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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

März, 2004

Heute in den Feuilletons

31.03.2004. In der taz stöhnt Jochen Schmidt über das infantile Abkürzungskauderwelsch der Westler. In der SZ befürchtet Salomon Korn ein Kraftdreieck des Antisemitismus. Die NZZ hat in Berlin einen sozialkritischen Softporno gesehen. In der FAZ fordert Juan Goytisolo in Europa lebende Muslime auf, sich an die hiesigen Gesetze zu halten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.03.2004. Die FAZ beobachtet, wie sich die Münchner Philharmoniker durch eine Probe gähnen. In der taz erklärt der Computerspielproduzent Harvey Smith den Zusammenhang von Ethik und Geschwindigkeit. In der FR warnen Imre Kertesz und Anatoli Michailow vor einem neuen Antisemitismus. Die SZ fragt: Wer spricht eigentlich für die Muslime in Deutschland? Und alle trauern um Peter Ustinov. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.03.2004. Im Tagesspiegel erinnert der kosovarische Autor Beqe Cufaj daran, dass der Balkan zu Europa gehört. In der FAZ plädiert der Philosoph Otfried Höffe für ein Kopftuchverbot bei Lehrerinnen. Die Welt ist entsetzt von Thor Kunkels Roman "Endstufe".  In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit Alzheimer-Kranken. Die Leipziger Buchmesse wird allgemein recht freundlich resümiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.03.2004. Eine Schande! ruft die FR den Politikern zu angesichts des Rücktritts Reinhard Rürups von der Leitung der Topografie des Terrors. In der Welt erklärt uns Leon de Winter, wie wir die Islamisten glücklich machen. In der SZ stellt Richard Chaim Schneider fest: Juden leben in Europa nicht mehr sicher. Die taz bewundert das Konsenslektorat bei Wagenbachs. In der NZZ erklärt Shlomo Avineri, warum ein palästinensischer Patriot Scheich Yassin hätte töten müssen. Die FAZ feiert die Frankfurter Ausstellung zum Auschwitz-Prozess. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.03.2004. Die SZ sucht arabische Intellektuelle auf Augenhöhe. In der FR ärgert sich Ulrike Ackermann über das mangelnde Wir-Gefühl in Europa. Die NZZ besucht den Komponisten Salvatore Sciarrino. In der FAZ wünscht sich Gerhard Stadelmaier eine Lulu mit Kopf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.03.2004. In der FR sagt der Historiker Klaus Naumann eine "Rückkehr des Hobbesianischen Moments" voraus. In der SZ empfiehlt Tony Judt zur Terrorbekämpfung ein Leben, "als ob" die Demokratie nicht gefährdet werde. Die Zeit fürchtet zum wiedeholten Male Mel Gibsons Jesus-Film. Die NZZ sinniert über die Angst der Wiener vor dem Osten. Die taz sondiert pünktlich zur Leipziger Messe Trends und Tendenzen des Buchmarkts. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.03.2004. In der NZZ beschreibt Irmela Hijiya-Kirschnereit , was die Japaner in "Lost in Translation" gerne sehen und was nicht so gern. In der FAZ behauptet Ariel Dorfman, dass Pablo Neruda aus ihm gesprochen habe, um die Spanier in Schutz zu nehmen. In der SZ stellt Tanja Dückers eine Literarisierung des Politischen fest. In der FR möchte Reinhard Jirgl die Vertreibungsthematik weniger in den Medien und mehr in der Literatur reflektiert sehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.03.2004. In der FAZ leitet Paul S. Hewitt die kommenden Dramen der Weltpolitik aus den demographischen Gegebenheiten ab. Die NZZ staunt über Philippe Cauberes Pavianschnute a la Mnouchkine. In der Welt verteidigt Norman Manea die Fehler der Demokratien. Die taz teilt die Menschheit in McKinseys und echte Menschen. Die FR sucht nach dem Profil John Kerrys. In der SZ meditiert Frank Böckelmann über die Überwachung des Internetverkehrs. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.03.2004. Die NZZ findet Nabokovs "Lolita" nach den jüngsten Enthüllungen noch lesenswerter. Die taz informiert über Exekutionsmobile in China. Die SZ plädiert für einen zugkräftigen Linkspopulismus und meditiert über unsere durch Massenmord verhexte Spaßkultur. In der FAZ plädiert der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner für die Schuldfähigkeit des Menschengeschlechts. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.03.2004. In der Welt liest Georg Klein "1001 Nacht" und erfährt, dass einem Manne immer noch Schlimmeres widerfahren kann. In der NZZ erklärt Charles Simic, warum eine Elegie auf seinen Großvater aus seinem lyrischen Werk von allem möglichen handelt, nur nicht vom Großvater. In der FR erklärt Thomas Hauschild den Spaniern, was sie von den Anschlägen zu halten haben. In der taz beklagt Noam Chomsky die Inkompetenz der Besatzungstruppen im Irak. In der FAZ hält Ian Buruma die Irak-Mission der Neokonservativen für missglückt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.03.2004. In der FAZ enthüllt Michael Maar eine "Lolita" vor Nabokov. In der FR schreibt Richard Wagner, in der NZZ Wilhelm Droste, in der FAZ György Konrad über den Antisemitismus in Ungarn. Die SZ schlägt die Pauke für Nicholson Baker, der literarisch abwäscht wie kein anderer. In der taz erklärt Michael Ignatieff, warum er den Irak-Krieg nach wie vor gutheißt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.03.2004. In der Zeit erklärt Bernard Lewis, warum er an die Demokratiefähigkeit der Araber glaubt, und Richard Rorty findet den Krieg gegen den Terror gefährlicher als diesen selbst. In  der Welt plädiert Wolfgang Sofsky für einen deutschen Laizismus. Die NZZ fürchtet einen Reimport des Antisemitismus aus den islamischen Ländern. Die Berliner Zeitung beklagt den Verrat an den Berliner Symphonikern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.03.2004. Die SZ mag in Mel Gibsons Jesus-Film am liebsten den Satan. Wenn die Musik - eine Art rhythmisierter Ethnopop-Sinfonik - nur nicht so soßig wäre, stöhnt die FR. In der Berliner Zeitung versichert der am Film beteiligte Jesuitenpater William Fulco, dass das Aramäische in dem Film korrekt ausgesprochen wird. Die taz findet den Film gotteslästerlich. Die NZZ konstatiert arabische Unlust am Buchmessenschwerpunkt. Die FAZ will das Kopftuch, und in der Welt erklärt Herfried Münkler, was im Irak als nächstes zu tun ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.03.2004. Die Feuilletons sind heute in allerbester Form! In der Welt analysiert Herfried Münkler die Erpressbarkeit der westlichen Welt. In der FR berichtet György Dalos über den grassierenden Antisemitismus in Ungarn, in der Berliner Zeitung schreibt Istvan Eörsi zum gleichen Thema. Die taz konstatiert die Niederlage der russischen Zivilgesellschaft - die auch eine Niederlage der Intellektuellen ist. In der SZ warnt Navid Kermani vor einer Gleichsetzung von Islam und Islamismus und vor jenen Islamisten, die sich als Verkörperung des Islams aufführen. In der NZZ beklagt Javier Salinas die Opfer in Madrid. In der FAZ streiten Hans Ulrich Gumbrecht und Friedrich Wilhelm Graf über Mel Gibsons Jesus-Film. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.03.2004. In der SZ versucht Timothy Garton Ash, das Alte Europa aufzuwecken. Die FAZ ruft dem abtretenden spanischen Ministerpräsidenten Aznar ein paar sehr strenge Worte hinterher. Die NZZ schwärmt vom Berliner Wissenschaftskolleg. Die FR rettet den Osten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.03.2004. In der FAZ schildert Javier Marias das Schweigen in Madrid. In der NZZ beklagt Hans Haacke das  dubiose Mäzenatentum von Sponsoren. Die FR sieht im Terrorismus von Eta und Al Qaida ein voneinander lernendes System. Die taz vermisst die Autobahn in der deutschen Nachkriegsliteratur. Die SZ ruft angesichts der Bombenanschläge den Tod Alteuropas aus. In der Welt meditiert Viktor Jerofejew über Wladimir Putins magnetische Leere. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.03.2004. In der taz identifiziert Herfried Münkler die Eta als Urheber der Bombenanschläge in Madrid. Auch das FAZ-Feuilleton denkt über die Anschläge in Madrid nach. Die SZ rät zur Abschaffung der Goethe-Institute. Die NZZ beobachtet eine Roboter-Ralley in der Mojave Wüste. Viele erlebten überdies einen erhabenen Moment mit Brian Wilson.
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Heute in den Feuilletons

11.03.2004. In der Zeit nimmt Slavoj Zizek seinen ganzen Mut zusammen und trägt die Spannung in den Kern des Judentums. Die FAZ beschreibt die finstere Lebensleitung des Abu Abbas. Die NZZ sorgt sich um die dänische Volkshochschulbewegung. In der taz wünscht sich Fatih Akin, dass in türkischen Familien mehr über Erziehung diskutiert wird. Die SZ kristisiert die wunderbare Vermehrung von Kunst-Events durch intermuseale Rochaden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.03.2004. In der FAZ erwidert Werner Spies den milchigen Albinoblick der Khnopff-Medusen. Die SZ schildert einen amerikanischen Streit um Geländewagen und Vierliterautos. In der NZZ plädiert Sibylle Tönnies für eine beherzte Reform des Völkerrechts. Die taz findet nur einen, den sie mit Oliver Kahn vergleichen kann: Helmut Schmidt. Die FR stöhnt: Frankfurter Banken bauen, wie sie wollen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.03.2004. Die NZZ war Zeuge, als Jürgen Habermas aus Vernunftgründen gläubig wurde. In der taz wirft die Soziologin Angelika Poferl ihrem Kollegen Heinz Bude Geschlechtsblindheit vor. In der SZ vergleicht Laszlo F. Földenyi Ungarn mit einem unehelichen Kind. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.03.2004. In der Welt analysiert Wolf Lepenies das Verhältnis zwischen Intellektuellen und Macht in Frankreich. Die SZ verteidigt die NS-Erinnerung im Familienroman. In der FAZ krisitiert Günter Amendt die Bundeswehr, die die Drogenproduktion in Afghanistan duldet. Die taz feiert die Fernsehserie "24" als Tolstoi-Ersatz für das 21. Jahrhundert. In der FR erklärt Herfried Münkler, warum ein EU-Beitritt der Türkei in unserem Interesse liegt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.03.2004. In der FAZ beobachtet Hans Christoph Buch den blutigen Karneval von Haiti. In der Welt erklärt Natan Sznaider, warum jetzt auch Israels Intellektuelle ihre Sympathien mit den Palästinensern verloren haben. Die NZZ betrachtet die öden, eisigen, wüsten Bilder vom Mars. Die FR warnt die CDU-Frauen, vor Angela Merkel zu kuschen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.03.2004. In der FAZ wirft der Stauffenberg-Biograf Peter Hoffmann dem jüngst in der ARD gelaufenen Stauffenberg-Film krasse Fehler vor. Die SZ sieht die Verschwörungstheorien der Ufologen und der radikalen Rechten zur Konvergenz kommen. Die NZZ näht Funkchips in die Waren. Die taz erklärt uns Kwaito. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.03.2004. In der Zeit erklärt Juli Zeh, wie Schriftsteller politisch sind, während Robert Menasse die Suche nach dem revolutionären Subjekt nicht aufgeben will. Die FR findet, die Politologen sollten sich den Phrasenschaum abwischen. In der taz stellt Jan Philipp Reemtsma klar, dass nicht ihm, sondern seiner Stiftung die Rechte an Adornos Nachlass gehören. Die NZZ erinnert an die Weisheit und Tiefgründigkeit des Zaddik von Sadagora. Die FAZ und die SZ lesen Joachim Unselds Stern-Interview über Siegfried Unseld als posthumen Vatermord. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.03.2004. In der Welt erinnert der Historiker Christian Gerlach an die Kriegsverbrechen einiger Widerständler des 20. Juli. Die taz singt eine Hymne auf Fritzi Haberland. Die NZZ bedauert das Ende der neuen israelischen Geschichtsschreibung. Die FAZ stellt den Bill-Clinton-Roman "The X President" von Philip Baruth vor. In der kaum noch im Netz befindlichen SZ erinnert sich Lars Gustafsson an eine Begegnung mit Tolkien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.03.2004. Die Oscars werden allgemein recht lau kommentiert. Die taz gratuliert dem Moog-Synthesizer zum Vierzigsten. Die NZZ warnt vor wachsender Zensur im "leuchtenden Indien". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.03.2004. Der Spiegel druckt Martin Walsers offenen Brief an die Mitarbeiter des Suhrkamp Verlags außer der Leitungsebene. Die FAZ und die taz berichten: Walser darf sein Gesamtwerk nur zu Rowohlt mitnehmen, wenn Imre Kertesz sein Gesamtwerk zu Suhrkamp überführen darf. In der SZ und der FAZ finden wir lesenwerte Artikel zu Iran nach den Wahlen. Die NZZ besucht die Stelle auf den 62.230 Quadratmetern des Rütli, wo der Schwur geleistet wurde. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen