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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Oktober, 2012

Und quatsch nicht so viel

31.10.2012. Die Welt lernt von Tom Krell, dass sich Kant mit Soul verträgt. Die NZZ träumt vom kosmopolitischen Thessaloniki, bevor es griechisch wurde. In der FR erklärt Abdolkarim Soroush: Mit Gott darf man streiten - und mit Theologen auch. Die FAZ lässt sich von den HBO-Chefs erklären, wie man gutes Fernsehen macht. In der Zeit erinnert sich Michael Caine an drei Ratschläge von John Wayne. Mehr lesen

Die ganze Welt im Angebot

30.10.2012. Hurrikan in der Bücherbranche: die Medien kommentieren jetzt breit den Zusammenschluss von Random House und Penguin. Ob's für die Autoren gut ist, bezweifeln in der Welt Literaturagenten. Rüdiger Wischenbart rückt im Perlentaucher die Proportionen zurecht: Der neue Gigant ist fünfzehnmal kleiner als Amazon. Die FAZ fragt: Und was ist, wenn die Einsamen in den Städten auf den Gemälden Edward Hoppers glücklich sind? Von Sandy kursieren eine Menge Fotos. Manche davon sind echt. Wir setzen die richtigen Links.  Mehr lesen

Der Mann ist Philosoph

29.10.2012. Alle schreiben Nachrufe auf Hans Werner Henze, der das Neue wollte, aber nicht als Neutöner. Und ab und zu mal einen Stein warf. Und mit besseren Librettistinnen zusammenarbeitete als zum Beispiel Jörg Widmann, der laut Zeitungsberichten arge Mühe hatte, Peter Sloterdijks "verquaste Gedankengänge" in Opernmusik umzusetzen. Gabriele Goettle verbringt für die taz mit einer Kritikerin des Gesundheitssystems etwas mehr als die veranschlagte Zeit. Und rechnen Sie mit dem Guardian. Und mit Sandy natürlich. Mehr lesen

Steh auf, nimm den Koffer und geh!

27.10.2012. Nicht das Christentum, sondern der Säkularismus war einst prägend für Europas Identität, erinnert sich Orhan Pamuk in der SZ. Die verabschiedet sich derweil schon einmal von Präsident Barack Obama. Die FAZ berichtet von den Unterdrückungsmethoden gegen die weißrussische Presse. Die taz erinnert sich an die Entführung der "Landshut" nach Mogadischu vor 35 Jahren und stellt fest: die Opfer gingen mal wieder leer aus. Vor einem allzu klaren Täter-Opfer-Bild warnt die Welt angesichts einer Ausstellung zur "Flucht und Vertreibung der Palästinenser". Und Gawker meldet, dass William Faulkners Rechteverwerter mit einem Prozess der Gefahr vorbeugen wollen, dass der Schriftsteller mit Sony verwechselt wird. Mehr lesen

Die Hintertür der Ironie

26.10.2012. Die NZZ berichtet über erbitterte polnische Debatten um das neue Schlesische Museum in Kattowitz. Richard Herzinger zeigt in seinem Welt-Blog wenig Respekt für die Forderung nach Respekt für die Religionen. Die taz hat bei der Affäre Strepp ein ähnlich ungutes Gefühl von Mediengekungel wie seinerzeit bei der Affäre Wulff. Reuters erzählt, wie sich Wladimir Putin vor ausländischen Journalisten über Pussy Riot echauffierte. In der SZ erklärt Peter Sloterdijk den Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts, was sie eigentlich hätten tun sollen. In der FAZ erzählt Jochen Hieber, wie Peter Handke ihn vor 25 Jahren wirklich schlug. Mehr lesen

Im Deutschen weniger süffig

25.10.2012. Die NZZ würdigt das Bodybuilding als Bildhauerei am eigenen Leibe. Auf critic.de erfährt man Ungutes über den Zustand der Filmkritik im Internet. Die FAZ erblickt in den Bildwelten der DDR ein willkommenes Korrektiv zum "Kult um die Abstraktion" im Westen. Die SZ fühlt sich im "Homeland" nicht ganz wohl. In der Zeit versuchen Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit nochmal zu erklären, was sie mit Europa meinen. Außerdem: die schönen Augen und die schöne Badehose von Franz Kafka. Mehr lesen

Die Eule der Lady Gaga

24.10.2012. Die NZZ fragt: Will der SWR seine Orchester fusionieren? Oder liquidieren? In der Welt spricht Dani Karavan über seinen Entwurf des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin. Laut futurebooks.net will Amazon auch weiterhin nicht erklären, wann es Kindle-Kontos sperrt und warum. Laut FAZ hält Detlev Bucks Verfilmung der "Vermessung der Welt" dem Original nicht stand. Der New Yorker zitiert aus Sartres Blog: "An angry crow mocked me this morning. I couldn't finish my croissant, and fled the café in despair." Mehr lesen

Was soll das, Freddy?

23.10.2012. Die SZ freut sich über wiederaufgefundene Aufnahmen amerikanischer Weill-Songs. Die taz findet es seltsam, dass sich das Weimarer Theater von der szenischen Lesung der Breivik-Gerichtsrede distanzierte. Die FAZ berichtet, dass El Pais ein Drittel der Redaktion entlässt - obwohl die Zeitung Gewinne schreibt. Der Guardian geht in Saudi Arabien heimlich ins Kino. In der Welt fragt Peter Singer: Warum werden Länder wegen Rassen-, aber nicht wegen Frauendiskriminierung sanktioniert? Und die Public Domain Review verliebt sich ins Volapük. Außerdem: Amazon schließt laut einem  Blog willkürlich Kindle-Kontos. Mehr lesen

Die Tonerde von Virginia

22.10.2012. Die Welt feiert die von Ai Weiwei verantwortete Ausgabe des New Statesman. Heise.de verfolgte einen Vortrag Lawrence Lessigs, der auf einem Kongress der Grünen ein neues Urheberrecht forderte. Die NZZ rehabilitiert die DDR-Kunst. Die taz staunt über die amerikanische Pornoindustrie, die im Namen der freien Rede das Recht erstreiten will, auf Kondome zu verzichten. Außerdem führen wir per Video in die Schönheiten der Jagwa Music ein. Mehr lesen

Ob das wirklich die Wahrheit ist

20.10.2012. Die NZZ lotet die Untiefen des autobiografischen Romans aus. Telepolis fragt: Ist die Filmkritikerbranche eine Klassengesellschaft? Sollen sie doch moderne Kunst in seine Gemäldegalerie hängen, meint Christoph Sattler in der Welt: Aber achten Sie auf die Sockel! Die taz nimmt Liao Yiwu beim Wort. Die FR wandelt durch Bildwelten der DDR. Und auch die Leiden des Johnny Lydon haben ein Ende. Mehr lesen

Sprühend vor Klangfarbenwachheit

19.10.2012. Der Spiegel meldet: Frankreich will Links besteuern, die Google auf Zeitungen setzt. Aber nun will Google keine Links mehr setzen. Netzpolitik hat neulich eine Studie zur Bestechlichkeit von Abgeordneten veröffentlicht. Nun soll das Blog sie zensieren - aus urheberrechtlichen Gründen! Die taz prangert den Prozess gegen den türkischen Pianisten Fazil Say an, der angeblich den Propheten beleidigte. Die NZZ fragt: Ist es ein Problem, dass einer der Nobelpreis-Juroren zugleich der Übersetzer Mo Yans war? Und Mathias Döpfner verkündet: Welt Online wird zahlbar. Und alle trauern um Wolfgang Menge. Mehr lesen

Sprachlich elegante Reduktion

18.10.2012. Die taz Online veröffentlicht einen Aufruf der bekanntesten deutschen Filmkritiker gegen den Deutschen Filmpreis, so wie er jetzt ist. Die Jüdische Allgemeine beschwert sich: Günter Grass bringt den literarischen Antisemitismus in Verruf - da gab's schon originellere Nobelpreisträger. David Cole wehrt sich im NYRBlog gegen Malise Ruthvens Forderung, Beleidigungen des Propheten Mohammed zu verbieten. In der Zeit erklärt Roberto Saviano, warum die Mafia für nichts tötet. Und die SZ mahnt: Museumsbesucher sind die eigentlichen Opfer der grassierenden Kunstraube. Mehr lesen

Das ist Lyrik, das ist Kunst

17.10.2012. Die Welt feiert einen Film über die polnische Punkband Paktofonika. In der taz hat Hans Ulrich Gumbrecht Überlebensprobleme. Die NZZ fragt: "Wo lässt sich schöner von der Antike träumen als in Tunesien?" Für Spiegel Online fährt Sascha Lobo mit Big Brother in London Auto. In Meedia bedankt sich Zeit Online-Chef Wolfgang Blau bei den deutschen Onlinejournalisten, aber nicht bei den deutschen Medienkapitänen, und geht ab zum Guardian. Und natürlich: Dagens Nyheter besingt eine magische halbe Stunde. Mehr lesen

Zahnlos, dafür aber schulterfrei

16.10.2012. In der SZ erzählt der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabajew, wie ihm klar wurde, dass er auf die Weltbühne musste. Ähnliches hat laut Welt der Fantasy-Autor Christian Alexander Schreiber vor, der aber zunächst am Eingang der Frankfurter Buchmesse zu scheitern drohte. Die FR berichtet, dass Günter Grass auch im Alter von 85 Jahren an seinen Dummheiten festhält. Die FAZ empfindet dank einer Brüsseler Inszenierung neue Empathie für Lulu. SZ und FAZ befassen sich mit den Plagiatsvorwürfen gegen Annette Schavan. Mehr lesen

Dieses Imperium muss auseinanderbrechen

15.10.2012. Die Buchmesse klingt nach. FAZ und taz sind ergriffen von Liao Yiwus Friedenspreisrede. Liao Yiwu hat das Allerheiligste des chinesischen Regimes angegriffen, beobachtet die Welt. Christoph Kappes erzählt den Medienfischen, was er und Sascha Lobo mit ihrem E-Book-Verlag vorhaben. Das Ebook boomt dank erotischer Literatur, und diese Literatur wird von Frauen gekauft, konstatiert AFP. Der Tagesspiegel liest ein Buch über Beschneidung und stellt fest, dass hier auch Menschenrechtsargumente nicht zählen. Mehr lesen

Walser? Ein Psychopath!

13.10.2012. Die Welt erlebte, wie sich der neue Literaturnobelpreisträger Mo Yan bei seinem ersten Auftritt in China mit dem inhaftierten Liu Xiaobo solidarisierte. Außerdem lernt sie in Hans Werner Richters Tagebüchern, warum die Bundesrepublik vielleicht ein politisch-wirtschaftliches, aber kein literarisch-ästhetisches Erfolgsmodell wurde. In der NZZ huldigt Laszlo Földenyi dem Heiligen Sebastian und Peter Nadas. Die SZ taucht in die vertonte Comicwelt von Kiss. Und die FAZ gönnt den Griechen nicht einmal das Preisgeld für den Nobelpreis. Mehr lesen

Die wildesten Anekdoten

12.10.2012. Die Jungle World geißelt die humorlosen Feuilletonreaktionen auf Rainald Goetz' Roman "Johann Holtrop". In der NZZ sieht der Harvard-Kunsthistoriker Jeffrey F. Hamburger mit dem geplanten Umzug der Berliner Gemäldegalerie auf die Museumsinsel imperiale Ansprüche aufleuchten. Und alle denken darüber nach, was der Literaturnobelpreis für Mo Yan bedeutet. Kritik kommt von Ai Weiwei, wie die Welt berichtet. Die deutschen Rezensenten sehen Mo Yan dagegen eher als gewitzten Literaten, der die Zensur mit Gewalt, Komik und Obszönität unterläuft. Mehr lesen

Zu verdammt sauber

11.10.2012. Die Welt besichtigt in Paris staunend die unangepasste Kunstsammlung Michael Werners. Der Tagesspiegel porträtiert die 14-jährige afghanische Schülerin Malala Yousafzai, der Taliban eine Kugel in den Kopf schossen, weil sie zur Schule gehen wollte. Die taz spaziert durch ein wiederbelebtes Belgrad. Die Zeit möchte eigentlich keine von Anders Breivik inspirierten Theaterstücke sehen. In der SZ macht sich Oliver Stone nichts aus perfekten skandinavischen Mädchen. Die FAZ wirft ihm prompt männerbündlerische Ausgekochtheit vor. Mehr lesen

Moderner Weltverkehr

10.10.2012. Auch die Intellektuellen in Ägypten interessieren sich nicht für die Rechte der Frauen, erklärt in der NZZ die Autorin Salwa Bakr. Kafka wollte keinen Sex mit Frauen, behauptet in der FR Saul Friedländer. In der SZ warnt der Jurist Stefan Huster vor dem Betroffenheitskitsch in politischen Debatten. Alle freuen sich über den Buchpreis für Ursula Krechel. Nur die SZ hätte sich etwas mehr ästhetischen Furor gewünscht. Mehr lesen

Material und Moral

09.10.2012. Ursula Krechel erhält für ihre Vergangenheitsbewältigung "Das Landgericht" den Deutschen Buchpreis. Die FR freut sich. Die FAZ noch mehr. Die Welt nicht ganz so. Die taz bleibt neutral. Der Merkur eröffnet ein Blog. Die NZZ erliegt dem Charme des sanft vor sich hinrostenden West-Berlin und seiner verwitternden Wahrzeichen. In der FAZ sind sich Kultur- und Wirtschaftsteil über die Freuden der Digitalisierung im Buchgewerbe uneins. Die SZ huldigt den Vasen Carlo Scarpas. Außerdem Bilder von Bäumen und Straßenkreuzungen, Paris und James Deen. Mehr lesen

Wahnsinnig toll gezeichnet

08.10.2012. In der Welt erfahren wir, wie Peter Zadek seinen Freund Christoph Schlingensief vom Krebs befreien wollte. In der FAZ beteuert der Schriftsteller Laurent Binet, dass François Hollande gar nicht mal so langweilig sei. In der SZ feiert Willibald Sauerländer die Karlsruher Camille Corot-Ausstellung. Die taz fragt: Wie kann man die "Begegnung" mit einem Land inszenieren, das ausländische NGOs als Spione behandelt. Die NZZ nimmt Russlands "heroische Geschichtsschreibung" unter die Lupe. Mehr lesen

Favelas der unteren Mittelschicht

06.10.2012. In der NZZ erklärt der neuseeländische Autor Alan Duff, warum der schönste Geistesblitz manchmal nichts wert ist. Die taz experimentiert mit dem E-Book und lobt die Widerstandskraft des Taschenbuchs. In der Welt planiert Ulf Poschardt schon mal Berlins Schrebergärten. FR und SZ sind entsetzt über die Ausstellung "Russen und Deutsche": weich gespülte Geschichtsversion, kritisiert die SZ. Die FR plädiert gleich fürs Einmotten. NZZ und FAZ erscheinen heute mit Literaturbeilage. Mehr lesen

Der Sieg des kapitalistischen Spaßes

05.10.2012. Einen höchst deprimierten Zustandsbericht über die deutsche Literaturkritik veröffentlicht buchreport.de: Freie Journalisten können das Genre allenfalls noch als Hobby betreiben. In der FAZ rät Salman Rushdie von Respekt vor Religionen ab. Die NZZ berichtet aus Malmö, wo der sozialdemokratische Bürgermeister nach Ausschreitungen gegen Juden sagte, er dulde weder Antisemitismus noch Zionismus.  Außerdem feiern die Feuilletons goldene Hochzeit mit den Beatles und James Bond. Mehr lesen

Unselbständig aber glücklich

04.10.2012. Yasmina Rézas neues Stück "Ihre Version des Spiels" nimmt das Ritual der Dichterlesung aufs Korn. Die Kritiker sind begeistert. Weniger begeistert ist dagegen Thomas Hettche von den Kritikern, die sich mit den Autoren nicht mehr solidarisieren, klagt er in der Zeit. Wie gut passt die Shortlist des Buchpreises zum eigentlich lesenden Publikum, den Damen über sechzig?, fragt der Freitag. Die SZ arbeitet sich mal wieder an der Aufklärung ab. Und Slate hat alle Experten gefragt: Aber keiner fand im Kandidatenduell Obama besser als Romney. Mehr lesen

Verwildertes Freund-Feind-Denken

02.10.2012. In der taz beschwört Daniel Cohn-Bendit die Perspektive eines Europas mit viel weniger Deutschland. In der NZZ fragt sich der Historiker Christoph Jahr, warum Eric Hobsbawm sein Leben lang dem Glauben an den Kommunismus treu blieb. Wir verlinken auf die Prêt-à-porter-Schauen in Paris: Endlich Puschen mit Absätzen! In Zeit online wendet sich der Jurist Reinhard Merkel gegen den "kläglichen" Gesetzesentwurf zur Beschneidung. Die FAZ verteidigt die Aura eines hinter seinem Buch verschwindenden Autors gegen die Digitalisierung. Mehr lesen

Gott ist der einzige Universalhistoriker

01.10.2012. In der taz verortet Joachim Unseld die Zukunft des Buchs irgendwo zwischen Manufactum und Amazon. Die NZZ trinkt keinen Cappuccino in Triest. In der FR wendet sich Jörg Fischer gegen die Idee der Globalgeschichte. In der SZ fordert Marcel Beyer mehr Fantasie von deutschem Aufklärungspersonal. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen