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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

März, 2005

Heute in den Feuilletons

31.03.2005. In der Zeit beklagt Salman Rushdie die Rückkehr der Religionen - und ihrer Intoleranz. Außerdem bringt die Zeit ein langes Gespräch mit Jörg Immendorff. Die NZZ greift eine französische Debatte über schwarzen Rassismus gegen Weiße auf. Die FR erinnert sich selig an das West-Berlin der Achtziger. Die taz polemisiert gegen Dogma. Die FAZ verabschiedet die Buchpreisbindung in der Schweiz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.03.2005. In der taz ruft Zhou Fucheng: "1.000 Jahre Diktatur sind genug!" Die FR stellt fest: Eigentlich interessiert man sich gar nicht für Sartre, er wird nur dummerweise hundert, und Aron ist erst recht vergessen. Die NZZ versucht, den "Native Nazi" Jeff Weise zu verstehen. Die FAZ betrachtet erotische Szenen mit Jürgen Teller und Charlotte Rampling. In der SZ begutachtet der Schriftsteller Najem Wali das traurige Kulturleben in Bagdad. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.03.2005. Die SZ streift die Fesseln des Ökonomismus ab und erklärt das Ziel der Vollbeschäftigung zur Ideologie. In der NZZ annonciert Sonja Margolina einen neuen Historikerstreit. In der taz macht uns Gabriele Goettle mit einer Montessori-Lehrerin bekannt, die sehr dezidierte Ansichten über die Grenzen der Toleranz vertritt. In der Welt erklärt die Sängerin von Judith Holofornes von Wir sind Helden, warum sie mit größten Stolz nicht ironisch ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.03.2005. In der Welt beweist der Philosoph Robert Spaemann Gott. In der FR bekennt Ilse Aichinger, warum sie am Tag bis zu sieben Stunden im Kino verbringt. Die SZ bewundert die strategische Brillanz von George Bush im Fall Terri Schiavo. Die FAZ feiert die zauberhafteste Fehlbesetzung der Saison: Edith Clever. In der Berliner Zeitung nimmt Ralph Giordano Rolf Hochhuth vor denen in Schutz, die jetzt nachtreten. Aus der taz erfahren wir, dass die West-Berliner einfach zu cool für den Erfolg waren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.03.2005. Die FAZ berichtet über einen kleinen Medienkrieg zwischen Russland und Polen. Die NZZ sieht durch Götz Alys Buch "Hitlers Volksstaat" einen neuen Historikerstreit heraufziehen. Die SZ versichert: Nicht jeder junge Mann ist ein Problemfall. In der FR erinnert Franzobel an Jules Verne. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.03.2005. In der Zeit beklagt Jens Jessen den Exzess des Gedenkens: "schlecht verhehlter Charakter fortgesetzten Drogenmissbrauchs". Die NZZ meldet: Utrecht versöhnt sich mit Descartes. Nach 363 Jahren wurde es auch Zeit. FR und FAZ sind sich uneins über Clint Eastwoods "Million Dollar Baby". Die SZ fragt: War der niederländische Widerstandskämpfer Jan Campert ein Verräter? In der FAZ warnt Gerhart Baum die Rundfunkintendanten vor der EU: keine Kultur, keine Gebühren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.03.2005. In der taz bescheinigt Arno Widmann den 68ern, sie hätten nicht zur Liberalisierung Deutschlands beigetragen. Die NZZ findet uns heute noch nicht liberal, angesichts des Umgangs mit Rolf Hochhuth. In der SZ feiert der Dichter Adonis den Libanon, weil er demokratisch sei ohne Demokratie. Und Robin Detje feiert Dimiter Gotscheffs "Iwanow"-Inszenierung, weil sie endlich Schönheit in die griesgrämige Volksbühne bringt. In der Welt erklärt Peter Sloterdijk den Terrorismus als Nostalgiephänomen. Die FAZ lässt sich von dem Molekulargastronom Thomas Vilgis bekochen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.03.2005. Bei der FR und anderen Zeitungen hinterlässt die Leipziger Buchmesse eine "freundlich gelaunte Gelangweiltheit". Die taz begegnete immerhin einem neuen literarischen Heiland (zumindest wenn man seinen Jüngern glaubt). In der FAZ erklärt Gerhard Stadelmaier, warum er viele "Wilhelm Tells" gesehen hat, aber den Tell, den sieht er nirgends. Und für die SZ läutet die große Bernhard Heisig-Ausstellung in Leipzig eine neue Epoche ein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.03.2005. In der Welt fragt der Autor Michael Kleeberg leise, warum seine Schriftstellergeneration nicht laut wird. Die SZ ist erleichtert, dass Christoph Albrecht nun doch nicht Intendant der Bayerischen Staatsoper wird. In der NZZ denkt Ralf Dahrendorf über den Freiheitsbegriff von Isaiah Berlin nach. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.03.2005. Die SZ berichtet über neueste Entwicklungen im Streit um die Mailänder Scala. Die NZZ schildert den Niedergang der renommierten Editions du Seuil. Die taz porträtiert das Berliner Underground-Label Royal Bunker. Die FR freut sich über die Neuerwerbungen des Frankfurter MMK. Die FAZ hat ein neues Meisterwerk entdeckt: Heinrich Breloers Film über Albert Speer. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.03.2005. Die Zeit beschreibt Bernhard Heisigs Nahkampf mit Kunst und Macht. In der Welt protestiert der ugandische Journalist Andrew M. Mwenda gegen mehr Entwicklungshilfe für Afrika. In der NZZ liest der Arabist Tilman Nagel den Koran als Aufforderung zur Gewalt gegen Andersgläubige. Die SZ prophezeit eine Rückkehr der Schönheit. Die FR feiert den Film "Willenbrock" als bislang radikalste Gesellschaftskritik Andreas Dresens. Die FAZ plädiert gegen eine Zentralisierung der Berliner Gedenkstätten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.03.2005. Die FR hadert mit dem späten Günther Uecker. In der taz bekräftigt der Wirtschaftshistoriker J. Adam Tooze seine Kritik an Götz Alys Buch "Hitlers Volksstaat". Die FAZ erinnert an das Berliner Attentat auf den türkischen Völkermörder Talaat Pascha im Jahr 1921. Und die NZZ stellt den italienischen Bestseller der Saison vor: Alessandro Pipernos jüdische Familiensaga "Con le peggiori intenzioni". Die SZ bewundert den emotionalen Appeal des Roboters Qrio, der demnächst für die Altenpflege eingesetzt werden soll. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.03.2005. In der SZ schmiedet die Taiwanesin Yu-hui Chen Sushi-Messer aus chinesischem Raketenstahl. Die NZZ rehabilitiert Macbeth. Die FAZ erzählt, wie Thomas Demand Bilder macht. Außerdem bringt sie aus Anlass des heute beginnenden Bibliothekartags ein Plädoyer gegen die Digitalisierung von Bibliotheken. In der taz antwortet Götz Aly auf die Kritik des Historikers J. Adam Tooze. Die Welt bringt eine Hitparade deutscher Geistesgrößen, die aber ein demografisches Problem haben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.03.2005. In der FR kämpft György Dalos für die Büchersammlung von Werner Schweikert. In der taz erklärt Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus, wie die Menschen die Schönheitswahl abschafften - und wieder einführten. Die FAZ greift den Bestseller "Dschungelkind" von Sabine Kuegler an. In der Welt schildert Bernd Eichinger, wie Parsifal ihn an seine Grenzen trieb. Der Tagesspiegel deckt neue russische Zensurfälle auf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.03.2005. In der Welt begründet Friedbert Pflüger, warum ihn die RAF-Ausstellung in den Berliner Kunstwerken fast zu "spontanen Regelverletzungen" inspiriert hätte. In der NZZ meditiert die Lyrikerin Olga Martynova über das Nachleben Joseph Brodskys. Die FAZ setzt die Debatte zu den Berliner Gedenkstätten mit einem Plädoyer für die "authentischen Orte" des Gedenkens fort. Die SZ verabschiedet mal wieder jene Zeiten, da man noch zu Pink Floyd auf dem Flokati bumste. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.03.2005. In der FAZ wirft Andre Glucksmann dem Westen Mitverantwortung an der Ermordung Aslan Maschadows vor.  Die taz berichtet vom Filmfestival Ouagadougou. Die SZ kritisiert die von SWR-Intendant Peter Voß betriebene Verstümmelung des SWR-Vokalensembles. Die NZZ  porträtiert die türkisch-deutsche Autorin Emine Sevgi Özdamar. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.03.2005. Götz Aly überall. Die Zeit preist ihn als einen der "interessantesten Außenseiter" der Geschichtsforschung. Im Interview mit der Welt erklärt er seine These von "Hitlers Volksstaat". Die SZ bringt einen Artikel von Hans Mommsen. In der FAZ wendet sich der Berliner Historiker Ludolf Herbst gegen eine Zentralisierung des Gedenkens und fordert statt dessen eine bessere Ausstattung der universitären Holocaust-Forschung. In der Berliner Zeitung spricht der tschetschenische Dichter Apti Bisultanow über Aslan Maschadow. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.03.2005. Die FAZ ist empört über die Abwicklung des SWR-Vokalensembles durch den SWR-Intendanten Peter Voß. Die FR feiert "eine kostbare Paradiespflanze", die Frankfurter Schauspielerin Friederike Kammer. Die taz erinnert sich voll Wehmut an die Ulmer Hochschule für Gestaltung. Die NZZ flaniert durch die russische Kulturszene in Israel. Und im Tagesspiegel erklärt Andras Schiff, warum er den ersten Satz der Mondscheinsonate ohne Pedal spielt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.03.2005. Heute ist Weltfrauentag: Die SZ vermisst 100 Millionen Frauen, die gar nicht erst geboren wurden. In der FR befasst sich Claus Leggewie mit den Nebenwirkungen von Antidiskriminierungspolitik. Die taz versucht zu klären, welches Geschlecht nun die ärmere Sau ist. Die FAZ erinnert an die Bombenanschläge in Madrid vor einem Jahr. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.03.2005. In der NZZ lesen wir eine Reportage von Charles Simic, der durch die amerikanischen Südstaaten reiste. Die taz freut sich über das neue Kunstmuseum in Stuttgart. Die FR ärgert sich über die Empörungsrituale des deutschen Feuilletons. Die FAZ staunt über die Drastik, mit der die Renaissancemaler "Mannes Lust und Weibes Macht" darstellten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.03.2005. In der FAZ begeistert sich Peter von Matt für die Leidenschaft, mit der bei Seneca gemordet wurde. Die Welt beobachtet, wie die Berliner Volksbühne in "Autismus, Mobbing und Selbstgerechtigkeit" versinkt. Die FR traf aufgeklärte deutsche und islamische Denker in einer ägyptischen Wüstenoase. Die NZZ kennt drastische Mittel gegen Leute, die ausgeliehene Bücher nicht zurückbringen. Welt und taz rühmen Walter Kempowskis Echolot-Abschluss "Abgesang 45". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.03.2005. Die FAZ bringt das Plädoyer des Historikers Ulrich Herbert zur Neuordnung der Berliner Gedenkstätten. Für die Welt ist diese Debatte Zeichen der Historisierung der NS-Vergangenheit. Die FR freut sich über das neue Kunstmuseum in Stuttgart - einen raffinierten gläsernen Kubus. In der NZZ versucht die Psycholgin Rona M. Fields die Psycholgie von Selbstmordattentätern zu ergründen. Elfriede Jelineks Stück "Wolken. Heim..." am Berliner Ensemble fällt durch.
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Heute in den Feuilletons

03.03.2005. In der Zeit informiert Anselm Kiefer: Der Mensch ist abgrundtief böse. Der FR erschien der Geist in "Hamlet" in Teheran als imperialistischer Agent. Die taz feiert den Bollywoodhit "Main hoon na". Die Welt gratuliert dem Erreger der Syphilis zum hundertsten Geburtstag seiner Entdeckung. Die SZ beschreibt die erste Runde des Streits um die NS-Gedenkstätten in Berlin.
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Heute in den Feuilletons

02.03.2005. In der FAZ kritisiert Hussain Al-Mozany die arabischen Intellektuellen, die über die Gewalt in der eigenen Kultur schweigen. Die NZZ ist ergriffen vom Gedichtband Thomas Klings. In der SZ erklärt eine Irakerin, warum sie sich vor den Amerikanern fürchtet. In der taz erklärt Caroline Fourest Tariq Ramadan zu einem islamistischen Fundamentalisten. Die FR beobachtet die Entstehung einer modernen ukrainischen NationMehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.03.2005. In der SZ beklagt der Historiker Götz Aly die "Geschichtsfeigheit" und "üppige Verwahrlosung" der Berliner Gedenkstätten. Die taz stellt richtig: Als Gewaltopfer konnte Rudi Dutschke gar kein potenzieller Terrorist sein. In der FR beschreibt Natan Sznaider die Stimmung in Tel Aviv nach dem jüngsten Selbstmordattentat. Die FAZ freut sich über die Oscars für Clint EastwoodMehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen