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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Mai, 2007

Heute in den Feuilletons

31.05.2007. Im Zeit-Feuilleton - heute von Wolfgang Tillmans kuratiert - warnt Polly Toynbee vor einer Allianz aus Muslimen und christlichen Kirchen. Die Welt stimmt einen Abgesang auf die Arbeit an. Die SZ sieht die Welt von nutzlosen Zäunen durchzogen. Die NZZ plädiert für den Bau der Moschee in Köln. Die taz verspürt angesichts der Ausstellung "Art goes Heiligendamm" ein leichtes Unbehagen. Die FR begutachtet in der Neuen Nationalgalerie französische Originale zu berühmten Postermotiven. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.05.2007. In der Berliner Zeitung stellen Kathrin Passig und Holm Friebe das nächste große Ding im Internet vor. In der FR sieht Carlos Fuentes den Plurikulturalismus der Mestizen als Symbol für die lang ersehnte Moderne in Europa. In Spiegel Online untersucht Gerd Koenen die Wege des linken Populismus in Lateinamerika. Die Welt warnt vor Heckenschützen in Internetforen. Außerdem erklärt Fatih Akin, warum er jetzt nicht gegen den G8-Gipfel protestieren kann. Die taz fragt nach der gesellschaftlichen Relevanz der allerneuesten Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.05.2007. In der FR erinnert György Dalos an Matthias Rust, der vor zwanzig Jahren mit seiner Cessna neben dem Roten Platz landete und das Moskauer Politbüro durcheinanderbrachte. Die FAZ zeigt sich tief beeindruckt von Sasha Waltz' Inszenierung des "Medea-Materials" in Luxemburg. In der New Republic diagnostiziert Paul Berman in einem riesigen Artikel über Tariq Ramadan einen "reactionary turn" in der intellektuellen Szene. Das Festival von Cannes hat die Kritiker in diesem Jahr begeistert - auch mit der Goldenen Palme für Cristian Mungiu zeigt man sich zufrieden. Alle Zeitungen bringen außerdem Nachrufe auf Jörg Immendorff. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.05.2007. In der Welt deckt Benny Morris die wahren Gründe für die enge Bindung der USA zu Israel auf. Die NZZ schildert den irren Kampf ums Überleben in der lateinamerikanischen Literatur. In der SZ schreibt Chris Abana über Los Angeles, eine Stadt, die nur in den Köpfen ihrer Bewohner existiert. Die FR besingt die Helden Hollywoods, die im wirklichen Leben sterben. Die taz plädiert für funke wisdom. Im Tagesspiegel beichtet Thomas Brussig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.05.2007. Die NZZ empfiehlt den Comicautor Patrice Killoffer, der auch sehr hübsche Schweizer Briefmarken gezeichnet hat. Die taz schildert die uneimlichen Symptome des Colony Collapse Disorder unter den Bienen. Der Tagesspiegel staunt über Sasha Waltz' Medeamaterial in Luxemburg: "Die Seele rast, aber man tanzt Slowmotion." Die FR sucht den deutschen Super-Künstler. Die FAZ beschreibt die chinesische Konzeption der Menschenrechte: Man hat sie nicht, sondern zahlt sie zurück. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.05.2007. Die deutsche Filmkritik ist sich einig: Fatih Akins Film verdient die Goldene Palme - neben all den anderen Filmen, die die Goldene Palme ebenfalls verdienen. In der Zeit greift die Chansonsängerin Ingrid Caven die Fassbinder-Nachlassverwalterin Juliane Lorenz als moralisch ungeeignet für ihren Posten an. Außerdem recherchierte ein gut verkleideter Günter Wallraff für das neue Zeitmagazin über die muz-Arbeitsbedingungen in deutschen Callcentern. Die FAZ konstatiert aus Anlass des Kasus Kapuscinski Überdruss über die Stasiaktenfledderei in Polen. In der FR fürchtet Richard Wagner um die junge rumänische Demokratie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.05.2007. Die SZ fragt aus Anlass des G8-Gipfels: Welche Kosmetik ist tränengastauglich? Die FAZ geißelt die Heuchelei der Öffentlich-Rechtlichen in ihrer Berichterstattung über Doping im Radsport. Alfred Brendel gratuliert der Pianistin Katja Andy in NZZ und FAZ zum Hundertsten. Welt und FR studieren die Stasi-Akten Ryszard Kapuscinskis.Tagesspiegel und Berliner Zeitung recherchieren zu den Vorgängen um das Haus Suhrkamp. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.05.2007. In der FAZ gibt Neo Rauch Auskunft über sein malerisches Programm. Und sonst dominieren Cannes und die Journalistenschelte: Die taz ärgert sich über die hämische Suhrkamp-Berichterstattung der Kollegen, die SZ geißelt das grausame Seminardeutsch von Popjournalisten, die Welt wirft Herges Tim vor, nie einen Artikel geschrieben zu haben. Und Roman Polanski schickt laut FR sämtliche Journalisten zum Teufel. Mehr lesen

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21.05.2007. Stein spaltet Kritik.Laut FAZ pulst und lebt und bebt der "Wallenstein" in Peter Steins Inszenierung zehn Stunden lang. Die SZ staunt wie viele andere über Klaus Maria Brandauer, der mit öligen Ablauten einen Anarchen und Spieler gibt. Die taz findet den Hochkulturkonsum alles in allem gar nicht so schlimm. Die NZZ beklagt Verfremdungseffekte, die Stimmung drainieren, Atmosphäre verneinen. Die Welt hat an sich nicht vor, sich von etablierten alten Knackern bilden zu lassen. Und die New York Times singt eine Hymne auf grüne deutsche Architektur.
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Heute in den Feuilletons

19.05.2007. Die NZZ schreitet mit der Gemächlichkeit einer schwangeren Nonne voran, die zur Beichte geht. Die FAZ findet: Türkische Musik tut nur exotisch, und Anna Netrebko tut nur expressiv. Die Berliner Walter-Kempowski-Ausstellung beeindruckt taz und FR. Die SZ trifft die saudische Schriftstellerin Rajaa Alsanea, deren Roman "Girls aus Riad" das traurige Leben der Girls von Riad offenbart. In der Welt denkt Azer Nafisi, Autorin des Buchs "Lolita lesen in Teheran", über eine Demokratisierung der Religion im Iran nach.
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Heute in den Feuilletons

18.05.2007. Die ersten Depeschen aus Cannes widmen sich Wong Kar-Wais "Blueberry Nights", die bei der taz in Kunsthandwerksverdacht geraten. Auch FAZ und Welt sind mild enttäuscht. Nur die SZ jubiliert. Weitere Geschichten: Die Bundeskunsthalle gerät wegen ihres Haushaltsgebarens in die Kritik, berichten SZ und FAZ. In der taz gibt Alfred Grosser seine Einschätzung zu Nicolas Sarkozy: "Nun, er ist nicht Thatcher." Im Kölner Stadtanzeiger ruft Ralph Giordano dazu auf, den Bau der Kölner Großmoschee zu stoppen. Die Welt bereitet uns auf den Stein-Wallenstein vor, der morgen Premiere hat. Und die NZZ schildert die Probleme der Welt online mit dem Web 2.0. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.05.2007. In der SZ protestiert Jürgen Habermas gegen die Verkaufspläne der bisherigen Gesellschafter genau dieser Zeitung und fordert staatliche Förderung für die unabhängige Meinungsbildung in den Zeitungen. In der Stockholmer Zeitung Expressen äußert sich Ayaan Hirsi Ali über die von Perlentaucher und signandsight.com entfachte Multikulturalismus-Debatte.Die Zeit hat nachgezählt: 68 war eigentlich 67. Die Welt sieht mit Unbehagen den Einfluss der russischen Orthodoxie im Westen wachsen. In der taz protestiert Ilija Trojanow gegen die Ausbeutung Afrikas durch westliche Popstars. In der FAZ wird nachgewiesen: Ich war es nicht gewesen, sondern mein Gehirn hat mich diese Zeilen schreiben lassen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.05.2007. Die SZ warnt Kunstsammler vor dubiosen Fonds, die vom Boom profitieren wollen, und feiert das neu normierte versale Eszett. Die Welt ist von Don DeLillos 9/11-Roman "Falling Man" enttäuscht, gerade weil er niemanden enttäuschen will. Die taz zeigt Verständnis für einen BBC-Journalisten, der wie eine Tomate explodiert. Die FAZ besucht die traumatisierte Stadt Algier, deren Kunstszene anfängt, sich mit den blutigen neunziger Jahren auseinanderzusetzen. Mehr lesen

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14.05.2007. Die taz freut sich auf kommende Zeitkristalle bei der Documenta. Die SZ findet die Autonomen so sentimental. Die FR fürchtet die Herrschaft des Marktes über die französische Kultur. Die NZZ hat keine Angst vor China. Im Tagesspiegel konstatiert Peter Stein zum Ärger Klaus-Maria Brandauers: Junge Menschen sind zwar nicht interessant, aber sie sehen gut aus.
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12.05.2007. In der Welt erklärt Theodore Dalrymple, warum Nicolas Sarkozy genau der Richtige ist, um die Freiheit in die französischen Townships zu bringen. Ebenfalls in der Welt beschreibt Adam Michnik, wie in Polen der Geist der Freiheit vom Geist der Rache bekämpft wird. Die FAZ plädiert für mehr Kulturrelativismus. Die NZZ berichtet von der Lage irakischer Künstler und Intellektueller, die nicht einmal mehr im Exil sicher sind. Die FR entdeckt eine Oase der Leidenschaft im Literaturbetrieb. Und die taz freut sich, dass es im Theater von Jan Bosse noch oben und unten gibt. Mehr lesen

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11.05.2007. In der SZ konstatiert Boris Groys im Streit um die sowjetischen Denkmäler eine Ethnisierung des Kommunismus. Außerdem erklärt Najem Wali, wie in syrischen Gefängnissen mit dem deutschen Stuhl gefoltert wird. In der taz wartet Klaus Theweleit auf eine iranische Pocahontas. Die Welt betrachtet die neue Avantgarde der Traditionalisten in der Architektur. In der FAZ schreibt Amos Oz über die palästinensischen Flüchtlinge. Und in der NZZ schreibt Ibrahim al-Koni über den Fluch des Erdöls - das Blut unserer Mutter. Mehr lesen

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10.05.2007. In der Welt fordert Ayaan Hirsi Ali den Westen auf, notfalls mit Hilfe der Armee die Türkei vor der Islamisierung zu retten. In der Zeit erklärt Elif Shafak, dass sie ihre Demokratie lieber selber retten will. Im Tagesspiegel erinnert Andres Veiel an die zehn Millionen heimlichen RAF-Sympathisanten. Die FAZ besucht die letzten Aufrechten des russischen Journalismus. Die FR fragt, warum die Freiheit eigentlich nicht zur Leitkultur der CDU gehört. In der NZZ schreibt Richard Wagner über den Streit um die sowjetischen Denkmäler in Osteuropa. Mehr lesen

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09.05.2007. Die FAZ erwartet von der kommenden Documenta Subtiles. Die taz liefert sich der Wucht der rumänischen Theaterszene aus. Die SZ tanzt den Independance cha-cha. Die NZZ lässt sich von einem Riesenschädel aus Küchenutensilien anstarren. In der Berliner Zeitung gibt Peter Stein Auskunft über sein inszenatorisches Ethos.
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Heute in den Feuilletons

08.05.2007. Seine Bücher ziehen vorüber wie Wolken, meint die SZ in einem Artikel über Thomas Pynchon, dem alle brav zum Siebzigsten gratulieren. Auch der Maler Daniel Richter meditiert in der Welt über das flüchtige Wesen der Kunst. Und die NZZ besucht eine dieser Flüchtigkeit geweihte Disco des holländischen Architektenbüros MVRDV. Die FR tanzt den RAF-Calypso. Und schließlich ein bisschen Information: Die Welt nennt ein paar kulturpolitische Ziele Nicolas Sarkozys. Mehr lesen

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07.05.2007. In der Berliner Zeitung fragt sich Elfriede Jelinek, warum sie Ulrich Matthes so gerne sprechen hört. Liegt es am engen Augenstand? Die FR bewundert einen lüsternen Zwerg von Daniel Richter, der noch nach Farbe riecht. Die NZZ informiert über die Musiktradition Hawaiis. Der FAZ ist die chinesische Harmonie unheimlich. Für die taz besucht Gabriele Goettle eine Tätowiererin, die einem Kunden auch den Schwanz verzierte. Zu seiner Zufriedenheit: "Er guckte seinen Schwanz völlig verliebt an und sein Schwanz guckte ihn an. Ich hätte ein Gesicht drauf machen sollen!" Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.05.2007. Einfach krass! In der taz fordert Jan Delay die Jugend auf, die RAF zu reflektieren und zu merken: "Damals gab es Menschen, die haben tausendmal mehr Haltung an den Tag gelegt als heute irgendjemand." Die NZZ sieht das Institut du monde arabe in Paris bis heute als Fehlschlag. Und Hans-Jörg Rheinberger erklärt, wie das Neue in die Wissenschaft kommt, wenn man gar nicht weiß, was man nicht weiß. Die SZ zeigt sich tief beeindruckt von Alex Gibneys Film "Taxi to the Dark Side", der Guantanamo anprangert. Mehr lesen

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04.05.2007. Die NZZ stellt die bekanntesten islamischen Fernsehprediger vor. In der taz will die sebstbewusste fromme Muslima Ayten Kilicarslan kein Mitleid für ihr Kopftuch. In der FAZ schildert der iranische Autor Amir Hassan Cheheltan die Gleichschaltung des Erziehungswesens im Iran. Spiegel online empfiehlt Alex Gibneys Dokumentarfilm "Taxi to the Dark Side" über einen afghanischen Taxifahrer, der in Guantanamo zu Tode gefoltert wurde. Die SZ hörte Orhan Pamuk einen Satz von 155 Zeilen lesen. Die FR versucht, sich ein Bild von Debbie Tucker Green zu machen. In der Welt erklärt Andre Glucksmann, warum ihm Haudrauf Sarko lieber ist als Madonna Sego. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2007. In der Zeit bringt der Historiker Tony Judt  dem Kerneuropäer Jacques Chirac eine letzte Huldigung dar. Laut FAZ stolpern die Ungarn über Gunter Demnigs "Stolpersteine". In der Welt erinnert sich Wim Wenders an das Berlin vor zwanzig Jahren, dem er im "Himmel über Berlin" ein Denkmal setzte. Die SZ verteidigt den avantgardistischen Komponisten Brian Ferneyhough gegen die Ungebildeten unter seinen Nichtkennern. Dieter Bohlen verstopft die FR. Die NZZ fragt: Was wird nach der Abschaffung der Buchpreisbindung in der Schweiz? Spiegel Online zeigt an digg.com sehr schön, wie das Web 2.0 seine Erfinder frisst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.05.2007. In der FAZ begrüßt Orhan Pamuk die säkularen Demonstrationen in der Türkei. In einem seiner zahlreichen Interviews, diesmal in der FR, schwärmt Feridun Zaimoglu von der konservativen Ethno-Avantgarde der Neo-Musliminnen. In der Welt stellt Arnold Schwarzenegger ein hundertprozentiges Elektroauto vor, das sogar seinen wasserstoffgetriebenen Hummer in den Schatten stellt. Die taz suchte bei der Berliner "Manon"-Premiere mit Anna Netrebko vergeblich nach einem Neobürgertum. Die Premiere selbst löst bei den Kritikern eher missmutige Reaktionen aus. Hat die Klassik jetzt endgültig vorm Pop kapituliert?, fragt etwa die SZ. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen