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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Mai, 2010

Charmant illustrierte Gedächtnisstütze

31.05.2010. In der SZ fragt Stefan Weidner: Gibt es einen Faschismus der Aufklärung? Gabriele Goettle besucht für die taz einen Cashflow-Club auf der Suche nach Reichtum und Erfolg. Man gratuliert Clint Eastwood. Man begräbt Dennis Hopper. Man liest das erste Bilderbuch für demente Senioren. Und, klar, wir sind Meyer-Landrut! Die FAZ mag ihre Bewunderung für Stefan Raab nicht ganz verhehlen, kriegt die Lippen dabei aber nicht ganz ungekräuselt. Die SZ sieht in Lenas Sieg auch einen Sieg der in den Casting-Shows praktizierten Demokratie. Wir setzen außerdem einige Links zu den aktuellen Ereignissen um den "Free Gaza"-Konvoi. Mehr lesen

Gib ihm Leben, Mann, gib ihm Jazz!

29.05.2010. Die MRR-Geburtstagsmaschinerie läuft an. Das Geheimnis von Reich-Ranickis Erfolg beim Publikum ist sein Zentrismus, meint Stephan Wackwitz in der taz. In der Berliner Zeitung erklärt der britische Wirtschaftswissenschaftler  Paul Collier, warum Reichtum an Bodenschätzen eher Fluch als Segen ist. Empfindsamen unter den Kunstliebhabern rät die FAZ von einem Besuch der Bruce-Nauman-Austellung in Berlin ab. Auf großes Interesse stößt das Berliner Urteil, das einem muslimischen Schüler ostentatives Beten an der Schule untersagt. Mehr lesen

Was im Netz ist, wird wahrgenommen

28.05.2010. Die FAZ fragt: Gäbe es einen Ismael im Google-Zeitalter? Die FR ließ sich von der Buchmesse nach Argentinien einladen und traf dort auf eine "zarte, eine schöne Hexe". Die NZZ stellt Blogs vor, in denen ägyptische Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung in Partnerwahl und Ehe fordern.  In einem Video von den TED-Talks erzählt Sharmeen Obaid-Chinoy, wie Taliban Kinder zu Selbstmord-Attentätern machen. Und Dietrich Fischer-Dieskau singt Hugo Wolfs "Morgenstimmung". Mehr lesen

Nachdenkendes Tier, flankiert von Kürbissen

27.05.2010. Die FR feiert die zugleich bodenständige und raffinierte Naturlyrik Oswald Eggers. Der Tagesspiegel besucht Andres Veiel bei den Dreharbeiten zu seinem ersten Spielfilm - über Gudrun Ensslin und Bernward Vesper. Carta verabschiedet sich vom Papier. Die New York Times meldet: Erstmals ist Apple mehr wert als Microsoft. Clay Shirky fragt in seinem Blog: Können Medien sich anpassen, oder sind sie zu komplex? Und der Ukraine-Experte Timothy Snyder konstatiert im Blog der NYRB: Unter Janukowitsch ist Stalin nicht so böse wie unter Juschtschenko. Mehr lesen

Gerade süß genug

26.05.2010. In der SZ antwortet  Thomas Ostermeier recht bitter auf Botho Strauß' Motzereien über jüngere Theatermacher. Die SZ stellt auch ein Kunstwerk vor, das Ai Weiwei ins Netz gestellt hat (und auf das wir verlinken). In der FAZ rechnet der spanische Schriftsteller Rafael Chirbes mit der sozialdemokratischen Zapatero-Regierung ab. Carta pfeift geistiges Eigentum. Mehr lesen

Torpedokäferartige Energie

25.05.2010. In der taz erklärt Apichatpong Weerasethakul, warum die thailändischen Ereignisse durchaus auch ihre erfreuliche Seite haben. Die Goldene Palme für Weerasethakul findet allgemein Zustimmung. Die Financial Times und die Blogs staunen über Rupert Murdochs blickdichte Paywall bei der britischen Times. Die FR staunt mehr über Christoph Schlingensief selber als über sein Spektakel "Via Intolleranza II". Nach der Schaffung künstlichen Lebens erklärt Craig Venter, was wir eigentlich sind: Informationsmaschinen. Mehr lesen

In der Distanz zum System entsteht eine Kraft

22.05.2010. In der NZZ stellt Laszlo F. Földenyi mit Canetti eine Frage, die aus der Mode gekommen ist: "Was ist der Mensch?"  Und Joachim Gauck spricht über Freiheit. Die Ankündigung von Google, ein Itunes in die Wolke zu stellen, macht Techcrunch froh: Der Kampf der Giganten Google/Apple ist einfach unterhaltsamer als die einstigen Kämpfe Apple/Microsoft und Google/Microsoft. In der Welt diagnostiziert Sibylle Lewitscharoff eine chronische Schlaffheit unter Kritikern. Und Cannes ist fast vorbei, und es ist Zeit, Apichatpong Weerasethakul zu feiern. Mehr lesen

Kreiselnd in der Hysteriespirale

21.05.2010. Die SZ erwägt nach dem spektakulären Raub in Paris die praktischen Vorteile geklauter Kunstwerke. Die taz fragt, was das für Damien Hirst heißt. BoingBoing stellt Google TV vor, das das Internet ins Fernsehen bringt. Die Welt staunt über die Birthler-Behörde, die dem Historiker Helmut Müller-Enbergs den Prozess macht, weil er die Stasi-Vergangenheit des Karl-Heinz Kurras enthüllte. In der FAZ entsteht nun zumindest künstliches Leben. Mehr lesen

Selbstbezogener Koloss

20.05.2010. In der Zeit liest Jürgen Habermas deutschen Politikern in der Krise die Leviten. Außerdem fordert die Zeit eine Regulierung des Netzes durch den Staat. In der FR bestreitet Avi Primor, dass es einen neuen Antisemitismus gibt. Der Freitag liest ein Manifest, das der radikalen Linken den "lebendigen Schwung der Jugend" zurückgeben möchte. Auf Facebook wurde ein "Everybody Draws Mohammed Day" ausgerufen. Der FAZ wurde bei Andrej Ujicas aus Originalaufnahmen montierter "Autobiografia lui Nicolae Ceaucescu", die in Cannes gezeigt wurde, ziemlich unheimlich zumute. Mehr lesen

Ausreichend Sex

19.05.2010. Amazon begibt sich immer mehr auf das Feld der Verlage, berichtet paidcontent.org. In Amerika will die Firma vor allem Übersetzungen publizieren. Anders als die ÖRA in Deutschland wird die BBC sparen müssen, berichtet Telepolis. Der Observer schickt eine Reportage aus Sodom-sur-mer (das liegt in Dubai). Facebook wird auf Kritik an Datenschutzbestimmungen reagieren, berichtet das Wall Steet Journal. Und Dirk Baecker verteidigt den Kapitalismus gegen die FR. Mehr lesen

Wenn Geist und Materie zusammenschießen

18.05.2010. In der FR sprechen südafrikanische Regisseure über das Theater in ihrem Land sechzehn Jahre nach der Apartheid: "Nur bei Premieren haben wir ein gemischtrassiges Publikum." Die NZZ meldet Entspannungen im polnisch-jüdischen Verhältnis. Die taz rätselt über den neuen Godard. Die SZ lauscht verzückt dem Berliner Rundfunkchor im Berghain. Mehr lesen

Prosa aus ungelüfteten Räumen

17.05.2010. Die NZZ steht im Pariser Musee d'Orsay vor den Köpfen guillotinierter Franzosen. Bei den Passionsspielen in Oberammergau möchte die FR den Schauspielern Socken anziehen, die Welt findet: Jesus ist einfach zu gut, um interessant zu sein. In Carta erklärt Wolfgang Michal, warum die FAZ Peter Kruse anschwärzt. In der FAZ sieht Botho Strauß nur noch schnellfertige Virtuosen im Theater. Mehr lesen

Ich habe selbst in Oxford studiert

15.05.2010. In der NZZ geht Fabio Pusterla mit Philippe Jaccottet über einen verbrannten Hügel. In der Welt wechselt Theodore Dalrymple die Straßenseite: er hat einen britischen Politiker gesehen. Der britische Autor Will Self fürchtet in der taz eine Rückkehr der Schnösel mit antiquiertem Akzent. In der FR warnt Hans-Ulrich Wehler vor einer Demokratiekrise. Die SZ sagt mit dem Oberammergauer Regisseur Christian Stückl: Schalom, Jesus. Mehr lesen

Rundum gelungene Verrohung der Sitten

14.05.2010. Für die NZZ endete die Münchner Musikbiennale im Allerlei - Zeit für ein neues Konzept. Die FR ist sehr froh über das Schauspiel Frankfurt unter Oliver Reese, das sich wieder in die Hirne und Herzen der Stadt spielt. Die Welt erlebte das Fiasko der Whitney Houston und den Triumph Lady Gagas in Berlin. In der FAZ kritisiert die Informatikerin Constanze Kurz das BGH-Urteil gegen offene WLAN-Zugänge. Was kommt als nächstes: Das Verbot des anonymen Netzzugangs? Mehr lesen

Liebes junges türkisches Kino

12.05.2010. Die taz stellt dringende Fragen an das junge türkische Kino: "Warum rinnen an deinen Fenstern immer Regentropfen herunter?" Die FR liest den dritten Band von Warlam Schalamows Erinnerungen an den Gulag. Alle Zeitungen werfen einen Blick auf das Cannes-Programm, das eigentlich genauso aussieht wie jedes Jahr. Die Zeitungsverleger sind schon wieder traurig. Eben ging's ihnen noch prächtig, da müssen sie sich gegen die ÖRA wehren, meldet das Handelsblatt. Google bringt ein Gpad, meldet das WSJ. Und Ayaan Hirsi Ali verstößt gegen die Benimmregeln des Guardian. Mehr lesen

Das sind nur Ideenwolken

11.05.2010. In der Welt wendet sich Städtebauer Albert Speer gegen allzuviel Eitelkeit von Einzelbauten, besonders von Zaha Hadid. In der taz wendet sich Marlene Streeruwitz gegen Stücke, die nur der Eitelkeit der Regisseure dienen. Die FR bringt gute Nachrichten: Den deutschen Zeitungen geht's prächtig. Weitersagen, bittet der Verlegerverband. Das Problem mit den Kandidaten für die Nachfolge am Zentrum für Antisemitismusforschung ist, dass sie keine Antisemitismusforscher sind, meint Clemens Heni in seinem Blog. Mehr lesen

Nur ein Piekser, mehr nicht

10.05.2010. Der Gesetzesentwurf der Verlage für ein Leistungsschutzrecht ist in den Medien der Verlage noch nicht Thema. Irights.info fragt: Sind sich Wirtschaft und Behörden über die Kosten für ein solches Gesetz im Klaren? In Albanien darf man zu Ostern wieder ungestraft Eier färben, erzählt die NZZ. Die SZ skizziert die Debatten zum Burkaverbot in Frankreich. Für die Welt berichtet die Filmemacherin Eva Munz aus Thailand. Mehr lesen

Der mit den Haien schwimmt

08.05.2010. Dem Blog Irights.info wurden Gesetzentwürfe der Verleger und Gewerkschaften für ein Leistungsschutzrecht zugespielt. Wer auf Presseerzeugnisse verweisen will, wird demnächst einen Antrag stellen müssen! Die FAZ enthüllt zweierlei: Warum die öffentlich-rechtlichen Anstalten in dem neuen Entwurf für die Rundfunkgebühr so leichthin auf Werbeeinnahmen verzichten und warum TV-Serien heute aufregender sind als Romane. In der Welt klagt Hans Pleschinski über den deutschen Literaturbetrieb: Kein Werk, kein Gedanke und keine Kritik. Mehr lesen

Die RAF war keine Kinderhilfsorganisation

07.05.2010. Ulrike Meinhof hat ihre Töchter Bettina und Regine Röhl aus Mutterliebe verschleppen lassen, meint Jutta Ditfurth nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Klaus Rainer Röhl in der taz und ruft damit den wütenden Protest Bettina Röhls in der FR auf den Plan, die Jutta Ditfurth Schönfärberei vorwirft. Spiegel Online bestreitet die ZDF-Version in punkto Westergaard-Absage. Caroline Fourest erzählt in ihrem Blog die Geschichte der Frauen von Hassi Messaoud. Die Neupräsentation der Topografie des Terrors stößt allgemein auf Zustimmung. Mehr lesen

Kraft-ohne-Freude-Demonstration

06.05.2010. In der FAZ beklagt der britische Filmemacher Adam Curtis in einem Wort zu den britischen Wahlen den Konsumismus, in dem wir uns eingerichtet hätten. Die Zeit hat nach Gesprächen mit Kopftuchträgerinnen eines verstanden: "Kategorisch wird man dem Kopftuch in keinem Fall gerecht." Die SZ bringt eine ganze Seite über die italienische Opernkrise. In Spiegel Online zieht Henryk Broder eine polemische Bilanz von fünf Jahren Holocaust-Mahnmal: tonnenschwere Entlastung. Mehr lesen

Absurde Logik der Angst

05.05.2010. In der FAZ denkt Hans Belting über das Islamische im Film nach. In BoingBoing erklärt Cory Doctorow, warum er Facebook hasst. Welt und Tagesspiegel greifen ein Plakat der dänischen Gruppe Surrend auf, das unter dem Titel "Endlösung" Israel von der Landkarte tilgt. Die SZ meldet, dass das ZDF den Zeichner Kurt Westergaard nun angeblich doch interviewen will. Die taz erzählt die Geschichte eines ägyptischen Zahnarztes, der trotz deutschen Doktortitels nicht in deutschen Zähnen bohren darf. Mehr lesen

Die Loyalität, die Bereitschaft mitzumachen

04.05.2010. Die taz begrüßt den deutsch-ivorischen Kulturaustausch. In der Welt erklärt der Freejazzer und Musiklobbyist Dieter Gorny, warum er den Jazz so sehr mag, dass er eine Echo-Gala für ihn organisiert. In der FR spricht der Historiker Michael Wildt über die Neupräsentation der "Topografie des Terrors" in Berlin. Die SZ bringt letzte Aufwallungen der Popkritik gegen das Internet und eine Theorie des katholisch-evangelischen Theologen Klaus Berger zur Missbrauchsbewältigung. Mehr lesen

Momente des Vergessens und des Trosts

03.05.2010. Aktualisiert um 14.50 h. Karikaturist Kurt Westergaard ist laut Welt online empört über Absage des ZDFAktualisiert um 10.15 h: Roman Polanski wendet sich in Bernard-Henri Levys Blog an die Öffentlichkeit: "Ich kann nicht länger schweigen." In der taz schreibt Bahman Nirumand über drakonische Strafen gegen Künstler, die im Iran gegen Achmadinedschad demonstrierten. In den Blogs wird weiter über Apple spekuliert. Steve Jobs verbietet Flash auf seinen Geräten, damit  man Medieninhalte, die man bei ihm als App bezahlen soll, nicht anderswo im Netz lesen kann, vermutet paidcontent.org. Matthias Spielkamp wendet sich in einer Rede vor dem Publisher's Forum gegen die Gratismentalität in den Medien. Der FAS ist ein Wunder geschehen: Es heißt Igor Levit und kann  Klavier spielen. Kritiker, die über ihren Bedeutungsverlust klagen, werden trotzdem zitiert. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen