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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Januar, 2012

Also, Bürger, auf zur Wacht!

31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen

Weil es dem Franz so gefallen hat

30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen

Das korrekte Verfahren für Anarchisten

28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen

Und die Emotionen suchen blind

27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen.  Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen

Ein irrer Cut

26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen

Die Augenbrauen des Holofernes

25.01.2012. Die Welt lernt das Alphabet des Umsturzes. Die Frankfurter Rundschau fürchtet, dass die Berliner High Society nicht mit der Provinz mithalten kann. Die Japaner verlieren ihren Glauben an die Technik, beobachtet die NZZ. Die SZ konstatiert: Leistung lohnt sich nicht, wenn keiner hinsieht. Die FAZ versammelt Beispiele der französischen Liebe zu Amerika. Mehr lesen

Vergegenwärtigungskunst

24.01.2012. In der französischen Huffington Post attackiert Caroline Fourest den tunesischen Präsidenten Moncef Marzouki. Wer sich für Freiheit im Netz einsetzt, arbeitet in Wahrheit dem Kapital in die Hände, findet der Tagesspiegel.  Die Welt begibt sich auf die Suche nach der Kairoer Kunstszene, findet sie aber nicht so recht. Die SZ staunt über Hans Holbeins Schutzmantelmadonna in Schwäbisch Hall. De FAZ bringt eine kleine Hommage auf den Künstler Denis Limonow, der durch eine tollkühne Aktion zwei weißrussische Jugendliche vor der Hinrichtung bewahren will. Mehr lesen

Gewaltige Portion Besserwisserei

23.01.2012. Wahre Hymnen auf Deutschland singt Horace Engdahl aus der Jury des Literaturnobelpreises im Tagesspiegel. Die Welt kann mit Friedrich dem Großen ehrlich gesagt nicht so viel anfangen. Die taz porträtiert die große chinesische Autorin Eileen Chang und die NZZ den Schriftsteller und Psychiater Ion Vianu. Und auch hier noch eine Hymne auf Deutschland, genauer: Berlin - von dem Schweizer Autor Alain Claude Sulzer. Mehr lesen

Boshafte Bonsai-Prosa

21.01.2012. In der Welt fragt Georg M. Oswald: Nutzen die Wutbürger der Demokratie? In der SZ erklärt Georges-Arthur Goldschmidt, warum das Deutsche eine Untertanensprache ist. Gibt es überhaupt noch echte Kunst, fragt die FAZ nach der neuesten Fälschung. Großbritannien versinkt im Retrotrend, meldet die NZZ. Mehr lesen

Nachhaltig ist das neue Gottgefällig

20.01.2012. Wir sind alle schuld. An allem. Klagt die Welt mit Blick auf die gerade grassierenden ökologischen, diätetischen oder demografischen Diskurse. Der Freitag will Ingo Schulze nicht auf die Zielgerade folgen. Die NZZ berichtet über einen Dresdner Architekturstreit. Die taz präsentiert zum siebzigsten Jahrestag der Wannsee-Konferenz Dokumente und Interpretationen. Die FAZ vertritt widerstreitende Standpunkte zum amerikanischen Zensurgesetz SOPA. Mehr lesen

Jetzt ist Früher heute

19.01.2012. Vor siebzig Jahren fand die Wannseekonferenz statt. Die Welt interviewt dazu den Historiker Michael Wildt. Die Jüdische Allgemeine hält fest, dass der Holocaust nicht erst dort beschlossen wurde. Wir bringen zwei Videos zum amerikanischen Zensurgesetz SOPA. Unter anderem erklärt Clay Shirky, warum dieses Gesetz eine Katastrophe ist. Mehr lesen

Changierende Farbenpracht

18.01.2012. Aktualisiert am 19. Januar. Schlechte Zeiten für Englisch-Hausaufgaben: Die amerikanische Wikipedia ist zu. Auch andere Adressen protestieren. Die taz sinniert über die Dialektik des Antimodischen in Berlin. Da lobt sich die Welt den Sozialtrotz des Songs "Ich will nicht nach Berlin". Die SZ nimmt es Helmut Dietl nicht übel, dass er einen Film über Berlin macht: Im Interview redet er sowieso lieber über München. In der FR erzählt Alexander Sokurow, wie Wladimir Putin seinen "Faust"-Film finanzierte. Die FAZ staunt über Clint Eastwoods Biopic "J. Edgar". Mehr lesen

Durch die Münchner Nacht gewildert

17.01.2012. In der SZ enthüllt die Biermösl Blosn einen  bayerisch-togolesischen Technologietransfer. Die Welt entzücken die Rücken Anders Zorns. Die taz gibt Kai Diekmann sein Schweigen auf. Von Zürich aus sieht die deutsche Presse im Fall Wulff nicht so vorteilhaft aus. In der FAZ lässt György Konrad seinem Zorn über die ungarische Regierung freien Lauf: "Ein Ramsch-Land hat eine Ramsch-Regierung und einen Ramsch-Ministerpräsidenten." Mehr lesen

Netz über dem Schmetterling des Moments

16.01.2012. Im Daily Telegraph schreibt Tilda Swinton über Virginia Woolf. Im Tagesspiegel sind sich Sarah Wiener und Renate Künast einig: Ein Huhn sollte 15 Euro kosten. In der FR erklärt Colin Crouch, warum der Neoliberalismus gar nicht liberal ist.  In der taz erklären die neuen Macher des Merkur, was exoterisches Schreiben für Spezialisten ist. Der NZZ graut es im Oderbruch. Die SZ blickt zurück auf Retromanie im Pop - und auf die Wirtschaftskrise der zwanziger Jahre. Mehr lesen

Wie von Schwarzlicht bestrahlt

14.01.2012. Intelligenz ist nun mal erblich, da lässt sich nicht viel dran drehen, meint Dieter E. Zimmer in der Welt. Im Tagesspiegel bekennt  Andras Schiff, dass er die Toleranz der EU gegenüber der ungarischen Regierung nicht versteht. In der NZZ trauert Ulf Erdmann Ziegler um Kodak. In der Presse spricht Bassam Tibi über die Entwicklung in den arabischen Ländern. Die SZ bringt einen Ausschnitt aus Alexander Kluges unendlichem Dialog mit sich selbst, diesmal über Liebe. Mehr lesen

Plötzlich ein Signore

13.01.2012. In der deutschen Buchbranche wird zu viel gejammert, meint der Buchreport. In der NZZ sieht der Kopte Ibrahim Farghali auch Hoffnung für die Christen in Ägypten. Die Welt ist nicht einverstanden mit Lutz Hachmeisters Doku-Fiction "The Real American" über Joe McCarthy. Die FAZ singt ein Loblied auf Mario Monti. Facebook hat bald eine Milliarde Nutzer, schätzt Mashable. Slate ist sauer über Google. Das Blog der New York Review of Books bringt viele viele Videolinks zu Meryl Streep. Mehr lesen

Glühende Büroklammern

12.01.2012. Die FAZ fragt: Warum machen die Kühe mit Weihnachtsdeko bei Audi so grimmige Schnauzen? Die taz enthüllt: Auch Helmut Kohl hat einmal beim Chefredakteur der Bild angerufen. Verglichen mit Wulff war das Atomkrieg. Im Freitag outet sich Eugen Ruge als der Anti-Tellkamp: "Ich halte diese Welt für bewahrenswert". Die NZZ enthüllt franquistische Mordpläne gegen Picasso.  In der SZ fragt Ingo Schulze: Warum schützt sich die Gesellschaft nicht vor ihrer Ausplünderung? Mehr lesen

Was in Wirklichkeit nicht ist

11.01.2012. Viel Geschichtspolitik heute: Die taz wundert sich über die Esten, die Angehörige der Waffen-SS per Gesetz zu Freiheitskämpfern erklären wollen. In der Welt fragt Bernard-Henri Levy, warum Europa angesichts der faschistoiden Tendenzen in Ungarn stumm bleibt. Die NZZ besuchte eine Historikertagung zur Geschichtsschreibung in den Ländern des einstigen Jugoslawien. Die FAZ erklärt, warum Weiße Schwarze spielen dürfen. Und in Telerama klagt George Steiner: "Wir haben keinen Balzac, keinen Zola mehr."Außerdem: die amerikanischen Techblogger proetestieren gegen den neuesten Coup von Google: die Integration der Suche mit Google Plus. Mehr lesen

Entbeinte Kostbarkeiten

10.01.2012. In Tagen politischer Mediokrität labt man sich an vergangener Größe - zum Beispiel im Film "The Iron Lady", konstatieren FAZ und Welt. Im Interview mit der Paris Review spricht Paul Murray über Alkohol in Irland.  In ihrem Blog besteht Caroline Fourest darauf, laizistisch, aber nicht rechts zu sein. In der taz meint der Soziologe Ali Aka: Im Osten geht die Sonne auf. Die NZZ feiert  A. F. Th. van der Heijden. Mehr lesen

Hier ist das Drama

09.01.2012. Die Welt lernt bei Isaak Babel in der Inszenierung Andrea Breths: Im Sturz des Alten steckt der Terror des Neuen. In der SZ wendet sich Gustav Seibt gegen die "Pest historischer Analogien" in der Beschreibung der Eurokrise. Brauchen wir wirklich eine EU-weite Vorratsdatenspeicherung?, fragt Zeit online. In Meedia sieht Stephan Weichert die Affäre um Wulff als ein Symptom der bedenklichen Nähe zwischen Journalisten und Macht. In der FAZ empfindet Monika Maron den Sturm um Wulff dagegen als Quittung für seine "brachiale Inthronisation" durch Angela Merkel. Mehr lesen

Die Süße und die Ironie von Kitsch

07.01.2012. In der Welt fragt Fritz J. Raddatz (mit TM), warum kein Intellektueller die stramme Biederkeit der Neonazis attackiert. Die NZZ wiegt Feridun Zaimoglu. Die taz notiert die Scheinheiligkeit der Bild-Zeitung. In der SZ ärgert sich Kathrin Passig über das Algorithmenbashing deutscher Feuilletonisten. In der FAZ warnt Constanze Kurz vor den neuen Worterkennungsalgorithmen. Und John Burnside findet ein bisschen Zuhause in Kreuzberg. Mehr lesen

Der Raum in seiner ganzen Kontinuität

06.01.2012. Die NZZ hat in Detroit eine Entdeckung gemacht: auf den Brachen der Stadt wächst jetzt Spargel, und die Armen müssen ihn essen. In der taz erklärt die verabschiedete Freitag-Herausgeberin Daniela Dahn, was sie mit dem Freitag gemacht hätte, wenn sie tatsächlich Herausgeberin gewesen wäre: mehr über die produzierende Arbeitswelt. Viele Journalisten ärgern sich nach wie vor über den nicht zurücktretenden Christian Wulff. Mehr lesen

Die Schwelle ist eine Negativität

05.01.2012. Aktualisiert um 10 Uhr 15: Und außerdem: ein erster Blick auf das erste Heft des Merkur unter neuer Leitung. Journalisten würden natürlich nie einen Vorzugskredit annehmen, und sie lassen sich auch kein Mercedes Cabrio zu Testzwecken vor die Tür stellen, meint Wolfgang Michal in seinem Blog. Techcrunch zweifelt, dass Apple im Fernsehen groß werden kann. Im Freitag vermisst der Philosoph Byung-Chul Han Hierarchien im Netz. Die NZZ geht in China in die Oper. Für die Zeit ist Navid Kermani nach Afghanistan gefahren und hat sich positiv überraschen lassen. Die FAZ interviewt Agnes Heller zu den Protesten in Ungarn. Mehr lesen

Das CNN aller Beziehungsgestörten

04.01.2012. Nicht nur in Ägypten, auch in Tunesien sind die Salafisten auf dem Vormarsch, berichtet die NZZ.  Die taz fordert ein linkes Law and Order. In der Welt verteidigt Bernard Henri Levy das französische Gesetz, das die Leugnung von Völkermorden unter Strafe stellen will. Und es bleibt dabei: Berlin ist das große Ding im Netz, selbst für amerikanische Blogs. Die Blogs machen auch klar, warum Sido und Bushido in Papua Neuguinea nicht angeln sollten. Auch nicht legal. Mehr lesen

Die Kraft des Eros und der Kunst

03.01.2012. In der NZZ feiert Felix Philipp Ingold Nadeschda Mandelstams "Erinnerungen an Anna Achmatowa". In der FR plädiert Jürgen Lodemann für Wilhelm Hauff. Die amerikanischen Medienblogs staunen über das Berliner Start-up Soundcloud. Die FAZ stellt die syrische Satiregruppe "Masasit Mati" vor, die Präsident Assad und seine Schergen auf Youtube parodiert. Die SZ porträtiert den burmesischen Komiker Zarganar. Mehr lesen

Vermeintliche Entzauberung der Kunst

02.01.2012. Der Perlentaucher hatte beim Sprung durch die Schatten der Nacht über die Zeit (wie man in Samoa sagt) einige Abenteuer zu bestehen. Pardon für die Verspätung! In der Welt warnt Bernard-Henri Levy mit Blick auf die arabischen Revolutionen vor zwei verschwisterten Illusionen: der kulturalisitischen und der universalen. Der Tagesspiegel erinnert an das PR-Genie Friedrich II. Für die SZ sind Designfragen Daseinsfragen. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen