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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2009

Sie hat etwas Sorgenfreies

31.12.2009. In der NZZ erzählt Alfred Brendel die unglaubliche Geschichte der britischen Pianistin Joyce Hatto, die die Musikkritiker zu Narren machte. Das Blog Under the Jacaranda Tree übersetzt Reaktionen chinesischer Intellektueller auf das Urteil gegen Liu Xiaobo. In der FR unterhalten sich Timothy Garton Ash und Evan Williams über Gerüchte, Revolutionen und Technologie. Die taz sieht in die Zukunft und erblickt den Popislam, der gar nicht wehtut. Die Welt rühmt die Kühnheit der Theaterautorin Felicia Zeller. Die SZ erklärt, was die iranischen Frauen aus der Revolution gegen den Schah gelernt haben. Und damit wünscht der Perlentaucher: Guten Rutsch! Mehr lesen

Schweinebraten zum Frühstück

30.12.2009. In der Zeit rappt  Clemens Meyer das Jahr 2009 in den Orkus, Navid Kermani hat eine optimistische Vision für den Iran, und laut Ulrich Beck kommt es 2010 zu sozialen Unruhen (mindestens aber zu Tarifverhandlungen).  In der FR weiß William Forsythe, dass er nichts weiß. In Island soll eine Informationsfreizone eingerichtet werden, meldet die taz. In der Welt erzählt der Jazzbassist Eberhard Weber, warum er mit einem Kaugummi unterm Schuh doch lieber in die Charite ging. Mehr lesen

Ein gewisses Gefühl von Helligkeit

29.12.2009. In der FR erklärt die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kozena den feinen Unterschied zwischen Romantik und Barock. Für die FAZ liest Viktor Jerofejew  einen Roman des hochrangigen Funktionärs Jurjewitsch Surkow. Die linke taz lässt sich von einem Theologen die Grenzen zulässiger Religionskritik ziehen. Mehr lesen

Große Kaliber

28.12.2009. In der NZZ beschreibt Najem Wali den jüngsten Skandal um den arabischen Booker-Preis. In der SZ sieht sich Richard Powers nach Entschlüsselung seines Genoms zum Risikomanagement verpflichtet. Die FAZ fragt sich, warum der Bürgerrechtler Liu Xiaobo so still und heimlich verurteilt wurde. In der taz besucht Gabriele Goettle die Erfurter Tiertafel, und Ma Jian sieht seine Regierung einen gefährlichen Tiger reiten. Mehr lesen

Ich muss jetzt erst einmal schlafen

24.12.2009. Der Prozess gegen Liu Xiaobo dient dem chinesischen Regime dazu, die Grenzen des Dissenses neu festzulegen, meint die New York Times. Die SZ bekräftigt ihre Minderheitenposition gegenüber der Achse des Guten. In der NZZ ruft Fatih Akin: keine Angst vor Freiheit! In der FR erinnert sich Arno Widmann an seine letzte Begegnung mit Rudi Dutschke vor dreißig Jahren. Suhrkamp kommt nach Berlin, weil dort die klugen Leute sind, sagt Ulla Berkewicz in der Berliner Zeitung. Die Welt bringt eine Weihnachtsgeschichte von Sibylle Lewitscharoff. Und damit wünscht auch der Perlentaucher: Frohe Weihnachten! Mehr lesen

Das ist doch eine großartige Geschichte!

23.12.2009. Im Freitag beschwört Alexander Kluge die Entstehung des Netzes aus dem Geist der Quanten. Reuters berichtet, dass der Prozess gegen Liu Xiaobo begonnen hat. Laut CNN wird das Urteil für Freitag erwartet. In der FAZ beschreibt Ernest Wichner den Zustand Rumäniens zwanzig Jahre nach 89 als unberechenbar. Die FR studiert ein Killer-App für das Iphone. Die FAZ bringt außerdem nochmal eine ganze Seite zum Fall Hans Heinrich Eggebrecht. Mehr lesen

Heute gibt es Hundesuppe

22.12.2009. Die Welt verliebt sich in schöne Schweine, keineswegs aber in architektonische Visionen der zugigen Mitte Berlins. In Carta plädiert der Schweizer Blogger Ronnie Grob für mehr direkte Demokratie - in Deutschland. In der Achse des Guten fordert Henryk Broder mehr Geld für ehemalige Zwangsarbeiter. In der SZ kritisiert Dirk von Gehlen den bloß kulturkonservativen Umgang mit dem Internet in Deutschland. Die Zeit baut Christoph Schlingensief einen grünen Hügel für sein Festspielhaus in Burkina Faso. Mehr lesen

Etwas zum Herumhüpfen

21.12.2009. Die Welt ist entsetzt über die späten Enthüllungen zur Vergangenheit des Musikwissenschaftlers Hans Heinrich Eggebrecht. Die taz hat ein wunderbares Last-Minute-Weihnachtsgeschenk gefunden: Reportagen aus 2.500 Jahren. Aus Anlass des Demjanjuk-Prozesses erinnert der Tagesspiegel an den Aufstand von Sobibor. Ein Gutes hat das Scheitern des Klimagipfels doch, meint die Achse des Guten: Der Sudan bekommt keine Entschädigung für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die FAZ hört Bach. Ach, und Peter Sloterdijk fordert nach Kopenhagen ein konstruktiv diabolisches Denken. Mehr lesen

Fünf Regale voll Lyrik! Dum derra dum!

19.12.2009. In der Welt prangert Juli Zeh unsere selbstgewählte intellektuelle Legasthenie an. Im Tagesspiegel erklärt Stepan Russ-Mohl den Zeitungen: Die Hölle im Netz sind die anderen. Die taz swingt in einem Buchladen in Venice Beach. Die SZ erklärt den Skyscraper Index, an dem sich der Stand einer Wirtschaftskrise ablesen lässt. Die FAZ kritisiert das geringe Interesse der Niederländer für die Massaker in ihren ehemaligen Kolonien. Mehr lesen

Denn Ahnenkult ist der wichtigste Kult

18.12.2009. Ahmadinedschad (oder irgend so einer) hat Twitter gekapert. Techcrunch legt eine Nachtschicht ein und analysiert. Was ist, wenn Google auf die Idee kommt, sein Telefon zu verschenken?, fragt Gizmodo. Ilja Braun erklärt in irights.info, wie und warum die VG Wort im Netz eigentlich nicht so richtig funktioniert, außer für die Verlage. Die SZ lässt sich von einem wächsernen Pesttoten in Neapel über die Gegenwart informieren. Mehr lesen

Mindestens ein Tag im sogenannten Spalier

17.12.2009. Die Zeit erzählt die haarsträubende Geschichte des einstigen Doyens der Musikwissenschaft Hans-Heinrich Eggebrecht - Jahre nach seinem Tod stellt sich heraus, dass er an der Ermordung von 14.000 Juden auf der Krim beteiligt war. In der Welt fordert Peter Sloterdijk eine Homöotechnik. Ars technica deckt die Kungeleien der Regierung Obama mit den Verwerterindustrien auf. In der NZZ ruft Brigitte Kronauer die Natur an. Die FAZ fragt: Wie antisemitisch ist Godard? Mehr lesen

Wenn auch der Böseste nicht verloren ist

16.12.2009. Die SZ bringt eine chinesische Rede Martin Walsers mit einer Hommage auf den Kollegen Mo Yan. Die Welt erklärt Internet-Abstinenz zum Luxusgut. Die Blogs diskutieren über den Vorstoß einiger Springer-Zeitungen, die online nur noch im Bezahlabo zu lesen sind (oder durch die Google-Hintertür).  Die taz bringt ein Dossier zum Thema Vorratsdatenspeicherung. Die Kritiker sind beeindruckt von James Camerons 3D-Spektakel "Avatar". (Aktualisiert) Mehr lesen

Perlt dabei so wunderschön

15.12.2009. Die FR erklärt die Dialektik heutiger Kapitalismuskritik in deutschen Stadttheatern. Man kann Klimaskeptiker sein und trotzdem kein Geld haben, antwortet Novo auf Attacken der FAZ. Im Iran sind zwölf Schwule zum Tode verurteilt worden - aber es entsteht auch eine Schwulenbewegung, melden die Gay City News. In der FAZ schreibt Andreas Maier eine Hommage auf Parastou Forouhar. Mehr lesen

Versonnen, berechnend, zärtlich zugleich

14.12.2009. Die SZ ruft den Fundamentalisten der Aufklärung ins Gewissen: Die Religionsfreiheit war zuerst da. In der Berliner Zeitung konstatiert die Politologin Naika Forouta: 70 Prozent der Musliminnen in Deutschland tragen kein Kopftuch. In der Welt erklärt Monika Maron, warum sie keine Angst vorm Internet hat. FR und FAZ feiern Oliver Reeses Frankfurter "Phädra"-Inszenierung. In der FAZ spricht auch Werner Söllner über seine IM-Zeit. Aufregung im Netz: Google baut ein eigenes Handy. Mehr lesen

Von Tätern, Opfern und Nichttätern

12.12.2009. Die FR fragt sich, ob es in Rumänien eigentlich je eine Revolution gegeben hat. In der Welt erklärt der Philosoph Robert Spaemann, wie undemokratisch Demokratie sein kann. Die taz reist mit Popjournalisten nach Palästina. Zeit online diskutiert lebhaft übers Filesharing. In der NYRB ruft Michael Massing zu Google rüber: Gebt was zurück! Im Tagesspiegel glaubt Gerhardt Csejka nicht, dass Werner Söllner mit seinen Berichten an die Securitate jemandem geschadet hat. In den Blogs fragt Richard Wagner, was Eva Demski mit ihrer despektierlichen Bemerkung über deutsch-rumänische Emigranten gemeint hat. Die NZZ fürchtet den Niedergang deutscher Museen. Die FAZ stellt eine Buchreihe über "Werte der deutschen Heimat" vor. In der SZ erklärt Tony Judt die jüdische Identität für eine Fiktion. Mehr lesen

Ja, was denn?

11.12.2009. In der SZ prangert Navid Kermani die westliche Spielart des Fundamentalismus an, die sich zum Beispiel im Schweizer Minarettverbot äußert. In der FAZ wendet sich Necla Kelek gegen einen Zeit-Artikel Gerhard Schröders, der mehr Toleranz für den Islam forderte. Die FAZ muss auch feststellen, dass viele Klimaskeptiker Trotzkisten waren. Die FR berichtet über das immer noch ziemlich aktive Gespenst der Securitate. Spiked Online prangert eine Klimaschutzinitiative an, die kleine Afrikaner verhüten will.   Mehr lesen

Lügen wie aus früheren Zeiten

10.12.2009. Im Freitag äußert sich Claude Lanzmann bestürzt über das Desinteresse  an antisemitischen Ausschreitungen gegen seinen Film "Warum Israel". Im Tagesspiegel spricht sich der ehemalige DLR-Intendant Ernst Elitz für eine Haushaltsgebühr statt GEZ aus. In der Zeit befasst sich Jürgen Habermas mit Michael Tomasellos "Ursprüngen der menschlichen Kommunikation". In der FR wird Nicholson Baker vor lauter Google ganz blümerant. FAZ und SZ berichten von einer Diskussion rumäniendeutscher Autoren über die Securitate - einer outete sich als Spitzel. Mehr lesen

Die Kassenhäuschen von ARD und ZDF

09.12.2009. SZ und FR erzählen die Geschichte der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar, die im Iran festgenommen wurde, weil sie an ihre ermordeten Eltern erinnern wollte. In der taz erklärt Herta Müller, was Literatur in der Unterdrückung bedeuten kann. Laut Ars technica wird die kanadische Musikindustrie verklagt - weil sie es mit den Urheberrechten nicht so genau nahm. In der FR fordert Heinrich August Winkler ein neues Verständnis von Gerechtigkeit bei der SPD. Eine Berliner Diskussion zum Minarettverbot stößt überall auf Kritik. Mehr lesen

Ihre Hoheit, Madame la Banque

08.12.2009. In der Welt empfiehlt Wolf Lepenies gegen die Krise einen guten Balzac. Marek Janowski soll das neue Berliner Superorchester leiten, aber er will gar nicht, meldet der Tagesspiegel. Die Blogs reiten auf der Google Wave mit Echtzeitsuche ins All. Die Berliner Zeitung berichtet: Bertelsmann wird jetzt Buchhändler. In der taz reicht Südkorea Nordkorea die Medikamente. FR und FAZ bringen Herta Müllers Nobelvorlesung: "Hast du ein Taschentuch, fragte die Mutter jeden Morgen am Haustor..." Mehr lesen

I love my new boobs

07.12.2009. In der Kulturpolitik werden die Messer gewetzt, fürchtet Christina Weiss in der Welt anlässlich der geplanten Abschaffung des Deutschen Symphonieorchesters. Auch die SZ ist empört. Carta meldet: Wer einen Computer, aber keinen Fernseher hat, wird künftig die volle GEZ-Gebühr bezahlen müssen. Die FR porträtiert das größte Medienunternehmen der USA: Comcast. Im Christian Science Monitor kommentiert Ayaan Hirsi Ali das Schweizer Minarettverbot. Mehr lesen

Alles ist Licht

05.12.2009. Die Berliner Zeitungen arbeiten sich an einer traurigen Sensation ab: Das Deutsche Symphonieorchester soll unter dem Dach des Rundfunksinfonieorchesters eingeschmolzen werden. Die taz badete in Licht - und zwar ausgerechnet in Wolfsburg. Die Welt ist froh über ein Urteil, das die Leser elektronischer Bücher in Bibliotheken zwingt, weiterhin handschriftlich zu exzerpieren. In der FR bekennt der FR-Verleger Neven Dumont, dass ihm Google nicht behagt. Die SZ geht d'accord mit Wired: Dem Internet ein Friedensnobelpreis. Mehr lesen

Wohlwollender Blick auf ein Desaster

04.12.2009. Cory Doctorow erklärt im Harvard Business Manager, wie er Geld verdient, indem er seine Bücher kostenlos ins Netz stellt. Die Welt annonciert den nächsten Bestseller: Rolf Bauerdicks Roman "Wie die Madonna auf den Mond kam". Microsoft wird Zeitungen keine Inhalte abkaufen, um Google auszustechen, meldet die Financial Times. Die FR lotet den stärksten Ausdruck von Freiheit aus. Im  Blog Mobylives erfahren wir, dass Roberto Bolano ein Lichtenberg-Verehrer war. Und Google hat jetzt ein Wörterbuch. Mehr lesen

Vom Text des Korans besessen

03.12.2009. Das Stadtschloss kann gebaut werden. Die Welt ist froh, denn der Entwurf ist gut. Arianna Huffington attackiert in einer langen Rede Rupert Murdoch. Wie macht man aus Buchstabensuppe eine Deutsche Digitale Bibliothek?, fragt die SZ. In der NZZ fragt Hamed Abdel-Samad, warum der Islam nicht zur Moderne findet. Die Zeit rettet die Welt, wird aber ganz grün dabei. Mehr lesen

Die Subjektivitäten selbst werden subsumiert

02.12.2009. Laut Tagesspiegel fordert Bernd Neumann ein amerikanisches Gesetz gegen Google Books. In der Welt kritisiert Tariq Ramadan das Schweizer Minarettverbot, aber auch das schüchterne Auftreten der Schweizer Muslime. Die FAZ bringt eine Liebeserklärung an Peter Doherty, auch wenn er über das Deutschlandlied nicht richtig informiert war. Und die SZ scheint versuchten Mord an Juden schon viel weniger befremdlich zu finden, wenn er surrealistisch gemeint ist. Mehr lesen

Wie sonst nur noch in Transnistrien

01.12.2009. Die NZZ sieht das Schweizer Minarett-Verbot auch als Blamage für den Journalismus. Im Tagesspiegel schreibt der Historiker Hamed Abdel-Samad: "Die Muslime sind zu empfindlich." In der FAZ erklärt Jürg Altwegg, warum er sich bei der Abstimmung enthielt. In der taz wirft Beate Klarsfeld den Deutschen mangelnde Aufarbeitung ihrer Geschichte vor.  In der FR erklärt Toni Negri, was an der Demokratie faschistisch ist. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen