Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Januar, 2007

Heute in den Feuilletons

31.01.2007. Die Debatten um die Begnadigung von RAF-Terroristen gehen weiter. Die Welt plädiert dafür, die taz fühlt sich in Horst Köhler ein. In der FR hält Gert Loschütz seine Vorwürfe gegen Volker Braun aufrecht. Die SZ analysiert die chinesisch-afrikanischen Beziehungen. Die NZZ bewältigt die südkoreanische Vergangenheit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.01.2007. In der taz plädiert Claus Leggewie dafür, auf die Begriffe Islamofaschismus, aber auch Islamophobie zu verzichten. Die Welt fragt die 68er: Wir konntet ihr die Bundesrepublik für Feindesland halten? Und vergleicht Windows Vista mit dem Sachsenspiegel. In Le Monde erklärt Andre Glucksmann, warum er Nicolas Sarkozy wählen will. In der FR spricht Wilhelm Genazino über das Gefühl, ein Ohr zu verlieren. Im Tagesspiegel erklärt Documenta-Leiter Roger M. Buergel, wie er in Kassel den Gesellschaftskörper affizieren will. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.01.2007. Der NZZ erklärt Alexander Kluge, wie er in der Tiefenebene des Internets die alten Gründlichkeiten wiederbeleben will. Die taz erkennt Fortschritte der Demokratisierung in der arabischen Welt. In der FR fürchtet Franz Maciejewski, dass das Kind Sigmund einen Zwei-Mütter-Komplex hatte. Die SZ besuchte ein Woodstock in der Wüste Malis. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.01.2007. Norman Mailer gesteht der Welt seinen Glauben an den Teufel in Adolf Hitler. Milan Peschel offenbart der Berliner Zeitung seine Vorliebe für gestresste Supermarkt-Verkäuferinnen. Die NZZ beobachtet aus der argentinischen Nationalbilbiothek heraus, wie der Papst beschossen wird. Der SZ ist der türkische Nationalismus viel zu vital. Die FR feiert die Traumpolypen des Künstlers Odilon Redon. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.01.2007. In der NZZ erklärt Francois Zabbal die Rückständigkeit der arabischen Welt mit der Eigenamputation ihres kulturellen Gedächtnisses. In der taz beschreibt der Urbanist Orhan Esen, wie die Metropole Istanbul über Nacht gebaut wurde. In der Welt preist Wolf Lepenies die Liebe der Chinesen zu deutschen Dichtern. Und die SZ besucht den Fotografen mit Hang zur Monumentalität: Andreas Gursky. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.01.2007. In der Zeit ruft Birand Bingül die Deutschtürken auf, ihre Integration selbst in die Hand zu nehmen: "Almanya Türkleri, entegrasyonunuz icin kendiniz mücadele verin!" In der SZ findet Arianna Huffington das Internet-Kollektiv allemal klüger als die Premiumliga der Mainstreammedien. In der FR stellt Gert Loschütz fest, dass Berliner Stadtführer noch immer ein Biermann verhöhnendes Gedicht von Volker Braun von 1979 verbreiten. In der taz fordert Wolfgang Kraushaar, sich stärker mit den Taten der RAF auseinanderzustezen. Die FAZ meldet, dass Ayaan Hirsi Ali einen neuen Islam-Film fertiggestellt hat. In Spiegel online plädiert Gerd Koenen für eine Freilassung Brigitte Mohnhaupts und Christian Klars. Und alle trauern um den großen Reporter Ryszard Kapuscinski.
Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.01.2007. Im Perlentaucher fragt Pascal Bruckner: Ist Ayaan Hirsi Ali eine Fundamentalistin der Aufklärung? Oder sind Ian Buruma und Timothy Garton Ash Hohepriester einer subtilen Apartheid? Die FAZ schildert Episoden aus dem Krieg der russischen Kunst gegen die Wirklichkeit und wendet sich gegen ein Manifest katholischer Ästhetizisten für die lateinische Messe. Die taz bringt einen Artikel von Hrant Dink über die Frage, ob ein EU-Beitritt der Türkei zur Modernisierung verhelfen kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.01.2007. Der Tagesspiegel bringt den letzten Artikel von Hrant Dink, in dem der türkisch-armenische Journalist beschreibt, wie ihn die türkischen Medien und die Justiz "schwach und schutzlos machten". Die taz schildert die subtile Ökonomie internationaler Filmfestivals: "Das Festivalnetzwerk erzeugt in globalem Ausmaß genau jene filmischen Kulturwaren, die es anschließend als repräsentativ vorführt." In der FR spricht Sonny Rollins über Musik und Politik. Die NZZ besucht das National Art Center Tokyo. Die SZ klagt über ein ebenso seichtes wie befreites Image von Deutschland in den USA. Die FAZ fragt: Gibt es Selbstmord in Second Life? Und Günter Rohrbachs Kritik an den Filmkritikern treibt die Filmkritiker zur Kritik an Günter Rohrbach. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.01.2007. Die Berliner Zeitung findet: Nicht dass sich zwei Tonnen Stahl aus der Fassade des Berliner Hauptbahnhofs lösten, ist der Skandal, sondern dass diese zwei Tonnen der bloßen Dekoration dienten. Die SZ besingt Monteverdis großes Welttheater, das in der Berliner Staatsoper zu besichtigen war. Die NZZ erzählt die Geschichte der russischen Islamophobie, außerdem ist sie sicher, dass die Japanerinnen demnächst wieder Kinder kriegen. Die taz hält den Mord an Hrant Dink für ein politisches Attentat. Die Welt bringt ein älteres Interview mit dem armenisch-türkischen Journalisten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.01.2007. In der Welt setzt sich Arno Lustiger mit Tadeusz Borowskis berühmtem Auschwitz-Buch auseinander, das neu übersetzt wurde. Außerdem erzählt die britische Schriftstellerin Monica Ali, wie sie in Uganda in den Wilden Westen internationaler Hilfe geriet. In der Berliner Zeitung spricht Tim O'Reilly, der Erfinder des Begriffs "Web 2.0" über die Zukunft des Netzes. In der NZZ fordert Fritz Stern ein Gedenkstätte für den Widerstand gegen die Nazis in Europa. Die SZ fragt sich, ob die Berliner Kochstraße, ganz nahe bei der Axel-Springer-Straße tatsächlich in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden sollte. Die taz befasst sich mit Vorschlägen der Nazis für bessere Orgasmen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.01.2007. Alle Zeitungen staunen über Jörg Immendorffs offizielles und ganz in Gold gefasstes Gerhard-Schröder-Porträt: "Gerhard der Große, Gütige, Wundertätige". In der SZ schildert Najem Wali das Elend des arabischen Schriftstellerverbands. Die FAZ wundert sich über Herbert Grönemeyers neuestes metaphysisches Stakkato. Die NZZ stellt das Internet-TV-Projekt Joost vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.01.2007. Die FR genoss in Thomas Pynchons neuem Roman "Against the Day" Drogen ohne Kater . In der Welt kämpfen Neo-, Erz- und Altkatholiken wie Martin Mosebach um die Wiederzulassung der lateinischen Messe (auf die dazugehörige Ignoranz der Gemeinde kann man sich ja jetzt schon verlassen). Die Zeit verkündet das Ende des amerikanischen Jahrhunderts. FAZ und NZZ haben sich ein Fernsehdrama um den abgehalfterten Tony Blair im Jahre 2010 angesehen. Die taz fürchtet, dass nun sogar die Bayern in der Berliner Republik angekommen sind. Die SZ stellt eine neue Online-Enzyklopädie über Völkermorde vor, die das Wort Völkermord nicht benutzt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.01.2007. Spiegel Online fühlt sich durch die Berliner Biermann-Posse an beste Politbüro-Zeiten erinnert. Im Tagesspiegel spricht Ilija Trojanow über Kräfte der Fanatisierung, die das Kopftuch ablehnen. Die NZZ kann Dani Levys Film "Mein Führer" durchaus Erkenntnisse abgewinnen. Die FR sinniert aus Anlass von Muhammed Alis 65. Geburtstag über Boxen und HipHop. Die SZ staunt auf der Kölner Möbelmesse über Möbel, die versuchen, gesund auszusehen und andere Gründe, unsere Zimmer zu verlassen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.01.2007. Die FR hofft, dass mit Stoiber nicht auch dieser ganze liebenswürdige Zinnober aus Brauchtum und bayerischem Idiom untergeht. Heute läuft der "Aufstand der Alten" im ZDF. In der FAZ äußert sich der Bevölkerungswissenschaftler James Vaupel gar nicht mal so pessimistisch über unsere demografische Zukunft. Die Welt sieht sich die die Entwürfe für die Hamburger Hafencity an und stößt auf Wüsten des Ökonomismus. In der taz hat der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich Thesen über den Ausnahmezustand auf dem Kunstmarkt. Und die SZ stellt zu den Berliner Scharmützeln um Wolf Biermann fest: "So unsouverän wie das Abgeordnetenhaus im Umgang mit Wolf Biermann war zuletzt das Politbüro der SED." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.01.2007. Die SZ fragt wie einstige Befürworter des Irak-Kriegs wie Hans-Magnus Enzensberger heute denken. Außerdem bringt sie aus aktuellem Anlass ein neues Bauhaus-Manifest. In einem Guardian-Essay fragt Zadie Smith nach den Gründen literarischen Scheiterns und kommt zu dem Schluss, dass es jedenfalls keine postmoderne Theorie dafür gibt. Im Tagesspiegel umreißt der ungarisch-serbische Schriftsteller Laszlo Vegel die politische Lage in Serbien vor den Wahlen. Die taz konstatiert, dass sich der Einfluss von Putins Geheimdienst bis in die Leserkritiken bei Amazon erstreckt. In der NZZ schreibt Bahman Nirumand über Zensur und Schikanen im Iran. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.01.2007. Die NZZ meditiert über die moderne Dialektik von Opferkult und Opferschmähung. Literatur und Kunst widmet sich der globalen Migration, unter anderem mit Texten von Bora Cosic und Ugo Riccarelli. Die SZ stellt klar: Berlin ist hip und hässlich, aber Paris ist hip und schön. Die FR erinnert an den jüdischen Komödianten Fritz Grünbaum, das Vorbild für den Schauspieler Adolf Grünbaum in Dani Levys Film "Mein Führer". Die taz wundert sich über den kritischen Journalisten Ignacio Ramonet, der ein unkritisches Gespräch mit Fidel Castro führte. Für die FAZ mischt sich die Vogue-Autorin Esma Annemon Dil unter die Reichen und Schönen Beiruts. In der Welt staunt die rumänische Autorin Carmen Francesca Banciu über ihre Heimatstadt Bukarest. Außerdem fragt die Welt mit Jan Assmann: Wie antisemitisch war der Weihnachstitel des Spiegel? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.01.2007. Mit Saddam Hussein wurde ein ganzer Typus des Diktators aufgeknüpft, meint Ian Buruma in der NZZ. Künftige Tyrannen werden eher aussehen wie Konzernvorstände. Die Welt rätselt über weibliche Afrophilie im deutschen Schmonzettengenre und findet Studien über angeblich rechtsextremistische Sympathien der Deutschen unseriös. Die FR meint: Das iPhone sorgt für dich wie eine Mutter und sieht aus wie Jude Law. Die FAZ liest die Fackel im Netz und findet sie hier sogar lesbarer als im Buchformat. In der taz behauptet Cem Özdemir, dass die Türken in der Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern weiter sind als hierzulande bekannt. In der SZ freut sich der weißrussische Dichter Andrej Chadanowitsch über das Zerbrechen der Illusion von den zwei Brudervölkern Weißrussland und Russland. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.01.2007. In der Zeit erklärt der BBC-Moderator Jeremy Paxman den tieferen Sinn der Monarchie. Die FAZ findet Helen Mirren als Queen in Stephen Frears' neuem Film aber fast besser als das Original. In der FR erklärt Reg Carr, der Leiter der Bodleian Library, warum er so gern bei Google Book Search mitmacht. In der Welt äußert Frank Castorf Zweifel am heute so weit verbreiteten Splatter-Theater. Spiegel Online kommentiert die trübselige Berliner Posse um die große Koalition von PDS und SPD, die sich weigern, Wolf Biermann die Berliner Ehrenbürgerwürde zu geben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.01.2007. Die FR feiert die neue Urbanität in Ulm, aber nicht um Ulm herum. Die SZ findet mit Roger Norrington, dass das Vibrato verboten gehört. Die FAZ möchte, dass Seyran Ates wieder als Anwältin praktiziert. In der Welt singt Sonja Margolina ein Loblied auf den jüngst verstorbenen russischen Soziologen Juri Lewada. Dani Levys Komödie "Mein Führer" kommt insgesamt nicht so gut an, obwohl die SZ Helge Schneider als Hitler-Imitator besser findet als Bruno Ganz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.01.2007. In der Welt erklärt Gore Vidal das Sexualverhalten in den literarischen Zirkeln der USA. Die FR erzählt, was Dani Levy in seinem Film "Der Führer" weggelassen hat. Die taz verstrickt sich in den Verzweigungen der Dancefloor-Musik. Die SZ berichtet von Kunst stehlenden amerikanischen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Die FAZ beschreibt die Aktivitäten des Penguin Verlags in China. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.01.2007. In der NZZ stellt Andrzej Stasiuk klar: "Rumänien ist so viel wert wie die Niederlande und Belgien zusammen." Die SZ erklärt, warum die Münchner Philharmoniker abgesehen von fünf anderen Orchestern das beste Orchester der Welt sind. Die Welt fragt, wie sich die Amerikaner einen Sieg im Irak eigentlich vorstellen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.01.2007. Die FAZ fragt, warum westliche Architekten chinesische Propagandazentralen errichten. Die NZZ weiß dagegen aus China von einer strategischen Verschwörung feindlicher Mächte zu berichten. Die Berliner Zeitung erklärt, wie man in der digitalen Welt Second Life zu analogem Geld kommt. Außerdem wirft Dani Levys Hitler-Komödie "Mein Führer" ihre Schatten voraus: Die FR findet es politisch korrekt, über Hitler zu lachen. Die taz findet allerdings schon die Frage, ob man dies dürfe, autoritätsfixiert. Die Welt stört sich allein harmlosen Witzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.01.2007. Für die SZ entfaltet Xu Xing ein Panorama der Stadt Peking. Die FAZ greift noch einmal den Streit um Maxim Billers Roman "Esra" auf und meint, dass Kunst, die wirken will, auch mit Gegenwirkungen rechnen muss. In der NZZ erklärt der Philosoph Catalin Avramescu, wie die Rumänen ihre Privatsphäre vom öffentlichen Raum abteilen. Die taz erklärt, was es mit der religiösen Frauengemeinschaft der Qubeissiat in Syrien auf sich hat. Die Welt lockt Helge Schneider über seine Hitler-Rolle in Dani Levys Film "Mein Führer" aus der Reserve. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.01.2007. Die Zeit rät von Dani Levys Hitler-Film ab und empfiehlt statt dessen eine Website über Katzen, die wie Hitler aussehen. Die NZZ zeichnet ein drastisches Bild von Spanien im Zementrausch. Zwiespältiges zum 60. Geburtstag des Spiegel: Die FR fürchtet, dass er seine Funktion als politisches Leitmedium verloren hat. Die Welt dagegen verteidigt den Spiegel gegen die Nostalgiker der Spiegel-Affäre. Klaus Harpprecht sieht ihn in der SZ fest in der Hand von Frank Schirrmachers Sympathie-Imperium. Die FAZ sagt dazu nichts. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.01.2007. Najem Wali beklagt in der NZZ, dass die Hinrichtung Saddam Husseins eine wirkliche Abrechung mit dessen Kultur des willkürlichen Mordens und Niedermetzelns verhindert hat. Die FR hofft, dass das Snuff-Video von der Hinrichtung endlich auch den letzten Befürworter der Todesstrafe in einen Gegner verwandelt. Die Welt berichtet von einem neuen Geschäftsmodell für Filmfirmen: dem Privatfilm. In der FAZ sieht Hans-Christoph Buch bereits die internationale Gemeinschaft den Verkehr in Haiti regeln. Die SZ sucht vergeblich nach einem Zusammenhang zwischen Architektur und Moral. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.01.2007. In der Welt begrüßt Leon de Winter die Hinrichtung Saddam Husseins. Auch die SZ reagiert positiv. In der taz fordert die Grünen-Politikerin Helga Trüpel eine dezidiertere europäische Kulturpolitik und mehr signandsight.com. In der FAZ schildert  Amir Hassan Cheheltan die lähmende Wirkung der Zensur im Iran. Außerdem war das Borchardt zu. Und der Songwriter Lee Hazlewood verabschiedet sich mit der Zeile: "Death or birth / peace on earth / what's it worth? / - nothing". Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen