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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

März, 2012

Stadt der Fernwärme

31.03.2012. In der FAZ graut es Andrea Breth vor dem eigenem Hofstaat. In der taz erinnert sich der Komponist Helmut Oehring daran, wie er zum ersten Mal Bach hörte. In der NZZ erklärt Dan Diner, warum es im Iran an Blasphemie grenzt, den Holocaust anzuerkennen. Die Welt erhebt Einspruch gegen die Berliner Pläne für eine Zentralbibliothek im Flughagen Tempelhof. Die SZ protestiert gegen die neuen Kunstnamen der Städte. Mehr lesen

Da habe ich eine göttliche Wut bekommen

30.03.2012. 51 "Tatort"-Autoren bestehen darauf: Sie wollen auch siebzig Jahre nach ihrem Tod noch Gagen bekommen. Darauf Netzpolitik: Gerade Tote sind häufig genug Waisen. Matthias Spielkamp beschuldigt den Handelsblatt-Chef Gabor Steingart, der behauptet, dass Autoren von Zeitungen "seit jeher" sämtliche Rechte abgeknöpft wurden, der "dreisten Lüge". Die NZZ fragt: Was ist los mit der japanischen Jugend? Und Karl May ist hundert Jahre tot. Mehr lesen

Dieses Elektrosurren

29.03.2012. In der Jungle World  freut sich Caroline Fourest über die französische Öffentlichkeit, die begriffen habe, dass Kritik an Religion nicht Rassismus ist. In der NZZ bekennt die ägyptische Bloggerin Ghada Abdelaal ihre Enttäuschung über den Fortgang der Revolution. Im Tages-Anzeiger erklärt der ehemalig Sat 1-Chef Roger Schawinski, warum die Harald-Schmidt-Show floppen musste. In der Zeit betont Pipilotti Rist die Freude darüber, dass es uns überhaupt gibt. Mehr lesen

Mit den feinsten Pinseln

28.03.2012. Die FR erzählt, wie Gustav Klimt aus einem Problem die Lösung machte. In glanzundelend.de schimpft Wolfram Schütte über den heutigen "Filmjournalismus" und die Filmpolitik der öffentlich-rechtlichen Sender. Die amerikanischen Republikaner berufen sich auf die Gründungsväter der Nation - und irren sich, meint die Welt. Die FAZ feiert die Naturmalerin Anita AlbusMehr lesen

Etwas wie Wald, Wiese, Heide, Bach und Moor

27.03.2012. Ai Weiwei sieht China in der Welt auf dem Weg zur Demokratie - dank Internet. Die NZZ  berichtet: Fox News mäßigt sich. In der Funkkorrespondenz wendet sich der Verleger Jakob Augstein gegen Leistungsschutzrechte. Der Guardian meldet, dass er erstmals mehr Klicks von Facebook als von Google bekommen hat, aber trauen will er beiden nicht. In der SZ bekennt sich der Dirigent Valery Gergiev zum Putinismus. Mehr lesen

Frei, tollkühn, draufgängerisch, improvisatorisch

26.03.2012. Schade: Die Aufklärungsausstellung in Peking war sehr gut gemeint. Aber jetzt sagt Ai Weiwei im Tagesspiegel: "Es ist eine Ausstellung, die keinen Eindruck hinterlassen hat, es gibt kein Wissen über sie." Im Tages-Anzeiger tritt Marina Weisband von der Piratenpartei den Rückweg aus der Zukunft an. Die NZZ tritt dagegen ein ins asiatische Zeitalter. Und James Cameron schickt ein Tweet vom Grunde des Marianen-Grabens. Mehr lesen

Runde, prästabilierte Vollkommenheit

24.03.2012. Die Welt erklärt, warum Walser Gauck nicht ertragen kann. Außerdem antwortet Timothy Snyder auf Dan Diner. Mohamed Merah war selbst ein Opfer, meint Tariq Ramadan in seinem Blog. Der Tagesspiegel hat Sven Regeners Schimpfkanonade gegen den Medienwandel transkribiert. Die NZZ diagnostiziert eine "fortschreitende Entkörperlichung unserer Intelligenz". In der taz sucht Agnès Godard die Vorzüge des Digitalbilds. Für die SZ reist Navid Kermani zu den Sufis in Pakistan. Und zweimal Aretha Franklin! Mehr lesen

Unsere Mega-City ist durchgefallen

23.03.2012. In der NZZ spricht Karl-Markus Gauß über den zivilisatorischen Einfluss des Schreibens auf ihn selbst. Die Welt porträtiert die Jazzbassistin und -sängerin Esperanza Spalding. Die amerikanischen Blogs sind gar nicht mehr zufrieden mit Google und freuen sich über Start-Ups, die Software gegen die Zudringlichkeiten der großen Internetkonzerne bauen.  Die taz wendet sich gegen den Branding-Wahn beim Sponsoring. Mehr lesen

Das Alterswerk dieser Sängerin

22.03.2012. Mike Daisey ist kein Einzelfall. Auch David Foster Wallace hat in seinen Reportagen geschummelt, meint Gawker. Warum überhaupt Diktatoren eine Bühne geben?, fragt die Welt nach dem ZDF-Interview mit Machmud Achmadinedschad. Der "Kulturinfarkt" ist krude, aber das Thema ist wichtig, findet die NZZ. Im Freitag meint Adrienne Göhler, dass die Kulturkürzungen zunächst bei den Autoren des Manifests ansetzen sollte. Mehr lesen

Auf Kiezniveau

21.03.2012. In der SZ ist der Museumsmann Hermann Parzinger für Kulturförderung, außer bei neuen Museen und Bibliotheken. Die FAZ berichtet über die Demaskierung des Apple-Kritikers Mike Daisey, der in seinen Berichten über die Arbeitsbedinungen in China geflunkert haben soll. Achgut sucht nach deutschen Namen in den Mailwechseln von Assad und findet einige Philosophen. Die Welt erzählt von der Verhaftung der vietnamesischen Bloggerin Bui Thi Minh Hang. Mehr lesen

Eine ausgesprochene Journalistenliteratur

20.03.2012. In der FR attackiert Götz Aly mit dem neuen Buch von Henryk Broder in der Hand die Inhaber der akademischen Oberhoheit über die Antisemitismusforschung. Und Christoph Hochhäusler erzählt wie "Kultursubvention" aus der Sicht eines Filmemachers aussieht. Die Welt konstatiert: Mit Madonna wird die Postmoderne historisch. Der Tagesspiegel meldet: Guggenheim kam nicht bis Kreuzberg. Aus Angst vor Autonomen. Die FAZ zitiert aus einem wiederaufgefundenen Artikel Albert Camus' über die Pressefreiheit. Mehr lesen

Ein paar Risse in diesen Beton

19.03.2012. Hat das aktuelle Theater überhaupt einen Begriff von Macht?, fragt Dirk Baecker im Tagesspiegel. Die FAZ ist sehr zufrieden mit Joachim Gaucks erster präsidentialer Rede. In der SZ mag der Literaturwissenschaftler Gerhard Lauer den Pessimismus über die Zukunft der Literatur im digitalen Zeitalter nicht teilen. Es ist irgendwie typisch, dass Christian Wulff gekippt wurde, Gerhard Schröder aber nicht, meint Christoph Spielberger auf Achgut. Die Welt ist weniger für Abbau als für Umverteilung von Kultursubventionen. Mehr lesen

Kultur des Aufhörens

17.03.2012. Gegenwartsliteratur entsteht eher auf Facebook als im Literaturbetrieb, meint der Tagesspiegel. In der Welt widerspricht Dan Diner Timothy Snyder: Der Nationalsozialismus war nicht wie der Kommunismus - wegen Auschwitz. Die FAZ ist froh, dass Deutschland nicht von Gockeln regiert wird, sondern von Angela Merkel. SZ und NZZ rümpfen die Nase: Klar kann man über Kultursubventionen diskutieren, aber intelligent, bitte. Und wie war's bei Kracht? Die taz verdreht die Augen. Mehr lesen

Natürlich Snippet-frei

16.03.2012. Online-Medien zielen immer mehr auf globale Märkte, aber nur die wenigsten haben Chancen, meint der Economist. Die FAZ singt ein Loblied auf die HBO-Miniserie "Mildred Pierce". Warum sollen in Hebron nicht ein paar hundert Juden leben?, fragen Tagesspiegel und Achgut nach Sigmar Gabriels Apartheids-Vorwurf. Die Leipziger Buchmesse ist eröffnet. Der Börsenvereinsvorsitzende Gottfried Honnefelder spricht sich für Acta aus. FR und taz freuen sich sehr über den Leipziger Buchpreis für Wolfgang Herrndorf. Mehr lesen

Herstellung und Vertrieb von ästhetischen Erlebnissen

15.03.2012. Die FAZ fordert mehr Subvention für Buchläden, die Lesungen veranstalten, und auch für das übrige Kulturleben. Dafür aber weniger "Ich" in der Bekenntnisliteratur. Die Zeit fragt, wann die Inhalteindustrie in den Besitz der Plattformindustrie übergeht. Die Welt ist geblendet von Bonnard. Die Jungle World ist abgetörnt von der Gegenwartsproduktion in Pop, Film und Fernsehen: alles retro. Aber in der Berliner Zeitung hält der ungarische Regisseur Bela Tarr einen Trost bereit: Nichts baut mehr auf als ein intensiver Blick auf unseren Verfall.  Mehr lesen

Dabei immer perfekt frisiert

14.03.2012. Nach einer Twitter-Unterhaltung mit einem rotierenden Schädel befallen Margaret Atwood im Blog der NYRB ernste Selbstzweifel. Tim Parks fragt ebendort, ob es passieren kann, dass man ein Buch gut findet - und es doch nicht zu Ende liest, und warum so oft. Der Media Decoder der New York Times meldet, dass die Encyclopedia Britannica ihr Erscheinen auf Papier einstellt. Die FR stellt düstere Prognosen für das Ruhrgebiet. BHL möchte in der Welt noch nicht alle Hoffnung für Afghanistan fahren lassen. In der FAZ fordert der CDU-Politiker Jens Spahn ein freiwilliges soziales Jahr für Rentner. Die taz sehnt sich nach analoger Schwärze. Mehr lesen

Prinzipielle Aufteilbarkeit aller Biomasse

13.03.2012. Die Welt porträtiert den Fotografen Michael Schmidt, der die Nahrungsindustrie kritisch bebildert. Die taz besucht die Schriftstellerin Christina Viragh in Rom, die vier Jahre lang Peter Nadas übersetzte. Die NZZ wendet sich gegen die Diskriminierung der Palestinos auf Kuba. In der FAZ plädiert David Grossman gegen einen israelischen Angriff auf den IranMehr lesen

Unter Mainstreamverdacht

12.03.2012. In der Welt fordert der Historiker Thomas Weber eine Neubewertung des Historikerstreits. Im Spiegel stellt eine Gruppe von Kulturmanagern die subventionierte Kultur in Deutschland in Frage. Die taz verteidigt den Literaturbetrieb. Die NZZ fragt, wie die japanische Kunstszene Fukushima verarbeitet. Die SZ will mehr Welt in der deutschen Literatur und lehnt die Digitalisierung jetzt doch ab. Mehr lesen

In unaufhörlicher Tirade

10.03.2012. Die NZZ schildert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Architektur. Die FR ist überhaupt nicht begeistert von Thomas Ruff. Gawker liest die Geschäftszahlen von Twitter und ist entsetzt. Die Literarische Welt bringt eine Hommage Rüdiger Safranskis auf Joachim Gauck. Die taz feiert den ersten Jahrestag von Fukushima. Die SZ wegen typografischer Qualität bitte auf Papier kaufen. Und alle gucken Jelineks "Faust" in Zürich. Mehr lesen

Im Gehör-Tunnel des Netzes

09.03.2012. Die taz porträtiert den neuen Intendanten der Komischen Oper Berlin Barrie Cosky und lässt sich von ihm über die Genetik der Oper informieren. Die FR erzählt, wie der Guardian seine Leser an der Findung von Themen beteiligt. Die New York Times liest Kindle Singles. Die FAZ hört klassische Musik im Netz. Die SZ beklagt den Verfall der Drastik und der SubkulturMehr lesen

Die Kultur ist der harte Faktor

08.03.2012. Stasi-Dokumente-Kanonaden. War Joachim Gauck ein "Pastor der Unfreiheit"?, fragt der Freitag. War Beate Klarsfeld ein Sprachrohr der DDR-Propaganda?, fragt die Welt. Für die taz hat Micha Brumlik das türkische Machwerk "Fetih 1453" geguckt und ist entsetzt. Es wird weiter über das Leistungsschutzrecht gestritten. Im Deutschlandradio kündigt der Medienrechtler Thomas Hoeren Verfassungsbeschwerden an. Die Zeit kapituliert vor Afghanistan. Die NZZ ist begeistert von Claude Lorrain. Mehr lesen

Mache dich niemals über Atatürk lustig

07.03.2012. Der Welt kommt eine unheimliche Ahnung: Sollten in der Wulff-Affäre etwa auch die Medien Kritik verdienen? Und BHL fragt: Warum spricht das französische Verfassungsgericht, das die Leugnung von Genoziden nicht unter Strafe stellen will, selbst nur von dem "Massaker" an den Armeniern? Die FAZ besucht das Städtchen Palmyra, wo Joseph Smith die Mormonen erfand. In den Blogs geht die Debatte um das Leistungsschutzrecht weiter. Und Springer-Lobbyist Christoph Keese beteuert in seinem Blog, dass Informationen trotz Leistungsschutzrecht werden zirkulieren dürfen. Mehr lesen

Verfestigung des Status quo

06.03.2012. Die Debatte ums Leistungsschutzrecht geht weiter. Die SZ verteidigt es mit zum Teil fehlerhaften Argumenten. Der Zeit online ist das Recht auf Information dagegen wichtiger als Leistungsschutz. Die Blogger spielen Szenarien durch: Wenn Google nicht mehr auf deutsche Unternehmen verlinkt, könnten natürlich Schweizer oder österreichische Medien in die Bresche springen. Die NZZ berichtet, dass Springer und Ringier in Osteuropa prächtig verdienen. Der Tagesspiegel porträtiert die Cutterin Bettina Böhler. Mehr lesen

Tolldreister Lobbyismus

05.03.2012. Blogger sind entsetzt über den gestrigen Beschluss des Koalitionsausschusses, das Leistungsschutzrecht nun doch einzuführen. In der Welt erinnert Henryk Broder an Kontinuitäten des linken Antisemitismus. Die FAZ berichtet über die Zusammenarbeit von Beate Klarsfeld und der Stasi. Die NZZ feiert die präcastrische Architektur auf Kuba. In der FAZ erklärt Javier Marias, warum er für das Vergessen ist. Mehr lesen

Oh, gib mir zu trinken vom Eisenbahnwasser

03.03.2012. Die NZZ verteidigt den Liberalismus gegen all jene, die Freiheit als Pathosbegriff schätzen, im Alltag aber lästig finden. Die SZ erkennt bei den Attacken auf Christian Kracht und Gerhard Gnauck auf zwielichtigen Gesinnungsjournalismus. Die taz hat Hinweise erhalten, dass Gauck vielleicht doch kein "reaktionärer Stinkstiefel" ist, sondern der Emanzipation der Bürger dienlich. In der Welt annonciert Reinhard Mohr die Rückkehr der Salonlinken. Der Tagesspiegel versinkt in den meeresgleichen Klangwellen Luigi Nonos. Die FAZ rühmt die Makellosigkeit der Filmkünstlerin Maya Deren. Mehr lesen

Sei heiter und unängstlich

02.03.2012. In der NZZ enthüllt Felix Philipp Ingold Putins potemkinsche Dörfer und Mieczyslaw Weinberg legt einen sanften Schleier drüber.  In der Welt erklärt die Journalistin May Chidiac syrische Machttechniken im Libanon. Die taz deklamiert die Devisen der neuesten Pariser Mode. In der SZ berichtet Navid Kermani beeindruckt von einem Literaturfestival in Karatschi. Der FAZ graut vor Twitter. Mehr lesen

Permanente Annahme von Material

01.03.2012. In der taz freut sich der ARD-Zuständige für den Eurovision Song Contest: Der Tingeltangel wird helfen über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan zu berichten. Laut Freitag hängt die ägyptische Kunstszene am Tropf westlicher Förderer und muss deren Moden folgen. Im Tagesspiegel problematisiert der ehemalige Bürgerrechtler Lutz Rathenow die Zusammenarbeit Beate Klarsfelds mit der Stasi. In der Zeit stellt der marxistische Autor Terry Eagleton richtig:die Eiserne Lady war snobistisch, affektiert und ekelhaft herablassend. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen