Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juli, 2013

Ludwig Erhard wurde ermordet

31.07.2013. Das Urteil gegen Bradley Manning ist nicht gerade ein Sieg für die Transparenz, meint das New York Magazine. Jezebel besäuft sich am Sprachwitz der Franzosen. Die NZZ begeht die Passerelle des trois pays. Nicht der NSA ist es gewesen, die Hippies sind schuld am Überwachungsskandal, meint der Ökonom Max Höfer in der Welt. In der FAZ erklärt Handelsblatt-Chef Gabor Steingart einem ungläubigen Frank Schirrmacher, wie die Finanzkrise gemacht wurde. Außerdem verzichtet auch die FAZ wie Springer gegenüber Google News auf die Wahrnehmung der so heroisch erkämpften Leistungsschutzrechte.

Unfreiwillige Außendienstmitarbeiter

30.07.2013. Die FAZ ist sich nicht ganz sicher: Ist Botho Strauß' neuer Essay über die Angst des Verschwindens Diagnose oder Symptom? Auch die Welt macht sich Sorgen um den Epiker das Gewesenen im Zeitalter seiner Retweetbarkeit. Die taz meldet: Springer will auch trotz glücklich errungenen Leistungsschutzrechts für Google schön bleiben. Die NZZ eruiert angesichts gefährdeter Geschäftsmodelle verschiedene Fördermöglichkeiten für die Presse. In der Berliner Zeitung staunt Götz Aly über das bayerische Gerechtigkeitsempfinden.

Trompetengleich heldenhaft strahlend

29.07.2013. "Rheingold" und "Walküre" in Frank Castorfs Benzinuniversum geben der an sich gutwilligen Kritik manche Rätsel auf. Immerhin: Teufelskerlchen Kirill Petrenko erweist sich als abgefeimter Geschichtenerzähler. Und dann ist da noch Anja Kampe. In wirres.net setzt sich Felix Schwenzel nach einigem Zögern nun einen Alu-Hut auf. Der Tagesspiegel liest Orwells "1984" tatsächlich nochmal und findet ihn aktuell. Von Untertreibungen abgesehen. Und alle verabschieden sich von J.J. Cale.

Können schöne Absichten schöner konterkariert werden?

27.07.2013. Julian Nida-Rümelin lässt Thomas de Maizière in der taz Nachlässigkeit nicht als Ausrede für Nachlässigkeit durchgehen. Die FR beschwört angesichts von Big Data und NSA finsterste Science-Fiction-Szenarien. Die nachtkritik gibt erste Entwarnung bezüglich Frank Castorfs "Ring". Greta Gerwig beklagt sich in der SZ über den jugendlichen Wildheitszwang. Der moderne Literaturbetrieb macht Autoren zu Autorendarstellern, bedauert Jochen Jung in der NZZ. Und Buzzfeed präsentiert die schwulsten Putin-Fotos.

Tradition ist eine Erfindung

26.07.2013. In der New York Review of Books plädiert Martin Scorsese für die Archivierung aller Filme. Laut Cnet fordert die NSA jetzt die Schlüssel für verschlüsselte Kommunikation, Präsident Gauck ist laut Spon beunruhigt. In der NZZ erklärt der nigerianische Autor Helon Habila, warum Künstler sich nicht an die Tradition halten sollten. Die SZ möchte von Hans-Peter Uhl und Evgeny Morozov wissen, warum ihr Fernmeldegeheimnis nichts wert ist. In der FAZ warnt George Dyson: Wer sich vor gefährlichen Gedanken schützt, schützt sich auch vor orginellen Gedanken. Außerdem erklären 32 Autoren der Bundeskanzlerin: Wir wollen nicht warten.

Die Ls sind am schlimmsten

25.07.2013. Aktualisierung: Springer verkauft Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, die Hörzu an die Essener Funke Mediengruppe, meldet Meedia. Die Welt bewundert Brünnhildes Anfangs-Hojotohos auf den geölten Stimmbändern der Catherine Foster. Die Exilkubaner werden auch immer liberaler, notiert die NZZ. Die taz lässt sich anwaltlich versichern, dass die Veröffentlichung von Geheimpapieren nicht das Urheberrecht verletzt. In der Zeit verzweifelt Ingo Schulze angesichts der achselzuckenden Reaktionen deutscher Politiker auf amerikanische Überwachungsprogramme. Die FAZ lernt in einer Paderborner Ausstellung, wie der Loser am Kreuz doch noch im Volk ankam.

Er redigiert nicht

24.07.2013. Collectors Weekly erzählt die Geschichte der lesbischen Bluessängerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Welt singt der Rapper Mohammed al-Deeb ein Loblied auf die dritte Phase der ägyptischen Revolution. Die taz lernt von Steve McQueen, was radikale Blickführung ist. In der SZ findet Jan-Werner Müller Populismusvorwürfe elitär. In der FAZ erinnert Evgeny Morozov: Niemand ist gezwungen, Google zu benutzen.

Eine Maus aus Fleisch und Blut

23.07.2013. Die taz staunt über die kulturelle Blüte im Ural. Auch Heise Online will ein Bezahlmodell entwickeln, meldet Meedia. Fünf große alte Männer der Zeit gehen ab sofort unter die Onlinejournalisten und erklären morgens ab 8 Uhr die Welt. Der New Yorker guckt Ramadan-Soap Operas mit Muslimbrüdern, die Geigen zerschmettern. Die SZ kritisiert in scharfen Worten die maximalste Intransparenz der amerikanischen Geheimgerichte. Wir verlinken auf die zehn teuersten Fotos der Welt. Das Royal Baby ist nicht dabei.

Die Farbenseligkeit, die Pianissimokultur, das Feuer

22.07.2013. Die Welt bringt Karl-Heinz Bohrers Rede zum Gedenken an die Widerständler des 20. Juli: Er fragt, warum die Deutschen sie so wenig mögen. Viel Stoff gibt's zum heutigen Götz und Henrich George-Tag, den das Altpapier sorgsam aufgelistet hat. Nun reiten auch die Kuratoren auf dem "Schaumkamm der Retro-Welle" und veranstalten Austellungen über Ausstellungen , seufzt die NZZ. In der taz schildert Geert Mak die traurige Lage im Fly-over-Country der USA. In der FAZ bringt Georg Mascolo Rezepte gegen den Abhörwahn.

Wanderprediger des Grauens

20.07.2013. In der taz und in der FAZ lotet Ulrich Beck nach Prism das Freiheitsrisko aus. In der NZZ fragt Peter Glaser, ob sich die Revolution in 3D ausdrucken lässt. Zugleich stellt sich in der noch 2D gedruckten "Mega" heraus, dass Karl Marx an den Bewegungsgesetzen der Geschichte keine rechte Freude hatte. Die Welt analysiert die Symptome der Festivalitis. Die SZ zieht zu Prism und zu Cormac McCarthy rhetorisch die Magnum.

Im Weichzeichner der Erinnerung

19.07.2013. In der taz ruft der syrische Autor Yassin al-Haj den Westen auf, endlich in Syrien einzuschreiten: "Es gibt keine gleichgewichtigen Bösen in Syrien." Die NZZ findet es ganz okay, dass die große Le Corbusier-Ausstellung im Moma seine Zeit als Berater des Vichy-Regimes nicht thematisiert. In der Welt kritisiert Gidon Kremer die Putinisten unter seinen Klassikkollegen. Die FAZ findet Götz Georges Filmporträt seines Vaters beschönigend. Und nach der Zeit wird jetzt auch die Zeit Online hinter eine Paywall gesteckt, meldet Horizont.

Das ganz Ferne steht glasklar da

18.07.2013. Die taz stellt fest, dass es Hollywood-Filme sind, die uns längst an die Idee der Totalüberwachung gewöhnt haben. Der Guardian erklärt in diesem Zusammenhang, was der Begriff  "Three-Hop-Queries" bedeutet. Thomas Stadler empfiehlt in Internet-Law ein Nachdenken über den Sinn von Geheimdiensten in Demokratien. In der NZZ erklärt Urs Widmer, warum er sich in seinen Memoiren auf die ersten dreißig Jahre beschränkt. Und in der Zeit verabschiedet sich Boris Groys vom Internet als einem Raum der Freiheit: Willkommen in der erweiterten Kampfzone.

Unabhängige Narrative, Journalismus und Aktion

17.07.2013. In der FAZ bemerkt Gerd Antes, dass die Politiker immer nur von vereitelten Anschlägen sprechen, aber nicht von all den Fällen, in denen die Geheimdienste Schäden anrichten, die sich bei mehr Daten ebenfalls vermehren werden. Roberto Saviano beschreibt in La Repubblica die mexikanische Drogenmafia als eine der effizientesten Militär- und Wirtschaftsmaschinerien der Welt. Die Welt durchleuchtet die brasilianische Protestbewegung, die sich gegen die etablierten Kräfte von links und rechts stellt. Wir bringen den Trailer zu einem Film über Julian Assange mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle.

Extrem unwichtige populäre Trottel

16.07.2013. Es gab auch schon Whistleblower, denen Amerika dankbar war, erinnert Gawker. Zeit Online wundert sich über die Untätigkeit der Politiker angesichts der britischen Spionage. In den Blogs und bei Spiegel Online wird gefragt, inwieweit in Deutschland noch von einem Rechtsstaat die Rede sein kann. New Republic und NZZ beleuchten die Lage in Ägypten und Tunesien. In der SZ erteilt der Internetforscher David Weinberger der Brockhaus-Nostalgie eine Absage. Die FAZ besucht das ehemalige Lager Maly Trostinez bei Minsk.

Als Bauernopfer nach Washington

15.07.2013. Die FAZ stellt eine Handvoll amerikanischer Politiker vor, die sich gegen das Wuchern der Geheimdienste wenden - aber auch sie interessieren sich nur für die Rechte der Amerikaner. Warum ist Innenminister Friedrich nach Washington gereist, fragen Netzpolitik und Bild: um sich zu beschweren oder um sich zu bedanken?  Die SZ analysiert den Feminismus der Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Die taz entlockt Jacques Derrida ein posthumes Interview. Die NZZ ist begeistert von der Kulturmetropole Kinshasa.

Grenze, Welle, Wolke

13.07.2013. Die Financial Times fordert Straffreiheit für den lauteren Edward Snowden und meint: Naiv sind die Verteidiger der NSA. Die SZ informiert über den umfassenden Reizwörter-Katalog, nach denen die sozialen Netze abgefischt werden: Beklagen Sie sich bloß nicht über "Grippe" oder andere "Symptome", bei "Schnee" oder in "Tucson"! Die FAZ verfolgt eine Sitzung des Gremiums, das die FISA-Gerichte kontrollieren soll. Die Welt lässt sich dagegen vom CDU-Politiker Peter Tauber erklären, warum Snowden doch irgendwie ein Verräter ist. Weitere Themen: Die SZ lernt la deutsche Vita kennen. Der NZZ offenbart sich die Substanz des Lichts.

Prism is a team sport!

12.07.2013. Outlook, Hotmail, Skype - der Guardian erklärt, wie Microsoft der NSA beim Bespitzeln seiner Kunden hilft. Unsere Existenz ist ein Provisorium, seufzt die NZZ angesichts zahlreicher Baustellen. Die taz bewundert das urbane Mosaik von Glaubensfacetten in München. Die SZ lernt von den Pet Shop Boys, Marx und Lacan: Liebe ist ein bourgeoises Konstrukt. Die FAZ fürchtet die vorsorgliche Entmachtung des Bürgers.

Die Schlange, die in Kleopatras Brust beißt

11.07.2013. In der Zeit beteuert die Kanzlerin ihre totale Ahnungslosigkeit über Prism und die fürsorgliche Belagerung durch die Briten. Geheimdienste seien auch so intransparent! Gawker berichtet über Yochai Benklers Verteidigung von Wikileaks im Bradley-Manning-Prozess. Die FAZ porträtiert die Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die Edward Snowden interviewte. Und Eugen Ruge wendet sich in seiner Eigenschaft als bloßer Ausländer an Barack Obama.

Bastard, Hühnerdieb, Pornograf

10.07.2013. Auf Spiegel Online erklärt Sascha Lobo, warum totale Überwachung in Demokratien nicht irgendwie okay ist. In Österreich dient die Vorratsdatenspeicherung gerademal zur Bekämpfung von Kleinkriminalität, weiß die taz. In der FAZ rechtfertigt Alaa al-Aswani den Sturz Mursis: Der sei ein gewählter, aber kein legitimer Präsident mehr gewesen. In der Welt sieht das Hamed Abdel-Samad ähnlich: Lange vor dem Militär habe Mursi geputscht. Außerdem porträtiert die NZZ den stachligen Architekten Rudy Ricciotti. Und die SZ stellt klar: Europas Schuldenkrise hat nichts mit Schlafgewohnheiten oder Konfessionen zu tun.

Weitere Aspekte der Neuigkeit

09.07.2013. In der Washington Post versteht Amerikas berühmtester Whistleblower, Daniel Ellsberg, sehr gut, warum Edward Snowden Amerika verließ. Der Guardian bringt neue Auszüge aus dem Snowden-Interview. Das Wall Street Journal erzählt, wie das FISA-Geheimgericht das Wörtchen "relevant" neu definierte. Die NZZ durfte die Google-Datenbrille leider nicht aufsetzen. In der FAZ attackiert Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Rotgrünen, die von Vorratsdatenspeicherung träumen.

Tänzelnd, schwebend, federleicht

08.07.2013. Die Enthüllungen über die versammelten Geheimdienstaktivitäten gehen weiter. In der FAZ fordert Georg Mascolo ein internationales Freiheitsabkommen. Auf Spiegel Online erklärt Hamed Abdel-Samad, warum die Muslimbrüder in Ägypten zurecht geschasst wurden. Aber auch die Opposition auf dem Tahrirplatz hat bezüglich des Verhältnisses von Mann und Frau noch einges zu lernen, zeigt der Guardian. Der Bachmann-Wettbewerb ist überstanden und gerettet. Die "bezaubernde Katja Petrowskaja" trifft mit ihrer Holocaust-Geschichte den allgemeinen Konsens.

Der Snowdensche Imperativ

06.07.2013. Auch Herfried Münkler hat's natürlich gewusst. Und jetzt sagt er uns in der NZZ, wie's nach Prism weitergeht: Nicht gut für Europa. Eine Initivative von Wissenschaftlern ruft die Justizministerin auf, für Edward Snowden einzuschreiten. Die taz verteidigt den klassischen Intellektuellen gegen die taz. Die New York Times versucht die Preispolitik von Amazon zu verstehen. In der Welt erzählt David Mitchell, wie es ist, mit einem autisitschen Kind zu leben. Die FAZ hat die Verkörperung des korrupten Zusammenspiels von Regierung und Privatwirtschaft persönlich getroffen. Und eins ist der SZ klar: Amerika zerfällt.

Während gleichzeitig eine Blutsuppe gekocht wird

05.07.2013. Le Monde enthüllt ein "Prism à la française". Sämtliche Telefon- und Internetkommunikation wird gesammelt und gespeichert - ohne jede gesetzliche Grundlage. In der FAZ macht die Essayistin Rebecca Solnit Google und Facebook als das Hauptroblem mit dem Netz aus, und Frank Schirrmacher fordert erneut ein europäisches Google. In der Welt spricht der malische Sänger Kouyaté über die Rolle der Griots und über den Islamismus in seinem Land. Die Berliner Zeitung, die selbst einige Entlassungen zu verkraften hatte, befragt einen Psychologen zur "Kultur des Kündigens".

Ein Schlechtfühl-Luxusangebot

04.07.2013. Für die Zeit begibt sich Clemens Setz ganz tief ins Deep Net. Außerdem schickt die Zeit  ein moralisches Care-Paket nach Amerika, das zur Zeit nicht die Energie habe, sich selbst zu korrigieren. Die NZZ verabschiedet sämtliche Freiheitsideen, die sich je mit dem Internet verbanden. Zeit.de fragt, ob Snowden zum Wahlkampfthema werden kann - für die SPD wäre das nicht so komfortabel. Der Freitag reanimiert die leider eingeschlafene Debatte um die Öffentlich-Rechtlichen. In der Homotaz erinnert sich Elmar Kraushaar an die Befreiung der Schwulenbewegung durch Michel Foucault.

Die neue Ära des Unbehagens

03.07.2013. Die Debatte um Snowdens Enthüllungen geht weiter: Muss man die Geschichte des Internets in die Zeit vor und die Zeit nach den Enthüllungen einteilen, fragt Carta. Wir verweisen auch auf das Liveblog des Guardian über den Irrflug von Evo Morales' Präsidentenmaschine. Aber es gibt auch andere Themen: Die FAZ klagt über literarische Überproduktion bei nachlassender Nachfrage. In der FAZ fordert auch Hamed Abdel-Samad mehr Säkularisierung in Deutschland. Die Welt beschuldigt die SZ des Antisemitismus auf Stürmer-Niveau.

Attacke und Versenkung

02.07.2013. Nun ist der Prism-Skandal im Wahlkampf angekommen: Sigmar Gabriel attackiert in der FAZ die Kanzlerin: "Merkel muss sagen, ob sie davon gewusst und es geduldet hat." In den deutschen Blogs ist der Ton der Debatte um Prism dagegen bisher erstaunlich resignativ. Die Welt berichtet über die Insolvenz des Insel Verlags. Die NZZ schildert die nach wie vor schwierige Lage der Journalisten in Birma. Cicero.de erinnert an die Zeiten, als die Grünen "ein Herz für Sittenstrolche" hatten. Die SZ fragt, wie sozialer Wohnungsbau heute aussehen könnte.

Mit der angemessenen Heiterkeit

01.07.2013. Jeff Jarvis kann es nicht fassen: Es ist Prism-Skandal, und die amerikanischen Journalisten fragen sich vor allem, wer als Journalist gelten und die Öffentlichkeit informieren darf. In der New York Times protestiert der Grünen-Politiker Malte Spitz gegen den Skandal, während der Guardian neue Details zur Bespitzelung europäischer Botschaften bekanntmacht. In der taz bezweifelt der NSA-Experte James Bamford, ob die ganze Bepitzelung überhaupt etwas bringt. Die Presse fragt, sich, ob man den Bachmann-Wettbewerb wirklich vermissen sollte. In der NZZ freut sich die kroatische Autorin Slavenka Drakulic trotz allem auf die EU.