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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2011

Haltung der kultischen Ambivalenz

31.12.2011. Totale Klaustrophobie: 2011 war das Jahr, in dem die Kunst die Räume eng machte, meint der Tagesspiegel. Und es war ein Jahr des Protestes. Das Blog Buzzfeed bringt die vierzig besten Protestplakate des Jahres. Die taz ist auf Drogen. Die NZZ erzählt aus der Zeit, als angehende Künstler es sich noch leisten konnten, in New York zu wohnen. Besorgt sind die Zeitungen über ein Urteil, das Fotos von Kunstwerken die künstlerische Eigenständigkeit abspricht. Beuys' Witwe freut sich aber. Ihr und allen lebenden Künstlern - und vor allem unseren Lesern! - wünscht der Perlentaucher guten Rutsch. Mehr lesen

Vollwaschgänge der Erinnerung

30.12.2011. Rückwärtsgewandt und provinziell: so sieht die Welt die Literatur in Deutschland. Und Hans Ulrich Gumbrecht stellt nichts weniger als die Überlebensfrage für die Menschheit. Die NZZ berichtet über Apartheid in Katar.  In der taz spricht Najem Wali über die Zukunft des Iraks. Die FAZ begibt sich auf den Tahrir-Platz und will die Hoffnung nicht fahren lassen. Le Monde bringt ein  ausführliches Gespräch mit dem Historiker Vincent Duclert über den Völkermord an den Armeniern. Mehr lesen

Die Sprache, die Sprache, die Sprache!

29.12.2011. In der FAZ fragt der Historiker Thomas Stamm-Kuhlmann: Warum darf man in der SPD offiziell fromm, aber nicht offiziell unfromm sein? Im Blog der New York Review of Books stellt Charles Rosen einige neue Stücke von Elliott Carter vor - mit Hörproben. In der Zeit mit Sachsen-Teil verabschiedet Clemens Meyer das Jahr der Neutrinos. Und Andrea Breth erklärt, was im Theater das schwierigste ist: der Handschlag. In Le Monde wird erbittert über das französische Gesetz diskutiert, das die Leugnung von Genoziden unter Strafe stellt. Der Völkermord an den Armeniern ist eine Tatsache, konstatiert die FR. Mehr lesen

Wie eine Wiedergeburt

28.12.2011. In Liberation macht Andre Glucksmann klar, dass Europa auch heute Dissidenten braucht. In der taz ruft Khawla Dunia zur Unterstützung der syrischen Revolution auf. In der FR meint Peter Temple, Krimis können alles, vor allem, wenn sie nicht von Zwölfjährigen geschrieben werden. Die SZ freut sich über die Wiederentdeckung Georg Seidels im deutschen Theater. Mehr lesen

Magischer Totalitarismus

27.12.2011. In der FAZ äußert sich die Hanser Berlin-Verlegerin Elisabeth Ruge optimistisch über die Digitalisierung der Buchbranche. zeit.de meldet, dass Amazon auch in Deutschland verlegerisch tätig werden will. Die Basler Zeitung staunt über die rabiate Öko-Ideologie des europäischen Hochadels. Für die taz berichtet Gabriele Goettle über die unendlichen Folgen von Tschernobyl. Laut SZ ist Jazz noch nicht ganz tot. Mehr lesen

Demo 24

24.12.2011. In der FAZ verrät Seamus Heaney das Geheimnis seiner Dichtkunst: Einfach mit Begeisterung loslegen. Außerdem berichtet sie von türkischen Reaktionen auf die französische Entscheidung, das Leugnen von Völkermorden unter Strafe zu stellen. In der taz erzählt Sibylle Berg von Weihnachten in Sankt Moritz - mit 60 Millionen Euro in der Urlaubskasse. Die SZ stellt fest, dass in England wieder Werte zählen, und Klasse. Die FR sorgt sich um die unterdrückten Völker Europas. Die Blogs stimmen sich mit Terry Gilliam und Charles Dickens auf die Feiertage ein. Und auch wir wünschen schöne Weihnachten! Mehr lesen

Ein Grund für Bildungshunger

23.12.2011. In der Welt erhofft sich die russische Autorin Alissa Ganijewa  Ideen von Schriftstellern für eine sachliche Diskussion. Le Monde zeichnet ein Portrait de famille der französischen Elektrotanzmusikszene. Der Tagesspiegel appliziert Berliner Schnauze auf Berlinhassbücher. In der FR klagt Slavoj Zizek: Man findet keine guten Bücher mehr, außer vielleicht in der Knesebeck 11. Mehr lesen

Der Bierkrug des Präsidenten

22.12.2011. Evolution statt Revolution: Im Freitag benennt Marjane Satrapi einen Unterschied zwischen dem arabischen Frühling und dem Aufstand im Iran vor zwei Jahren. Europa ist belgischer geworden, konstatiert der belgische Autor Erwin Mortier in der NZZ. Die FR erklärt, warum Drake, Frank Ocean und The Weeknd gut, aber böse sind. Und in der Zeit seufzt Martin Walser: Es hat sie gegeben, trotzdem, die deutsche Seele. Mehr lesen

Grindr macht auch nicht glücklich

21.12.2011. In der taz spricht sich Filmregisseur Thomas Heise gegen ein NPD-Verbot aus. Die Trauer über den Tod Kim Jong-Ils hält sich in Südkorea in Grenzen, berichtet die NZZ, die Kenntnis Nordkoreas aber auch. In der FAZ antwortet Götz Aly auf Hans-Urlich Wehler: Nein, der Holocaust ist nicht allein auf Hitlers "maßgeblichen Einfluss" zurückzuführen. In der Welt behauptet die "junge, liberale, weibliche, lesbische" Muslimin Irshad Manji, der Islam sei reformfähig. Die SZ warnt vor Demokratie-Illusionen. Mehr lesen

Die Sonne des 21. Jahrhunderts

20.12.2011. Harald Welzer fasst sich an den Kopf. Wo bleiben die Symposien der Soziologen über den gegenwärtigen Verfall der Politik?, fragt er im Tagesspiegel. Peter Sloterdijk entwirft dagegen im Handelsblatt einen historischen Begriff der Schuld und der Schulden. In der FAZ analysiert Gesine Schwan den auf Misstrauen und Kontrolle setzenden - und darum nicht wirklich demokratischen - Führungsstil Angela Merkels. In der SZ freut sich John Berger über Cezanne. Und wussten Sie, dass es zwei europäische Literaturpreise gibt? Mehr lesen

Dass wir es in der Hand haben

19.12.2011. Abschied von Bürger Havel. Im Guardian erinnert sich Timothy Garton Ash an seinen ersten Besuch bei Vaclav Havel, Anfang der achtziger Jahre. Wir verlinken auf viele Nachrufe und Erinnerungen in in internationalen Medien. Und auf einen Text von Vaclav Havel über Kim Jong-Il in The Globe and Mail. In der Welt erklärt die russische Autorin Natalja Kljutscharjowa, warum sich die Russen nicht mehr ducken. Mehr lesen

Stolz und ungetröstet

17.12.2011. "Erbärmliche Versager!" In der Welt schimpft Klaus Harpprecht auf die deutschen Intellektuellen, die zu Europa nichts zu sagen haben.  Die NZZ bringt Durs Grünbeins Rede über die Büchner-Preisreden Gottfried Benns und Paul Celans: Zwei Dichter auf der Suche nach dem Nicht-Gedicht. In der taz räumt Michael Hardt mit dem Mythos vom Finanzkapital auf. Die FAZ macht sich Sorgen: Je langweiliger Jean-Claude Juncker wird, desto dramatischer steht's um Europa. Mehr lesen

Weder Zigaretten noch Alkohol

16.12.2011. Christopher Hitchens ist tot. Wir verlinken auf Dossiers in Slate und Vanity Fair und Nachrufe im Guardian und der New York Times. In der Welt hält Daniel Johnson vom Standpoint-Magazin den Deutschen eine Standpauke. Im Tagesspiegel erklärt Joachim Sartorius von der Berliner Festspielen, warum er "Richard III." mit Kevin Spacey nicht nach Berlin holte. Die SZ fragt nach der Wechselwirkung zwischen Avantgarde und Pop. Mehr lesen

Sie haben heimlich Wasser abgezweigt

15.12.2011. Günter Grass' scharfe Kritik an der Rolle der Journalisten in der Debatte um Christa Wolf nach der Wende stößt in den Feuilletons auf eher laue Reaktionen. Die taz findet sie unliterarisch, die Welt geschmacklos. Die SZ erwähnt sie halb und verschweigt sie halb. Der Tagesspiegel wirft immerhin das Problem der "intellektuellen Moral" auf. Die FAZ spricht lieber über Wulff als über Wolf. In der Zeit feiert Viktor Jerofejew die Geburt der russischen Zivilgesellschaft. Und die Glaubensseite verabschiedet den Kapitalismus. Mehr lesen

Innigkeit der intellektuellen Existenz

14.12.2011. Nachlesbar entschuldigen sollen sich Frank Schirrmacher und Ulrich Greiner, wenigstens postum, forderte Günter Grass bei der Trauerfeier für Christa Wolf. Er wirft ihnen vor, nach der Wende mit "Niedertracht und Vernichtungswillen" eine Kampagne gegen die Autorin lanciert zu haben. Die FR bringt Grass' Rede. In den anderen Zeitungen hat die Attacke noch kein Echo. Gibt es eine neue Schriftstellergeneration?, fragt der Tagesspiegel hoffnungsfroh. Die Welt ist entsetzt über Rechtsextremismus in der ungarischen Kulturszene. In der SZ erzählt der britische Theaterregisseur Simon Stephens, wie das deutsche Theater ihn "ruiniert" hat. Mehr lesen

Einsamkeit, Zweifel, Verlustängste

13.12.2011. In der FAZ möchte Sigmar Gabriel die europäischen Bürger  von der Zuschauertribüne holen. Außerdem bringt die FAZ den dritten Götz-Aly-Verriss: diesmal von Hans-Ulrich Wehler höchstpersönlich. Die SZ berichtet über die Angst  ägyptischer Intellektueller, von den Mühlsteinen des Islamismus und des Militärs aufgerieben zu werden. Die taz bringt eine Hommage auf Bob Dylans Hommage auf Hank Williams. Die NZZ sammelt Stimmen russischer Autoren zu den gefälschten Wahlen. In der New York Times protestieren Autoren gegen die Price-Check-App von Amazon. Mehr lesen

Zurschaustellung von Toms Fitness

12.12.2011. Die taz porträtiert den Blogger Alexei Nawalny, der die russischen Proteste gegen Putin inspirierte. Die Welt staunt: Schon der Christie's-Katalog der Diamanten Elizabeth Taylors kostet 2.500 Dollar. Außerdem wünscht die Welt alternden Dirigenten Mut zum Abschied. Im Tagesspiegel spricht Regisseur David Wnendt über Frauen in der Nazi-Szene. Die NZZ wiegt den Kopf zu Pfitzner. Bei Holger Ehling erklärt der spanische Verleger Jorge Herralde, warum  die wichtigen spanischen Verlage alle in Barcelona sind. Mehr lesen

Schwarze Rummelplatzromantik

10.12.2011. In der Welt fragt sich Georg Stefan Troller, wie der Wiener sich vermehrt. Und Najem Wali erinnert an seinen Meister Nagib Machfus. Die NZZ findet keinen Ringlgschbüübsizza mehr im Wiener Prater. Die taz porträtiert den John Wayne der deutschen Publizistik. Im Tagesspiegel freut sich Andre Glucksmann über Putins peinliche Niederlage. Die FAZ erklärt, warum die Chinesen überhaupt keine Lust haben, in unsere Schulden zu investieren.  Mehr lesen

Die Traurigkeit eines Curtis Mayfield

09.12.2011. Hurra, F. Scott Fitzgerald ist tot - und das seit siebzig Jahren. Und damit werden die Rechte frei, und überall blüht der Gatsby auf Bühnen und in Büchern, berichtet die Welt. Die NZZ preist die HipHopper von The Roots. In der SZ spricht  Hans-Ulrich Wehler über die Eurokrise. Vergesst den Feminismus nicht, ruft die FAZ den jungen Frauen zu. Bitter schmeckt der Sieg der Islamisten in Ägypten der Welt und Achgut. Mehr lesen

Erzakademisch, wohlerzogen und lieb

08.12.2011. In der FAZ veranstaltet Sahra Wagenknecht eine machtvolle Manifestation ihrer Rezepte gegen die Eurokrise. Die SZ analysiert den Nerdbegriff der Piraten. Gawker schildert, wie Amazon seine Kunden zu Spitzeln macht. Die taz findet Jena lieb. Zu lieb. In der NZZ wünscht sich Marko Martin ein bisschen vom Licht der Aufklärung auch für Lateinamerika. Mehr lesen

In diesem Applaus lag der Misston

07.12.2011. Jena ist empört. Aber nicht über den Rechtsextremismus in der Stadt, sondern über einen Fernsehbeitrag dazu und den Imageschaden für die Stadt, berichtet die FRAi Weiwei hat für Spenden Tausende von Schuldscheinen verschickt. Viele davon stehen jetzt im Netz, berichtet die Welt. In der taz erklärt der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof, was es heißt, permanent in Angst zu leben. FAZ und taz berichten über die erstaunlich breiten Proteste gegen Putin in Russland. Mehr lesen

600 Franken pro Premiere

06.12.2011. In der Welt kritisiert Necla Kelek die Studie über Zwangsehen in Deutschland.  In Zeiten der Finanzkrisen blüht regelmäßig der Antisemtismus, schreibt Micha Brumlik in der taz. Slate stellt Joseph Epstein vor, der den Klatsch als Kunstform sieht. Atlantic Monthly bringt eine Fotoserie aus der "Exclusion Zone" von Fukushima. Die FAZ fragt, warum ausgerechnet Europa im geplanten Berliner Museum der Weltkulturen ein weißer Fleck bleiben soll. Die NZZ sucht nach Spuren von Kulturjournalismus im Netz. Mehr lesen

Europäischer Glamour

05.12.2011. In seiner in der FR abgedruckten Hannah-Arendt-Preisrede präsentiert Navid Kermani eine Perspektive für Europa: Aufnahme der arabischen Länder in den Binnenmarkt. In der FAZ hofft Hamed Abdel-Samad, dass sich die ägyptischen Islamisten in der selbstgestellten Demokratiefalle verheddern. In der SZ plädiert Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung für weiteres Schuldenmachen. In der Welt träumt Rem Kohlhaas vom starken Staat - aber nur um einer guten Architektur willen. Mehr lesen

Ich seh's doch über Facebook

03.12.2011. In der NZZ stellt die ägyptische Schriftstellerin Mansura Eseddin fest, dass alle die Revolution wollen, aber niemand die Revolutionäre. In der Welt ruft Cora Stephan die deutschen Autoren zur eRevolution auf. In der taz erinnert sich Angela Davis an ihre Vorlesungen bei Adorno, Horkheimer und Habermas. In der SZ ruft der Kameruner Fabien Yene den Europäern zu: Räumt eure Dosen selbst ein! In der FAZ erinnert Eva Menasse die "ersten Opfer Hitlers" daran, dass Georg Kreisler allen Grund hatte, unversöhnlich zu sein. Mehr lesen

Der Irrtum als Weg

02.12.2011. Abschied von Christa W.: Arno Widmann erinnert sich in der FR an ihre Kassandra-Vorlesungen Anfang der achtziger Jahre in Frankfurt: "Niemand konnte sich diesem Sog entziehen. Es war ganz klar." Frauke Meyer-Gosau (taz) fehlte zuletzt ihre Stimme im Chor der achtzigjährigen Stimmführer Habermas, Enzensberger, Walser. Tilman Krause erinnert in der Welt an die schmerzhafte Debatte um ihre Stasi-Akte, die ihre Stimme verstummen ließ. Lothar Müller schreibt in der SZ über die kranken Frauen in ihrem Werk. Mehr lesen

Und im Cafe plaudern die Kellner über Victoria Beckham

01.12.2011. In der Welt versucht Andre Glucksmann, den Westen wachzurütteln. Der Tagesspiegel bringt ein unter anderem von Glucksmann unterzeichnetes Manifest für Europa. Die NZZ hält Artemisia Gentileschi zwar eher für eine feministische Ikone, widmet ihr aber trotzdem eine Seite. In der Zeit entwirft Petros Markaris ein Panorama Griechenlands in der Krise. In der FAZ fordert Evgeny Morozov ein Netz der Bürger und Anonymität beim Musikkonsum. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen