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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

September, 2006

Heute in den Feuilletons

30.09.2006. Die Buchmesse steht vor der Tür. Und überall schreiben und sprechen indische Autoren. In der Berliner Zeitung erklärt Vikram Chandra, wie sich Verbrechen, Politik und Religion zu einer unheiligen Allianz zusammentaten, die auch Stoff für zweibändige Romane abgibt. Die NZZ bringt eine ganze Beilage mit Betrachtungen zu Malerei, Musik, Bollywood und Literatur. In der SZ weiß der irgendwie ja auch indische Autor V.S. Naipaul, warum Bangladesch so glücklich ist.. In der FR liefert Mahesh Dattani Impressionen aus Deutschland. Außerdem: Die taz interviewt Necla Kelek. In der Welt bespricht Dan Diner die große Geschichte des Holocaust von Saul Friedländer. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.09.2006. Die FAZ weist mit Hilfe zweier Grass-Briefe an Karl Schiller von 1969 und 70 nach, dass der Autor zumindest bei anderen freimütige Geständnisse über die Vergangenheit befürwortete. Die FAZ weist außerdem nach, dass die mittelalterlichen Handschriften des Landes Baden-Württemberg diesem auch gehören. In der SZ preist der Historiker Ulrich Herbert das Gesamtwerk Saul Friedländers über den Holocaust als epochal. Die "Idomeneo"-Affäre beschäftigt die Feuilletons weiter: Die Berliner Zeitung nimmt sich den Berliner Kultursenator Flierl und Innensenator Körting zur Brust, der Tagesspiegel verfährt ebenso mit den Intendantenkollegen von Kirsten Harms.
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Heute in den Feuilletons

28.09.2006. Die NZZ beklagt anlässlich der Absetzung des "Idomeneo" den lokalpolitischen Dilettantismus im Berliner Milieu. Der Tagesspiegel fragt, warum Thomas Flierl die Opernintendantin zwei Wochen im Regen stehen ließ. Die FR sieht die Grundfesten des bürgerlich-westlichen Selbstverständnisses in Gefahr. Die taz zeigt sich überrascht von der plötzlichen Liebe der CDU zur Freiheit der Kunst. Im Spiegel ärgert sich Feridun Zaimoglu über Aufklärungsspießer. In der Zeit beklagt Navid Kermani die intellektuelle Auszehrung des Islam. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.09.2006. Idomeneo je oh je! Die Blätter sind voll und noch mutiger als damals, als sie die Mohammed-Karikaturen lieber nicht publizierten. In der SZ sagt Hans Neuenfels: "Wenn die Schere im Kopf schon bei diffusester Faktenlage von selbst zuschnappt, kann das ungeheure Auswirkungen haben für die Kunst". Die FAZ fordert, dass die Deutsche Oper Hans Neuenfels' abgesetzte "Idomeneo"-Inszenierung nun täglich bringt - mit anschließenden Diskussionen. Die Berliner Zeitung spottet über "die deutsche Kultur", die "für ihren staatlich bezahlten Mut weltbekannt" ist. Im Tagesspiegel unterrichtet der Berliner Innensenator Ehrhart Körting über das Wesen des Glaubens. Im Spiegel klagt Henryk Broder über Verletzung seiner nicht-religiösen Gefühle als säkularer Jude: Wo war bei Neuenfels der abgeschlagene Kopf des Moses? Auch die New York Times wurde schon auf die Peinlichkeit aufmerksam. In der Zeit online ärgert sich Klaus Harpprecht über die seiner Ansicht nach recht billige Kritik an Kirsten Harms. Die FR aber findet: Zumindest Harms, die Intendantin der Deutschen Oper, war nicht kopflos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.09.2006. Die Berliner Zeitung berichtet über die Absetzung von Hans Neuenfels' "Idomeneo"-Inszenierung in Berlin wegen Köpfung des Propheten Mohammed. Das deutsche Theater hat sich hiermit keinen Gefallen getan, meint die Welt. Die NZZ überlebte den Steirischen Herbst. Die SZ stellt Lars von Triers neueste Erfindung vor, die "Automavision". Die taz fordert mehr Investigation im Kulturjournalismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.09.2006. Michael Thalheimers Inszenierung der "Orestie" am Deutschen Theater stellt einen Bühnenblutrekord auf - und stößt auf zwiespältige Reaktionen. Die FAZ wandelt über die Popkomm und stellt fest: Der Pop überlebt nur dank "Long Tail". Die NZZ berichtet über scharfe theologische Kontroversen in Ägypten. Die taz beklagt die missliche Lage der Muslime in den USA. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.09.2006. Die Regensburger Papstrede ist unerschöpflich! In der Berliner Zeitung erklärt der Religionswissenschaftler Rolf Schieder, dass die Kritik am Protestantismus viel radikaler war als die Kritik am Islam. In der Welt ruft Anne Applebaum die westlichen Institutionen der Rechten, der Linken, der Mitte auf, die Redefreiheit des Papstes zu verteidigen. Das Böse wurde beim Deutschen Historikertag mit dem Namen Herr K. belegt, berichtet die taz. Die FR wagt sich in eine Sinnsucherfanganlage. In der NZZ beschreibt Bahman Nirumand die "freiwillige" Selbstkritik des iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo. Die SZ stellt das Projekt Berlin Townhouses vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.09.2006. In der NZZ verteidigt V.S. Naipaul die Errungenschaften des Empires. Die taz will sich mit dem Pop-Islam verbünden. Der Tagesspiegel zweifelt an der Möglichkeit des Dialogs zwischen arabischen und westlichen Intellektuellen. In der SZ will der ungarische Autor Peter Zilahy die Budapester Unruhen nicht recht ernst nehmen. In der FAZ klagt Walter Kempowski über die Verkennung seines Werks durch den Literaturbetrieb und auch über Günter Grass. In der Berliner Zeitung verneigt sich Kurt Flasch vor der Unfehlbarkeit des Papstes, um dann der Fehlbarkeit des Professor Ratzinger nachzuspüren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.09.2006. Die Zeit lässt Elke Heidenreich und Christian Thielemann wissen: Es gibt kein Zurück in eine heile Opernwelt. In der FAZ fordert die Historikerin Fania Oz-Salzberger Europa zur Diskussion mit Israel auf. Und Michael Jürgs schreibt über die kommende Heimsuchung unserer Gesellschaft durch die Alzheimer-Krankheit. In der SZ bezweifelt der Islamwissenschaftler Thomas Hildebrandt die theologische Kundigkeit des Papstes. In der NZZ erklärt der polnische Jazztrompeter Tomasz Stanko, warum er nicht so einfach fröhlich sein will. SZ und taz und György Konrad im Tagesspiegel verteidigen den ehrlichen Lügner Ferenc Gyurcsany. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.09.2006. Abdelwahab Meddeb warnt in der taz vor dem diffusen Islamismus. In der FR markiert György Dalos die Unterschiede zwischen den ungarischen Unruhen 1956 und 2006. Frank Schirrmacher macht in der FAZ den Männerüberschuss in Mecklenburg-Vorpommern für den Erfolg der NPD verantwortlich. Der Schriftsteller Shashi Tharoor erklärt in der SZ, warum das Englische viel indischer ist als jeder indische Dialekt. Die NZZ staunt über Khushwant Singhs interreligiöse Problemlösung bei Orgasmusschwierigkeiten. Mehr lesen

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19.09.2006. Die FAZ rät der Berliner Opernstiftung zur Selbsteinsparung. Die SZ hält nichts von Historikern, die die Ereignisse des Falls von Konstantinopel nicht einmal kurz hererzählen können. Der Welt erzählt der finnische Elektronikmusiker Jimi Tenor, dass seine Bearbeitungen klassischer Musik nicht immer gut ankommen. Die taz möchte die Naturwissenschaften doch noch mal einer Kritik unterziehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.09.2006. Die Auseinandersetzung um die Regensburger Papstrede treibt die Feuilletons noch einmal um. Anders als Johannes Paul II. sucht Benedikt XVI. das Streitgespräch, meint die SZ. Die FR verteidigt die unveräußerlichen Freiheitsrechte des Papstes. Die FAZ verurteilt den "erpresserischen Diskurs, bei dem über jedem falschen Wort eine Bombe hängt". Außerdem: In der taz findet Daniel Cohn-Bendit, dass die Pariser Zeitung Liberation ihren Charme längst verloren hat, und Vikram Chandra spricht über seinen Roman "Sacred Games". Und die Welt kann beim besten Willen nicht sagen, warum in Frankfurt und Berlin Schillers "Jungfrau von Orleans" aufgeführt wird. Mehr lesen

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16.09.2006. Die Regensburger Rede des Papstes erhitzt die Gemüter. Die FAZ pocht auf Meinungsfreiheit und kritisiert imperialistischen Züge des Islams. Die FR erinnert daran, dass der Papst kein Muslim ist. Die taz glaubt, der Papst habe durchaus die Überlegenheit des christlichen Glaubens beansprucht. Die NZZ hofft inständig auf eine friedliche Diskussion. Imre Kertesz erklärt der SZ, dass der Roman an sich ein Trick ist, und nicht das Leben. Und für die Welt bestimmt der Journalist Vir Sanghvi den Zeitpunkt, an dem Indien optimistisch wurde. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.09.2006. Die NZZ prangert den anhaltenden Mao-Kult an sowie China-Touristen, die sich noch immer mit Massenmörder-Devotionalien eindecken. Außerdem wünscht sie sich eine Professionalisierung der Blogo-Sphäre. Die Welt berichtet, dass Michel Houellebecq seine Biografie ein wenig frisiert hat. Die FAZ erkundet die dialektische Zurechnungsfähigkeit von Nationaldichtern. Und in der SZ erklärt Herfried Münkler: das Schreiben am Computer macht geschwätzig. Mehr lesen

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14.09.2006. Die Zeit stellt fest, dass im interaktiven Internet keine Schwarmintelligenz wirkt, sondern Herdenmentalität: Der Prozess ist reine Dynamik. In der Berliner Zeitung entlarvt Khalid Al-Maaly die Doppelzüngigkeit arabischer Intellektueller. Passend dazu berichtet die NZZ von einer peinlichen Solidaritätsadresse ebendieser an Günter Grass. Die SZ konstatiert ein neues Behagen am nautisch-militaristischen Jargon. Die FAZ schwärmt von Tom Tykwers atemberaubender "Parfüm-Verfilmung", und in der taz erinnert der Regisseur: "Das Buch riecht auch nicht." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.09.2006. Alle Zeitungen bringen Nachrufe auf Joachim Fest. Allen voran die FAZ, in der Frank Schirrmacher seinen Vorgänger als Innenarchitekt der offenen Gesellschaft würdigt. Die SZ bewundert Fests Respekt vor der geistigen Freiheit anderer. Und die taz hält ihn für den einflussreichsten konservativen Intellektuellen der Republik. Der vor zehn Jahren ermordete Rapper Tupac Shakur ist laut Welt eher ein Machiavelli des Rassen- und Klassenkampfs. Die NZZ registriert mit Missfallen, dass sich Manhattan nur noch Reiche leisten können. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.09.2006. Mit Martin Pollack reist die SZ durch Sarmatien zwischen Schwarzem Meer und Ostsee, Don und Weichsel. Die Welt sieht in Tom Tykwers "Parfum"-Verfilmung Nasenhärchen in Großaufnahme zittern und riecht doch nichts. Die NZZ zieht in Sachen Mozart Harnoncourts zwei Halbe den üblichen vier Vierteln vor. Die FAZ enthüllt den literarischen Trick des Papstes. Und FAZ wie Spiegel online melden, dass Joachim Fest tot ist.
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Heute in den Feuilletons

11.09.2006. Das Echo auf das Filmfestival von Venedig ist geteilt: Die taz hat so viele tolle Filme wie seit langem nicht gesehen. Die FAZ fragt sich, wer eigentlich keinen Löwen bekommen hat. Die SZ hat Hinweise, dass der Anfang vom Ende der Welt vielleicht schon im letzten Herbst eingeläutet wurde. In der Welt meldet Niall Ferguson aus dem Jahr 2031, dass dank der Nanotechnolgie der Krieg gegen den Terror gewonnen wurde. Die FR inspiziert die widerstandsfähigen Knautschzonen der neuen Hochhausgeneration. Und die NZZ inspiziert Googles digitale Bibliothek. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.09.2006. Thema Nummer eins ist der 11. September. Im zwölfseitigen Dossier der taz zum Jahrestag beklagt T.C. Boyle: "Die amerikanische Gesellschaft wird nur noch von Angst geleitet." In der NZZ glaubt Mark Lilla, der Terroranschlag habe die USA nicht aufgeweckt, sondern in einen Tiefschlaf versetzt. Und in der FR gerät Marlene Streeruwitz in die Depression der Sprachlosigkeit. Außerdem beschreibt der chinesische Nobelpreisträger Gao Xingjian in der Welt, wie Mao die Menschen zu Wölfen machte. Die SZ hat in Venedig eine sehr sinnliche und lehrreiche Architekturbiennale genossen. Die FAZ bewundert das schmutzige Genie Caravaggio. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.09.2006. In der SZ bedauert Tony Judt Amerika für den Kollaps seiner liberalen Intelligenz. In der FAZ bedauert Thomas L. Friedman Europa für seine Unfähigkeit, Leute schnell feuern zu können. Die NZZ erklärt, wie Hoteljournalismus im Irak funktioniert. Die taz beschreibt die Härten der Karriere-Konsolidierung im Pop-Geschäft. Und die Welt feiert einen gigantischen Werbeclip für Richard Strauss' "Rosenkavalier". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.09.2006. Daniel Barenboim rät Israel in der Zeit, nicht alles auf die Karte Amerika zu setzen. Ayaan Hirsi Ali rät Europa im Tagesspiegel, die muslimischen Frauen nicht links liegen zu lassen. In der SZ vermisst Najem Wali in den arabischen Medien eine Beschäftigung mit den fundamentalistischen Wahhabiten. Die FR ist mit den westlichen Erklärungsansätzen nach dem 11. September noch nicht zufrieden. Für die Welt riecht Patrick Süskinds Zurückgezogenheit nach Selbstvermarktung. Mehr lesen

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06.09.2006. Die SZ verabschiedet sich mit Joachim Fests gutbürgerlichen Erinnerungen "Ich nicht" von zwei Generationen moralischen Kaspar Hausers in Deutschland. In der FR hält Marcel Reich-Ranicki das politische Engagement von Schriftstellern für wirkungslos bis schädlich. Der Dresdner Museumsdirektor Martin Roth plädiert in der Welt für einen Fonds zum Rückkauf restituierter Kunstwerke. Die NZZ warnt Venedig vor dem neuen Roma-Cinema-Festival. Und die FAZ kratzt am Image des boomenden Indiens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.09.2006. In der taz kritisiert Klaus Modick die Häme, Machtimpulse und Verunglimpfungskritik der Feuilletons. In der SZ pocht Oliver Stone darauf, dass sein 9/11-Film "WTC" unpolitisch ist, was ihm Slavoj Zizek jedoch nicht durchgehen lassen will. Die FAZ berichtet über das Walten der chinesischen Internet-Polizei. Die Welt begutachtet die neo-putinistische Architektur in Moskau. Die Berliner Zeitung beschreibt, wie heikel historische Themen für türkische Autoren sind. Und die NZZ schwärmt von John Banvilles Roman "Die See". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.09.2006. Die Welt porträtiert die Berliner Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates, die nach einem weiteren Überfall resigniert ihre Kanzlei schließt. Außerdem hat sie schon Jonathan Franzens morgen erscheinenden Erinnerungen an seine ereignislose Jugend in Missouri gelesen. In der SZ preisen die Architekten Almut Ernst und Armand Grüntuch die deutsche Großstadt. Die taz erkennt in Bazon Brock einen Papa Schlumpf-Laokoon. Die FR ist begeistert von Robert Wilsons Schönberg-Inszenierung "Erwartung", die NZZ eher entgeistert von Thomas Ostermeiers "Sommernachtstraum". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.09.2006. Die Welt stellt erfreut fest, dass der 11. September die Wirklichkeit in die Literatur zurückgebracht hat. In der Berliner Zeitung schlägt Adriano Sofri Israel vor, auf seine Atomwaffen zu verzichten. Die NZZ inspiziert das Gegenwartstheater und fürchtet, dass Interventionen von Theatergruppen im Libanon sinnlos wären. Die SZ fühlt sich in Paul Verhoevens Film über das von Nazis besetzte Holland wie in einem B-Katastrophenrettungsmovie der Siebziger. Die taz spielt Adventures mit George Bush zitierenden Army-Sergeants. Yasmina Rezas Beziehungsstück "Im Schlitten Arthur Schopenhauers" kommt nicht gut weg. Die Reza ist halt nicht Albee und schon gar nicht Strindberg, erklärt die FAZ. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.09.2006. Das Welt-Feuilleton hat als einziges mitbekommen, dass der gestrige Tag ein geisteshistorisch einschneidendes Datum war: Google Book Search stellte Tausende Klassiker online. In der SZ kritisiert Pawel Huelle polnische Politiker, die aus dem Fall Grass Kapital schlagen wollen. Die FAZ bringt ein Interview über den kommenden Roman von Wolf Haas, ein Interview. Die taz nimmt Luftwurzeln und Orchideen zu Hilfe, um die Schönheit von Apichatpong Weerasethakuls venezianischem Wettbewerbsbeitrag "Sang Sattawat" zu beschreiben.
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Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen