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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juni, 2012

Daherscheppernder Dorfdiscoquark

30.06.2012. Business Week erklärt, mit welchen Mitteln Neal Stephenson die wahre Kunst des Schwertkampfs propagieren will. In der SZ verteidigt Navid Kermani den "hochheiligen" Akt der Beschneidung und Martin Mosebachs Kokettieren mit den Morddrohungen islamischer Fanatiker. Die Abenzeitung sagt für heute Abend eine starke Senkung des Saturday Night Fevers an: Diskotheken protestieren gegen die Gema. In der Welt schreibt Michael Kleeberg eine Hommage auf William Faulkner. In der taz ist Georg Seeßlen ganz ergriffen von Mario Balotellis "Geste des stolzen Sklaven". Mehr lesen

Depression, Burnout und früher Tod

29.06.2012. In der NZZ macht sich der malische Schriftsteller Mohomodou Houssouba Sorgen um das kulturelle Erbe von Timbuktu. In der FAZ warnt Abdelwahab Meddeb vor dem gefährlichen Schulterschluss von gemäßigten und radikalen Islamisten in Tunesien. In der Welt schildert Necla Kelek die Beschneidung von Jungen im Islam als demütigendes Ritual. Und Henryk Broder schreibt über jüdischen Antisemtismus. FAZ und NZZ machen sich Sorgen um die Berliner Gemäldegalerie. Am schlimmsten geht's aber in Kalifornien zu: Da ist ab übermorgen foie gras verboten, warnt Gawker. Mehr lesen

Dieser billige Gutenberg-Druck!

28.06.2012. Das Kölner Urteil zur Beschneidung von Jungen sorgt in fast allen Zeitungen für Diskussionen. Michel Friedman kritisiert das Urteil in der Welt und fordert eine breite Debatte. Die FAZ stimmt den Richtern dagegen zu. Die taz wundert sich nicht, dass die Religionsgemeinschaften "aufheulen". Achgut erzählt die Geschichte der nicht-jüdischen "jüdischen Israelkritikerin" Irena Wachendorff. Die SZ erklärt, warum Jean-Jacques Rousseau gegen Twitter wäre. Und in der Zeit erklärt Paulo Coelho, warum er für Twitter ist. Mehr lesen

Rückerinnerung an das Menschenopfer

27.06.2012. In der NZZ erklärt der ukrainische Autor Mykola Rjabtschuk, wie er die Spaltung zwischen den russischen und nicht-russischen Ukrainern überwinden will. In der Paris Review träumt Umberto Eco von dem Buch, das er gern geschrieben hätte. Der Buchreport berichtet über eine Erklärung von Verlegern zu E-Books, die den europäischen Markt harmonieren soll. Netzpolitik und taz erklären, warum der Ökonom Justus Haucap gegen ein Leistungsschutzrecht im Pressewesen ist. Die SZ möchte den magisch-religiösen Kern der Beschneidung von Jungen nicht missen. Auch Kater Henry gibt seinem mal de vivre Ausdruck. Mehr lesen

Umstellt von Informanten

26.06.2012. In der FR kritisiert der Musiker Guido Möbius die Gema, die 65 Prozent aller Ausschüttungen an 5 Prozent aller Mitglieder auszahle. Auf worldpolicy.com fragt Neal Stephenson, ob sich ein Zeitalter, das nicht mal mehr Menschen zum Mond schießen kann, noch als innovativ bezeichnen kann. Im Blog ihrer Partei erklären Brigitte Zypries und Lars Klingbeil, warum die SPD ein Leistungsschutzrecht ablehnt. Das Wall Street Journal meldet, dass Rupert Murdoch die wenig profitablen Printmedien aus seinem Konzern abspaltet. Mehr lesen

Das angeblich so geistfördernde Schlachten

25.06.2012. In der Welt freut sich Ai Weiwei auf den China-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Ich würde sie sehr gern treffen." Die Jungle World ist enttäuscht von Martin Mosebach, der Gotteslästerer gern von anderen verfolgen lässt. Auch die Presse wundert sich über Mosebachs Kokettieren mit der Infamie. Ingo Schulze kann Mosebach in der FR dagegen nicht ganz ernst nehmen. Die NZZ bewundert die glückliche Führungslosigkeit des Orchesters Spira mirabilis. Die SZ macht sich Sorgen über Antisemitismus in Ungarn. Die FAZ blickt zurück auf Elfriede Jelineks Eurydike. Mehr lesen

Gewissheit ist unwissenschaftlich

23.06.2012. Die Welt sorgt sich: Hat die Türkei die Lust an der Klassik verloren? Die SZ verabschiedet das Paradigma von der künstlichen Verknappung in der Kultur. Die taz erklärt, warum Piraten und Presse einfach nicht zueinander passen. Die FR fühlt der Gema auf den Zahn. NZZ und FAZ huldigen Jean Jacques Rousseau, dessen furchtloses, furchtbares und fruchtbares Leben vor dreihundert Jahren begann. Mehr lesen

Heute gehören wir endlich uns selbst

22.06.2012. Zustimmung so weit das Auge reicht für die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den chinesischen Autor und Lyriker Liao Yiwu. Skandalös findet die SZ die willfährige Anselm-Kiefer-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Die FAZ hofft auf einen wenn schon nicht ökonomischen, dann doch wenigstens fußballerischen Befreiungsschlag gegen Griechenland. Und die taz fordert: "Eier zeigen!" Mehr lesen

Geburtswehen der Popmoderne

21.06.2012. Die Documenta ist gar nicht so tierlieb wie sie immer tut, findet die FR. Die Welt erinnert sich an die Schwabinger Krawalle. Bei Angela Merkels Regierungsstil fühlt sich die FAZ nach Entenhausen versetzt. Die Zeit feiert den 300. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau. Der Musiker David Lowery fragt, warum wir bereit sind, für Musikabspielgeräte zu bezahlen, nicht aber für die Musik selbst. Mehr lesen

Erleuchtung im Gemeinschaftserlebnis

20.06.2012. In der SZ erinnert Vassilis Vassilikos an die Zeiten, als sich deutsche Autoren  noch für Griechenland interessierten. In der taz verteidigt Jo Lendle die Rolle der Verlage: Oder wollen Sie ein unlektoriertes Buch lesen? Unterschiedlich wird das Frankfurter Jeff-Koons-Spektakel aufgenommen. Die FR erfreut sich an prallen, priapischen Skulpturen, der FAZ missfällt der Versuch, den schrillen Geschmack einer ökonomischen Super-Elite zu veredeln. Trotzdem gibt es allgemein gute Vibrationen. Mehr lesen

Die Unkosten wird er generös begleichen

19.06.2012. Während iranische Großayatollahs den Rapper Shahin Najafi per Kopfgeld jagen lassen, lobt sich Martin Mosebach in der FR das Blasphemieverbot und findet es ganz in Ordnung, "wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern einen gewaltigen Schrecken einjagen". Bernd Neumann und die Welt bekräftigen in einer gemeinsamen Manifestation ihre Ablehnung der Gratismentalität. Die FAZ liest David Maraniss' Biografie des kiffenden Barack Obama. Mehr lesen

Bin ich nicht das Genie?

18.06.2012. In der FR erblickt Ralf Bönt in der Urheberrechtsdebatte den Gipfel der Spießigkeit. Die taz begrüßt die Rückkehr des Flaneurs in der Berlinliteratur. Die NZZ begrüßt Warschau in der europäischen Architekturmoderne. Und die FAZ stößt in den innersten Kern der abstrakten Malerei vor. Mehr lesen

Ouvertüre zum Sirenengesang

16.06.2012. Mit seiner Reise nach Jerusalem hat Boualem Sansal die arabischen Hardliner gegen sich aufgebracht. In der Welt erklärt er: "Den ersten Schritt zu tun, ist sehr viel wichtiger als den letzten." Die FAZ besucht den Comic-Autor Art Spiegelman, der in nur drei Bildern ein ganzes Leben erzählen kann. Die SZ gibt die Filesharer-Jugend noch nicht verloren. Für Till Kreutzer von irights.info lässt der Entwurf zum Leistungsschutzrecht eigentlich alle relevanten Fragen offen. In der taz nimmt linke Diskursunfähigkeit in den Blick. Die FR verbringt den heutigen Bloomsday vor dem Radio. Mehr lesen

Wer sich nicht ruiniert, aus dem wird nichts

15.06.2012. Der Spiegel vergreift sich bei seiner Kritik an Obama im Ton und Deutschland ist bloß neidisch auf die USA, findet Hans Ulrich Gumbrecht in der Welt. Die taz beschreibt neue Verlagsexperimente zur Verbindung von Print und Elektronik. In der SZ wird der Gesetzesentwurf für das Leistungsschutzrecht vorgestellt, und der Jurist Till Kreutzer warnt vor der Kriminalisierung von Kommunikation. Die FAZ räumt den Protesten gegen Putin keine Erfolgsaussichten ein.  Mehr lesen

Schund kann lehrreich sein

14.06.2012. Bei der Debatte über das Urheberrecht geht es eigentlich um den Wert von Arbeit in der Wissensgesellschaft, meint die taz. Die SZ ermahnt Europa, sich endlich seiner treuhänderischen Verantwortung gegenüber Griechenland zu stellen. Die Welt ist nicht mehr in Ost und West, sondern in Süd und Nord geteilt, stellt die Zeit fest. Die FAZ sorgt sich um den bürgerlichen Zusammenhalt in den USA. Alle nehmen Abschied von Margarete Mitscherlich. Mehr lesen

Die Idee der Weltregistratur

13.06.2012. In seinem Blog fragt der abgemahnte Rudolf Thome, welcher Schaden dem Tagesspiegel entsteht, wenn er Kritiken zu seinen eigenen Filmen dokumentiert. Die FAZ sieht im syrischen Bürgerkrieg auch eine kulturelle Katastrophe. Die FR fragt, warum eigentlich kein Museum im letzten Jahr eine Ausstellung zu Ai Weiwei gemacht hat. In der NZZ erklärt Uli Sigg, warum er seine Sammlung chinesischer Gegenwartskunst nach Hongkong geben will. Und die taz weiß, warum es Spaniern im armen Neukölln so viel besser geht als im armen Spanien. Mehr lesen

Niemand lächelt

12.06.2012. In der SZ beschreibt Viktor Jerofejew den Ingrimm, der in Moskau unter Zar Putin herrscht. In der FAZ erinnert Ai Weiwei daran, dass nicht das nur das Geld, sondern auch der Geist die Welt antreibt. Die NZZ fürchtet, dass die Ahnungslosigkeit der griechischen Zeitungen ihnen nun selbst zum Verhängnis wird. In der Welt erzählen junge Israelis von ihrem Leben in Berlin. Comics sind schon lange nicht mehr komisch, stellt die FR klar. Und die taz fordert mehr Disziplin. Mehr lesen

Unfähigkeit zum Mitmachen

11.06.2012. In der FR denkt Armin Nassehi über die Intellektualisierung des Fußballs und die Bedeutung des Augenblicks nach. Der SZ graut es vor den kommenden Cyberkriegen. Die NZZ warnt: Üppiger Barock gefährdet die tektonische Stabilität. Die Welt untersucht sich häufende Unpässlichkeiten im Opernbetrieb. Und die FAZ geht in Habacht vor dem "Soldaten des Kinos", Werner Herzog. Mehr lesen

Im hoffnungslos-hoffnungsvollen Alltäglichen

09.06.2012. Wer in Europa macht eigentlich den Abwasch?, fragt Henryk Broder in der Welt, Yasmina Reza würde es einem Interviewer gern mal mit gleicher Münze heimzahlen. Die SZ erkennt einen neuen Standesstolz bei der politischen Klasse. Der Autor Magdy al-Shafee stellt fest, dass man in Ägypten leichter an Haschisch kommt als an seine Comics. FAZ und NZZ empfehlen einen Besuch der Documenta, die überzeugender sei als die animistischen Ausführungen ihrer Leiterin. Mehr lesen

Jenseits der Stile

08.06.2012. Oksana Sabuschko erklärt in der NZZ, warum sie trotz allem stolz auf die Ukraine ist. Die 13. Documenta ist besser als der Ruf, der ihr vorauseilt, finden FR und SZ. Robert Thurman spricht mit der taz über Amerika, Tibet und Erleuchtung. Die FAZ berichtet von einem Strategiewechsel im internationalen Cyberwar und singt ein vorsichtiges Loblied auf die Monarchie. Alle nehmen Abschied von Ray Bradbury. Mehr lesen

Sog aus Chaos, Kämpfen und Raubzügen

07.06.2012. Wegen Fronleichnam erscheinen heute nur in Berlin und der Schweiz Zeitungen. Die NZZ schildert die verheerenden Folgen der gegenwärtige Konflikte auf das syrische Kulturerbe. In der Jüdischen Allgemeinen fordert Günter Wallraff deutsche Künstler auf, sich mit Shahin Najafi zu solidarisieren. Die Welt vermisst auf der Documenta 13 die Kunststars nicht. Die Napster-Macher wollen jetzt Facebook revitaliseren. Die FAZ und die New York Times nehmen Abschied von Ray Bradbury. Mehr lesen

Zinedine redete sehr wenig

06.06.2012. Die Welt fragt: Wer war der Autors eines Krimis von Jean-Luc Bannalec? Handelt es sich um einen Insiderscherz des deutschen Literaturbetriebs? Der iranische Sänger Shahin Najafi antwortet mit einem Lied auf die Morddrohung der Mullahs - wir betten es ein. Verdient eine Forscherin wie Judith Butler, die den Boykott israelischer Universitäten unterstützt, einen Adorno-Preis?, fragt Thomas Osten-Sacken im Blog der Jungle World. Die Zeit sieht die Documenta vor lauter Bundesgartenschau nicht. Sascha Lobo versichert: Es gibt keinen Gott im Internet. Mehr lesen

Jenseits des Hundes der Kuratorin

05.06.2012. In der FR erklärt Ai Weiwei, warum er bei sich Überwachungskameras aufgestellt hat. Die FAZ will sich die kommende Documenta auch nicht von den vollgequalmten Herrenzimmern der Kulturberichterstattung vermiesen lassen. In der Welt fragt Cora Stephan, was der Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" eigentlich aussagt. In der SZ wird gemeldet, dass Leistungsschutzrechte noch vor der Sommerpause durchgepaukt werden sollen. Mehr lesen

Zähnefletschend, von zarten Lyrismen durchbrochen

04.06.2012. Die NZZ verliebt sich in ein paar Schuhe, die nicht von dieser Welt sind und darum in London ausgestellt werden. Der Schweizer Monat interviewt Götz Aly, der gestern den Börne-Preis erhielt und von den Zeitungen (manchmal leicht säuerlich) gewürdigt wird. Gegen defätistische Töne aus der SZ verteidigt Springer-Lobbyist Christoph Keese in seinem Blog weiter die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Zeitungen. In der FAZ am Sonntag attackieren Ilija Trojanow und Juli Zeh sehr scharf die Autoren des Urheber-Aufrufs. Der Tagesspiegel torkelt trunken aus den Darbietungen des Berliner Klavierfestivals. Mehr lesen

Funkeln ins Unerlaubte

02.06.2012. In der FAZ feiert Herta Müller die Erzählung "Ein Wiederkommen" von Georges-Arthur Goldschmidt. Hans Magnus Enzensberger kann in der Welt mit dem Begriff des "Geistigen Eigentums" nicht viel anfangen, mit den Piraten aber auch nicht. Die SZ hofft unterdessen mit Blick auf Geschäftemacher wie Perlentaucher und Google auf den Schutz "journalistischen Eigentums", gibt einem Leistungsschutzrecht aber wenig Chancen. In der NZZ fürchtet der Theologe Jan-Heiner Tück ein Zurückweichen der katholischen Kirche vor den antisemitischen Pius-Brüdern. Mehr lesen

Verfügungsmasse einer technoiden Phantasie

01.06.2012. Chinesische Intellektuelle sind zu staatstreu, meint Wei Zhang in der NZZ. In der Welt erzählt "Lyndon B. Johnson"-Biograf Robert Caro, was seine Zuhörer nicht hören wollen. Die taz porträtiert den chinesischen Künstler Yan Jun. Hätten die Spanier 1492 nicht die Mauren und Juden vertrieben, wüssten sie heute, was Arbeit ist, meint die SZ. Blogger Matthias Kuentzel findet es beschämend, wie  wenig Solidarität der iranische Rapper Shahin Najafi hierzulande erfährt. Reinhard Karger versichert in der FAZ den Künstlern: Der Bürger ist grundsätzlich fair. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen