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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Januar, 2011

Hier demonstriert das ägyptische Volk

31.01.2011. Für die Welt berichtet Hamed Abdel-Samad direkt aus der Demo in Kairo. In der FAZ fordert er den Westen auf, Mubarak fallen zu lassen. Die New York Times schreibt über die wichtige Rolle von Al Dschasira in den arabischen Unruhen.  In der NZZ erklärt die weißrussische Reporterin Swetlana Alexijewitsch, warum ihr Land keine Nation ist. In der SZ beschreibt Joachim Kaiser, wie Christian Thielemann das Horn zu überwältigender Klage animierte.Die Bild-Zeitung nennt die Namen von Marcus Hellwig und Jens Koch. Mehr lesen

Unmanierlich nichtideologisch

29.01.2011. In der Welt erzählen Hubert Haddad, Boualem Sansal und Khaled al-Khamissi von der Stimmung in Tunesien, Algerien und Ägypten. Die taz staunt über junge Ägypter, die weder nationalistisch noch islamistisch sind. Die FAZ staunt über den volkstümlichen Charakter der Revolution. Die SZ freut sich, dass endlich mal die heimischen Unterdrücker aufs Korn genommen werden. Außerdem: In der NZZ stellt der Joyce-Forscher Fritz Senn "Finnegans Wake" als ideales e-Book vor. Und die FAZ porträtiert den schwedischen Tenor Jussi Björling. Mehr lesen

Eine Orchidee mit Dornen

28.01.2011. Die NZZ fragt: Wo ist die arabische Zivilgesellschaft, die die Gewalt gegen Christen geißelt. Bert Rebhandl hat für Cargo den türkischen Film "Tal der Wölfe - Palästina" gesehen: "Das ist ein lupenreiner Propagandafilm, Preisklasse Jud Süß." In der FR will György Konrad die Zustände in Ungarn nicht mit der Machtergreifung der Nazis vergleichen, tut es dann aber doch. Im Guardian verteidigt sich Ian McEwan gegen Israelkritiker, die ihn auffordern, den Israel Prize nicht entgegenzunehmen. Die SZ empfiehlt eine überrraschend aktuelle Inszenierung des tunesischen Theaterregisseurs Fadhel Jaibi. Mehr lesen

Das literarische Paradox diskreter Blicke

27.01.2011. Der Tod Bernd Eichingers ist so einschneidend wie der Tod Rainer Werner Fassbinders vor bald dreißig Jahren, meint die Welt. Die anderen Zeitungen sehen es ebenso. In der FAZ staunt Abdelwahab Meddeb über das Tempo der Tunesier. Heute ist Holocaust-Gedenktag: In der SZ vergleicht Salomon Korn die Situation Muslime heute mit der Juden einst. Die Zeit bringt ein Dossier zur Lage der Juden in Europa. In Le Monde beklagt Slavoj Zizek Israels Tendenz zu existieren. In der taz fürchtet Mike Leigh die Heraufkunft eines neuen Faschismus. Im Freitag erklärt Oskar Negt, warum er die Sowjetunion vermisst.  Mehr lesen

Systematische Reflexion über den Gegenstand

26.01.2011. Bernd Eichinger ist tot: Die Zeitungen bringen Nachrufe auf den "bayerischen Tycoon". Die Welt kratzt am Image des neuerdings so beliebten Architekten Paul Bonatz. Die NZZ versucht den Einfluss der Islamisten in Tunesien zu ermessen. Christopher Hitchens spricht in einem Videointerview und in Vanity Fair über seine Krebskrankheit. In der taz erklärt Berlinale-Chef Dieter Kosslick, dass die Berlinale nicht am Streik für Jafar Panahi am 11. Februar teilnehmen wird. Mehr lesen

Das Land, das die moderne Propaganda erfand

25.01.2011. Die SZ bringt einen Aufruf von Jürgen Habermas und Julian Nida-Rümelin gegen das ungarische Mediengesetz und die lasche Reaktion der EU. In der Zitty wehren sich Berliner Künstler gegen die "neoliberale Rhetorik" von... äh, Klaus Wowereit. Die NZZ beschreibt die tief gespaltene Medienlandschaft in Belgien. In der FR fragt der in Italien lebende Autor Tim Parks: Wie ist es möglich, dass Berlusconi sich hält? Im Blog von Roger Ebert erklärt der Cutter Walter Murch, warum er ganz und gar nicht an 3D glaubt. Die FAZ schildert den Fall des weißrussischen Präsidentschaftskandidaten Wladimir Nekljajew, der im Gefängnis misshandelt wurde. Mehr lesen

Ich habe gehört, dass der Frank am Ende ist

24.01.2011. Die FR ruft: "Vive la Tunisie libre! In der Welt erklärt die Geigerin Hillary Hahn, wie sie neues Repertoire sucht: nachts bei Wikipedia. Foreign Policy ist erstaunt über eine Rede des berühmten New Yorker-Journalisten Seymour Hersh, der überzeugt ist, dass sich die USA  buchstäblich auf einem Kreuzzug gegen die islamische Welt befinden. Alle Zeitungen sind begeistert von dem Architekten des Stuttgarter Bahnhofs, Paul Bonatz, dem in Frankfurt eine historische Retrospektive gewidmet wird. Mehr lesen

Das choschted aber

22.01.2011. In der taz erzählt György Dalos, mit welchen miesen Tricks die Regierung von Viktor Orban Druck auf die Medien und Intellektuellen ausübt. In der Berliner Zeitung erinnert sich Angela Winkler an Klaus Michael Grüber. In der FAZ fragt Mercedes Bunz: Ist die Digitalisierung für die Angestellen, was die Industrialisierung für die Arbeiter war? Alle Zeitungen besprechen Michael Thalheimers Inszenierung der "Weber" am Deutschen Theater: Aber ist das wirklich Blut, das da rieselt? Mehr lesen

Montenegrinisch versteinert

21.01.2011. Im Tagesspiegel erzählt Laszlo F. Földenyi, wie Viktor Orban es schaffte, sowohl die Nostalgiker des Kadar-Kommunismus als auch die Anhänger des Horthy-Faschismus in seinem nationalistischen Projekt zu vereinen. Die Welt zeigt, dass die ungarische Medienzensur durchaus liberal sein kann, aber nur bei Antisemitismus. Gegenüber der FR fordert Amartya Sen mutige Redakteure. Die amerikanischen Medienblogs kommentieren das Stühleschieben bei Google.  Die NZZ informiert über die beste aller isländischen Sagas. Mehr lesen

Haben Sie etwas dagegen, wenn ich ebenfalls lache?

20.01.2011. Jungle World fragt: Ist 2011 das 1989 des Nahen Ostens? Die NZZ feiert die dänische Architekturavantgarde und besonders das Büro 3XN. Außerdem erzählt sie einen Schwedenwitz. Die FAZ traf den höflichen, sanften und israelkritischen Stephane Hessel. Die SZ ist einverstanden mit Okwui Enwezor. In der Welt erzählt der ukrainische Autor Andrej Kurkow, wie es seiner Kollegin Maria Matios erging, als sie Russland kritisierte.Die FR stellt den rumänischen Lyriker  Constantin Virgil Banescu vor: "zu der zeit als ich frauenkleider trug/ trank ich viel tee." Mehr lesen

Dieser kolloquiale Huch- und Krass-Ton

19.01.2011. "Wir sind keine Netzbenutzer mehr, wir sind Netzbenutzte", stöhnt der Publizist Eduard Kaeser in der NZZ. Die Tunesier demonstrieren vor allem für Menschenrechte, schreibt der Philosoph Ridha Chennoufi in der FR. Die Politologin Anne Bayefsky warnt in der Jerusalem Post vor der Durban 3-Konferenz, die ausgerechnet zum Jahrestag des 11. Septembers in New York stattfinden soll. Dem Blog Nerdcore soll der Domainname gepfändet werden - die Kollegen sind aufgeregt und solidarisch. Mehr lesen

Allenfalls ein Huster der Geschichte

18.01.2011. Die SZ stellt Kirill Petrenko, den Dirigenten der "Tosca" in Frankfurt, unter Genieverdacht. Die Welt findet immerhin, dass er dieses "Quälodram des Repertoirebetriebs" recht kultiviert präsentiert. In der Jüdischen Allgemeinen bekennt Enoch zu Guttenberg seinen metaphysischen Katzenjammer. Mashable meldet, dass man auf Ebay die Identität des Streetart-Künstlers Banksy ersteigern kann. Die FAZ blickt sich um in der Welt nach Stuxnet. Mehr lesen

Pathosstätte und Wundertüte

17.01.2011. In der FAZ hat der Film- und Theaterregisseur Fadhel Jaibi Hoffnung für das postrevolutionäre Tunesien: Es gibt genug begabtes Personal. Auch die NZZ blickt mit verhaltenem Optimismus auf die "Jasmin-Revolution". Das Blog AppleInsider hat Neuigkeiten für Zeitungsverleger: Apple verbietet ihnen, ihre Ipad-Apps als Schmankerl zum Printabo anzubieten. Die taz stellt ein neues Buch des amerikanisch-polnischen Historikers Jan T. Gross über Polen im Holocaust vor, das in Polen für Ärger sorgen könnte. Alle Zeitungen begutachteten das Suhrkamp-Archiv in Marbach. Mehr lesen

Das Allerprivateste wird zum Ereignis

15.01.2011. Foreign Policy jubelt  über Tunesiens Revolution, bei der erstmals in der arabischen Geschichte ein arabischer Diktator vom Volk gestürzt wurde. In der taz erzählt Willi Winkler, wie der Schweizer Nazi Francois Genoud mit Hilfe von Carlos und der PFLP seinen antisemitischen Kampf fortsetzte. Die SZ freut sich über die winzigen Figuren des  Künstlers Slinkachu. Die FAZ meldet, dass Peking das Wort Zivilgesellschaft verboten hat. Die NZZ feiert den größenwahnsinnigen Humanismus der Wikipedia. Update: In The Atlantic wirft Jonathan Lethem der Wikipedia tödliche Pedanterie vor. Mehr lesen

Lindenberg säuft wenigstens

14.01.2011. Die FR rühmt das Artemis Quartett und seinen schroffen Beethoven. In der NZZ schimpft Richard Wagner auf Osteuropäer, die unter Verweis auf ihre traumatische Geschichte aus der Verantwortung für Freiheit und Bürgerrechte mogeln. Die Jungle World legt dar, dass die Verfolgung religiöser Minderheiten im Nahen Osten wahrlich  nichts Neues ist. Die New Republic feiert Jürgen Habermas als "the single most important public intellectual in all of Continental Europe". In der Welt wiederholt Rafi Pitts seinen Vorschlag, dass die Filmwelt (und auch die Berlinale!) am 11. Februar die Arbeit niederlegt - für Jafar Panahi. Mehr lesen

Achselzuckendes universelles Schweigen

13.01.2011. In der FAZ vergleicht Abdelwahab Meddab die Proteste der jungen Tunesier mit dem Aufstand nach den fabrizierten Wahlen im Iran im Jahr 2009. In der taz vergleicht sich Rudolf Thome, ohne mit der Wimper zu zucken, mit Howard Hawks. Der Freitag bringt ein historisches Porträt des Schweizer Nazi und Terroristenfreunds Francois Genoud, der sein Geld unter anderem mit Goebbels-Tantiemen verdiente. Mehr lesen

Es könnten auch reaktionäre Motive gewesen sein

12.01.2011. Die Welt greift die Diskussion um das Wörtchen "Christenverfolgung" auf. Wired lobt Twitter für sein Verhalten gegenüber amerikanischen Behörden, die Wikileaks-Daten wollten. Die NZZ beobachtet die langsamen Fortschritte der modernen Kunst in Syrien. Die SZ liest Stephane Hessels "Indignez-vous" als Antidepressivum. Mehr lesen

Es war so, es war nicht so

11.01.2011. Die FR meint: Lieber Stephane Hessel als Thilo Sarrazin. Thomas Knüwer fordert strengere Datenschutzrichtlinien gegen Zeitungen. Meedia berichtet über einen möglichen neuen Stellenabbau in der FR (sofern das noch möglich ist). In der Welt korrigiert Fotoreporter Rolf Bauerdick Andre Glucksmanns und Günter Grass' romantisches Zigeunerbild. So proislamisch war Goethe gar nicht, schreibt Necla Kelek an die Adresse des verstorbenen Hadayatullah Hübsch in der FAZ. In der SZ feiert Salman Rushdie das Paradoxe. Mehr lesen

Vermutlich auf Befehl der Sowjetunion

10.01.2011. Die NZZ berichtet über den Exodus von Christen aus orientalischen Ländern und beklagt die Gleichgültigkeit der Bevölkerungen. Die taz warnt vor politischem Missbrauch dieses Phänomens.Mit Google geht's bergab, meint Techcrunch. Mit Facebook aber auch schon, meint Douglas Rushkoff. Die FAZ fürchtet, dass das Multikulti-Projekt Belgien demnächst in aller Stille begraben wird. Die SZ interviewt Samuel Friedländer zur Debatte über "Das Amt". Mehr lesen

Der Morgen grüßt mit krankem Licht

08.01.2011. Die taz zeichnet einen erbitterten Streit in der Wikipedia nach: Es geht um "Neoliberalismus". In der NZZ liest Rüdiger Görner die Briefe an T.S. Eliot viel lieber als die Briefe Eliots. Die FR versucht die Chimäre Berlusconi zu fassen. In der Welt fürchtet Wolf Lepenies um das Collegium Budapest. Soll man universale Prinzipien auch mit Gewalt durchsetzen?, fragt Egon Flaig in der FAZ. Klar, entwortet er, sonst gäbe es bis heute Sklaverei. Mehr lesen

Weg zur Marktreife

07.01.2011. Das Plädoyer der PDS-Chefin Gesine Lötzsch für die Zerschlagung von 9.999 Glühbirnen stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Toter kann Kommunismus gar nicht sein, meint die Welt. Die FR erinnert an die Folgen der letzten Zerschlagungen von Glühbirnen. Achgut bittet, diesmal nicht zerschlagen zu werden. Die NZZ greift die Islamophobiedebatte auf. In der FR spricht Juri Andruchowytsch über die katasrophale Situation in der Ukraine. Mehr lesen

Schnell empört, schnell resigniert

06.01.2011. Nach dem Anschlag gegen die Kopten in Alexandria erinnert Hamed Abdel-Samad in der Welt an die Verantwortung des Westens für die Zustände in Ägypten. Die FR bringt eine wissenschaftlich belegte Widerlegung Thilo Sarrazins. In der NZZ schildert Adam Krzeminski die Angst der polnischen Katholiken vor dem spanischen Gespenst. Im Freitag riskiert Hans Ulrich Gumbrecht einen Schlag gegen den intellektuellen Mainstream. Die FAZ rät der Berlinale, am 11. Februar für zwei Stunden die Arbeit niederzulegen. Mehr lesen

Literarische Anfütterung

05.01.2011. In der FR attackiert Theodor Buhl ("Winnetou August") seinen Kollegen Günter Grass, dessen "Blechtrommel" er gnadenlose Verdrängung vorwirft. Die NZZ wundert sich über die verschämte Anonymisierung der beiden deutschen Staatsgeiseln des Iran, Marcus Hellwig und Jens Koch. Die Zeit nennt die Namen zum ersten Mal. Die Welt hat eine gute Nachrichten: Erstmals wollen deutsche Theaterintendanten auch für sich selbst einen Moralkodex schaffen. Die SZ entwickelt einen höchst fälligen Würgreflex angesichts der immer häufigeren Marshmallows in unseren Stadtbildern. Mehr lesen

Anlass zur Theoriebildung

04.01.2011. In der taz spricht der iranische Filmemacher Rafi Pitts über einen Raum im Teheraner Filmmuseum, in dem Jafar Panahis Preise ausgestellt werden. Er ist größer als Panahis Gefängniszelle. Neunetz kann die Ansichten der ARD-Vorsitzenden Monika Piel über die "Geburtsfehler des Internets" nicht teilen. Christopher Hitchens gießt in Slate das Wasser über den Teebeutel und lehnt jede andere Methode rundweg ab. In der FAZ schildert der Autor  Michael Hvorecky das so gut wie nicht mehr existente afghanische Literaturleben. Mehr lesen

Umworben werden müssen die konstruktiven Kräfte

03.01.2011. Die FAZ erzählt, was passieren kann, wenn in China ein Dorfvorsteher energisch protestiert. Die Blogs machen sich Sorgen um den RSS Feed. Die SZ rät im Fall der Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch zur Beschwichtigungspolitik. In der Berliner Zeitung veröffentlicht der ivorische Autor Venance Konan einen Brief an seinen abgewählten, aber nicht weichenden Präsidenten  Laurent Gbagbo. Die taz interviewt Monika Piel. Die FR interviewt Monika Piel. Die SZ interviewt Monika Piel. Die Welt interviewt Monika Piel. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen