand und Stabilität so ungleich verteilt sind. Die FR sieht eine neue Gründerzeit in der französischen Kultur. In der taz erklärt Muhammad Kalisch, warum er als Muslim Angst vor dem Westen hat. Die FAZ findet die Stasi-Akten im Bundesarchiv bestens aufgehoben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.12.2004. In der NZZ sucht der libanesische Schriftsteller Hassan Dawud nach einer Sprache, in der die Araber den Mord an Theo van Gogh verurteilen können. Die FR applaudiert hüftschwingenden Hitlers in London. Die taz äußert naturidentische Gefühle. In der SZ warnt  Richard Chaim Schneider vor einer Katastrophe am Tempelberg. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.12.2004. Gabriele Goettle hat für die taz die Obdachlosenärztin Jenny de la Torre besucht. Die NZZ beschreibt die Ständegesellschaft des globalisierten Theaterbetriebs. In der Welt erklärt der frühere DDR-Bürgerrechtler Lutz Rathenow, warum Michael Schindhelm kein Stasi-Spitzel war. Die FR erliegt dem Zauber von Gottfried Benn. In der SZ erzählt Joachim Kaiser, wie die Berliner Philharmoniker Furtwänglers Dirigierstil interpretierten. Die FAZ beklagt den Niedergang der französischen Nation. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.12.2004. Weihnachten! In der taz heißt der Weihnachtsmann Rudi Dutschke. Die FR lässt über Religion und Toleranz nach dem Mord an Theo van Gogh spekulieren. In der Berliner Zeitung bekennt sich Klaus Berger zu einem Gott, der Schwiegermütter sterben lässt. In der SZ schreibt Max Goldt keine satirische Weihnachtsgeschichte. Die NZZ sucht den Horizont ab. Und Harald Schmidt sieht jetzt aus wie Georges Moustaki. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.12.2004. In der taz analysiert der Politologe Wladimir Polochailo die Verfassungsreform in der Ukraine als Niederlage der Opposition. In der FAZ schildern zwei Deutsche nicht deutscher Herkunft ihre Probleme mit Deutschen deutscher Herkunft. Die NZZ weiß: Die Musik moslemischer Musiker ist noch nicht islamisch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.12.2004. In der NZZ erzählt Christoph Geiser, dass sich das Land Brandenburg statt Autoren lieber Kaninchen hält. In der Welt lanciert der Historiker Norman Stone einen Angriff auf den Historiker Hans-Ulrich Wehler. In der SZ präsentiert Timothy Garton Ash einen Demokratiebauplan für den Irak und die Ukraine. Die FAZ erzählt, wie sich ein Literaturkritiker gegen seine Zeitung wehrt, El Pais. Die taz meint: Hans Magnus Enzensberger will sich schlicht zur Ruhe setzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.12.2004. Die FAZ hat die großartigste Filmszene des Jahres entdeckt: Sie spielt auf dem Gesicht von Nicole Kidman. Die taz porträtiert Amerikas schwärzesten Romantiker: den Autor Denis Johnson. Das von Hans Magnus Enzensberger, nicht aber von Eichborn annoncierte Ende der Anderen Bibliothek sorgt für Spekulationen. Sucht Enzensberger einen anderen Verlag? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.12.2004. In der Welt bekennt Adolf Muschg: Er wäre stolz, wenn er Deutscher wäre. Die NZZ fürchtet eine Implosion des pakistanischen Staates. Die FAZ versetzt iranischen Alkohol mit Bitterstoffen. Und alle trauern um Peter Palitzsch. Und alle gratulieren Friederike Mayröcker. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.12.2004. Die NZZ erklärt, warum ausgerechnet Warschau für Friedrich Dürrenmatt reiner Honig war. In der Welt erklärt Cora Stephan, warum sie auch über die Leiden Deutscher in der Geschichte schreiben will. Die taz porträtiert den Booker-Preisträger Allan Hollinghurst. In der FAZ erklärt der ukrainische Autor Andrij Bondar, dass die Ermordung ukrainischer Politiker durch russische Geheimdienste eine lange Tradition hat. Und bei Spiegel Online fordert Henryk M. Broder von der Türkei die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.12.2004. Die Diskussion über die Türkei beherrscht die Feuilletons. Die FAZ fragt: Nutzt die Türkei den Beitritt, um sich nach innen zu islamisieren? In der taz fürchtet der ehemalige Botschafter Hans Arnold Entgrenzung als "sichere Folge". Die Welt interviewt den libanesischen Historiker Kamal Salibi, der über die Sehnsucht der Araber nach osmanischer Herrschaft spricht. Die NZZ porträtiert den Picasso der Patisserie: Pierre Herme. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.12.2004. In der Zeit erzählt Friederike Mayröcker von fruchtlosen Versuchen posthumer Kontaktaufnahme mit Ernst Jandl. In der Welt warnt Hans-Christoph Buch vor Besuchen in "Failed States". Überall wird für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei plädiert, so auch in der SZ in einem großen Porträt über Orhan Pamuk. Die FAZ ist schon einen Schritt weiter: Hier wirbt Juri Andruchowytsch um die Liebe der Europäer zur Ukraine. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.12.2004. In der taz bekennt Annett Gröschner, dass sie gern ihr Leben als Quotenostfrau beenden würde. Die FAZ versucht, den Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky zu verstehen. Die SZ findet Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal nach erster Begehung "still, einfach, vernünftig, aufgeklärt, zivil, fromm, alles zusammen". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.12.2004. Die FAZ freut sich über die Freilassung eines kubanischen Dissidenten. Die NZZ feiert die schwerelos bunten Bilder der Grausamkeit in David Markischs Roman über Isaak Babel. In der Berliner Zeitung ruft Oliver Stone den Anke-Westphälischen Frieden aus. In der FR fordert Jamal Tuschik eine bessere Integration der Ostdeutschen. Die Welt besucht das neue Museum für moderne Kunst in Istanbul. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2004. In der FAZ macht sich John Banville irische Sorgen. Die taz findet: Das Traurige an der deutschen Situation ist andauernde Scheitern des intergenerationellen Dialogs. Die SZ unterhält sich mit Paolo Flores d'Arcais über Silvio Berlusconi. In der Welt preist Peter Eisenman den wunderschönen Beton seines Holocaust-Mahnmals. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.12.2004. In der FR erzählt der ukrainische Dichter Tymofiy Havryliv, wie die Anhänger des grauen Janukowytsch zur orangen Revolution überliefen. In der NZZ beschreibt Richard Wagner, wie er in Deutschland zum Rumänen wurde. In der Welt misstraut Dan Diner der Erregung über Israel. In der SZ beklagt Cord Riechelmann fehlende Klagen über das Waldsterben. Und die FAZ hält die Stasi-Unterlagen noch lange nicht für ein Kulturgut. Und alle sind begeistert von Paul Hindemiths nach einundachtzig Jahren uraufgeführter "Klaviermusik mit Orchester".
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Heute in den Feuilletons

10.12.2004. Die NZZ befürchtet eine Boulevardisierung des deutschsprachigen Feuilletons. Die taz sucht nach einer Frauenband, die sich nicht für ihr Frausein interessiert. In der Berliner Zeitung schätzt Juri Andruchowytsch seinen Anteil an der ukrainischen Revolution auf zwei bis fünf Prozent. Die SZ beklagt das Ende des Musikfernsehens. In der FAZ ruft Ernst-Wolfgang Böckenförde: Nein zum Beitritt der Türkei in die EU. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.12.2004. Die Zeit wandelt durch das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals. Aber auch die Ereignisse in der Ukraine stimmt sie nicht froh. In der FAZ erfahren wir, wie sehr die Chinesen Gerhard Schröder dafür bewundern, dass er seinem Bruder nicht hilft. Die FR bringt ein Interview mit Daniel Libeskind. Die NZZ beschreibt, wie sich Elfriede Jelinek durch Außenseiterpose selbst immunisiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.12.2004. In der SZ ruft Juri Andruchowytsch: "Svobodu ne spynyty!" In der taz verrät der Politologe Franz Walter, wer die nächsten Wahlen entscheidet: nämlich die über 60-jährigen Frauen. Der Turner Prize sorgt für allgemeine Verwunderung: kein Elefantendung diesmal. Auf der Internetseite des Nobelpreises ist Elfriede Jelineks Nobelpreisrede zu lesen: "Man möchte sich ja gern anschmiegen, aber was geschieht da mit mir?" Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.12.2004. Die Debatten um Islam und Integration gehen weiter: In der taz erklärt der französische Soziologe Olivier Roy, worin der Charme des Islamismus für moslemische Jugendliche im Westen besteht. In der Welt fordert Zafer Senocak leidenschaftlich eine Modernisierung des Islam. In der Berliner Zeitung will Hussein Al-Mozany die Debatten um Integration und Islam entflechten. Die FR feiert Hebbels "Nibelungen" in München als Theatergroßereignis der Saison. Die SZ bringt ein Dossier zur jüngsten Pisa-Studie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.12.2004. In der NZZ plädiert der Soziologe Karl-Otto Hondrich für eine Aufnahme der Türkei in die EU. In der Welt fürchtet Jaromir Sokolowski, dass die Ukraine auf dem Altar der Realpolitik geopfert wird. In der FR untersucht der Germanist Manfred Schneider den Begriff der Parallelgesellschaft. Die FAZ kritisiert die Berliner "Carmen" unter Daniel Barenboim als allzu langsam. Aber der Don Jose! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.12.2004. Die NZZ besucht besucht chinesische Künstler in den Dashanzi-Fabrikanlagen. In der Berliner Zeitung erzählt Sarah Wiener, wie gut man sich manchmal als Despot fühlt. Die taz erklärt uns die Audiotechnik als eine grundlegende Revision des Theatersprechens. In der SZ erzählt der Schriftsteller Jochen Missfeldt, wie er von Kampfschwimmern aus Eckernförde gequält wurde. Die FAZ feiert das neue Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.12.2004. Diedrich Diederichsen fragt sich in der taz, ob der HipHop angesichts seines Sexismus und seiner Homophobie überhaupt noch zu retten ist. In der FAZ erklärt Hans Zehetmair, warum er sich zum Vorsitzenden des Rats für Rechtschreibung wählen lässt und die Interpunktion komplizierter machen will. Die FR findet die Art Basel Miami schön bunt. Die NZZ blickt sich auf dem amerikanischen Glaubensmarkt um. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.12.2004. In der Welt übersetzt Gilles Kepel Multikulti mit Apartheid.  In der Zeit analysiert Oliver Stone: "Alexander der Große war auch in der Liebe ein Soul-Typ." In der taz kritisiert der Rai-Sänger Rachid Taha die französische Integrationspolitik. Die FAZ gratuliert Botho Strauß. Die NZZ gratuliert NapoleonMehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.12.2004. In der NZZ porträtiert Sonja Margolina die Ukraine als Land der Korruption, aber auch der immer mutigeren Zivilgesellschaft. In der SZ widerspricht der ukrainische Dichter Sergij Schadan der Mär von der Teilung des Landes in Ost und West. Die FR beschreibt das Schauma-Apfel-Grün des Designers Karim Rashid. Die taz meditiert über Coming out und Outing einst und jetzt. In der Berliner Zeitung erklärt Tim Eitel seine Gemälde mit Böcklin und Friedrich. Im Tagesspiegel erklärt Ayaan Hirsi Ali, warum es nur einen Islam gibt.
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Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen