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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juli, 2008

Genetisch erworbene leuchtende Hautlappen

31.07.2008. Die FR und die SZ berichten über chinesische Zensur und die Kooperation westlicher Organisationen- blamiert hat sich hier unter anderem das IOC. Im Freitag schreibt der Journalist Ulf G. Stuberger eine Erwiderung auf Carolin Emckes RAF-Buch: Nicht nur die Terroristen schweigen, sondern auch die Staatsorgane, besonders über ihre Unfähigkeit, die Verbrechen aufzuklären. Der Perlentaucher berichtet über eine Initiative, die einen Appell Pascal Bruckners aufgreift: Bokyottiert Durban 2. Die SZ setzt sich mit der infernalischen Karriere des Radovan Karadzic auseinander. Mehr lesen

Repressives Korsett

30.07.2008. In der Welt erklärt Anselm Kiefer, wie Stein brennt - bei Adalbert Stifter. In der NZZ zieht Abdelwahab Meddeb aus der Geschichte der christlichen Gewalt Hoffnung für die islamische Kultur. Die SZ schreibt der PDS ins Geschichtsbuch, dass Sozialstaat und Unterdrückung in der DDR ein und dasselbe waren. In der FAZ protestiert Rene Kollo gegen die Bayreuther Kundry: Die trinkt ja den ganzen Gral aus! Die taz schreibt über die mörderische Ökonomie, die die Flick-Sammlung in Berlin erst möglich machte. Mehr lesen

Kollektive Nachrichtenausbauorganisationen

29.07.2008. In ein paar Tagen beginnt Olympia. Wolf Lepenies erinnert in der Welt daran, dass das chinesische Regime immer noch die Intellektuellen schikaniert. In der FAZ greift Necla Kelek sehr scharf eine Initiative von Tariq Ramadan gegen Zwangsheirat an. Im Titel-Magazin fragt Wolfram Schütte, was Martin Walser an Geld so geil findet.  In der taz erzählt der russische Medienmogul Dmitri Lesnewski, wie er die Deutschen mit dem Vierten glücklich machen will. Mehr lesen

Lesefrüchte in Aspik

28.07.2008. Die Kritik ist soweit beeindruckt von Stefan Herheims Bayreuther "Parsifal"-Inszenierung. Aber unter dem Erfolg lauert auch Gefahr: Landet Bayreuth in der Reflexionsfalle? Andrea Breths Salzburger Dostojewski-Inszenierung löst widersprüchliche Reaktionen aus. In der taz setzt sich Gabriele Goettle weiter mit 1968 und den Folgen auseinander. In der NZZ staunt der Philosoph Carlos Fraenkel über die hermeneutische Flexibilität der indonesischen Muslime. Mehr lesen

Fein gezupftes Fleisch mit Speckschaum

26.07.2008. In der SZ erinnert sich der bosnische Dolmetscher Hasan Nuhanovic daran, wie die Holländer seine Eltern in Srebrenica in den Tod schickten. In der FR erinnert sich Andreas Maier an das Redestressklima in den Achtzigern. In der NZZ lauscht Felix Philipp Ingold dem metaphysischen Wabern Maurice Blanchots. In der Achse des Guten attackiert Richard Wagner den rumänischen Autor Mircea Cartaresecu, der ihm allzu versöhnlich über die Securitate-Spitzel schrieb. Aufbau und Abbau: Die taz befasst sich mit der Krise der mittelgroßen Verlagshäuser. Die Berliner Zeitung weiß: Chinese Democracy war nur eine schlechte Idee von Guns N'Roses. Mehr lesen

Sehr singuläre Klangerforschung

25.07.2008. In Capital empfiehlt der Werber Sebastian Turner allen Sponsoren der Olympischen Spiele ein diskretes Auftreten. Die FAZ liest die Comics von Dave Sim. Laut SZ bringt Salzburg nach Schumann und Scelsi Sciarrino. Im Deutschlandradio sieht Ulrich Johannes Schneider die Zukunft des Buchs als kursorisch, rollenförmig. In der NZZ denkt Bora Cosic nochmal über den schrecklichen Doktor Karadzic nach. In der FR sagt Handke gar nix. Die Blogs freuen sich: Sie haben einen weiteren Alternativmediziner zu Fall gebracht. Mehr lesen

Vermutungsverdächtigungsvirtuosen

24.07.2008. In der FAZ sieht Dzevad Karahasan den mutmaßlichen Alternativmediziner Karadzic als Opfer, und Beqe Cufaj sieht ihn als Täter. Die SZ leitet aus Karadzics Tarnungserfolgen Regeln für abgehalfterte Kriegsverbrecher ab: pünktliches Aufstehen, mit Bus oder Bahn zum Arbeitsplatz. De:Bug fürchtet: Das Internet, wie wir es lieben, ist ein Auslaufmodell. Martin Walser beklagt laut Capital die Verfolgung korrupter Manager als "deutsch, deutsch bis ins Mark". Die Zeit ist einem Starsystem auf der Spur, welches dazu führt, dass Journalisten zusammen mit PR-Agenten verreisen. Google erklärt, was ein Knol ist. Mehr lesen

Unheilpraktiker

23.07.2008. In der FR fragt Juli Zeh, was es bedeutet, dass die Serben selbst Karadzic festgenommen haben. Der Tagesspiegel wünscht sich nun Eile und Präzision im Verfahren gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher. In der SZ erzählt Slavenka Drakulic, wie Karadzic dem russischen Dichter Eduard Limonow ein MG in die Hand drückte und dieser tatsächlich schoss. Die NZZ beschreibt eine Initiative innerbelgischer Vökerverständigung. Mehr lesen

Ein Mephisto, der Anabolika geschluckt hat

22.07.2008. Was will Fethullah Gülen, fragt Necla Kelek in der FAZ. In der taz spricht der iranische Komponist Peyman Yazdanian über die Schwierigkeiten seines Metiers in Teheran. In der FR staunt Noam Chomsky über die US-Iranische Gemeinherrschaft im Irak. Heath Ledger ist als Joker in "Batman" gaga und nihilistisch, findet die Welt. Der Spiegel artikuliert seine Erleichterung über die Irrelevanz der deutschen Blogger jetzt auch online. Und: Die Serben haben Radovan Karadzic festgenommen. Mehr lesen

David hat keinen Stein in der Schleuder

21.07.2008. In der NZZ möchte Olivier Roy den Islam zur "reinen Religion" entwickeln. In der FR klagt Carla Bruni über ihr schweres Los als Präsidentengattin. In der New York Times annonciert Benny Morris einen israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen im nächsten halben Jahr. Don Alphonso kommentiert die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Facebook und StudiVZ. Die Blogger haben sich auch sonst sehr gern. Siegfried Lenz in der FAZ und die Welt erinnern an den Tag, der die Literaturkritik in Deutschland veränderte: Marcel Reich-Ranickis Rückkehr nach Deutschland vor fünfzig Jahren. Mehr lesen

Jenseits der Wirklichkeit

19.07.2008. In Liberation - und noch nachdrücklicher auf YouTube - fordert Ariane Mnouchkine den Boykott der Olympischen Spiele in Peking. In der taz ruft Ulrich Beck zur Gründung von Weltgewerkschaften auf. In der NZZ erinnert sich die russische Dichterin Olga Martynova an die westlichen Achtundsechziger als eine Bande gelangweilter Dummköpfe. In der Literarischen Welt erklärt Dan Diner das wachsende Interesse in Algerien für Albert Camus. Und die SZ trauert um die Überraschungen, die Heath Ledger dem Kino noch hätte schenken können. Mehr lesen

Welche Botschaft die Botschaft vermitteln will

18.07.2008. In der FAZ traut der Kulturwissenschaftler Thomas Macho dem von Christian Wulff geäußerten Unwillen zur Macht nicht über den Weg. Die SZ findet ihn ebenfalls unfassbar. Hier schildert die Historikerin Diana Pinto auch das Phänomen des neuen Antisemitismus in Frankreich. Die Welt erklärt, wie die Hammond-Orgel dank moderner Software aus Berlin um 200 Kilo leichter wurde. Die NZZ stellt ein "Manifest für eine gemeinsame" Sprache in Spanien vor und verrät auch, welche das sein soll. Mehr lesen

Streber haben keinen Soundtrack

17.07.2008. In der FR protestiert Herta Müller gegen die Einladung von Securitate-Mitarbeitern ins rumänische Kulturinstitut in Berlin, im Tagesspiegel schließt sich Richard Wagner an. Die taz wendet sich gegen weibliches Weißweinschorlegejammer über Männer, die starke Frauen fürchten. Die SZ findet die deutsche Medienpolitik nicht satisfaktionsfähig. In Spiegel Online schlägt Robert Kagan einen Demokratienbund als Gegengewicht zu den Autokratien China und Russland vor. Mehr lesen

Thema verfehlt - setzen, fünf

16.07.2008. In der Staatsopernfrage bleibt's bei Paulicks DDR-Barock. Na also, warum nicht gleich so? Mussten wir doch erstmal meckern, stöhnen die Leitmedien. Die FR sah eine erstmals geschmiedete Allianz zwischen dem alten West-Berlin und der alten Ost-Bourgoisie am Werke. Die taz erkennt Sparpotenzial: Dafür braucht man keinen Barenboim, keine Staatskapelle. Die Welt befasst sich außerdem mit 1300 Jahren Sklaverei in der muslimischen Welt. In Spiegel Online schreibt Necla Kelek über die Kurdenfrage. Und Stefan Niggemeier löst die Rätsel des exorbitanten Klickaufkommens bei welt.de, sueddeutsche.de, zeit.de und faz.net: Sie sind zugleich die Lösung. Mehr lesen

In einer kommoden neuen Welt

15.07.2008. Im Tagesspiegel plädiert der Dirigent Christian Thielemann zwar noch für den jetzigen Staatsopernsaal, aber der Streit scheint entschieden, und in der Berliner Zeitung gibt der Chef der Berliner Opernstiftung, Stefan Rosinski, der einen modernen Saal wollte, seine Niederlage schon zu. Die Welt staunt über die Lesezirkel in Großbritannien. In der FAZ verabschiedet Hans Magnus Enzensberger das gute alte Kursbuch der Bahn und artikuliert zugleich sein Unbehagen am Internet. Mehr lesen

Angst vorm Zweibettzimmer

14.07.2008. In der Welt verteidigt der Soziologe Gerhard Schulze die Rentnerin Bettina S., die sich aus Angst vor dem Pflegeheim das Leben nahm. Die FR vermisst in Peking die typischen Siheyuan der Hutongs. In der NZZ prangert der algerische Autor Rachid Boudjedra die Mitschuld des Westens am Zustandekommen des Islamismus an. Die FAZ insistiert: Türkische Mädchen haben ein Recht auf Deutschunterricht. Mehr lesen

In einer Zahnpastatube versteckt

12.07.2008. In der NZZ beweist Ian Kershaw, dass es immer noch schlimmer kommen kann als es schon kam. In der SZ erklärt Hans-Ulrich Wehler, warum die Geschichte für ihn nie ein Ende hat. In der FAZ findet der designierte Friedenspreisträger Anselm Kiefer Frieden mit sich selbst. In der FR spricht die türkische Autorin Oya Baydar über die inneren Konflikte ihres Landes. In der Welt erklärt Andre Brink, warum er seiner Heimat Südafrika treu bleibt. Mehr lesen

Nichts, nirgends, nie

11.07.2008. Plebiszit ist, wenn wenige abstimmen und viele die Folgen tragen müssen, meint Alfred Grosser im Rheinischen Merkur und ist darum gar nicht mit Jürgen Habermas einverstanden. Die taz fürchtet um die unabhängige Kulturszene in Erfurt. Die Blogs befassen sich mal wieder mit der Zeitungskrise. Die SZ besingt die Blüte der dänischen Architektur. Die FAZ wendet sich gegen Sterbehilfe. Mehr lesen

Geistige Werte der Völker Russlands

10.07.2008. Die FR hat miterlebt, wie Bundespräsident Horst Köhler gerade mal nicht da war (es ging um Tibet). In der Welt erzählt Said, warum er in Berlin nicht zusammen mit einem israelischen Kollegen lesen darf. Die NZZ berichtet, dass der russische Staat künftig wieder große Spielfilme in Auftrag gibt, um die Idee des Patriotismus zu verbreiten. In der FAZ berichtet der mongolische Autor Galsan Tschinag über die Proteste in Ulan Bator. Die Zeit porträtiert den chinesischen Umweltaktivisten Wu Lihong, der im Gefängnis sitzt. Die SZ demontiert den Intendanten des Bayerischen Staatsschauspiels, Dieter Dorn. Mehr lesen

Das Internet-Kulturklatschmagazin meldet:

09.07.2008. In der taz hat Ilija Trojanow herausgefunden, dass sich schon das Mittelalter im interkulturellen Dialog befand. Die SZ berichtet über einen nicht unpikanten Rechtsstreit zwischen Springer und FAZ. NZZ und FR feiern die Wiedergeburt von Fritz Langs "Metropolis". Mehr lesen

Rasante Blicke

08.07.2008. Die FR bedauert die Langzeitwirkung der von den 68ern instituierten Hochkultur-Idiosynkrasie. Stefan Niggemeier hat sich in dem Prozess über die Frage, wann unrechtmäßige Internetkommentare zu löschen sind, mit der klagenden Firma Callactive geeinigt. Die NZZ bedauert: Auf dem Jazzfestival von Montreux gibt es immer weniger Jazz. Die Netzeitung beschäftigt sich in ihrem Altpapier mit sich selbst. Die SZ hat beobachtet: Handke ist nicht nur für Serben, sondern auch für Sorben. Die FAZ verteidigt die Jünger-Ausgabe in der Pleiade gegen Georges-Arthur Goldschmidt. Mehr lesen

Kein Grund für Grausamkeit

07.07.2008. In der SZ erklärt der geschasste Kurator Andrej Jerofejew, wie Selbstzensur im Putinismus funktioniert. Die FR konstatiert: Wenn in den USA gefoltert wird, dann auf Anweisung von ganz oben. Heute stimmt das EU-Parlament über das "Telekom-Paket" ab. Die Blogs befürchten ein "sowjetisches Internet", in dem nicht mal Firefox ohne Behördenzertifizierung auskäme. Mehr lesen

Dieser Reinheitseifer

05.07.2008. Grenzen sind für die Feuilletons heute zum Überschreiten da: In der Welt möchte Thea Dorn mit Doping das demokratische Mittelmaß überwinden, in der SZ erteilt Martin Walser allen Siemens-Bestechern die Absolution. Die NZZ fragt sich, ob der Medienrummel der Geisel Ingrid Betancourt genutzt oder geschadet hat. Spiegel Online erschaudert vor der Datenkrake Google. Und die FAZ genießt abseits des Sternerummels still ihren Seewolf mit Meeresalgen-Gurkensalat. Mehr lesen

Riesenburger grillen

04.07.2008. In der Welt erklärt Jonathan Franzen, warum er Berlin liebt: Es ist ein Schatten seiner selbst. Die Berliner Zeitung weiß, warum es in der Berliner Staatsbibliothek künftig keinen Sinn hat, nach neuen Büchern zu suchen. Die FR rät: Keine Angst vor den Chinesen. Die NZZ blickt in die Zukunft des Kinos, die digital sein wird. Die Blogs schreiben über ein Gerichtsurteil, das Google zwingt, Nutzerdaten an die Musikindustrie herauszugeben. Mehr lesen

Kreuz und quer und vor allem weit

03.07.2008. Die Presse erklärt, was der UN-Menschenrechtsrat unter "Missbrauch der Meinungsfreiheit" versteht. Heise.de und viele Blogs wehren sich gegen neue EU-Pläne, die eine drastische Überwachung von Internetnutzern vorsehen. Zu Kafkas 125. Geburtstag preisen die Feuilletons den zweiten Band von Reiner Stachs Biografie. In der Zeit erklärt Roberto Saviano, wie die Mafia die Herzkammern der italienischen Wirtschaft eroberte. In der NZZ fragt Zafer Senocak: "Warum erfährt die türkische Aufklärung so wenig Unterstützung im Ausland?" Mehr lesen

Danton ist nicht Hitler!

02.07.2008. In der NZZ sucht Ralf Dahrendorf den Weg zum wahren Europa. Die Welt liest ein Schwarzbuch der Französischen Revolution. Die FAZ fragt: Wie stellt sich ideale Schönheit in den Hirnaktivitäten dar? In der Achse des Guten googelt Hannes Stein das Wort "Existenzrecht". Und die Medienlese nennt zehn Gründe gegen das Netz. Mehr lesen

Lächelnde Guillotine

01.07.2008. Die FR weiß, warum der Moskauer Kurator Andrej Jerofejew entlassen wurde: die Russen fürchten, dass die Kunst aufs Bewusstsein einwirkt. In der Berliner Zeitung erzählt William Gibson, wie er den Cyberspace erfand.  Die SZ stellt mit Fethullah Gülen den wichtigsten weinenden Intellektuellen der Welt vor und verabschiedet die Aufklärung gleich mit: Dieser Mann wird geachtet als Lehrer, geliebt als Führer, ersehnt als Prediger.  Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen