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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

April, 2007

Heute in den Feuilletons

30.04.2007. Suhrkamp ist doch immer für einen kleinen Journalistenstreit gut! Die Stanford-Universität will bei dem Verlag einsteigen, berichtete am Samstag die FAZ. Das Dementi der SZ folgte auf dem Fuße. Nun hält die FAZ dagegen: Zumindest mit dem Gedanken wurde gespielt. Die Welt meint: So oder so - ein solcher Einstieg wäre keine gute Idee. Die NZZ macht sich Sorgen um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Welt und FAZ fürchten die schottische Unabhängigkeit. In der SZ erklärt der estnische Künstler Hanno Soans die emotionale Bedeutung des sowjetischen Kriegerdenkmals in Tallinn. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.04.2007. Die FAZ meldet als "Coup", dass sich die Universität Stanford an Suhrkamp beteiligen will. Die SZ kann dies aber schon dementieren. In der FAZ erklärt auch Ezhar Cezairli, Vertreterin der säkularen Muslime bei der Islamkonferenz, warum sie am Koordinierungsrat der Muslime zweifelt. In Spiegel Online antwortet Necla Kelek auf den linken Antifeministen Feridun Zaimoglu. Wolfgang Sofsky rechnet in der NZZ mit der extremen Unziemlichkeit der modernen Prahlhänse ab. Die Welt druckt eine Reportage Hanna Kralls über einen Gefängnisbesuch beim ehemaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. Die taz begutachtet die Kunstszene in Syrien. Und alle ehren den verstorbenen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.04.2007. Im Tagesspiegel erklärt der irakische Autor Abbas Khider, dass die Kultur der Gewalt im Irak weit zurückreicht. Die NZZ zitiert Geisteswissenschaftler, die Wikipedia nicht zitieren. In der FAZ erklärt die Unternehmensberaterin Anne von Loeben, warum es in deutschen Unternehmen so wenig weibliche Führungskräfte gibt. Die SZ begutachtet schon mal Peter Steins Wallenstein-Inszenierung, in der sich die Schauspieler allenfalls bei unklarer Aussprache entblößen müssen. Die Welt traut sumerischen Steintafeln eher als der Digitalisierung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.04.2007. Die Zeit meint: Was wir zurzeit erleben, ist die Verwandlung der RAF-Geschichte in politische Pornografie. In der NZZ hält Sonja Margolina Rückschau auf die Präsidentschaft Boris Jelzins. Die SZ hält daran fest: Deutsches Theater ist nicht nur Blut, Kot, Sperma. Die FR beobachtet Sympathien von Neonazis für Islamisten.Die FAZ hatte frühzeitig exklusive Informationen über entscheidende Personalien in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gab sie aber nach Gesprächen mit dem Pförtner nicht preis. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.04.2007. In der Berliner Zeitung attackiert Feridun Zaimoglu die "rechten Feministinnen" Necla Kelek und Seyran Ates. In der FAZ kritisiert Necla Kelek den Islam: "Er kennt keine Individualität, sein Menschenbild ist nicht gerüstet für die Moderne." Die Welt fragt, warum das "Zentrum Erinnerung und Zukunft" in Breslau über die Zeit vor 1945 schweigt. In der SZ bekennt Peter Rühmkorf seinen bis heute andauernden physischen Ekel vor Andreas Baader. In der FR kommentiert Wolfgang Kraushaar eine Ironie der Geschichte: nun stehen nicht mehr nur die RAF-Täter, sondern auch der Staat unter Druck - beide scheinen über die zentrale Frage der Täterschaft zu schweigen. Und alle staunen über das dunkle Kino des David Lynch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.04.2007. Barry Koskys Berliner Inszenierung der "Iphigenie auf Tauris" findet zurecht auch in Abu Ghraib statt, meint die SZ. Während die Welt bis nach Manaus reiste, um Christoph Schlingensiefs "Holländer-"Inzenierung zu sehen - und doch wieder nur auf Schlingensief stieß. In der Welt erklärt im übrigen Emel Abidin-Algan, wie sie lernte, das Kopftuch abzulegen. Die NZZ sagt den wichtigsten Tag in der schottischen Geschichte seit 300 Jahren an: die Loslösung von England. Die FAZ beobachtet unterdes Fortschritte in der britischen (oder englischen?) Klassengesellschaft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.04.2007. Russland nervt. Die Berliner Zeitung berichtet über einen polnisch-russischen Geschichtsstreit in der Gedenkstätte Auschwitz. In der FAZ fürchtet Viktor Jerofejew eine kommende russische Theokratie. Und der NZZ schwant, dass sogar der Wirtschaftsboom des Landes auf tönernen Füßen steht. Die taz schätzt Antikapitalismus, nur nicht beim Papst. Die FR ist erschüttert über Murat Kurnaz' Folterberichte. Die Welt deklariert den heutigen Tag des Buchs zum Tag der Ketten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.04.2007. Die Welt besucht den letzten deutschsprachigen Dichter aus der Bukowina und mischt Stalin mit Croissants. In der FAZ erklärt Roger M. Buergel, was die documenta mit der reaktionären Mittelschicht vorhat. Günter Grass erklärt der FR, dass Polen sich schwer tut, aus seiner Opferrolle herauszukommen. Die taz feiert den Dichter mit Rinderzüchterdiplom Wilhelm Bartsch. Die meisten kommentieren Blacksburg, und alle gratulieren dem prototypisch unangepassten Jack Nicholson zum Siebzigsten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.04.2007. In der Welt ist Zafer Senocak entsetzt über die Pogromstimmung in der islamischen Welt, wie sie sich im Mord an drei Bibelverlegern in der Türkei offenbart hat. In der NZZ warnt der algerische Schriftsteller Habib Tengour nach den Bombenattentaten in Algier seine Regierung vor weiteren "Märtyrern", wenn sie den jungen Leuten nicht mehr bietet als Sorge, Angst und Lebensüberdruss. In der taz sieht Mounir Azzaoui den Euro-Islam bereits in den neuen Moscheen verwirklicht. Die FR recherchiert über Tibet und wird von der chinesischen Polizei bespitzelt. Die SZ erkennt in Kalkutta die Sinnhaftigkeit ausländischer Kulturpolitik. Die FAZ kommentiert die jüngsten Gewaltexzesse der Polizei in Russland. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.04.2007. Die NZZ berichtet über die Gründung einer Sushi-Polizei zur Verteidigung der japanischen Küche im Ausland. Die FR staunt über die klassische Strenge des Dramenwerks von Cho Seung-Hui. In der FAZ erklärt der Schriftsteller Mohsin Hamid zum Massaker von Blacksburg: So etwas hat es seit Urzeiten gegeben. Im Standard stellt Garri Kasparow richtig: "Berlusconi und Schröder sind die Leute, die die Idee der Demokratie in den Gehirnen der Russen zerstören." Im Perlentaucher erklärt Bernard-Henri Levy, warum er die Neokons verteidigt, warum er sie aber auch nicht verteidigt und warum er am Begriff des "Islamofaschismus" festhält. Außerdem: Das Klima ändert sich. Warum noch Zähneputzen?, fragt T.C. Boyle in der Zeit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.04.2007. In der Welt sieht der Islamwissenschaftler Bernard Lewis die "dritte Angriffswelle" des Islams auf Europa zurollen. In der NZZ freut sich Georg Klein mit Friedrich Dürrenmatt auf die postnukleare Zukunft des Schweizer Armeemessers. Die Berliner Zeitung staunt über die simulierte Demokratie in Russland. Die FR kann den Schrecken des Begriffs Amok auch nicht erklären. In der taz beruhigt der Evolutionsbiologe Josef Reichholf: Vor 120.000 Jahren gab es auch schon Nilpferde am Rhein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.04.2007. In der FAZ kritisiert die junge Autorin Dorota Maslowska die bigotte Abtreibungspolitik in Polen. Außerdem erklärt Elfriede Jelinek, wie man etwas im Internet veröffentlicht und dabei ganz privat bleibt. In der SZ greift Margriet de Moor in die Multikulturalismus-Debatte und annonciert, dass die Reform des Islams von Europa ausgehen wird. Außerdem fordert der türkische Premier Erdogan Meinungsfreiheit für Orhan Pamuk in Frankreich. Im Tagesspiegel schreibt der ukrainische Autor Andrej Kurkow: "An Russland denkt in letzter Zeit niemand mehr", nicht einmal die ostukrainischen Oligarchen. In der FR schreibt Sonja Margolina über die Ausschreitungen der Polizei bei den Moskauer Demonstrationen. In der taz kritisiert Zafer Senocak nicht nur Günther Oettinger, sondern gleich auch seine Schriftstellerkollegen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.04.2007. Wer die Muslime integrieren will, sollte nicht allzusehr auf den Werten der Aufklärung beharren, meint Ian Buruma in der Welt: "Durch die dogmatische Verteidigung der Werte der Aufklärung werden es die Europäer sein, die genau diese Werte aushöhlen." Die taz fürchtet um den urbanen Charme des boomenden New York. Der Spiegel fürchtet um die möglicherweise nicht so schillernde Zukunft der New York Times in ihrem schillernden neuen Hochhaus von Renzo Piano. In der NZZ meditiert Sibylle Tönnies über das "Problem der humanitären Intervention". Die FAZ kritisiert Günter Oettinger. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.04.2007. In der Welt berichtet der Schriftsteller Guy Helminger von einer Reise nach Teheran und der Verzweiflung der Bürger dieser Stadt. Ähnliche Eindrücke empfing die deutsche Künstlerin Antje Majewski in Damaskus und verarbeitet sie in der FAZ. In der NZZ stellt Adolf Muschg der Flachheit der Welt nach Thomas L. Friedman die unauslotbare Tiefe Europas entgegen. Die taz wird achtundzwanzig und fordert ein Ende des rassistischen Mitleids mit Knut. Die FR wird mit Jörg Heiser lachend klüger. In der Berliner Zeitung erzählt Sabine Reichel von einem gescheiterten Selbstversuch: Leben in Friedrichshain. Alle staunen über Ratzingers Jesus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.04.2007. Was wären die deutschen Zeitungen ohne die französischen Intellektuellen? In der taz glaubt Bernard-Henri Levy nicht, dass die islamistischen Terrorgruppen locker lassen werden. Der Tagesspiegel entlarvt Andre Glucksmann in knallharter Recherche als Renegaten, der einfach unter umgekehrten Vorzeichen weiter wütet. Die FR vermisst die Intellektuellen im französischen Wahlkampf trotzdem irgendwie. In der Berliner Zeitung warnt der ukrainische Autor Mykola Rjabtschuk vor eine Verharmlosung der Auseinandersetzung zwischen Blau und Orange in seinem Land.Und in einem Artikel für Project Syndicate bestreitet Francis Fukuyama, dass es einen universellen Wunsch gibt, in einer liberalen Gesellschaft zu leben.
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Heute in den Feuilletons

12.04.2007. Laut Zeit beginnt die Revolution bei der nächsten Documenta: Die Kunst ist wieder wer. Die Welt porträtiert den Pianisten, Dichter und Bodybuilder Tzimon Barto. Die taz schlendert über die Buchmesse von Abu Dhabi. In der SZ erklärt Reto M. Hilty vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, wie sich wissenschaftliche Verlage Copyrights für Veröffentlichungen öffentlicher Forschungsinstitute einräumen lassen und sie dann wieder an diese verkaufen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.04.2007. Trist ist die Steiermark! Der Standard berichtet über, zitiert aber nicht aus Elfriede Jelineks neuem Roman "Neid", dessen erstes Kapitel auf der Homepage der Nobelpreisträgerin nachzulesen ist. Die Berliner Zeitung interviewt A.L. Kennedy, die ebenfalls recht drastische Ansichten über ihr Heimatland kundtut. Endlos rieselt die Milch aus nährenden Brüsten in der NZZ, die nochmal Emile Zolas Roman "Fruchtbarkeit" gegen die sinkende französische Geburtenrate liest. Die taz spielt die J'accuse-Haltung gegen die Jakuzzi-Attitüde aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.04.2007. In der Welt bezeichnet die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko die Demonstrationen der Blauen in Kiew als "Simulakrum dritter Ordnung". In der SZ versichert Juri Andruchowytsch: Auch wenn die orangene Revolution ihre Mehrheit im Parlament verloren hat, so besteht sie im Volke fort. Im Standard beklagt Andre Glucksmann die arg rustikalen Züge der französischen Politik. In der Berliner Zeitung erklärt Wolf Biermann, warum ihm das Wort rot-rot im Munde wehtut wie ein Zahnschmerz. Die NZZ kritisiert Zygmunt Baumans schüchterne Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.04.2007. In der taz erinnert sich Michael Buback an seinen Vater Siegfried Buback, der vor dreißig Jahren von der RAF ermordet wurde: "Die Opfer waren auch Helden". Die Welt beißt in der Ausstellung "Schmerz" auf die Zähne. Für die NZZ betreten Kurt Flasch, Bora Cosic, Etgar Keret und andere Gegenwelten. Der SZ wird bei Robert Mugabe unheimlich. Die FAZ arbeitet sich Stück für Stück, Körperteil für Körperteil an den von Dietrich Buxtehude vertonten Membra Jesu Nostri patientis sanctissima aufwärts. Die FR bringt zu Ostern eine Geschichte von David Foster Wallace, und für die Berliner Zeitung hat Alexander Osang eine Ostergeschichte geschrieben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.04.2007. In der FAZ meint der Paläoklimatologe Augusto Mangini, dass die Klimaerwärmung weder einzigartig noch menschengemacht sei. Die "kleine Eiszeit" war viel schlimmer, meint auch der Evolutionsbiologe Josef Reichholf in der Welt. Die SZ lauscht der Synthese von Gedachtem und Gedichtetem bei Hannah Arendt. Die taz warnt vor der Angstlust vor dem gefährlichen Muslim. Die FR meldet zu Karfreitag: "Ob es jemals einen historischen Jesus gab, wissen wir definitiv nicht." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.04.2007. Die Zeit will den französischen Präsidenten beseitigen. Die taz gibt einen Überblick über den aktuellen Stand im Dokumentartheater. Die NZZ befasst sich mit der Geschichte des RAF-Terrorismus und stellt fest, dass die Klage über die Täterfixierung auch für Opfer und Täter selbst zutrifft. Die Welt freut sich über den von Apple und EMI geübten Verzicht auf den Kopierschutz bei Musikstücken. Die SZ sucht nach einer fairen Ost-Erinnerung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.04.2007. In der FR beschreibt der iranische Reformer und Philosoph Abdolkarim Soroush die vernunftwidrigen Tücken von Revolutionen. Die Welt sieht das Niveau der seriösen Medien bezüglich Günter Grass auf neue Tiefstände sinken. In der SZ schildert der israelische Historiker Moshe Zimmerman das schwierige Verhältnis zwischen Polen und Israelis. In der Berliner Zeitung bewundert Hussain Al-Mozany den Zentralrat der Ex-Muslime für seinen Mut. Die NZZ lässt alte Veilchen wieder blühen - zum Beispiel im Gesicht von Gabriel Garcia Marquez, verpasst von Mario Vargas Llosa. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.04.2007. In der NZZ fragt Abdelwahab Meddeb: Warum sollte Europa das Kopftuch akzeptieren, wenn es gegen seine Werte verstößt? Ebenfalls in der NZZ hält Richard Wagner ein Plädoyer für den rumänischen Autor Vintila Horia. Im Standard warnt Slavoj Zizek vor einer Normalisierung von Folter im Westen. In der taz wendet sich Diedrich Diederichsen sowohl gegen Museumsinseleingangsgebäudeneubauentwurfsstürmer als auch gegen die Mainstream-Hipster unter ihren Verächtern. Die SZ ergötzt sich nochmals am bürgerlich-höfischen Konnubium im klassischen Weimar. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen