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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

November, 2002

Heute in den Feuilletons

30.11.2002. Der Großscheich der Al Azhar-Universität Kairo, Dr. Mohamed Said Tantawi, erklärt in der FAZ, warum Terroristen keine Märtyrer sind, der palästinensische Terror aber gerechtfertigt ist. Die FR sieht eine Renaissance der Sowjetzeichen in Russland. Die taz sprach mit der Edith Piaf der Neurophysiologie: dem Biologen Humberto Maturana. In der SZ hofft Slavenka Drakulic, dass der kroatische General a.D. Janko Bobteko nach Den Haag ausgeliefert wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.11.2002. Die SZ stellt den Bewerber für das Amt des nächsten irakischen Staatspräsidenten vor: General Najib al-Salhi. Herfried Münkler überlegt in der FR, ob die USA mit einem Krieg gegen den Irak vielleicht nur die notorische Entwicklungsblockade der muslimischen Welt beseitigen wollen. Mit und in der FAZ hofft der Physiker Wolfgang M. Heckl auf eine Diskussion über die Nanotechnologie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.11.2002. In der Zeit lobt der Dramatiker Tony Kushner die deutsche Antikriegspolitik. In der SZ lobt der Historiker Harold James Heinrich Brüning als durch und durch ehrlichen Mann. In der taz bietet die Familie Ensslin der deutschen Forschung ihre Gehirne an. Die NZZ beobachtet, wie in deutschen Feuilletons die Systemtheorie geopfert wird. Die FAZ geißelt Roland Kochs Sparpläne für die Kultur in Hessen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.11.2002. Geradezu hysterisch findet Hans Mommsen in der SZ die Behauptung, die Krise der deutschen Demokratie nehme Weimarer Ausmaße an. Die NZZ widmet sich dem Streit um die nouveaux reacs in Frankreich. In der FR beschreibt Georg Klein den Kanon als "Tod zu Lebzeiten". Die taz probiert unglaublichen Sex. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.11.2002. Die FAZ weiß, warum Wolfgang Schüssel in den nächsten vier Jahren keine Zigarren rauchen wird. Die SZ beschreibt österreichische Intellektuelle, die sich nach den Wahlen total alien-mäßig fühlen. Die NZZ schildert das Dilemma des politischen Theaters in Afrika. Die FR sucht nach Gegenfinanzierung für die geplante politische Revolte der "Fettsäcke". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.11.2002. Die FAZ beklagt die Plünderung der Rentenkassen. Die FR beklagt das avancierte Nörgeln der Regierungskritiker. Die SZ fragt sich, warum gerade das juste milieu der alten Bundesrepublik "1989" wiederaufführen will. Die NZZ beklagt die abnehmende Bedeutung der Geisteswissenschaften. In der taz widmet sich Gabriele Goettle der Hebammenkunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.11.2002. In der FAZ prophezeit uns Michael Crichton eine fantastische Zukunft dank Nanotechnologie. In der FR fordert Kulturstaatsministerin Christina Weiss gefälligst mehr Respekt vor der Kunst. Die taz rechnet vor, wieviele Rinder, Hühner, Schweine und Schafe für einen einzigen Menschen sterben müssen: 649. Die NZZ hat Schriftsteller ins Museum geschickt. Und die SZ sucht Frankreichs linke Intellektuelle. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.11.2002. In der SZ erklärt der römische Philosoph Paolo Flores D?Arcais, warum Berlusconi kein Rechter ist. Die FR fragt, ob die Niederlande ein Apartheidsstaat werden. In der taz untersucht Claus Leggewie den Wertekonflikt innerhalb des Westens. In der FAZ erzählt Günter Gaus, wie Rudolf Augstein die FDP erobern wollte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.11.2002. Arnulf Baring und die FAZ wollen das herrschende System stürzen, behauptet die taz. Die FR ist unzufrieden mit den Dreißigjährigen, die alle wollen nur eins wollen: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Die SZ findet Gerhard Schröder als fahnenschwingenden Gewerkschafter irgendwie petrifiziert. Die Zeit stellt das amerikafreundlichste Volk der Welt vor: die Iraner. Die FAZ untersucht die deutsche Hilfe für Afghanistan. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.11.2002. Die FAZ erklärt, warum die Schließung eines Opernhauses Berlin nicht retten wird. In der taz erklärt Javier Cercas den Unterschied zwischen deutscher und spanischer Vergangenheitsbewältigung. Die NZZ beschreibt das Wiedererwachen sephardischer Traditionen in Thessaloniki. In der FR sieht der Historiker Klaus Naumann die Beziehung zwischen Zivilgesellschaft und Militär auf dem Nullpunkt. Die SZ denkt über Generationengerechtigkeit nach. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.11.2002. "Bürger, auf die Barrikaden!" ruft Arnulf Baring in der FAZ. Bürger, hütet euch vor einer "entfesselten Sprache der Krise"! ruft Erich Hörl in der SZ. In der NZZ warnt Sonja Margolina vor einem gewaltigen Rechtsruck in Russland. Die taz berichtet über die grassierende Napoleonitis in Frankreich. Die FR untersucht die Sollbruchstellen in jedem Mann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.11.2002. FAZ, SZ und NZZ liefern heute Berichte über die Freuden deutscher Akademiker: ein Ernst-Jünger-Symposium, Judith Butlers Adorno-Vorlesung, eine Tagung über die "Kampfvokabel" Barbar. Außerdem: Die NZZ begutachtet die Narben der Thatcher- und Blair-Jahre am Körper britischer Museen. Die taz berichtet über den Skandal um die antisemitische ägytische Seifenoper "Faris belaa Gawaad". Und in der FR erklärt Rocko Schamoni sich für "maximal frei". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.11.2002. Die SZ sucht in Frankfurt einen Verleger mit Profil und findet in Hamburg einen "Putin in der Brandstwiete". Für die FR ist nach dem Tod von Augstein und Unseld sowieso alles vorbei. Die taz fragt, warum die Deutschen in Afghanistan so beliebt sind. In der NZZ kritisiert der liberale Ayatollah Montazeri das Todesurteil gegen den Universitätsprofessor Hashem Aghajari. Und die wankende FAZ reißt auch noch Institutionen wie die Kirche und Harald Schmidt in den Abgrund. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.11.2002. Die SZ fragt, ob Saddam ein "Wahnsinniger ohne Bezug zur Realität" ist. Die FR rechnet mit den österreichischen Wendephilosophen ab. Die taz kennt die neue französische Chanson-Szene. Die NZZ erinnert an Diego Giacometti, Albertos kleinen Bruder. Und die FAZ setzt ihre Serie fort: "Was diese Regierung uns antut". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.11.2002. Die Zeit hat ein großes neues Ding in New York entdeckt: Antifolk. Die FAZ verzweifelt am österreichischen Wahlkampf: alles nur Sport und Spiel im Legoland. Die NZZ denkt über Ulrike Meinhofs Gehirn nach. Die FR sucht nach dem Sinn rot-grüner Regierungsbeschlüsse. Die SZ beschreibt die wohltuende Auswirkung der öffentlichen Mittelknappheit für die deutsche Physik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.11.2002. Die FAZ stellt den Genomforscher und Systembiologen Leroy Hood vor, der den Kyoto-Preis verliehen bekam. Die taz widmet sich der Pressefreiheit in Russland. In der FR unterscheidet Harald Müller zwischen folgenden Journalisten-Archetypen: Wachhund, Schoßhund und Kampfhund. Die SZ beklagt die deutsche Litanei vom Untergang. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.11.2002. Die FAZ erzählt, wie Andre Glucksmann den russischen Präsidenten Putin von seiner antiterroristischen Wolke herunterholen möchte. In der FR schildert Mircea Dinescu einige seltsame Verirrungen der rumänischen Revolution. Die NZZ berichtet über einen Streit um die Salamanca-Papiere in Spanien. Die taz lobt die britische Gegenwartskunst. Für die SZ ist das Theater bald mausetot, wenn es sich noch enger mit dem Film einlässt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.11.2002. In der taz entpuppt sich der amerikanische Philosoph Jedediah Purdy als perfekter Sohn. Die FAZ bemerkt eine Neigung der amerikanischen Demokraten zum Filibustern. Die NZZ weiß, warum Indianer in den USA wieder so beliebt sind. In der SZ wettert Günter Gaus gegen die Demokratisierung der Außenpolitik, weil sie die politische Schamlosigkeit fördere. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.11.2002. In der FAZ plädiert Hans Magnus Enzensberger für Bücher a la carte. Die FR entdeckt einen Generationenkonflikt. In der taz diagnostiziert Kurt Vonnegut die Kriegsleidenschaft der Amerikaner als Sucht. Die NZZ hört das Eis zwischen Japan und Südkorea brechen. In der SZ bewundert Ulrich Beck die Globalisierung der Globalisierungsgegner. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2002. Die Zeitungen würdigen heute ausführlich den gestern verstorbenen Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein, die "Rache des Intellektuellen an der Macht", wie die FAZ schreibt. Weiteres: die taz weiß von einer Internetsparte, die schwarze Zahlen schreibt. In der FR wirft Navid Kermani den europäischen Intellektuellen Islamfeindlichkeit vor. Die SZ hat sich auf eine Reise durch das jüdische Deutschland begeben. Die FAZ kennt das dickste Schwein in China. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.11.2002. In der Zeit erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman die zunehmenden Einkommensunterschiede in den USA für kontraproduktiv. Die taz untersucht den neuen französischen Film und findet - Arbeit. Die SZ plädiert gegen Hans-Ulrich Wehler für die Versöhnung von Islam und Verfassungsstaat. Ebenso die FR. Die FAZ findet Italien viel schlimmer als die Türkei. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.11.2002. In der SZ erklärt Haruki Murakami, warum es für einen Japaner ganz leicht ist, in die "andere Welt" zu gehen. In der FAZ zeichnet Orhan Pamuk ein düsteres Bild von der Türkei. In der taz erklärt Michael Hardt seine Vorstellung vom Empire. Die NZZ hat Ye Tingfang, den chinesischen Übersetzer Dürrenmatts in Peking besucht. Die FR widmet sich den strategischen Partnerschaften von Kulturministerin Christina Weiss. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.11.2002. Die Türkei darf nicht in die EU, fordert Hans-Ulrich Wehler in der FAZ. Die NZZ untersucht die Konsumlust junger Japanerinnen. In der FR erklärt die Soziologin Arlie Russell Hochschild, warum Bush Angst vor den Wahlen hat. Die SZ bewundert den musikalischen Regiefuror Peter Konwitschnys. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.11.2002. Die Zeitungen berichten von der Beisetzung Siegfried Unselds in Frankfurt. Der schönste Bericht steht in der Berliner Zeitung. Auch wenn man sich in Washington über die Deutschen ärgert, sind sie noch lange nicht wichtig, meint Wolf Lepenies in der SZ. Die FR feiert die Helden des Alltags in der EU. Die NZZ porträtiert zwei in Israel lebende Schriftsteller: Sayed Kashua und Alona Kimhi. Die taz geißelt Faulheit und Ignoranz westlicher Korrespondenten in der Dritten Welt. Die FAZ erzählt, wie Spanien sich an die Verbrechen der Franco-Ära erinnert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.11.2002. In der SZ beklagt Martin Walser den Tod Siegfried Unselds, in der FAZ schreibt Louis Begley noch einen Nachruf. In der taz erinnert sich Peter-Jürgen Boock an die RAF. Die NZZ denkt über Sexualität im Iran und im Westen nach. Die FR fragt: Kann Kino töten? Und die FAZ findet im neuen russischen Pressegesetz die alten Gummiparagrafen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.11.2002. In der FR sucht der Philosoph Sadiq Al-Azm nach Gründen für den islamischen Terrorismus. Die taz porträtiert Präsidenten der Bir-Zeit-Universität, den deutschen Baumeister von Bagdad und den irakischen Zahnarzt, der Günter Grass ins Arabische übersetzt hat. Die NZZ erklärt, warum der Norden mehr liest als der Süden. Die FAZ gibt eine Einführung in chinesische Lyrik. Die SZ feiert heute Allerheiligen. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen