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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Mai, 2006

Heute in den Feuilletons

31.05.2006. Peter Handke bekommt den Heinrich-Heine-Preis nun doch nicht. Aber die Debatte geht weiter. Die taz beklagt die immergleichen Reflexe auf Handke. Die SZ ist zornig: "So geht das nicht." Die Welt findet die Entscheidung der Düsseldorfer Stadträte vernünftig. In der NZZ schildert der Dichter Charles Simic sein schlimmstes Trauma: die Niederlage Jugoslawiens gegen Brasilien in der Fußball-Weltmeisterschaft 1950. Die Welt annonciert: "Das Jahrhundert der Anglos ist zu Ende." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.05.2006. Die SZ findet: Das Deutsche Historische Museum ist jetzt auch Geschichte. Die FAZ lauscht versonnen und doch enttäuscht einem süß-hysterischen Hahnenschrei an der Komischen Oper Berlin. In der FAZ antwortet Peter Handke kurz und knapp auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Welt verteidigt Peter Handkes Engagement für Serbien. In der Berliner Zeitung trägt die Redaktion ihren Konflikt mit der neuen Chefredaktion auf der Titelseite aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.05.2006. Die SZ liest den "Schäfer-Bericht" als Dokument eines ins Extrem getriebenen Beamtenwahns. Ebenfalls in der SZ antwortet der Historiker Michael Brenner auf die Israel-Kritik seines Kollegen Tony Judt. Der Streit um den Heine-Preis für Peter Handke hält die Kulturwelt weiter in Atem. Das Festival von Cannes hinterlässt eher laue Resümees. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.05.2006. Die Verleihung des Heine-Preises an Peter Handke kommt nicht gut an. Die SZ will Heine in Schutz nehmen, die FR versteht die Solidaritätsbekundungen für Handke nicht und die FAZ findet das alles unerhört. Mit dem Filmfestival von Cannes ist auch niemand so recht zufrieden. Die taz fürchtet gar, Cannes könnte zu einer zweiten Berlinale werden. Andrzej Stasiuk erklärt den mit dem Polnischen ringenden Papst in der FAZ zum ersten deutschen Sympathieträger des Landes. In der NZZ verraten Schriftsteller ihre Erweckungserlebnisse mit Robert Walser. Und die Welt widerspricht dem Bild vom schwulenfeindlichen Wilhelminismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.05.2006. Die SZ bringt die Eröffnungsrede, die Meinhard von Gerkan zur Eröffnung des neuen Lehrter Bahnhofs leider nicht halten durfte. Die FAZ recycelt die Eröffnungsrede Orhan Pamuks zum New Yorker Pen-Festival im April. Sofia Coppolas in Cannes gezeigter Film über Marie Antoinette erfreut als Porträt einer Unbekümmerten, die sich solange keinen Kopf macht, bis er ab ist.
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Heute in den Feuilletons

24.05.2006. Günter Grass kritisierte in seiner in der Zeit dokumentierten Rede zur Eröffnung des Pen-Kongresses Amerika und Stadelmaier. Die FAZ vermisste in Grass' Rede Kritik an anderen Despoten. Die Welt zitiert lieber Horst Köhler zum gleichen Anlass: "Noch jedes Herrscherlob eines Diktators ist von einem Dichter verfasst worden." Die FAZ macht sich jetzt auch Sorgen über das Altern der Inder, Chinesen und Russen. Die SZ will nicht an die Gerüchte um die Berliner Philharmoniker glauben und kritisiert Welt und FAZ, die sie aufbrachten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.05.2006. In der FAZ erzählt Hans Magnus Enzensberger das Leben des Dichters Iwan Heilbut. In der Welt erklärt Thomas Ostermeier, warum es seit Ibsen und Strindberg nichts Neues unter der Sonne gegeben hat. In der SZ spricht Jon Fosse über Ibsen. Der FR graut vor der karnevalistisch anmutenden Tribalisierung der Gesellschaft. Die taz stellt den Pianisten Vijay Iyer vor, der mühelos Jazz mit Philosophie und Politik  verbindet.
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Heute in den Feuilletons

22.05.2006. In der NZZ beschreibt Gilles Kepel die Strategien von Al Qaida, um eine Hegemonie in der islamischen Welt zu erreichen. Die SZ begrüßt zum Abschluss des Theatertreffens die Rückkehr des dokumentarischen Theaters. Die Welt macht auf den heute beginnenden Kongress des PEN Clubs in Berlin aufmerksam und fordert eine Diskussion über Polen. Die Welt schildert auch die Tücken des Urheberrechts in Zeiten der Digitalisierung. In der taz fragt Zafer Senocak: Gibt es einen Schutz des Staates vor dem Islam? In der FAZ am Sonntag spricht Geert Mak über die Ausbürgerung Ayaan Hirsi Alis. Die New York Times fragt: Welches sind die 100 besten amerikanischen Romane der letzten 25 Jahre?
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Heute in den Feuilletons

20.05.2006. Abdelkader Benali bedauert in der FAZ den Weggang des islamischen Don Quichotte Ayaan Hirsi Ali aus den Niederlanden. In der Welt zeigt sich Faraj Sarkohi ratlos angesichts der mit modernen Waffen ausgerüsteten iranischen Sphinx Ahmadinedschad. In der SZ sieht Tony Judt Israel am Scheideweg. In seltener Einmütigkeit loben FR und FAZ die Frankfurter Fotoschau "Humanism in China". Und alle haben am politisch-sozialen Cannes bisher wenig auszusetzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.05.2006. Sollen Kunstwerke wie die Nofretete in ihre Ursprungsländer zurückkehren? Die SZ meint ja. Und nein. Die NZZ drückt den renitenten Filmemachern des Iran die Daumen. Außerdem erklärt der heute achtzigjährige Peter Zadek, warum er kein Filmregisseur ist. Die taz kritisiert die Novellierung des Urheberrechts, die manche Bibliotheksdienstleistung gefährdet. In der Welt annonciert Niall Ferguson eine Rückkehr des Kalten Kriegs in Form vieler kleiner kalter Kriege. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.05.2006. Die Welt lauscht dem durchdringenden Schweigen Chinas zum 40. Jahrestag der Kulturrevolution. Währenddessen besucht die Zeit einige Protagonisten der virtuellen Meinungsfreiheit in China. Die NZZ staunt über die Niederländer, die entdecken müssen, dass es seinerzeit eine Kollaboration mit den Nazis gab. Das Festival von Cannes begann mit einer Enttäuschung: Ron Howards Verfilmung des "Da Vinci Codes" ist nach Meinung der meisten Kritiker ein Flop. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.05.2006. Die angekündigte Emigration Ayaan Hirsi Alis in die USA sorgt allenthalben für Aufregung. Die taz ist sich nicht ganz einig, was sie über die Islamkritikerin denken soll: Ist sie eine nützliche Idiotin weißer Männer? Oder selbstbewusste Nervensäge? Die FAZ hat sie schon mal in Ayaan Hirsi Magan umbenannt. Die SZ schweigt. Die FR macht sich Sorgen über EU-Richtlinien, die den britischen Orgelbau gefährden. Der Bericht der Sabrow-Kommission zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit sorgt in FAZ und Welt weiterhin für Debatten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.05.2006. In der Welt spricht der Regisseur Ousmane Sembene über Beschneidung von Frauen in Afrika, die für ihn nichts mit Religion zu tun hat. Die FR dokumentiert den umstrittenen Expertenbericht zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Historiker Ulrich Herbert lobt diesen Bericht im Tagesspiegel und plädiert auch für eine Dokumentation des Alltags der DDR. Die NZZ macht sich Gedanken über eine neue Nationalhymne für Südkorea. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.05.2006. Die Büchner-Preis-Entscheidung für Oskar Pastior wird im Namen des Autors begrüßt und in Namen des Preises kritisiert. In der Welt kennen Ayaan Hirsi Ali und Leon de Winter die Antwort auf Bin Laden: Hybridautos. Die NZZ identifiziert Mexiko-Stadt als die wichtigste Kunststadt Zentralamerikas. Die Welt am Sonntag besuchte die Protagonisten des vorletzten Hypes: die Jungen Wilden.
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13.05.2006. Die SZ liest 16 Millionen chinesische Blogs. Die NZZ erinnert an den größten Kinoskandal in der Franco-Ära - ausgelöst von Luis Bunuels "Viridiana". Die Welt spricht Klartext über die Entkoppelung sexueller Aktivitäten von allem Seelischen bei den Schwulen. Die Berliner Zeitung kommentiert schon die Verleihung der deutschen Filmpreise gestern Abend. Spiegel Online rechnet ab mit den Neocons. Die FAZ erzählt, wie die EU mit Hilfe von Journalisten ihr Image aufbessert. In der taz dankt William Forsythe der Frankfurter Business-Community für die Rettung seines Tanztheaters.
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Heute in den Feuilletons

12.05.2006. Die FAZ erinnert an einen revolutionären Akt der Kunstgeschichte, der ein Selbstakt war. Die SZ findet den umstrittenen Expertenbericht zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eigentlich ganz passabel, die taz auch. Die Welt berichtet über eine explosionsartige Verbreitung von Kaczynski-Witzen in Polen. In der Berliner Zeitung schreibt der weißrussische Autor Artur Klinau über das Land der Angst.
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Heute in den Feuilletons

11.05.2006. Die FAZ erfreut sich am durchnässten Gewand der Arsinoe. Auch die SZ berichtet über die Ausstellung "Ägyptens versunkene Schätze" in Berlin und über eine Fatwa gegen die freizügigen antiken Statuen. Die Zeit macht auf den Fall des iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo aufmerksam, der vom Regime des Landes ins Gefängnis gesteckt wurde. Die NZZ berichtet über die Einführung von Windows XP in Kisuaheli. Die FR feiert Jean Nouvels Entwurf für das Pariser Museum der außereuropäischen Künste und Zivilisationen. Die Welt kritisiert Simon Rattles Programmpolitik für die Berliner Philharmoniker: Wohlfühlen ohne Wehtun. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.05.2006. Die NZZ ist entsetzt über den Zustand der italienischen Literaturkritik. Die SZ lässt kein gutes Haar an Luciano Canforas Geschichte der Demokratie. Die Welt weiß schon jetzt: 2006 ist ein Traumjahr des deutschen Films. Die FAZ porträtiert den tschechischen Regisseur Miroslav Bambusek, der die Vertreibung der Deutschen thematisiert, und kritisiert die französischen Intellektuellen 100 Jahre nach Dreyfus. Die taz lobt Michael Elmgreens Entwurf des Denkmals für die homosexuellen Opfer des Nazis als männlich intim. Mehr lesen

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09.05.2006. In der Welt plädiert der Historiker Norman Stone für die Aufnahme der Türkei in die EU, in der FAZ plädiert Alain Finkielkraut dagegen. Die NZZ berichtet über die Zerstörung von Baudenkmälern in Moskau. Die SZ beschreibt den Stand des "Dead Eye Problems" in der Animationstechnik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.05.2006. In der FAZ kommt Walter Laqueur auf die Auseinandersetzung zwischen Bernard Lewis und Edward Said zurück - und sieht Lewis als Sieger. In der Welt meint der Springer-Vorstand Mathias Döpfner zur Zukunft der Zeitungen: Das Internet ändert weniger als wir denken. Und Hubertus Knabe wehrt sich gegen einen "Akzentwechsel" in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Der Berliner Zeitung fehlt noch ein Mahnmal in Berlin: das für die sowjetischen Kriegsgefangenen. In der SZ unternimmt Matthias Politycki einen lyrischen Spaziergang durch das italienische Städtchen Arpino. Die taz staunt über die Erfolge der südkoreanischen Popkultur. Mehr lesen

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06.05.2006. "Freud ist tot. Es lebt", verkündet die taz und auch alle anderen Zeitungen begehen ausgiebig seinen 150. Geburtstag. Die FAZ kolportiert, dass sich ein Mordkommando nach Dänemark aufgemacht hat, um die Mohammed-Karikaturisten zu töten. SZ und NZZ befassen sich mit den neuesten Debatten um Peter Handke und seinen Serbien-Feldzug. Der NZZ graut es außerdem vor der Kulturpolitik der Hamas, die zuallererst den Bauchtanz verbieten will. In der FR tritt Klaus Staeck den Kampf gegen die geistige und ästhetische Verrohung des Landes an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.05.2006. Goethe zieht sich zurück, das Konfuzius-Institut kommt. Allerdings mit einem recht schmalen Etat, wie die Welt berichtet. Dass das katholische Radio Maryia Hörerspenden nicht in die Danziger Werft investiert, sondern lieber an der polnischen Börse verspielt, weiß die NZZ. Die taz lauscht John Cages e und e' in Halberstadt. Im Tagesspiegel findet Jürgen Gosch die sieben blutig-nackten Männer seiner "Macbeth"-Version nur natürlich. Caspar David Friedrich als Erneuerer lernt die SZ in einer epochalen Ausstellung in Essen kennen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.05.2006. In der Zeit fragt sich Peter Schneider, warum eigentlich keine Einwanderer in der deutschen Literatur auftauchen. Die Welt erwartet vom Berliner Theatertreffen Stöße unter Hirn-und Herzhaut. Die FAZ hat sich in Teheran ein aufregendes Fuballspiel angesehen: Die Kreuzberger Frauenmannschaft Al Dersimspor gegen die iranische Nationalauswahl. Die taz setzt gegen die transzendentale Obdachlosigkeit auf Arbeit. Und die FR begrüßt eine astreine Multikulti-Idee. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2006. In der taz fordert Zafer Senocak einen freiheitlichen Patriotismus und Nulltoleranz gegenüber Ansprüchen der Ehre. Jean Baudrillard sieht in der SZ überall französische Melodramen, bei Mächtigen wie Revoltierenden. Die FR erblickt im neuen Frankfurter Portikus kompromisslos inaktuelle Eleganz. Und die FAZ feiert Renzo Pianos lakonisch gläsernes Wunder in New York. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.05.2006. Alle Zeitungen kommentieren natürlich Klaus Staecks Wahl zum neuen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste: Die SZ hält dies für eine sehr deutsche Entscheidung, die Welt findet sie zeitgemäß. Die taz berichtet vom wachsenden Antisemitismus in der Türkei. Auf dem Genfer Salon du livre hat die NZZ Spielzeug, Schmuck und Kristalle gefunden, aber kaum Bücher. Die FR lobt das neue Programm von Gerhardt Polt und den Biermösl Blosn als völlig sinnlos und völlig wahnsinnig. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen