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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juni, 2008

Unsichtbar angezapft

30.06.2008. Klagenfurt ist in Wirklichkeit ein Jammertal. Allzu mittelständisch war die dort verlesene Literatur, meint die Welt. Die Texte fielen nicht weiter auf, sekundiert die FR. So ist eben belangloser Realismus, sagt die NZZ. Nur die FAZ ist recht zufrieden mit den Texten. Die SZ lobt zumindest die Jury. Die Berliner Zeitung meldet die Entlassung des letzten russischen Kurators für moderne Kunst. Mehr lesen

Kein Plätschern mehr

28.06.2008. Die Feuilletons besichtigen Olafur Eliassons Wasserfälle in New York: Hübsche Touristenattraktion, meint die NZZ. Bescheuert, aber wunderbar, schreibt die Welt. In der FR situiert Michael Rutschky Jean Amery in der deutschen Nachkriegsbundesrepublik. In der SZ kritisiert Julie Christie das Starsystem. Die FAZ fordert vom Publikum mehr Interesse für Hirn und Pferdeköpfe. Mehr lesen

Leuchtendes zylindrisches Objekt

27.06.2008. Die Welt porträtiert die israelische Theaterautorin Yael Ronen, die in ihrem neuesten Stück den Nahen Osten und Deutschland gleich mit therapiert. Die Zeit meint: Papier bringt Qualität. Aber keine Honorare, meint der Blogger Matthias Spielkamp. In der NZZ wirbt die Historikerin Ayesha Jalal für einen erweiterten Dschihad-Begriff. In der FAZ spricht Tom Segev über das Erfolgsmodell Israel. Und Jens Reich glaubt nicht, dass Gesine Schwan die Stimmen der Linkspartei kriegt. Ist ohnehin alles Ontotextologie, meint Giwi Margwelaschwili in der FR. Mehr lesen

Hätte das menschliche Ohr einen G-Punkt

26.06.2008. In der FR kritisiert Georges-Arthur Goldschmidt die Herausgeber der "Pleiade": Die Pariser Klassikerbibliothek nimmt Ernst Jünger auf, aber nicht Thomas Mann. Die FAZ schildert eine respektvolle Begegnung zwischen Jürgen Habermas und Tariq Ramadan. Die NZZ ist abgestoßen von reichen Russen, die sich selbst als ihr eigenes Ideal ansehen. Die Zeit mag Streichquartette: Hier gilt's noch der Kunst. Mehr lesen

Die ersten wirklichen Europäer

25.06.2008. Vor dem großen Halbfinale: In der Welt bekennt Zafer Senocak seine gespaltenen - oder doppelten - Loyalitäten. Auch in Frankreich wird über Journalismus im Internetzeitalter debattiert, wie ein Artikel von Pascal Riche in Le Monde zeigt. Die FR schildert eine denkwürdige Begegnung zwischen Tariq Ramadan und Jürgen Habermas. Die FAZ macht sich Sorgen um Olafur Eliasson: je monumentaler seine Werke, desto dekorativer. Mehr lesen

Dieses Ticken der Schöpferschrecksekunde

24.06.2008. Obszön ist Peter Handkes Liebe zu Serbien, meint Jonathan Littell in der FR. "Wo treibt man in diesem Betonmeer eine Ziege auf?", fragen Anhänger des Voodookults in Bahia laut NZZ. Die Welt bringt eine Seite über die Geschichte der Sklaverei in Afrika und den USA. In der SZ streiten Günter Verheugen und Jürgen Habermas über das irische Nein. Alle nehmen Abschied vom großen Theatermann Klaus Michael Grüber. Mehr lesen

Der Mond scheint hell dazu

23.06.2008. Rainald Goetz schließt sein Blog bei Vanity Fair mit Anmerkungen über Walter Kempowski. In der Berliner Zeitung erklärt Julia Kristeva, warum sie sich für weibliche Genies interessiert. Olivier Roy sieht in der FR die Wurzeln der islamistischen Radikalisierung im Westen. In der SZ kommentiert Slavenka Drakulic die Entscheidung der UN, Vergewaltigung als Kriegsverbrechen einzustufen. Mehr lesen

Obamabananabonanza

21.06.2008. Der Klimawandel macht uns alle zu Indern, bemerkt der Filmkritiker Sukhdev Sandhu in der SZ. Die FAZ bemerkt, dass die Chinesen langsam beginnen, China zu mögen. Nicht Obama wurde diskriminiert, sondern Clinton, moniert die taz. Alles ist in Aufruhr, erfährt die NZZ von einer Schriftstellerin aus Simbabwe. Und in der Berliner Zeitung bereut Otto Waalkes die WG mit Lindenberg und Westernhagen. Mehr lesen

Wir machen den Garten

20.06.2008. Die taz stellt uns den Bhangramuffin des Apache Indian vor. Die NZZ beschreibt die Obama-freundliche HipHop-Szene. In der Welt identifiziert ein französischer Gymnasiallehrer Godot. Anlässlich des Weltflüchtlingstages wirbt die SZ für Illegal - zumindest im Theater. Die FAZ will in der Lindenoper lieber die Architektur hören als die Kunst. Mehr lesen

Amig@s

19.06.2008. Die Berliner Zeitung berichtet, dass die russische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Mord an Anna Politkowskaja nun aber endgültig als abgeschlossen erachtet. Die FR notiert "sanfte Ekstase" in Berlin über ein noch zu realisierendes architektonisches Meisterwerk im Bahnhofsviertel. In der NZZ rät Daniel Pipes zu alternativen Formen des Islam. In der FAZ äußert John Banville seine Bitterkeit über das irische "Nein". In der Zeit rät der Verleger Christoph Links: Das kapitalistische Verlagswesen soll sich mal ein Beispiel an der Zentralbücherei für Blinde nehmen. Mit Cyd Charisse-Video! Mehr lesen

Die Härte und Kälte des Alten

18.06.2008. Wild und dunkel ist Josef Winklers Kärnten. Die FR überschreitet mit dem designierten Büchnerpreisträger die Grenze zum Animalischen. Teile der Welt lehnen dies aus sittlich-ästhetischen Erwägungen ab. Wenigstens spreizt Winkler nicht den kleinen Finger ab wie Mosebach, meint dagegen der Tagesspiegel. Die FAZ findet Winkler zwar unzeitgemäß, aber darum noch längst nicht groß. Die taz porträtiert die amerikanische Essayistin Joan Didion. Mehr lesen

Wir flogen Business Class

17.06.2008. In der SZ lobt Jürgen Habermas die Iren für ihr Nein und fordert Referenden in ganz Europa. Außerdem ist die Zeitung unzufrieden: Die Städte werden hübscher, aber niemand kann sich mehr leisten, in ihnen zu wohnen. Die Welt unternimmt einen Rundgang durch europäische Opernhäuser und empfiehlt Umbau. Auch die taz war mit Daniel Barenboim in Buenos Aires. Und sie sagt auch, wer's bezahlt hat. Die FAZ informiert über die IM-Tätigkeit Lech Walesas in den siebziger Jahren. Mehr lesen

Sei Perser!

16.06.2008. Die Feuilletons beschäftigen sich weiter mit dem Abbau von Aufbau. Sie kommentieren ein Spiegel-Interview des Aufbau-Verlegers Lunkewitz, der sich gegen Kritik verteidigt. Die SZ bringt außerdem einen gepfefferten und ganzseitigen Aufsatz des Verlegers. Die taz bringt einen irlandkritischen Artikel. Der Tagesspiegel zur Staatsoperndebatte: Avantgarde, ja bitte! In der FAZ beklagt A.L. Kennedy den Niedergang der britischen Kultur wegen der Marktwirtschaft. Mehr lesen

Texturelle Umorganisation

14.06.2008. In der FAZ wendet sich Monika Maron gegen einen Pakt von PDS und SPD, und sei er für Gesine Schwan. In der NZZ spielt Peter Sloterdijk Fußball mit der größten aller denkbaren Kugeln und sie mit ihm. In der Achse des Guten fragt Richard Wagner: Warum entziehen sich die Iren ihre eigene Geschäftsgrundlage? Spiegel Online lanciert eine Debatte über den Klimawandel und den angeblich zu suchenden Einklang mit der Natur Mehr lesen

Ich sag so gerne du zu dir

13.06.2008. In der Berliner Zeitung äußert sich der DDR-Germanist Dieter Schlenstedt empört über die Reaktion der Westmedien auf die Enthüllungen über Erwin Strittmatter. Außerdem schreibt Jenny Erpenbeck einen Nachruf auf ihre eigene Mutter, die Übersetzerin Doris Kilias. Die taz beschreibt, wie die ARD mit "Julia, Wege zum Glück" im Internet ihren Volksbildungsauftrag erfüllt. In der Welt plädiert Daniel Barenboim für einen modernen Staatsopernsaal. In der NZZ erzählt Patti Smith, wie ihr Hillary Clinton das Herz brach. Keine feuchten Augen bei der Beerdigung des Kursbuchs. Mehr lesen

Die Liebe, immer wieder, immer noch

12.06.2008. Die NZZ legt eine neue Serie zum Islamismus auf: ein Ex-Islamist fragt, wo die Märtyrer des Pluralismus sind. Die FR lernt denken mit Josef Ackermann: Die CSR ist Teil der DNA der DB. Richard Wagner nimmt in der Achse des Guten Abschied vom Kursbuch. Die FAZ beklagt die Abwicklung der letzten Reste der DDR-Architektur. Mehr lesen

Hirngerechtes Lernen

11.06.2008. In der Welt sieht Rolf Schneider die Enthüllungen über die SS-Mitgliedschaft Erwin Strittmatters als weiteren Beweis für die Verlogenheit des Antifaschismus in der DDR. Karl Corino äußert in der FR dagegen Verständnis für Strittmatter. Die SZ staunt: In New York darf die mittlere Architektengeneration nochmal Revolution machen. In der FAZ erfahren wir von Gesine Schwan: "Dissens ist kein Unfall der Demokratie." Mehr lesen

Selbstironischer Ich-Umkreiser

10.06.2008. Die taz hat herausgefunden: Judy Garland war im "Zauberer von Oz" auf Speed. Alle trauern um Peter Rühmkorf. Matthias Politycki nennt ihn auf spiegel.de "herrlich hallodrihaft". Die SZ sucht das Politische im Dichter. Für Reich-Ranicki war Rühmkorf ein Dichter der Gasse und der Masse. Die NZZ erinnert an den Zürcher Literaturstreit vor langer langer Zeit. Mehr lesen

Wetlands

09.06.2008. In der Times plädiert Bob Dylan für Barack Obama. Und durch die New York Times dringt Charlotte Roches "cri de coeur" bis in die Vereinigten Staaten. Die FR findet den von der Türkei finanzierten Frankfurter Lehrstuhl für islamische Religion höchst problematisch. Die FAZ outet den SS-Verschweigefall Ost: Erwin Strittmatter. Die SZ hat herausgefunden: Pop zitiert heute unironisch. Die taz forscht in Hongkong nach dem Schicksal des Cantopop. Mehr lesen

Herz und Stimme zittern mit

07.06.2008. In der NZZ findet der in Peking bauende Architekt Jacques Herzog, dass man China die Demokratie nicht aufzwingen dürfe. In der FR will der Schriftsteller Ma Jian trotzdem nicht das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens vergessen. In der Welt erzählt Ruth Westheimer, wie sie Scharfschützin der Haganah wurde. Die SZ erklärt, wie man aufmerksamkeitsökonomisch den großen Reibach macht. Die taz beklagt die Metaphernautomatisierung Walter Benjamins. Und in der FAZ porträtiert Sarah Khan einen kommenden Fußballstar. Mehr lesen

Zwei gleichermaßen abgestorbene Kulturen

06.06.2008. In der FAZ prangert der sudanesische Übersetzer Daoud Hari die Gleichgültigkeit der Welt und die Komplizenschaft der Chinesen bei den Morden in Darfur an. Die Welt recherchiert: Die Fernsehanstalten geben ihre Enttäuschung über allzu knappe Gebühren als Gagensenkung an Schauspieler weiter. Die Berliner Zeitung beschreibt konfliktuelle Komplizenschaft bei Springer. Luc Bondys Wiener "Zofen"-Inszenierung sorgt für schärfste Kritikerprosa. Die SZ staunt: Dubai hat den höchsten Eiffelturm der Welt. Mehr lesen

600 Kilogramm Nutella

05.06.2008. Viele finden die Friedenspreisentscheidung für Anselm Kiefer mutig. Nur die taz ist doppelt skeptisch. Und die FR befremdet. Die SZ besucht einen Friedhof für gekillte Youtube-Videos. Im Freitag sagt Jakob Augstein, was er mit dem Freitag machen will. In der Zeit sagt Rem Kohlhaas sinngemäß etwa so: "Wenn mich die Chinesen so klasse bezahlen, dann ist das doch die Schuld der kritischen Medien." Mehr lesen

Riesige Filtztiere behindern das Durchkommen

04.06.2008. Die Welt hat in einer Ausstellung über ein Massaker vor 7.100 Jahren festgestellt: Die edlen Wilden waren zwar wild, aber nicht edel. In der FAZ erinnert sich Marcel Reich-Reinicki an die drückende Atmosphäre in der Bundesrepublik vor 50 Jahren. Die FR meint: Kunstpreise sinken nicht, solange die Globalisierung steigt. Die Berliner Zeitung klagt über Schwabenhass. In der taz stellt Bahman Nirumand den iranischen Philosophen Abdolkarim Soroush vor, der die Autorschaft des Korans in Frage stellt.  Mehr lesen

Ein salziger Strom von Epitheta

03.06.2008. Ein Gernegroß: Die Welt geht sehr hart mit Aufbau-Verleger Bernd Lunkewitz ins Gericht. Auch Richard Wagner schickt ihm im Tagesspiegel keine Freundlichkeiten hinterher: "Er ist als Mäzen auf der Flucht und als Gläubiger im Anmarsch." Über die Ukraine denkt Wagner ebenfalls nicht so gut und macht es in der NZZ bekannt. Alle würdigen, wie Yves Saint Laurent die "Geheimnisse der männlichen Uniform in das frivole Reich der Seiden" zog. Huffington Post und Gawker wissen, wen Bill Clinton 'sleazy', 'dishonest', 'slimy' und einen 'scumbag" nannte und warum und mit wem er verheiratet ist. Mehr lesen

Er hat das ästhetische Territorium verlassen

02.06.2008. In Spiegel Online schreibt Matthias Matussek einen wutschnaubenden Offenen Brief an Alice Schwarzer. Die Welt warnt vor schwerwiegenden kulturellen Missverständnissen bei der Kontaktaufnahme mit unbekannten Völkern. Die FR findet: Pina Bausch geht weit zurück, aber geht sie auch zu weit? In der NZZ spricht der australische Philosoph Peter Singer über Kindstötung. Die FAZ findet die neue Kölner Moschee nach außen offener als nach innen. Die New York Times bringt bereits einen ausführlichen Nachruf auf Yves Saint Laurent. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen