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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2012

Klickstrecken mit Zitaten

31.08.2012. Die FAZ erzählt die sensationelle Geschichte eines von einem Nazikonkurrenten versteckten und nun wieder aufgefundenen Manuskripts Erwin Panofskys. Beim Thema Beschneidung lässt sich Ludger Lütkehaus in der NZZ von Kant inspirieren: "Handle stets so, dass du deine Kinder nicht ohne Not religiös determinierst!" Stefan Niggemeier findet in seinem Blog noch eine Menge anderer Applikationen für ein Leistungsschutzrecht. Die Welt ist gefesselt von Freiheitsforscherin Ulrike Ackermann. Die taz schickt eine erste Kolumne vom Filmfest Venedig: über Xavier Giannolis kulturkritischen Film "Superstar". Mehr lesen

Das Internet war eine Episode der Freiheit

30.08.2012. Der Perlentaucher verzichtet heute zum ersten Mal auf seine Presseschau, weil wir glauben, dass Internetmedien gegen die Berichterstattung der Printmedien zum Leistungsschutzrecht die Idee einer freien Zirkulation von Informationen hochhalten müssen. Das von der Bundesregierung angedrohte Gesetz ist ein Einschnitt in der Geschichte der deutschen Öffentlichkeit. Mehr lesen

Unabhängigkeit und so Gedöns

29.08.2012. Die FAZ bringt ein ureuropäisches Stimmengewirr von Autoren zur Krise: Da gibt's die spirituelle Fraktion, die revolutionäre Fraktion, die indifferente Fraktion. Aber nur einer spricht von Selbstverantwortung. In der SZ ärgert sich Liao Yiwu über westliche Sinologen, die immer wieder das Regime in China verteidigen.  FR und SZ fragen, ob Judith Butler trotz ihrer Unterstützung für die Israel-Boykott-Bewegung den Adorno-Preis bekommen soll und finden: ja beziehungsweise nein. Irights.info stellt den neuesten Entwurf für ein Leistungsschutzrecht vor: Aggregatoren brauchen wieder eine Lizenz zum Zitieren. Mehr lesen

Einfach nur so ein Lied

28.08.2012. In der NZZ schreibt Osteuropa-Historikerin Monica Rüthers über den neuen Feminismus in Russland und der Ukraine. Die Welt erzählt von der feindlichen Übernahme eines Films über die Treuhand. In der FR fragt Götz Aly, warum der von den Nazis ermordeten Behinderten nur so schüchtern gedacht wird. Laut FAZ geschah in Weimar ein Wunder: das Wunder der Aria. In der SZ erklärt der Harvard-Professor Jeffrey F. Hamburger, warum ihm die Pläne für die Berliner Gemäldegalerie ein solches Unbehagen bereiten. Mehr lesen

Die sich so erholsam räkelt

27.08.2012. Für die taz spricht Gabriele Goettle mit der Frau von der Fürsorge. In der NZZ jongliert  Martin Walser wieder mit Hölderlin-Zitaten. Diesmal geht's aber nicht um Europa, sondern um Religion. Atheisten in Amerika geht's schlecht, stellt good.is fest: Sie sind die einzige Gruppe, die jeder in diesem Land noch offen verabscheuen darf. Die Welt ging nach Baden-Baden und fand dort Luxe, calme et volupté: allerdings nur im Museum. Das Niemanlab stellt fest: Die Zeitungen sind noch gar nicht tot, da geht's den Homepages an den Kragen. Außerdem betten wir die Berliner Rede von Tim Berners-Lee ein. Mehr lesen

Ich dementiere energisch

25.08.2012. In der NZZ wirft Christian Saehrendt der Documenta intellektuelle Verlogenheit vor. Die Welt sieht Simon Rattle verloren für blaugespülte amerikanische Sponsorenwitwen. In der FR widerspricht die Comic-Künstlerin Marie Marcks ihren Laudatoren. Vielleicht könnten die Feuilletons zur Abwechslung einfach mal mal einen guten Krimi besprechen, schlägt Thomas Wörtche in der taz vor. In der SZ hält der Jurist Reinhard Merkel fest: Es gibt keine juristische Rechtfertigung für die Beschneidung von Kindern, höchstens eine politische. In der FAZ erzählt Alexander Kluge eine Arztgeschichte. Laut New York Times ist Apple der Weltherrschaft einen Schritt näher gekommen. Mehr lesen

Verhängnisvolle Interaktion

24.08.2012. In der Welt unterstützt Richard Herzinger den Vorschlag, den 23. August  - den Tag der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts - zum Gedenktag für alle Opfer des Totalitarismus zu machen. Die SZ freut sich, obwohl es ja auch irgendwie traurig ist: die beste Jazzplatte des Jahres stammt aus dem Jahr 1979. In der FAZ geht die Debatte über den Westen und Syrien weiter. Die taz wirft einen Blick auf die Theaterszene in Argentinien. Die NZZ wirft dem Internet Feuilletonismus vor.  Mehr lesen

Im Schneckengehäuse der trudelnden Medieneffekte

23.08.2012. In der NZZ vermisst Kurt Drawert eine Kultur des Scheiterns. Buzzfeed enthüllt, wie Google mit jenen Mitarbeitern umgeht, die für die Firma Tag für Tag finsteren Content wie Kinderpornos und islamistische Snuff  Movies löschen. Thomas Steinfelds Krimi "Der Sturm" muss sich jetzt vor dem unbestechlichen Auge der Literaturkritik bewähren, findet Hans-Ulrich Gumbrecht im Freitag. Was werden die Leser die FAZ und SZ denken, die über diese Geschichte noch gar nicht informiert wurden?, fragt die FR. In der Zeit träumt Sibylle Lewitscharoff vom großen Europa-Roman. Mehr lesen

Selbst der Lärm ist kontrolliert

22.08.2012. Welt, SZ und FAZ sind hin und weg von Zimmermanns "Soldaten" in Salzburg, die Ingo Metzmacher kongenial dirigiert: wunderfein wie Mondscheinmusik, rühmt die Welt. Geht immer bis an die Ränder des Stimmumfangs, schwört die SZ. Diese Musik brüllt uns an, freut sich die FAZ. Außerdem: In Rumänien kann man wieder offen seine Liebe zu Ceausescu bekennen, berichtet die NZZ. In der Abendzeitung probt Joseph von Westphalen korrekte Umgangsformen im Zeitalter von Multikulti. Mehr lesen

Triftiger Teil des Wagner-Museums

21.08.2012. In der FR fragt Götz Aly, warum eigentlich immer Wähler linker Parteien Rinks und Lechts verwechseln. Die NZZ macht klar, dass die meisten Russen das Urteil gegen Pussy Riot völlig okay finden. Im New Statesman erklärt John Banville, warum es so schwierig ist, über Sex zu schreiben. In der FAZ spricht Martin Walser dem Euro und Hölderlin sein Vertrauen aus. Mehr lesen

In der Alpenwelt von Ozeanriesen träumen

20.08.2012. Die Welt berichtet von der demütigenden Prozedur der Urteilsverkündung im Pussy-Riot-Prozess. The Next Web stellt eine Studie über die Zukunft der journalistischen Formen vor. In der SZ plädiert der Ex-Generaldirektor der Staatlichen Museum in Berlin, Peter-Klaus Schuster, für die Berliner Museumsrochade. Im Focus verrät Romancier Thomas Steinfeld, welche schillernde Medienfigur sich tatsächlich hinter der zerstückelten Leiche aus "Der Sturm" verbirgt. Die Ruhrtriennale-Aufführung von John Cages "Europeras" stößt bei der Kritik auf höchst unterschiedliche Reaktionen. Mehr lesen

Das Fleischrosa dieser Servietten hier

18.08.2012. Russland ist ein Papiertiger, ruft die taz nach dem Urteil gegen Pussy Riot  und ist sich mit allen anderen Zeitungen einig.  Nichts Gutes  bedeutet die Kaperung der Kriminalliteratur durch Feuilletonisten und Verleger fürs Genre selbst, meint Cora Stephan in der Welt.  In der NZZ klagt der in Kuwait lebende Autor Ibrahim Farghali über die Rezeption arabischer Literatur im Westen: Nur Klischees würden goutiert, nicht Qualität. In der FR spricht Thomas Demand über seine Kunst. Die FAZ warnt vor vorschnellen Urteilen über Günter Wallraff. Mehr lesen

Nur weiße Nahrung

17.08.2012. In der FAZ erzählt Liao Yiwu, wie er in chinesischen Gefängnissen schrieb. Die FR würdigt die düstere Schönheit der Romane V.S. Naipauls. In der Paris Review erklärt Jorge Luis Borges, wann er im Kino weint. Ein letztes fernes Wetterleuchten gilt der Affäre um Thomas Steinfelds Roman "Der Sturm": Die taz bedauert den "Rohrkrepierer" und hätte gern einen richtig guten Schlüsselroman übers Feuilleton. Die Welt fragt: Was ist ein nicht normales Ich? Die SZ interviewt Michail Chodorkowskij zum Fall Pussy Riot. Das Urteil wird für heute erwartet. Wir bringen das Soli-Video von Peaches. Mehr lesen

Im Grunde unfassbar spektakulär

16.08.2012. SZ und FAZ sind eigentlich die einzigen Zeitungen, die nicht darüber berichten: SZ-Kulturchef Thomas Steinfeld hat sich inzwischen als realer Autor von "Der Sturm",  aber nicht als fiktiver Mörder des FAZ-Kulturchefs Frank Schirrmacher bekannt. Die Welt und der Freitag nehmen ihm das aber nicht ab. Laut Postillon entwickeln Sprachwissenschaftler das Futur III, um Gespräche über den Berliner Flughafen zu ermöglichen, für den laut SZ niemand verantwortlich sein will. Die Zeit hat eine große Mehrheit unter europäischen Autoren gefunden: Alle lehnen die deutsche Sparpolitik ab. Die FAZ ist unterdes mit dem Google-Auto unterwegs. Mehr lesen

Skrupel haben sie keine

15.08.2012. Nur Dichter interessieren sich nicht für Copyright, seufzt Tim Parks in der New York Review of Books. Deutsche Verlage lassen ihre Bestseller am liebsten vom eigenen Personal oder befreundeten Journalisten schreiben, notiert die Welt anlässlich der Affäre Steinfeld/Schirrmacher. In The Awl erklärt Marina Abramovic, warum Besucher in ihrem neuen Performance-Institut sechs Stunden in einen Rollstuhl geschnallt werden. In der FAZ erklärt Hubertus Knabe, warum Folteropfer in Tunesien keine Chance auf ein Ermittlungsverfahren haben. Laut Meedia und Stefan Niggemeier knickt das Bundesjustizministierum in Sachen Leistungsschutz gegenüber den Verlagen nun doch wieder ein. Mehr lesen

Ein Denkmalsturz im Schafspelz

14.08.2012. Die Welt ermittelt: Die Leiche in Per Johanssons Krimi "Der Sturz" ist zwar zur Unkenntlichkeit entstellt. Sie sieht aber Frank Schirrmacher sehr ähnlich. Aber wer genau ist Per Johansson? Etwa Thomas Steinfeld? Dahinter verblasst die Realität zwar, aber dennoch ein paar Hinweise: In der FAZ plädiert Hans-Gert Pöttering für das Europäische Parlament. Die Berliner Gazette fragt nach der Funktion des Feuilletons. Laut Slate ist Twitter schuld an der erbärmlichen Freundlichkeit der amerikanischen Literaturkritik. Und die SZ beschäftigt sich mit einem Bestseller von Jonas Jonasson. Mehr lesen

Abgeklärt aufgeklärte Äffchen

13.08.2012. In der Welt erklärt der Rapper EES, warum europäische Popmusik in Namibia gern etwas langsamer rezipiert wird. Die FAZ und die FR amüsieren sich sehr mit Peter Sloterdijk, obwohl er weder über die Feuilletons noch über die Denkerkollegen Freundliches zu sagen hat. In der NZZ hat Hans Pleschinski kein Problem mit dem Männermangel in Sibirien. Die FAZ bringt ein Tagebuch der syrischen Autorin Rosa Yassin Hassan aus dem Bürgerkrieg. Das Blog Designboom macht die regenerative Wachslampe der Designerin Merve Kahraman an - und sie tropft. Mehr lesen

Mit Wonne romantische Banausen

11.08.2012. In der FAZ lässt Meinhard Miegel die finale Krise hinter sich. Die taz legt die Wurzeln des Luchterhand Verlags frei, dessen Erfolg auch auf einer Arisierung beruht. Die Welt fragt, warum Literatur in ARD und ZDF nur noch mit kleinster intellektueller Münze berechnet wird, und der frühere Direktor der Gemäldegalerie Peter-Klaus Schuster verteidigt den geplanten Umzug des Hauses: Die Museumsinsel ist doch keine Schaubudennummer! Und die FR spürt noch immer Sam Fullers lyrische Faustschläge. Mehr lesen

Aber dafür lecker Catering

10.08.2012. Die NZZ macht sich Sorgen um das Kulturerbe in Aleppo. Das Rechercheblog der WAZ hätte vom Bundesinnenminister gern erfahren, welche Medaillenbilanz er in London erwartet hat. Aber der Minister will's auf Teufel komm raus nicht sagen. In der Welt erklärt Katharina Wagner, mit welchen Symbolen Jonathan Meese in Bayreuth wird spielen dürfen und warum. In der FAZ ist Otfried Höffe sauer auf die sanfte deutsche Diplomatie in der Eurokrise. Die SZ meint: Teuer wird es so oder so. Mehr lesen

Großer Mythen-Rührquark

09.08.2012. In Glanz & Elend wirft Hermann-Hesse-Lektor Volker Michels Marcel Reich-Ranicki vor, dass er Hesses Ruf nachhaltig habe schädigen wollen. Ist denn wirklich nichts ernst?, fragt die taz nach einem Welt-Artikel über Jonathan Meese. Matthias Küntzel macht in einerm Perlentaucher-Artikel antisemitische Töne in der Debatte um Beschneidung aus. Die FR berichtet vom sogenannten Prozess gegen Pussy Riot. In der Zeit ruft Jonathan Zittrain nach wütenden Nerds gegen Apple. Und Punk lebt jetzt Dänemark. Mehr lesen

Ehrfürchtige Zusatzattribute

08.08.2012. In der FAZ erklärt Wolfgang Marquardt vom Wissenschaftsrat, warum man in Bibliotheken auf Papier kopieren muss, obwohl es auch dort schon das Internet gibt. In der taz rät Georg Seeßlen zur Abschaffung des Feuilletons. BoingBoing präsentiert ein bisher unbekanntes Farbfoto von Abraham Lincoln. Und nach Lektüre der Welt stellt sich die Frage: Warum darf  Evgeny Nikitin trotz Übermalung des Hakenkreuztattoos nicht in Bayreuth singen, obwohl Jonathan Meese, der "am Faschismus das Unwichtigwerden des Einzelnen" liebt, dort den "Parsifal" inszenieren darf? Mehr lesen

Nicht sogleich. Aber demnächst

07.08.2012. Auch in seiner abgeschwächten Version ist der Regierungsentwurf für ein Leistungsschutzrecht überflüssig, findet Till Kreutzer auf rights.info. In der NZZ warnt Historiker Ahlrich Meyer nicht-deutsche Länder vor zu großer Bußfertigkeit in bezug auf den Holocaust. In der taz erklärt David Weinberger die neue Wissenskultur im Internet. In der FR sind sich Buch, Grass und Walser einig: Früher war alles besser, und man selbst war eine moralische Autorität. In der Welt erweitert Heiner Goebbels den Kulturbegriff. In der FAZ verteidigt die Grünen-Politikerin Agnes Krumwiede Gemas gute Gründe gegen Googles Gier. Mehr lesen

Bebrillt vor einem Bruegel

06.08.2012. Die Welt findet: Die Documenta ist buchstäblich zergangen, und das ist gut so. Die SZ erlebte die Wiederauferstehung der Beach Boys. Im Tagesspiegel gibt Noam Chomsky dem internationalen Propagandasystem Auskunft über Hugo Chavez. Cargo erlebte mit, wie Leos Carax und Kylie Minogue in Locarno die Aussage verweigerten.  Die FR staunt mit Liao Yiwu über Christen in China. Mehr lesen

Durch Verkunstung entschärft

04.08.2012. In der FAZ rufen Jürgen Habermas, Peter Bofinger und Julian Nida-Rümelin dazu auf, die Parallelwelten des Finanzkapitalismus wieder in die Demokratie zu integrieren. David Grossman stellt sich zudem gegen einen israelischen Angriff auf Irans Atomanlagen. Die Welt trauert mit Jonathan Littell um die syrische Freiheitsbewegung, die auch vom Westen im Stich gelassen wurde. In der taz erinnert sich Ex-Mossadchef Zvi Samir an das Olympia-Attentat in München vor vierzig Jahren und die dilettantische Arbeit der Polizei. Die NZZ erzählt, wie die Chinesen über Tirana nach Paris kamen. Und in der FR träumt Arno Widmann noch einmal von Marilyn Monroe. Mehr lesen

Amor, amor, amor

03.08.2012. Die Welt erinnert die Kritiker des Umbaus der Gemäldegalerie an ihre Lobeshymnen für eben diesen Plan vor 13 Jahren. In der NZZ versteht der Biochemiker Gottfried Schatz nicht mehr, was im Cern passiert. Die SZ bewundert das neue Traumpaar der Oper, das sich in der Salzburger "Boheme" zusammenfand. In der FAZ wirft Gertrud Höhler Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre "Ego-Karriere" vor. Mehr lesen

Sommersuperkitsch

02.08.2012. Die Welt folgt dem Flug der Fliege in einer Berliner Fluxus-Ausstellung. In Syrien ignoriert die Kulturszene die sich vertiefenden religiösen Spaltungen, berichtet die NZZ. Das Thema Beschneidung kann nicht allein rational diskutiert werden, warnt der Psychiater Egon Fabian in der Jüdischen Allgemeinen. Hitchcocks "Vertigo" hat Orson Welles' "Citizen Kane" als besten Film aller Zeiten abgelöst, meldet Sight & Sound. In der FAZ möchte Peter Gauweiler aus der EU eine Schweiz der Welt machen. Bis die steht, sammeln die Tschechen lieber Pilze, erklärt Jaroslav Rudiš. Die Zeit denkt über beachtungshungrige Killer nach. Mehr lesen

Ruhm, Ehre, Geld

01.08.2012. Die FR spürt einen antiprogrammatischen konservativen Geist durch Salzburg wehen. Die SZ lässt uns heavymetalmäßig die Ohren bluten. Welt und taz regen sich über Heribert Prantls Dressing-Desaster auf. Und Gawker meldet den Tod von Gore Vidal. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen