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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Februar, 2009

Das Buch ist eine Website, die man bindet

28.02.2009. In der Welt geißelt Markus Lüpertz diese Halbseidenheit von Fotografie, und der Philosoph Volker Gerhardt will die Krise nicht als Chance sehen. Die NZZ fürchtet mit Michael Schindhelm um die zahllosen Kulturprojekte in Dubai. In der FAZ erklärt Marcel Reich-Ranicki, warum die Achtzigjährigen heute so populär sind. Mehr lesen

Hier nix Kafka

27.02.2009. Die Welt hält die indische Empörung über den Film "Slumdog Millionaire" für heuchlerisch. In Achgut fragt Richard Wagner angesichts der polnisch-deutschen Debatte, ob eine europäische Geschichte überhaupt möglich ist. Golem hat das Lesegerät von Sony getestet und ist enttäuscht. In der FR sucht Wilhelm Genazino in Marbach nach einem Hauch Vitalität. Die SZ resümiert die albanische Debatte über Skanderbeg. Die FAZ bringt Ausschnitte aus dem Briefwechsel zwischen Hacks und Enzensberger. Mehr lesen

Entsetzliches Geschehen!

26.02.2009. Die Zeit porträtiert einen jungen Pianisten, der sein Haupt auf Eiswürfeln bettet, damit sein Hirn nicht explodiert. Die NZZ feiert die subversiven Pfusch-Imitationen der "shanzhai" in China. Die FAZ erlebte zwei Minuten kompletten Wahnsinn mit Edita Gruberova. Die SZ beschreibt, wie die polnische Debatte in die Patriotismus-Falle tappt. Und sie staunt über das Selbstbewusstein der Systemlinge in den öffentlich-rechtlichen Anstalten.Die Welt findet dagegen: Roland Koch hat recht.
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Wie hieß die erste Katze?

25.02.2009. Im Tagesspiegel beklagt Sibylle Lewitscharoff die Verrottung Bulgariens. Die NZZ sucht ein Denkmal für Sousa Mendes. Die FR erzählt, dass nicht mal die Amerikaner deutschen Politikern den Wert der Pressefreiheit beibringen konnten. In der FAZ erklärt Roland Koch: ZDF-Chefredakteur Brender soll gehen, weil seine Zuschauerzahlen sinken. Die SZ stellt die Flüchtlingssuchmaschine der Brüder Mikkelsen vor. Mehr lesen

Gespenstische Regelmäßigkeit

24.02.2009. Welcher unheimliche Täter verfolgt Veit Heinichen mit finsteren anonymen Briefen, ohne DNA-Spuren oder Fingerabdrücke zu hinterlassen? Die Zeitungen rätseln. Wir verlinken auf Heinichens Artikel in Il Piccolo. Die Welt schildert, wie der deutsche Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank zuvor an sämtlichen deutschen Institutionen scheiterte. Die NZZ macht sich Sorgen um Egon Eiermanns Taschentuchweberei in Blumberg.  Mehr lesen

Eine Frau muss wissen, wo ihr Platz ist

23.02.2009. In der FR geht Franzobel ganz allgemein das Lukullisch-Sexuell-Religiöse ab. Die NZZ hat sich schon mal den Kindler angeguckt, der im September erscheint. Im Tagesspiegel macht Jean Ziegler den Kapitalismus für den Hunger in der Welt verantwortlich. Die FAZ sucht nach der Meinungsfreiheit in Venezuela, findet sie aber nicht. Die Welt bewundert Händel im Kerzenschein. Gawker feiert die Gayest Oscars Ever. Mehr lesen

Lauernde Babyspeckmagie

21.02.2009. In der NZZ erzählt Peter Nadas, was passieren kann, wenn man in Ljubljana auf Kroatisch nach dem Weg fragt. In der Welt erinnert sich Uwe Tellkamp an den 9. November 1989. Wie die VG Wort zu ihren Autorenrechten kommt, fragt der Tagesspiegel. Die FR ruft: Das Theater muss raus! In der FAZ plädiert Hans Küng für eine Entkriminalisierung der Sterbehilfe. Mehr lesen

Sohn, wo sind Deine Schallplatten?

20.02.2009. Alle Zeitungen loten die hundertjährige Vergangenheit des futuristischen Manifests aus. In der Welt schreibt Burkhard Spinnen über die Vergangenheit der Marken. In der taz muss Grandmaster Flash feststellen, dass die Schallplatte Vergangenheit ist. In der FAZ bedauert Andrew Keen die Demokratisierung der Kultur durch das Internet. Die NZZ betrachtet mit Sorge den brüchigen Religionsfrieden zwischen Gläubigen und Ungläubigen in Großbritannien. Die SZ besingt den Mut der Geschworenen im Politkowskaja-Prozess. Mehr lesen

Kein roher oder harter Mensch

19.02.2009. In der FR erklärt Herbert Rosendorfer, was ein Unsittenstrolch ist. In der Welt plädiert Wolfgang Sofsky für Untreue in Zeiten der Krise. Die FAZ ist böse. Conde Nast-Verleger Newhouse hat sie belogen, die deutsche Vanity Fair macht zu, und schuld sind mal wieder die Amerikaner. In der Zeit will sich Juri Andruchowytsch aber noch nicht ganz von Amerika verabschieden. In der SZ kritisiert der Theologe Friedrich Wilhelm Graf die Position der Kirchen zur Patientenverfügung. Mehr lesen

Kalbshirn, in Milch gekocht

18.02.2009. In der SZ outet Kurt Flasch den Papst als Piusbruder. In der NZZ hat der simbabwische Autor Chenjerai Hove ein exaktes Spiegelbild Lears erblickt: Robert Mugabe. In der Welt erinnert Wolf Lepenies an die Abschaffung der Nudel durch den Futurismus. Und Sophie Hunger verzaubert sowohl die Schweiz als auch die FR. Mehr lesen

Ein garstiger Reim

17.02.2009. Im Tagesspiegel erinnert die iranische Autorin Sharnush Parsipur an das Schicksalsjahr 1989 in ihrem Land. Die NZZ fragt: Ist Aleksandar Hemons der neue Nabokov? In der Welt hält es Gert Ueding, Walter Jens' Nachfolger auf dem Tübinger Rhetorik-Lehrstuhl, für infam und heuchlerisch, wie Jens' Sohn seinen Vater in einem Buch vorführt. In der SZ schimpft der isländische Autor Einar Mar Gudmundsson böse auf die Neokapitalisten seines Landes, die das ganze unschuldige isländische Volk in die Bredouille gebracht haben. Mehr lesen

Das beste aus einem schwachen Jahrgang

16.02.2009. In der Welt erzählt die Berlinalegewinnerin Claudia Llosa, warum sie keinen politischen Film machen wollte. In der NZZ wirft Beqe Cufaj einen skeptischen Blick auf das Kulturleben in Pristina. Die Berliner Zeiung erzählt, warum Norman Foster ein Büro in Berlin unterhielt. FR und taz berichten über den Prozess gegen die schwedische Musiktauschbörse Pirate Bay. Mehr lesen

Mit Hochstimmung erfüllt

14.02.2009. Zwanzig Jahre nach der Fatwa gegen Salman Rushdie schildert die NZZ, mit wieviel Erfolg sich die Muslime in Großbritannien seitdem radikalisiert haben. Die SZ findet, der Westen soll es mit seinen Freiheitswerten mal nicht übertreiben. Die taz warnt vor religiöser Rhetorik. In der Welt wartet Benny Morris auf einen neuen Ben Gurion. Die FAZ betrachtet das Elend chinesischer Wanderarbeiter. Und die FR kann den Kunstmarkt nicht als sichere Anlagealternative empfehlen. Mehr lesen

Pyramidenhafte Holzröcke

13.02.2009. Die Jungle World untersucht 20 Jahre nach der Morddrohung gegen Rushdie die Mentalität des Kulturrelativismus im Westen. In der Welt fordert Claus Leggewie aus demselben Anlass ein Blasphemiegebot. Laut NZZ haben Blogger in Norwegen ein neugefasstes Blasphemieverbot unterdes verhindert. Die FAZ wagt den Blick in die Einheitsfratze der Fußgängerzone. Mehr lesen

Das Lachen ist kein edler Affekt

12.02.2009. In der Welt äußert sich Tom Segev schockiert über den Wahlerfolg des Rechtspopulisten Avigdor Lieberman. In der NZZ warnt Michael Hochgeschwender: Nur weil Abraham Lincoln an einem Ostersonntag beerdigt wurde, war er noch kein Messias. Die Zeit enthüllt: Möglicherweise hat Daniel Kehlmann selbst als erster die Sperrfrist zur Besprechung seines Romans durchbrochen. In der taz spricht Manoel de Oliveira: Hundert Jahre, und alles nur eine Wiederholung. Mehr lesen

Farblose Zeitungen, denen alles fehlt

11.02.2009. Die NZZ fragt: Gibt's die Uffizien künftig nur noch mit Pommes und Majo? In Granma sinniert Castro über die Aussprechbarkeit von Obama. Die FR ist nicht sehr zufrieden mit der Auswahl für das Berliner Theatertreffen. Opendemocracy wirft einen russischen Blick auf die Chinesen. Die SZ kommentiert die Schließung von Norman Fosters Berliner Büro: ein Verlust für die Architekten - aber für die Baukultur? Mehr lesen

Irren und Lügen

10.02.2009. Judenfeindschaft ist die linke Hand der Christologie!, ruft der Theologe Gerd Lüdemann in der FR. Laut Tagesspiegel hat das ZDF einen "Jungen Wilden" und einen "echten Moderationsprofi" für die ehemalige Heidenreich-Sendung Lesen! gewinnen können. Die NZZ wirft einen Blick auf die Literaturszene in Malawi. In 3quarksdaily meditiert der Philosoph Gerald Dworkin über das Lügen. In der Welt trifft sich Christoph Schlingensief ganz unkompliziert mit seiner Ex. Die SZ ahnt den Tod der Musikkritik. Mehr lesen

Sicher ein herber Schlag

09.02.2009. In der SZ kann der Frankfurter Autor Martin Mosebach den Wegzug der Institution des Geistes Suhrkamp nicht recht bedauern. Im Spiegel kann der katholische Autor Martin Mosebach den Geist der Institution Kirche nur verteidigen. In der FR mahnt Niall Ferguson: "Schulden müssten abgebaut, nicht noch weiter angehäuft werden." In der NZZ meint Werner Bergmann vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung: Den Antisemitismus unter Muslimen muss man differenziert sehen. Mehr lesen

Papier ist das Vinyl von übermorgen

07.02.2009. Okay, es ist offiziell: Suhrkamp kommt (beziehungsweise geht) nach Berlin. Siegfried Unseld hätte es nicht anders gemacht, meint seine Witwe Ulla in der FAZ. Die Berliner Zeitungen wissen schon, wohin Suhrkamp in Berlin zieht: ins Nicolaihaus. Der Tagesspiegel fragt 20 Jahre nach der Fatwa gegen Rushdie, was der Islamismus im Westen angerichtet hat.  In der FR meint Burkhard Spinnen: "Wir alle haben Märklin auf dem Gewissen." Und in der SZ schreibt Monika Maron zu den Grass-Tagebüchern aus dem Wendejahr: "Die Unke hat geirrt." Mehr lesen

Glück der Heuschrecken

06.02.2009. Viel Lob für Tom Tykwers Berlinale-Eröffnungsfilm "The International": Die Welt freut sich, dass Berlin darin so jung und frisch aussieht. Die FR freut sich über den bei aller Spannung doch reflektierten Ton. Der FAZ macht er Lust auf Kino. Die SZ erfüllt er mit größter Vorfreude auf das nächste Werk Tykwers. Nur die taz wünscht sich, der Held liefe nicht herum wie ausgespuckt. Die NZZ erliegt nicht Tykwer, sonder dem liebevollen Charme Peter Zadeks. Mehr lesen

Mal eben so darüber hinwegsetzen

05.02.2009. Der neue Freitag ist da und er will so links sein wie die FAZ rechts ist. Cargo ist auch da, ein neues Intelligenzblatt für Kinogeher. In der Welt klagen die Filmemacher von "Deutschland 09" über einen Mangel an echten Feindbildern. Die taz fürchtet, dass durch einen Zuzug des Suhrkamp Verlags nach Berlin die Mieten in Kreuzberg steigen könnten. FR und SZ freuen sich sehr über die Klage des Rowohlt Verlags gegen den Spiegel, der den neuen Kehlmann vor Ablauf der Sperrfrist besprach. Mehr lesen

Die immergleiche böse Linie

04.02.2009. In der FR sieht der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer in der Geste des Papstes gegenüber den Lefebvristen eine Tendenz: "Als ob wir nicht alle Auschwitz mental so allmählich verrotten lassen." Der Tagesspiegel möchte sehr gern, dass Suhrkamp nach Berlin kommt. Die FAZ fragt: Wie reagieren deutsche Bibliotheken auf den Digitalisierungsangriff durch Google? Die SZ kann nach der Lektüre des neuen Philip Roth keine Entwarnung bezüglich Amerikas geben. Die Blogosphäre ist aufgeregt: Die Bahn will Netzpolitik.org wegen Veröffentlichung eines Dokuments juristisch belangen. Mehr lesen

Es ist schrecklich zu leben

03.02.2009. Die Achse des Guten, die FAZ, die SZ fragen: Was um Himmels willen ist in den Papst gefahren? Der Heilige Geist kann es ja nicht gewesen sein. Vielleicht ein Hungry Ghost? In der Welt meint Michael Cimino: es gibt zur Zeit fantastische Filme aus Serbien, Brasilien oder Korea, aber nicht aus Hollywood. In der FR spricht der irakische Autor Najem Wali über das multikulturelle Israel. In der FAZ wirft Necla Kelek den türkischstämmigen Politikern in Deutschland vor, ihre Klientel als Opfer zu stilisieren. Mehr lesen

Was für Augen, was für Hände!

02.02.2009. In der Medienlese lässt ein anonymer Journalist seinem Zorn über die Festangestellten freien Lauf. Die NZZ begutachtet das Potenzial der Star lit. In der Welt lehnt Dieter Kosslick jegliche Besitzstandswahrung auf der Berlinale ab. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen