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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2008

Opulentes Ungefähr

30.08.2008. In der FAZ erklärt Henryk M. Broder, warum er sich weder vom Gericht noch von der FAZ verbieten lassen möchte, jemanden als antisemtisch zu bezeichnen. Die SZ verabschiedet Wolfgang Wagner. Die taz beobachtet, dass in den USA Weiße und Schwarze noch immer getrennt beten. In der Jungle World plädiert Cord Riechelmann gegen die Gauß'sche Normalverteilung. Und die FR ist enttäuscht von Madonnas Muskelspielen. Mehr lesen

Zunehmend feindseliger

29.08.2008. Deutsches Kino in Venedig: Laut Welt weist Christian Petzold in seinem neuen Film "Jerichow" nach, dass man "Ossessione" auch in die Prignitz verlegen kann. In der NZZ bestreitet der Philosoph Otfried Höffe jede Rechtsgrundlage für die Sezession Südossetiens und Abchasiens. In der taz staunt Michail Ryklin über die Tücken der Georgien-Diskussion. Und in der FAZ fragt Michael Krüger: Macht das Kindle aus unserer Welt eine elektronische Hölle? Laut Berliner Zeitung schmolz die Postmoderne in den Tränen von Ulrich Matthes. Mehr lesen

In Clooneys gemessen

28.08.2008. Es ist Kalter Krieg, meint die FAZ. Und der größte Provokateur ist ausgerechnet die sanfte EU, die nicht aufhört sich auszudehnen, meint Richard Wagner in der Achse des Guten. Am besten, wir geben den Russen keine Visa mehr, schlägt Foreign Policy vor. Die Berliner Zeitung beklagt die totgesparte und gnadenlos ausgepresste Kultur Italiens. Die taz ermittelt gegen die Hacks-Mafia. Die Zeit basht die Jugend (aber liest die das auch?) Mehr lesen

Auf Kortners Kosten jubelnd-schadenfroh

27.08.2008. Die taz erinnert an die traurige Tatsache, dass der Zerfall des Römischen Imperiums vor allem den kleinen Leuten schadete. Die FR meint, dass die weißen Amerikaner inzwischen die Afroamerikaner mögen, aber die Nigger hassen sie immer noch. In der SZ erinnert sich Joachim Kaiser daran, wie er einmal mit einem Verriss seinen Job riskierte. In Liberation erklärt die georgische Politikerin Medea Tuschmalischwili, warum sie den Vergleich von Abchasien und Südossetien mit dem Kosovo für abwegig hält. Mehr lesen

Echt schwieriges Zeug, Barock und so

26.08.2008. In der Welt plädiert Adam Krzeminski aus polnischer Sicht für Günter Grass. Der FR gefällt es aber nicht, wie Grass seine Kinder zum Selberlebensrapport bestellte. Die taz porträtiert den Schriftsteller Giwi Margwelaschwili. Die FAZ ist enttäuscht: Die sinookzidentale Verständigung ist durch Olympia nicht besser geworden. Welt und SZ machen gerontologische Bedenken gegen die Nike-Mortier-Lösung für Bayreuth geltend. Mehr lesen

Nebelkerzenprosa

25.08.2008. Die FAZ jubelt: Die Revolution in Bayreuth ist möglich, mit Nike Wagner und Gerard Mortier. Die SZ beobachtet den Klimawandel auch in Brasilien: Die Copaibabäume tragen dieses Jahr keine Früchte. Günter Grass' "Box" stößt nicht auf die Begeisterung der Kritik: Schon wieder Selbstrechtfertigung, stöhnt die Welt, der Tagesspiegel will Grass' Orgien der Vagheit nicht mitfeiern. Die FAZ erklärt, warum die Kritik bei der "Box" auf jeden Fall zu spät kommt. Mehr lesen

Es hätte auch Schöneberg sein können

23.08.2008. In der Welt betrachtet Sonja Margolina im Stau auf der Rubljowka die entstehende russische Zivilgesellschaft. Die NZZ meint: Das Buch überlebt, wenn es ist wie ein Löffel. In der FR protestiert die Autorin Sherry Jones gegen den Verlag Randomhouse, der ihren neuesten Roman "The Jewel of Medina" mit Rücksicht auf den Islam nicht publizieren will. Rue89 wirft Bernard-Henri Levy vor, in seiner Georgien-Reportage geflunkert zu haben. Die Achse des Guten fand heraus: Israel plant einen Angriff auf das rechtschaffene Russland. Dazu beigetragen hat die einseitige Berichterstattung des Perlentauchers. Mehr lesen

Das Sprudeln der Hirne sanft lenken

22.08.2008. Spiegel Online zitiert ein chinesisches Interview des einst als kritisch geltenden Regisseurs Zhang Yimou, in dem er Befehl, Gehorsam und Schönheit der Masse preist. Der Freitag greift die Debatte über Filmkritik im Netz auf. Die Berliner Zeitung fragt: Wozu Books on Demand, wenn es elektronische Lesegeräte gibt? Die FAZ hat noch einmal gründlich recherchiert und findet ihre Thesen über Glucksmann und Levy und Georgien und Amerika und Israel bestätigt. Mehr lesen

Bis das Medium hinter die Botschaft zurücktritt

21.08.2008. Die FAZ fragt: Was darf Evelyn Hecht-Galinski denken? Und was darf Henryk M. Broder darüber sagen? Und die Zeitung für Schland fragt: Was darf die FAZ in dieser Sache dekretieren? Die FR hat das Kindle ausprobiert. In der Welt erhebt der Organist Ton Koopman schwere Vorwürfe gegen einen Bach-Sohn: Hat Carl Philipp Emmanuel Bach das Ende der "Kunst der Fuge" verschwinden lassen? Mehr lesen

Eine Teilmenge dieser Tatsachen

20.08.2008. Die Berliner Zeitung zitiert die China-Expertin der Deutschen Welle, Danhong Zhang, die sich fragt, was gegen Internetzensur einzuwenden ist: "Hier in Deutschland kann man auch nicht jede Seite aufrufen, zum Beispiel Kinderpornografie." In der FR schreibt Sven Hanuschek zu den Vorwürfen gegen Alfred Andersch: "Dass Andersch den Krieg überleben wollte, ist ja wohl keine moralische Schandtat." In der SZ entfaltet Ernst-Wilhelm Händler Thesen zur Überlegenheit des Romans. Im Tagesspiegel erklärt Ray Bradbury, warum Frauen keine Science fiction lesen. Mehr lesen

Kein Placebo, sondern Aufputschmittel

19.08.2008. Die taz fragt: Was ist das für ein Buchpreis, der 14.000 Titeln keine Chance gibt? Die Welt meint: Heath Ledgers Joker ist unheimlicher als Jack Nicholsons Joker. Der Tagesspiegel fragt: Geben amerikanische Museen Raubkunst zurück? Die SZ macht sich Sorgen über den Rechtsextremismus in Ungarn. Die FAZ hat herausgefunden, dass W.G. Sebald mit seinen Vorwürfen gegen Alfred Andersch womöglich doch recht hatte. Mehr lesen

Sex lässt sich nicht verfilmen

18.08.2008. In der taz erklärt der ukrainische Autor Mykola Riabchuk, warum sich nach dem Feldzug in Georgien selbst die prorussischen Kräfte von Russland abwenden. Der Perlentaucher übersetzt den Liberation-Artikel von Glucksmann und Levy, denen die FAZ vorwirft, allein die Interessen Amerikas und Israels zu verfechten.  Der Perlentaucher antwortet auch auf eine Polemik des Filmkritikers Josef Schnelle gegen Filmkritik im Internet. In der SZ erklärt Michel Houellebecq, warum das Genital das Problem ist. Mehr lesen

Wälzen eines Gegenstands mit beiden Füßen

16.08.2008. In der Berliner Zeitung erinnert sich Diedrich Diederichsen, wie er 1982 in New York eine 24-jährige Kellnerin kennenlernte. In der Welt erinnert sich Thomas von Steinaecker, wie er sich über den "Gesang der Jünglinge" kaputtlachte, bevor er sein Leben veränderte. In der SZ erklärt der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch, warum er zu den Georgiern hält. In der taz erklärt die ossetische Literaturdozentin Schanna Tschotschijewa, warum sie die Georgier für Nazis hält. In der NZZ fürchtet Dubravka Ugresic die Hinterlassenschaft ex-jugoslawischer Kriegsverbrecher. Mehr lesen

Stimme im verfremdeten Prozess

15.08.2008. In der FR lobt Ulrich Beck die Religion: Befreit sie uns doch aus nationalen Containern. In der NZZ lobt Sadiq Al Azm den Kommerz: Befreit er uns doch aus religiösen Containern. In Georgien geht's um Europa, meinen Andre Glucksmann und Bernard-Henri Levy in Liberation, aber Europa liegt im Koma. Der Welt graut jetzt schon vor dem Buchmessenland China im Jahr 2009. Und vor der Eröffnung der Berlinale 2009. Mehr lesen

Eine Träne ohne bestimmte Bedeutung

14.08.2008. In der Welt würdigt Adam Krzeminski den Einfluss Solschenizyns in Polen und geißelt sein Schweigen zu Katyn. In der NZZ kritisiert der georgische Autor Devi Dumbadze den ohnmächtigen Nationalismus seiner Landsleute. Die taz porträtiert den US-Komiker Adam Sandler. Die SZ meint: der Kaukasus-Krieg mag ein alter Krieg sein. Er ist aber die Folge ganz neuer Fehler. Die Zeit durfte schon einen Blick in Nabokovs nachgelassenen Roman werfen und annonciert eine Sensation.
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Die Körper der deutschen Soldaten

13.08.2008. Die Welt fragt: Warum nahm Randomhouse Amerika Sherry Jones' Roman "The Jewel of Medina" aus dem Programm? Die NZZ ist nicht zufrieden mit Locarno. Die FR mahnt die Chinesen, nicht immer Harmonie mit Einverständnis zu verwechseln. Die taz beschreibt, wie die Zensur auf dem chinesischen Buchmarkt funktioniert. Die SZ schildert erotische Verwirrung zur Vichy-Zeit. Mehr lesen

The official return of history

12.08.2008. Die Welt meint: Das Kindle kommt nach Deutschland. Die NZZ wirft einen Blick auf die reiche Geschichte der russisch-georgischen Beziehungen. Die FAZ erblickt im Kauskasus-Konflikt (ähnlich wie Robert Kagan in der Washington Post) eine Rückkehr zum klassischen Krieg. Die SZ erklärt, warum sie über Eichingers Baader-Meinhof-Film nicht schreiben wird. Weil sie nämlich gar nicht darf. Und dann auch nicht mehr will. Mehr lesen

52 gestaffelte Wendeltreppen

11.08.2008. Peter Singers Begriff der "Tierrechte" ist inhuman, meint die Welt. Die FR porträtiert den Treppenforscher Friedrich Mielke. In der NZZ klagt der somalische Autor Nuruddin Farah, dass sein Land vom Westen im Stich gelassen wird. Die SZ findet Michel Houellebecqs ersten Film ganz gut. Isaac Hayes ist tot: Wir bringen ein Video. Mehr lesen

Malerei mit Menschenmassen

09.08.2008. In der Welt erklärt Orlando Figes, warum Russlands Intelligenzija heute entweder korrupt oder mafiös ist. Die SZ sieht Kairo auf dem Weg, ein Unterwassermuseum zu werden. In der Berliner Zeitung stellt Leonardo Padura klar, warum die Kubaner die Besten beim Sex sind. Spiegel Online bewundert Chinas Menschenführung. Mehr lesen

Der gute Westen, das böse China

08.08.2008. Heute eröffnen die olympischen Spiele in Peking. Die Welt porträtiert den Regisseur des Spektakels Zhang Yimou. Die taz porträtiert die politisch Verfolgten Chinas. Die FAZ kann mit dieser westlichen Entweder-Oder-Moral nichts anfangen. Die NZZ sieht arabische Konservative mit Pop-Videos zur Weißglut gebracht. In der FR erinnert Arturo Arango an das stalinistische 1968 auf Kuba. Und in der SZ überschreitet Andrzej Stasiuk unbewachte Grenzen. Mehr lesen

Schwere Laszivität auf einer Wolke

07.08.2008. Kafkas Pornos tapezieren das Sommerloch! Aber sie sind kulturell zu relevant, um richtig Porno zu sein, meint die Welt. Ähnlich sieht's die SZ. Die NZZ feiert die ungemein schöne Musik Salvatore Sciarrinos. Jungle World fragt: Was macht der UN-Menschenrechtsrat mit den Menschenrechten? Die Zeit gratuliert zahlreichen Popstars zum Fünfzigsten. Mehr lesen

Es ist unschön

06.08.2008. In der Welt kritisiert der Sporthistoriker Wolfram Pyta die Willfährigkeit, mit der sich das IOC der Symbolpolitik Chinas fügte. Die taz entlarvt Olympia als die Spiele der kapitalistischen Internationale. In der SZ muss Katajun Amirpur feststellen, dass Ahmadinedschad gemeint hat, was er nie sagte. Die Times informiert über Franz Kafkas pornografische Sammlung. Mehr lesen

So unbestreitbare Wahrhaftigkeit

05.08.2008. In der Welt beschreibt Gerd Koenen, wie ihn die Lektüre des "Archipel Gulag" veränderte. Auch für Viktor Jerofejew ist es vor allem der "Archipel Gulag", der Epoche machte. In der FAZ äußern sich unter anderem Ralph Dutli und Marcel Reich-Ranicki. Richard Wagner bezweifelt in der Tagespost, dass sich die deutsche Linke je mit Solschenizyn auseinandergesetzt hat. Die taz meldet außerdem: Das Geschäftsmodell Musik gegen Geld ist endgültig tot. Mehr lesen

Venezianisches C-Dur-Ritual

04.08.2008. In der NZZ fordert Najem Wali arabische Intellekuelle auf, mit israelischen Kollegen in einen Dialog zu treten. Die FR greift neue Rechercheergebnisse des Germanisten Volker Liersch über Erwin Strittmatter auf, die dieser in der FAZ am Sonntag präsentierte. Die Welt findet die neuesten Forschungsergebnisse über die NS-Verstrickung Friedrich Flicks mehr als eindeutig. Die Meldung vom Tod Alexander Solschenizyns kam zu spät für die Zeitungen - immerhin bringt die New York Times einen langen Nachruf. Mehr lesen

Testosterongetriebene erotische Linie

02.08.2008. Wurde der Jurist Horst Dreier, der angeblich Folter in Extremsituation befürwortet, Opfer eines "Konzertierten Rufmords"? So sieht es Michael Stolleis im Merkur. Die SZ antwortet. In der NZZ betont Bora Cosic: Es gibt in Serbien nicht nur Karadzic, sondern auch Dädalus. Die Berliner Zeitung hört Punk in China. In der FAZ erinnert sich Salman Rushdie an das schwierige Zustandekommen der "Mitternachtskinder" und anschließende Glückwünsche der Raubdrucker. In der Welt fürchtet Harald Welzer, dass die Deutschen das Vertrauen in die Demokratie verlieren. Mehr lesen

Kleine und große Kompromisse

01.08.2008. In der taz äußert sich Diedrich Diederichsen skeptisch über den afroamerikanischem Widerstands-Wagnerianismus des John Coltrane. Cyndi Lauper klagt in der Berliner Zeitung: Heute sieht man keine Girl Power mehr. Die FAZ notiert erste Äußerungen der Quandt-Familie über ihre Vergangenheit. Außerdem schließt Ingo Schulze mit der Wende ab: Zwanzig Jahre danach fällt die Bilanz des Westens mehr als mager aus. Im SZ-Magazin posieren Olympiasportler für verfolgte Chinesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen