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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Mai, 2008

O frischer Duft, o neuer Klang!

31.05.2008. In der NZZ beschreibt der indische Anglist Makarand Paranjape, wie aus etwas richtig Falschem etwas Richtiges wird. Die FR sieht das deutsche Fernsehen als Globalisierungsgewinnler. In der Berliner Zeitung erinnert sich die Schauspielerin Jasmin Tabatabai an ihre Kindheit im Iran. Medienlese traut sich, Ich zu sagen. In der FAZ kritisiert Alice Schwarzer die westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Burma. Alle sind bestürzt über die Insolvenz des Aufbau-Verlags. Mehr lesen

Repetitive Muster von Tönen

30.05.2008. Die FR betrachtet das schwierige und spannungsreiche Verhältnis der Österreicher zur Schweiz und umgekehrt. Im Tagesspiegel erklärt Oliver Sacks einem Außerirdischen, was Musik ist. In der SZ sagt die Sicherheitsexpertin Karen J. Greenberg, was sie vom nächsten Präsidenten der USA erwartet: dass er die Folter abschafft. Und die taz porträtiert Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime als extrem Linke, die von der Rechten goutiert wird, weil sie den Islam kritisiert. Mehr lesen

Faszinosum Körperhaar

29.05.2008. Die Welt und andere erzählen, wie drei deutsche Museumsdirektoren den Scheichs von Dubai Grundzüge des Weltwissens bescheren und dafür eine Menge Geld kassieren. Von der Kellnerin zur Sopranistin: In der FR gibt Erika Sunnegardh zu, dass sie ihren Lebensweg großartig findet. Die SZ befasst sich mit dem Untergang des amerikanischen Imperiums. Spiegel Online berichtet über neue Kunstzensur in Russland. Mehr lesen

Um Gewalt gut sichtbar zu machen

28.05.2008. Die SZ fragt, warum Rainald Goetz lieber fürs Netz schreibt als auf Papier. In der SZ erklärt Daniel Libeskind außerdem, warum er nicht in Diktaturen baut. Die Berliner Zeitung befasst sich mit Doping in der klassischen Musik. In der Welt offenbart der Archäologe Hans-Joachim Gehrke seine sehnlichsten Archäologenträume. Die FAZ eröffnet eine Kampagne gegen die Wagner-Schwestern als neue Leiterinnen von Bayreuth. Mehr lesen

Raubkatze und Schnurrmuschi

27.05.2008. Viel Werbung, wenig Kultur: Die taz sieht schwarz für Italien. Die NZZ erforscht das Gespinst des Weiblichen um Kafka. Die Welt liegt einer gluckernden,  glucksenden und trillernden Cecilia Bartoli zu Füßen. Die verstärkte Kulturförderung durch Stiftungen fördert den Opportunismus, klagt die FR. Die FAZ resümiert Cannes. Mehr lesen

Inszenierte Heiterkeit

26.05.2008. Die SZ ist mit der Goldenen Palme für Laurent Cantets dokudramatischen Schulklassenfilm "Entre les murs" ganz einverstanden: In Cannes siegt das Kino, das sich an der Wirklichkeit reibt. In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit der Filmemacherin Renate Sami über die RAF. Der Tagesspiegel ist entsetzt über die Trutzburghaftigkeit der neuen US-Botschaft in Berlin. Netzpolitik.org möchte keine Ipods, die wegen einer Urheberrechtsabgabe gleich doppelt so teuer sind wie heute. In der FAZ berichtet der Bestsellerautor Steffen Möller über die Schwierigkeiten des Deutschlehrens in Polen. Mehr lesen

Auf einmal - nichts mehr!

24.05.2008. Najem Wali wundert sich in der NZZ über die Sprachlosigkeit der Dichter und Schriftsteller des Iraks. Die taz traut sich, Ulla Berkewicz' "Überlebnis" in Grund und Boden zu rezensieren. Je älter man wird, desto wichtiger werden die Gene, warnt der Genetiker Robert Plomin die Leser der FAZ. In der Welt gesteht Burkhard Spinnen seine Abhängigkeit von "Dr. House". Wim Wenders "Palermo Shooting" wird in den Feuilletons eher vage, Dimiter Gotscheffs "Ubukoenig" dafür umso eindeutiger gelobt. Mehr lesen

Castros Robespierre

23.05.2008. Steven Soderberghs Biopic über Che Guevara lässt die Kritiker an der Croisette ratlos zurück. Die taz greift den Streit um den Verkauf des Aufbau-Verlags durch die Treuhand auf. Die SZ goutiert das Plagiat, zumindest in der Literaturtheorie. Die NZZ findet den deutschen Neofeminismus reichlich unbedarft. In der FR erinnert Christoph Nix an sein Wirken in der Schülergruppe Ho-Chi-Minh. Mehr lesen

Zuweilen auch unbequeme Nachrichten

22.05.2008. Die reale Gegenwart des Herrn in entsprechend präparierten Hostien löst heute in zahlreichen Weltgegenden Prozessionen aus und führt zu realer Abwesenheit führender Institute des Qualitätsjournalismus. Immerhin: Die Welt fragt anlassgemäß, was Hape Kerkeling so erfolgreich macht. In der NZZ befasst sich Bahman Nirumand mit Abdolkarim Soroushs These, nicht Gott, sondern der Prophet Mohammed sei der Autor des Korans. Mehr lesen

Geld klingt nicht

21.05.2008. Pentheus wird zerfetzt. Entsprechend singt er. Die Musikkritik ist begeistert von Henzes "Bassariden" in München. Nach dem Hamburger Ehrenmord fordern die Bürgerrechtlerinnen Serap Cileli und Necla Kelek in der Welt und im Hamburger Abendblatt die deutsche Zivilgesellschaft zu klareren Grenzziehungen auf. In der Zeit schreibt Thea Dorn über den Unterschied zwischen Josef Fritzl und Charlotte Roche, bei denen es sich genau umgekehrt verhält. Die FAZ berichtet: Das chinesische Erdbeben hat auch die chinesische Zensur erschüttert. Mehr lesen

Amnestie für Mord?

20.05.2008. Die taz überlegt, ob es in Sachen RAF einen Deal Wahrheit gegen Straffreiheit geben kann. Die SZ lauscht Diskussionen über Gerhard Richters brennende Kerze in Peking. In der Welt erklärt der Historiker Bernd Sösemann, wie Hitlers "Mein Kampf" zu edieren ist. Die FAZ beschreibt den neofaschistischen Geschichtsrevisionismus in Italien. Mehr lesen

Auf Nostalgie getrimmte Spezialeffekt-Tüte

19.05.2008. Nicht alle haben es geschafft: Die Kritiker mussten schnell schreiben, um Indiana Jones IV in die heutigen Zeitungen zu bringen. Die meisten maulen: Man rettet sich doch nicht in einem Kühlschrank vor einem Atomtest! In der FAZ schimpft Richard Wagner über den heutigen Zustand der Literaturkritik, die über den heutigen Zustand der Literatur schimpft. Die Blogs schimpfen über Medien und über Blogs, die über Medien schimpfen. Mehr lesen

Blitzgescheit und immerzu munter

17.05.2008. Über mehr als hohe Mietpreise und die schwierige Post-9/11-Liebe redet der Romannachwuchs aus den USA nicht, seufzt die NZZ. Der Tagesspiegel staunt über Daniel Barenboims Gagenfantasien für seine Staatskapelle, die Berliner Zeitung kündigt ein neues Unwetter am Staatsoperhimmel an. Die FR blättert sich durch den mächtigen Mega-Blog von Ariana Huffington. Und Georg Klein mimt für die SZ recht erfolglos einen Gangster in New York. Mehr lesen

Man muss rühren und rühren

16.05.2008. Die taz meint: Wer "Feuchtgebiete" liest, kann mitreden, aber mehr auch nicht. In der FR warnt Franzobel vor einer Fritzl-Dämonisierung: Das Normale ist das Unheimliche. Die Welt findet: Die jüngst gefundene Caesar-Büste sieht aus wie das Porträt eines Mannes, der viel laufen musste. Alle kommentieren den Rausschmiss des Intendanten der Berliner Staatsoper Peter Mussbach. In der SZ glaubt der Japanologe Florian Coulmas nicht mehr an die Zukunft der lateinischen Schrift. Der Rheinische Merkur warnt vor einem süßlichen Ton in der neueren Literaturkritik. Mehr lesen

Peking is watching you

15.05.2008. Die SZ hat von Jonathan Littell erfahren, warum er die Nazis so viel sexier findet als die Kommunisten. In der Zeit äußert sich der Dramatiker Simon Stephens nicht sehr zuversichtlich über das zu erwartende Erbe seiner Tochter. In der Welt erklärt Gruner und Jahr-Chef Bernd Kundrun, warum er die Öffentlich-Rechtlichen im Netz fürchtet: sie könnten Innovationen in Gang setzen. Die FR erklärt, warum Paolo Flores D'Arcais Schluss mit der Realpolitik in Italien machen will. Im Kölner Stadtanzeiger kritisiert Najem Wali die arabischen Regimes, die Israel als Sündenbock für selbstverursachte Probleme benutzen. Alle würdigen Robert Rauschenberg. Mehr lesen

Spröde Wettbewerbsbeiträge

14.05.2008. Alle Zeitungen werfen einen Blick auf das Programm von Cannes. Die Welt staunt über Gerhard Richters Einfluss in China. Die FR meint: Wenn die Erneuerung des Theaters vom Schauspieler ausgeht, dann heißt er wahrscheinlich Joachim Meyerhoff. Laut NZZ scheint zumindest die kulinarische Versorgung beim Lyrikertreffen von Meran okay gewesen zu sein: "Über Torten und Kuchen spürest du kaum einen Hauch." Mehr lesen

Wie die Trennung von siamesischen Zwillingen

13.05.2008. Wenn die Deutschen sich nicht mehr für die Italiener interessieren, dann liegt das in erster Linie an den Italienern, meint die SZ. Die NZZ befragt israelische Schriftsteller zur Zukunft ihres Landes. Die Times macht sich Sorgen um Tom Cruises Stauffenberg-Film, der offensichtlich wegen mangelnder Zugkraft nicht in die Kinos kommt. Die Berliner Zeitung bespricht ein Konzert Pierre-Laurent Aimards, das nicht stattgefunden hat - aus Sehnsucht nach der Kunst der Fuge. Mehr lesen

Nährboden der Subkultur

10.05.2008. Die Bücherverbrennung der Nazis war nicht die letzte Bücherverbrennung in Deutschland, schreibt Reinhard Jirgl in der FR. In der NZZ erinnert Dan Diner an die historischen Umstände der Gründung Israels, als man die Araber noch als Freunde der Nazis und die Israelis als Freunde der sowjetischen Alliierten ansah. Benny Morris erklärt in der Welt, dass die Israelis inzwischen die Hoffnung auf Frieden aufgegeben haben. In der SZ erklärt der Kulturdirektor der "Dubai Culture & Arts Authority", Michael Schindhelm, was das reiche Dubai vom armen Berlin lernen will: Kreativität. Mehr lesen

Unglaubliche Zeitverschwendungsmaschine

09.05.2008. Die NZZ ist abgestoßen von der Art und Weise, wie die deutsche Presse den angeblich rechtslastigen CDU-Politiker Peter Detlef Krause abservierte. Die taz erzählt, wie ein Stern-Artikel von der Liste für den Henri-Nannen-Preis verschwand, und wie ein FAZ-Artikel drauf kam. Indiskretion Ehrensache gähnt bei der Nominierungsliste für den Grimme Online Award, Blogbar sieht kein Potenzial in Social Networks. Die SZ lobt sich amerikanische Prognostiker, und in der taz sagt Sebastian Nübling Weltweises über Theater. Mehr lesen

Dem weiblichen Körper nachgebaut

08.05.2008. Die Olympischen Spiele gehören den Sportlern, nicht der Politik: so lauten heute und so lauteten 1936 die Argumente gegen einen Boykott, hat die Welt herausgefunden. Die SZ bringt eine Abrechnung mit der "Feministin-und-trotzdem-geil-Fraktion". In der FR erklärt Mario Calabresi, Sohn des von Terroristen ermordeten Luigi Calabresi, warum er ein Buch über das Leben im Schatten des Terrorismus geschrieben hat. Alle schreiben über Jelinek, die über Amstetten schreibt. Und die Schriftleitung der FAZ gibt bekannt, dass der Reading Room ab sofort in Lesesaal umbenannt wird. Mehr lesen

Da hat ein Land wie China schon Vorteile

07.05.2008. In der NZZ prangert der katholische Politiker Hans Maier die Verfolgung von Christen an. In der FR meint Moshe Zuckermann: Die 68er haben mit der "Obödienzgesinnung" der Deutschen Schluss gemacht. In der Welt schreibt Josef R. Reichholf: Nicht die Spekulanten sind schuld am neuen Hunger, sondern verfehlter Klimaschutz und zuviel Fleisch. Die SZ erzählt die Geschichte des linken Antizionismus in Deutschland. Netzpolitik.org fragt Politiker nach ihrer Meinung zu Netzsperren, bekommt aber keine Antwort. Der Tagesspiegel porträtiert den Soziologen Hillel Levine, der uns mit Erzählen versöhnen will. Spiegel Online bringt den ersten Nachruf auf Hillary. Mehr lesen

Letzte Konzerte - gemischte Gefühle

06.05.2008. In der Welt kritisiert der Romanist Manfred Flügge das nationalistische Geschichtsbild Nicolas Sarkozys. Die taz staunt: Die Amerikaner sind ja gar nicht so rassistisch, wie es das Klischee gerne will. In der SZ erklärt Slavenka Drakulic, warum sie das Wort "Balkanisierung" gar nicht mag. Die FR beschreibt, wie Putin das Internet kontrollieren will. Die FAZ berichtet über die Nahrungsmitelkrise in Indien. Mehr lesen

Plündernde hyrkanische Tiger

05.05.2008. Die NZZ erzählt, wie Nikita Michalkow einmal vor Putin den Ton verlor und dieser sich als gnädig erwies. Die FAZ sieht den Londoner Bürgermeisterwechsel als Übergang von Puzo zu Perikles. Die SZ will nicht ausschließen, das Heinz Budes Begriff der "Exklusion" nicht zutrifft. Die taz sieht die Zukunft des Pop als seniorengerechte Mototherapie. Die Welt liest K-Bücher von E-Literaten. Im Tagesspiegel erzählt Ha Jin, wie Zensur in China funktioniert: "streng im Inneren, aber entspannt nach außen". Mehr lesen

Begehbare Kartoffeln

03.05.2008. In der NZZ schreiben Schriftsteller über Fußball. Nur Kiran Nagarkar schreibt über Cricket. In jetzt.de erklärt der Urheberrechtsexperte Thomas Hoeren: Die Musikindustrie ist gar nicht kreativ. In der taz findet Peter Uhl, einer der Protagonisten des Prager Frühlings, Parallelen zwischen 68 in Prag und Paris. Die FR hegt das zarte, aber hoffnungsvolle Pflänzchen der deutschen Nachwuchsdramatik. Die SZ fragt: Ist Rem Kohlhaas' CCTV-Tower in Peking ein Bau des Bösen? Die FAZ besucht die 43 Einwohner von Miravete de la Sierra. Mehr lesen

Die Hybris der Kritiker und Bepreiser

02.05.2008. In ihrem Blog antwortet Jagoda Marinic auf einen FAZ-Artikel, der statt der Förderung der Autoren die Förderung von Hunger bei Autoren forderte. Indiskretion Ehrensache kritisiert den Verzicht auf jeden Anschein von Recherche bei einer ARD-Sendung über "Quoten, Klicks und Kohle". Der Urheberrechtsexperte Thomas Hoeren erklärt in einem Juristenblog, warum ihn die Forderung der Musikindustrie nach Netzsperren ärgert. Die FAZ verabschiedet den letzten Widerstandskämpfer des 20. Juli, Philipp von Boeselager. Die SZ bringt eine Seite über Blogs in repressiven Ländern - aber stellt nichts online. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen