Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Oktober, 2009

Lüstern im paradiesischen Gras

31.10.2009. Die Welt präsentiert die New Yiddishists. Als Ausweg aus der deutschen Fernsehfilmmisere kann sich die SZ nur eine Lösung vorstellen: die komplette Zerschlagung der Produktionskonglomerate. Die taz begreift dank Robert Crumbs endlich die Bibel. In der NZZ  erinnert sich Volker Braun an eine Zeit des Handelns der Künste. FR, Welt und FAZ kommentieren den Verkauf des Suhrkamp Archivs nach Marbach. Mehr lesen

Ganz funktionell und auch ein wenig obszön

30.10.2009. Laut FR rät Jeff Jarvis deutschen Medien zu einer chinesischen Selbstkritik. In der Welt macht Alaa al-Aswany das "Regime von Kriechern und Claqueuren" in Ägypten für den katastrophalen Braindrain im Lande verantwortlich. Außerdem lässt sich die Welt von der Tuba fönen. Im Standard konstatiert Daniel Goldhagen: "Die UNO ist mehr ein Ermöglicher von Völkermord als ein Verhinderer." Und in der FAZ schildert Viktor Jerofejew die russische Intelligenzija in der Krise: verwirrt und verloren. Mehr lesen

Gegen die Einführung des Tonfilms

29.10.2009. Die FR vermisst die Titanen unter den begabten Dirigenten. Was wird aus verwaisten Werken, wenn die VG Wort obsiegt?, fragt Carta.  Der Freitag dichtet einen Sprechchor aus den Erinnerungen an den 4. November 1989. In der Zeit amüsiert sich der Philosoph Martin Seel über seine Kollegen Axel Honneth und Peter Sloterdijk. In der FAZ spricht Mircea Cartarescu über das postsozialistische Rumänien.  Mehr lesen

Diva der Negativität

28.10.2009. Die Welt wundert sich: Nun werden Bücher doch ohne Zustimmung der Autoren digitalisiert. Aber diesmal unter staatlicher Aufsicht. Die NZZ erkundet die Erinnerungskultur des jüdischen Lebens in Polen. Die SZ stattet deutschen Denkmalschützern im Bamian-Tal einen Besuch ab: Werden die Buddhas wieder aufgebaut? In The Daily Beast bekennt Philip Roth: Er glaubt nicht mehr ans Buch. Und was genau sagte Horst Köhler bei LyriklineMehr lesen

Quasi im Schweben

27.10.2009. kress.de meldet, dass die Lettre gegen die Bild-Zeitung klagt: wegen unerlaubter Onlinestellung des Sarrazin-Interviews. Die NZZ liest sich durch die Mediengeschichte des "Feind-Bild Springer". Techcrunch meldet drastische Auflageneinbrüche bei amerikanischen Zeitungen. Das Bundespräsidialamt erklärt, warum es zum Jahrestag der Auschwitzbefreiung der Toten im Gazastreifen gedenkt. Don Alphonso zitiert Exklusivmeldungen der Augsburger Allgemeinen, die demnächst richtig teuer werden. Mehr lesen

Ein Typ zum Fürchten

26.10.2009. In der SZ erklärt Robert Crumb, warum er die Bibel in seiner Comic-Version nicht mit zusätzlichem Humor würzen musste. Nicht nur der Mensch, auch die Demokratie kommt aus Afrika, staunt die FR. Der PEN Club lehnt die Google Book Search ab, meldet Heise. Die NZZ beklagt die Verwilderung der Zustände in Italien. Stefan Niggemeier analysiert ein Lehrstück über den Qualitätsjournalismus. Mehr lesen

Weil ich die Polemik liebe

24.10.2009. In der Welt erklärt der Historiker Daniel Jonah Goldhagen, was den Holocaust von anderen Genoziden unterscheidet: Er wurde betrieben von einer internationalen Völkermordkoalition. In der NZZ erzählt Lukas Bärfuss, über welche weißen Flecken er in Zürich diskutieren möchte. In der FR befürchtet Dirigent Ingo Metzmacher eine Aushöhlung der Klassischen Musik. Die taz lauscht der Musik der Narcocorridos. Die SZ macht einen Unterschied zwischen Deutlichkeit und Wehetun. Die FAZ sichtet Herta Müllers Securitate-Akten. Mehr lesen

Das erscheint mir gespenstisch

23.10.2009. In der NZZ beklagt Robert Menasse den neuen Kolonialismus innerhalb der EU. Die SZ schwärmt vom großen Erzähler Peter Paul Rubens. Die taz stößt auf eine unheimliche Vorliebe deutscher Maler für Nadelbäume. In der FAZ fragt Gerd Antes, warum bei der Schweinegrippe alles großgeredet wird, was bei der Atomkraft kleingeredet wird. Und im Tagesspiegel fürchtet sich Klaus Staeck vor Blogorrhoe. Mehr lesen

Jemand hat gepfuscht, sagt 219339

22.10.2009. TechCrunch berichtet über eine Revolution in der Suche: Google und Bing integrieren Twitter. Wird Henryk Broder Zentralrat? Per Tagesspiegel wirft er jedenfalls schon mal seine Kippa in den Ring. Die Berliner Zeitung vermisst Qualität im Netz und möchte mehr Kontrolle. Die Welt fragt: Wird sich Milan Kundera nun äußern? Die Zeit hat es erfahren: Deshalb sind wir! Mehr lesen

Ethik auf der Höhe der Zeit

21.10.2009. In der FAZ stellt Karl-Heinz Bohrer im Streit zwischen Peter Sloterdijk und den Verbliebenen der Frankfurter Schule die Freiheit zurück an ihren Platz (über der Gleichheit). Die NZZ glaubt nicht an die Segnungen des Neuro-Enhancement. Laut Carta plant die neue Regierung ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Die Prager Zeitung Lidove Noviny kommentiert neu aufgefundene Dokumente, die die Vorwürfe gegen Milan Kundera bekräftigen. Mehr lesen

Melonen sind Symbole der Entwicklung

20.10.2009. Die Feuilletons sehen die schmähliche Entlassung Peter Ripkens, der den China-Gastland-Auftritt der Buchmesse koordinierte, als Bauernopfer - aber für oder gegen die Meinungsfreiheit? Die Welt fragt mit Derrida: Warum malte van Gogh zwei linke Schuhe? Die NZZ sondiert die Angst der Bertelsmänner vor Liz Mohn. Aggregat7 fragt: Warum sind in der Wikipedia Lokomotiven relevant, Bahnhöfe aber nicht? Mehr lesen

Postsozialistisches Sinnvakuum

19.10.2009. Die Buchmesse dominiert die Feuilletons noch. Die Chinesen sind sich laut Welt noch nicht ganz sicher, ob sie den Frankfurter "Krieg ohne Kugeln" gewonnen haben. Die FR berichtet über die angeblich vom Auswärtigen Amt betriebenene Ausladung der Dissidentin Dai Qing.  Der SZ gelang es trotz guten Zuredens sinophiler Experten nicht, Sympathie für die offizielle Delegation aus China aufzubringen. Carta erklärt, warum Libreka nicht funktioniert.  Mehr lesen

Unter dem Apfelbaum von Appomattox

17.10.2009. In Frankfurt hat man nur wenig über das lebendige, im Umbruch befindliche China erfahren, bedauert die taz. Spiegel-online warnt die Verlage vor der Übermacht Amazons. Die FR feiert die blühende deutsche Gegenwartsliteratur. Die Welt druckt Walt Whitmans Reportage über die Ermordung Abraham Lincolns. In der SZ erinnert sich Richard Swartz an seine erste Begegnung mit Herta Müller - in einem Kreis junger männlicher Genies. Mehr lesen

Systemübergreifender Radau

16.10.2009. In der taz wünscht sich Bei Ling, er könnte auf der Buchmesse auch mal mit den offiziellen Autoren diskutieren. In der NZZ wünscht sich Toni Morrison, ihre Studenten engagierten sich nicht nur für afrikanische, sondern auch mal für amerikanische Obdachlose. Die FR bewundert den anti-herrischen Gestus des Neuen Museums. Die SZ bewundert die straffen Sehnen der Nofretete. In der FAZ erklärt Frank Schirrmacher, warum gutes Fernsehen wichtig ist für die Zeitungen. Die Welt hört Rammstein. Turi 2 berichtet über Krach in der taz wegen der Kooperation mit der Buchmesse.
Mehr lesen

Ein echter Dudler

15.10.2009. Wieso haben wir immer alles falsch gemacht? fragt der Schriftsteller Wang Xiaoshan in der taz. Warum haben Jürgen Boos und Gottfried Honnefelder bei der Eröffnung der Buchmesse nicht nach dem inhaftierten Autor Liu Xiaobo gefragt, will die Welt wissen. Die Mona Lisa ist keine Lisa, behauptet in der SZ der Historiker Roberto Zapperi. Etwas peinlich findet die Autorin Jagoda Marinic die Reaktion der New York Times auf Herta Müllers Nobelpreis. Die NZZ besucht das neue Grimm-Zentrum in Berlin. Mehr lesen

Das Geld, das er macht

14.10.2009. In der Berliner Zeitung erklärt David Albaheri die Vorzüge von Kaffee mit Satz. China ist eine Diktatur, aber vor vierzig Jahren war es eine schlimmere Diktatur als heute, meint die FR. Verbotenes macht uns gerade scharf, verkündet die NZZ mit Blick auf China. Wo das Herzblut des Buchhändlers Thalia hinfließt, beschreibt die SZ. In der FAZ erinnert sich Rolf Michaelis an seinen Versuch, im Winter 1986 Herta Müller in Temeswar zu besuchen. Und alle gratulieren Kathrin Schmidt zum Deutschen Buchpreis.
Mehr lesen

Eigentlich ist alles mit einem Tabu belegt

13.10.2009. In der Achse des Guten polemisiert Richard Wagner gegen die polnische Rzeczpospolita, die den Nobelpreis für Herta Müller als Sieg des deutschen Revanchismus sieht. In Lidove noviny fordert Marketa Dvoracek, die Frau von Miroslav Dvoracek, Milan Kundera auf, endlich zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung zu nehmen - die vor einem Jahr zuerst durch die Presse gingen. Im Tagesspiegel zieht Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden seine Äußerung zu Thilo Sarrazin zurück. Die SZ ist einverstanden mit dem Buchpreis für Kathrin Schmidts Roman "Du stirbst nicht". Mehr lesen

Statt einer Wirbelsäule ein Schwert

12.10.2009. In der FR bekennt Mircea Cartarescu seine Ehrfurcht vor Herta Müller. Bob Dylan hat Weihnachtslieder eingesungen. Das Projekt ist seriös, erläutert die Berliner Zeitung. Auch Prominente wie Roman Polanski sollten eine Chance auf einen fairen Prozess haben, meint Telepolis. Die SZ zitiert aus einem Gedicht des offiziellen frankfurtreisenden Parteidichters Wang Zhaoshan über das Erdbeben von Sichuang: "Naturkatastrophen sind unvermeidlich / Wie könnte ich da über meinen Tod klagen..." Mehr lesen

Wenigstens eine Herta, die gewinnt

10.10.2009. In der NZZ beschreibt Yu Hua China als einziges großes Gebirgsdorf. In der FR konstatiert der Literaturblogger Han Han: Wenn es Nordkorea nicht gäbe, sähen wir ganz schön alt aus. Welt und FAZ besichtigen Ai Weiweis große Ausstellung in München. Die SZ besucht Claudio Magris in Triest. Die taz erfährt, was es kostet, Walt Whitman zu übersetzen. Und der Nobelpreis für Herta Müller bewegt nun auch Rumänien und Berlin. Mehr lesen

Worte wieder wie Dinge

09.10.2009. Die FR fasst zusammen: "Es ist eine kluge, geschmacksichere, kühne, politisch sensible und also äußerst erfreuliche Wahl." Und so sehen es die anderen Feuilletons auch. "Es ist ein Bekenntnis zu Artistik und Ethik als zwei Seiten einer Medaille ", schreibt die FAZ. Und dem Titel-Magazin kommt ein Satz Faulkners in den Sinn: "Die Vergangenheit ist nicht tot; sie ist noch nicht einmal vergangen." Die NZZ beschreibt Müllers poetisches Verfahren. Nur die SZ kritisiert Herta Müllers Werk als "monomanisch". Mehr lesen

Rebmanns Welt ist Oberndorf

08.10.2009. Die FR porträtiert den Mann, der demnächst über die Geschicke der SZ bestimmen wird. Die Welt entziffert die karolingischen Minuskeln in C.G. Jungs "Rotem Buch". Die NZZ erweist den Helden von Leipzig ihre Reverenz. Entweder Leistungsschutzrechte oder Informationsfreiheit, schreibt Matthias Spielkamp im Perlentaucher. Die SZ liest im Kindle und dem Kindle die Leviten. In der Zeit setzt Dietmar Dath die Debatte um den Afghanistaneinsatz fort. Mehr lesen

Wie ein Kolchosegerät

07.10.2009. Amazon bringt am 19. Oktober ein internationales Kindle heraus, meldet Techcrunch. BoingBoing bringt ein Magerfoto, das es nicht bringen darf. Der Verleger Urs Engeler sieht die Zukunft des Buchs laut FR ausgerechnet in Frankreich erblühen. Die SZ porträtiert den chinesischen Schriftsteller Ma Jian, der einen sehr skeptischen Blick auf das moderne China wirft. Die FAZ porträtiert einen Tag vor der Nobelpreisentscheidung den ewigen Kandidaten Philip Roth, der zwei Romane in der Pipeline hat. Mehr lesen

Schere in Drostes Kopf

06.10.2009. Die NZZ warnt: Leistungsschutzrrechte schaden der Öffentlichkeit und bringen den Zeitungen nichts. Die Welt verteidigt Thilo Sarrazin gegen den Vorwurf des Rassismus. In der taz räumt Jutta Ditfurth mit Legenden über die Eltern von Ulrike Meinhof auf: Sie waren keine Nazigegner, sondern Nazis. Die FAZ enthüllt: Schuld an der Verteidigung Roman Polanskis ist die Pädophilie der 68er. Alle resümieren eine Tagung über das vorerst gekippte Google Books Settlement, und manche wünschen es sich zurück. Mehr lesen

Wie viele blaue Vierecke?

05.10.2009. Die Kritiker sind sich einig: Fassbinders Stück "Der Müll, die Stadt und der Tod" ist kein Skandal, jedenfalls nicht in der Inszenierung Roberto Ciullis. Für den Guardian muss der Gedenkjournalismus enden, wenn der Journalismus nicht enden soll. In der Berliner Zeitung erklärt Herfried Münkler den Niedergang der SPD mit dem Mangel an Aufsteigern. Die Welt trauert um den intelligenten Graupapagei Alex. Mehr lesen

Organisiertes Gebrechen

02.10.2009. Die taz lässt sich von Heinrich August Winkler über die Ideale des Westens informieren. Der Tagesspiegel legt die wiedervereinigte Nation auf die Couch der Psychoanalytikerin Vera Kattermann. Die NZZ erklärt, warum es keine geschichtspolitische Wende ist, wenn die Russen den "Archipel Gulag" zur Pflichtlektüre in Schulen machen. Die SZ polemisiert gegen die China-Verteidiger Martin Roth und Wiebke Becker. Golem bringt ein Riesengespräch mit dem DRM-Papst Bill Rosenblatt, der erklärt, wie Microsoft das Google Book Settlement erfolgreich torpedierte. Mehr lesen

Kritik ist erlaubt, aber...

01.10.2009. Die Lettre International bringt die Berliner Stadtpolitik in Wallung: Thilo Sarrazin äußert sich hier unzufrieden mit den Berliner Türken, Arabern und Zigarettendrehern. Die FAZ hat Angst um Suhrkamp Die NZZ zeichnet rumänische Debatten um die Korruption im Land nach. In der Zeit fragt Ai Weiwei alle, die sich Sorgen um die Gesichtswahrung chinesischer Machthaber machen, warum er eigentlich auf Demokratie warten soll. Und Hans Ulrich Gumbrecht hat viel Spaß mit Axel Honneth und Peter Sloterdijk. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen