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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

November, 2006

Heute in den Feuilletons

30.11.2006. In der Zeit ergründen Thomas Ostermeier und Mark Ravenhill den deutschen Kunsthass. Die FAZ begutachtet das schmucke Toilettenhäuschen, das David Chipperfield auf der Museumsinsel errichtet. Weiter für Unmut sorgt das Baugebaren der Deutschen Bahn: Die SZ sieht Deutschland von Hartmut Mehdorn zum Gespött der Bauwelt gemacht. Die FR sieht keine Bahnhöfe mehr, sondern nur noch aufgebrezelte Shoppingmeilen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.11.2006. Der Berliner Hauptbahnhof muss nach den ursprünglichen Plänen des Architekten Meinhard von Gerkan umgebaut werden. Die FAZ jubelt, dass die deutsche Justiz dem Menschenrecht des Auges stattgegeben hat. In der SZ erzählt der Sieger, wie es ist, wenn aus dem eigenen Werk einfach Seiten herausgerissen werden. In der taz findet Thea Dorn Eva Herman nicht braun, aber grenzbraun. Viktor Jerofejew empfiehlt in der Welt, endlich den gammeligen russischen Kühlschrank zu schrubben. Der Tagesspiegel präsentiert Michael Schindhelms Rettungsplan für die Berliner Opern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.11.2006. In der FAZ erklärt Viktor Jerofejew, warum er den Gifttod Alexander Litwinenkos für einen politischen Mord hält. Die SZ guckte in der Deutschen Oper "Tom und Jerry", findet aber nicht, dass Verdis Musik dazu passt. In der Berliner Zeitung bekennt der Anatom Andreas Winkelmann seine Bewunderung für seine thailändischen Kollegen. Die taz empfiehlt obszöne Stöhnsongs. In der Welt erzählt Diedrich Diederichsen, wie der Punk mithilfe dreier Akkorde die komplexesten strategischen Manöver ausfocht. Ist aber schon 30 Jahre her. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.11.2006. Im Tagesspiegel erklären die Kulturpolitiker Monika Griefahn (SPD) und Peter Gauweiler (CSU) die neue Devise für das Goethe-Institut: Schluss mit dem europäischen Mischmasch und Hauptsache Deutsch. Die NZZ klagt an: Vor den Augen der ganzen Menschheit wird in Darfur ein Völkermord verübt. Für die taz besucht Gabriele Goettle die Expertin Angelika Starke, die die Literatur des 20. Jahrhunderts vor dem Säurefraß retten will. FAZ und NZZ befassen sich weiterhin mit dem Kleinkrieg zwischen dem Suhrkamp Verlag und den neuen Miteignern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.11.2006. In der FAZ beschreibt der Programmierer Charles Simonyi, wie er sich auf seinen Flug in den Weltraum mit der Sojus TMA-10 vorbereitet. In der SZ erzählt Orhan Pamuk, wie er die Dinglichkeit der Dinge findet. In der NZZ schreibt der Orientalist Tilman Nagel über Gewalt und Islam. Die taz findet heraus, dass die Globalisierung an Amokläufen schuld ist. Im Tagesspiegel träumt Klaus Wowereit von einer Berliner Kunsthalle. Und die FR begutachtet die in die Jahre gekommenen Matadoren der Berliner Schaubühne. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.11.2006. In der Welt beschreibt Michael Kleeberg das Ende der christlichen Dominanz im Libanon - mit seinen Folgen. Die taz hört Kinderrap aus Pyongyang. In der FAZ verteidigt Hans Neuenfels die charakterbildende Wirkung der Kunst gegen die charakterschädigende Wirkung von Computerspielen. Die SZ reist ins Kasachstan Deutschlands. Die Niederlage von SZ und FAZ im Prozess gegen den Perlentaucher hat zahlreiche Medienreaktionen ausgelöst. Der Perlentaucher bringt eine Presseschau. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.11.2006. Die Welt staunt über die Franzosen, die in ihrem neuen Nachrichtenkanal France 24 erstmals vormachen, wie man auf Englisch französisch spricht. Der Tagesspiegel fragt nach dem tieferen Sinn der Klage von FAZ und SZ gegen den Perlentaucher, über die heute am Landgericht Frankfurt entschieden wird. Die FAZ und die anderen würdigen das einzigartige Talent Robert Altmans. In der NZZ erklärt Judith Kuckart, warum die Alten in der Bahn nach Banane riechen. In der taz spricht Michail Ryklin über die Wiederkehr des Antisemitismus in Russland. Es wird auch über Gewaltspiele im Internet diskutiert und festgestellt, dass sie wirken. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.11.2006. In der Berliner Zeitung skizziert Andrej Nekrassow den Unterschied im Leben der russischen Dissidenten einst und jetzt: Vor dem Fall des sowjetischen Imperiums genossen sie noch die Sympathien des Westens. In der taz empfindet Ilija Trojanow Deutschland nach der Rückkehr aus China als schmerzhaft unterbevölkert und friedhöflich sediert. In der NZZ erklärt Hans Maarten van den Brink, wie sich die Niederländer mit dem Mittel der Ironie gegen das Fremde wehren. In der Welt erzählt Tom Waits, was er auf Reisen in den Koffer packt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.11.2006. In der SZ erklärt der russische Regisseur Andrej Nekrassow, weshalb in Russland ein extremer Nationalismus sowohl von rechts wie von links derzeit "cool, sogar modern" ist. Die taz greift die Spezifizierung der Küchengeräte kritisch auf. Die Welt schildert Reaktionen auf Thomas Pynchons neuen Roman "Against the Day", der offensichtlich einem Toaster ähnelt, nur dass unklar ist, was rauskommt. In der FR schreibt Najem Wali eine Hymne auf Orhan Pamuks neuen Roman "Istanbul". In der FAZ weist der Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig anhand von Münzfunden nach, dass der Islam ursprünglich eine Art christliche Sekte war. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.11.2006. In der NZZ erklärt Milos Forman, warum die Spanier die Ketten der Inquisition liebten. Die taz stellt den Internetdienst Eurotopics vor. In der FR solidarisiert sich Marcia Pally mit Tony Judt, obwohl sie findet, dass er völlig unrecht hat. In der Welt verteidigt der Kunstdetektiv Clemens Toussaint die Restitutionsansprüche jüdischer Erben. Die FAZ sieht in den kommenden Auseinandersetzungen um die Werke auch einen Geschäftszweig für Kunsthistoriker. Die SZ stellt die prominentesten Werke vor, die zurückgefordert werden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.11.2006. In der taz beschreibt Thea Dorn den neuen Feminismus. In der Welt erinnert sich Arno Geiger an seine frühen Jahre in Wien. In der NZZ feiert Durs Grünbein den Dante der Einbildungskraft. In der FAZ überlegt Chimamanda Ngozi Adichie, was Madonna für Malawi hätte tun können. Die SZ stellt Fragen über Suhrkamp. In fast allen Zeitungen trauert die ungarische Schriftstellerelite mit bewegenden Worten um die Fußballlegende Ferenc Puskas. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.11.2006. Die taz staunt über den abgrundtiefen Sadismus der "Peanuts". Die NZZ vermutet nach al-Dschasira, al-Arabiya, al-Hurra und al-Alam, dass auch France 24 politischen Zwecken dienen wird. Die Welt berichtet über neuen Ärger im Hause Suhrkamp. Die SZ findet den Dresdner Bahnhof etwas putzig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.11.2006. In der NZZ zeigt sich Ralf Dahrendorf angeödet von der ewigen Nazizeit in deutschen Autobiografien. In der Zeit erklärt Hans Haacke, warum er sich nicht traut, den Islam zu kritisieren, es aber zum Glück auch für inopportun hält. Die Berliner Zeitung ist ein Ort exaltierter Schmerzartikulation über die Berliner Opernpolitik. Die SZ fragt: Kann einer, der Berlin regieren kann, auch drei Opern regieren? Der Tagesspiegel köpft die Ausweicheier der Berliner Kulturszene. Die FAZ verzehrt Döner, wird aber weder krank noch suchtkrank. Der FR kommen die neuen Suhrkamp-Investoren auch irgendwie komisch vor.
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Heute in den Feuilletons

15.11.2006. Im Titel-Forum geißelt Wolfram Schütte die Tchiboisierung der SZ. In der FAZ erblickt Peter Zilahy auf einer deutschen Autobahn die Zukunft Europas. In der Welt kritisiert Ronald S. Lauder die deutschen Museen, die sich zu lange nicht um die Herkunft ihrer Werke scherten. In der FR sieht Thomas Hettche die "Flossen jener Haie", die den Suhrkamp Verlag einkreisen. Außerdem wird Wolf Biermann siebzig und bekommt ehrliche und giftige Hommagen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.11.2006. Die SZ beobachtet das große Architektenwettrennen um die Ehre, dem Gasprom-Konzern ein schaurigschönes Denkmal zu setzen. In der FR löst Cora Stephan die FrauenMutterKindfrage. Außerdem plädiert sie für eine Versöhnung der alten und der neuen Suhrkamp-Eigner. Die taz beendet die Kritik der Kritik mit milden Tönen. Die FAZ ist bestürzt: Der Bayerische Rundfunk will sein Klassikradio abschaffen. In Spiegel Online erklärt Wolf Biermann, warum die Stasi so viele Spitzel hatte.
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13.11.2006. In der Welt erinnert sich Rolf Schneider an die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR. Die taz fürchtet Überproduktion bei Neo Rauch: "Die sozialistischen Abziehbildhelden mutieren ins Altdeutsche, die Muttis changieren zu Trümmerfrauen." Die SZ bringt ein Porträt des ALS-kranken Jörg Immendorff und seines Arztes Thomas Meyer, der einer der wenigen Spezialisten für die Krankheit ist. In der NZZ schreibt Mark Lilla über den Konflikt zwischen religiöser Orthodoxie und modernem Liberalismus. Mehr lesen

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11.11.2006. Die NZZ vermisst den Islamismus in der arabischen Literatur. In der Welt schwelgt Woody Allen im Nihilismus. Der taz sind die kulturellen Ambitionen der neuen Suhrkamp-Anteilseigner unheimlich. Die SZ stört es nicht, dass Neo Rauch manchmal an den Fernsehmaler Bob Ross erinnert. Die FAZ legt ihre Wochenendbeilage "Bilder und Zeiten" wieder auf und echauffiert sich ansonsten über Günter Grass. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.11.2006. Die Feuilletons spekulieren: Was wollen die neuen Minderheitseigner des Suhrkamp Verlags? Sind sie überhaupt Minderheitseigner? Die taz fragt, ob wirklich beide Körper Saddam Husseins hingerichtet werden können. Außerdem bekennt Wolfgang Templin seine anhaltende Verachtung für Markus Wolf. Die NZZ liest die auflagenstärkste Zeitschrift der Welt - die Zeitschrift des amerikanischen SeniorenverbandsMehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.11.2006. Der Kölner Stadtanzeiger bringt Jürgen Habermas' Petersberger Rede mit einer flammenden Verteidigung Europas gegen einen gemütlichen Neonationalismus und eine sozialdarwinistisch enthemmte Weltpolitik. Die Welt findet das neue Jüdische Zentrum in München abstrakt und unnahbar. In der NZZ kommentiert der irakische Autor Najem Wali das Todesurteil gegen Saddam Hussein. Im Tagesspiegel meint Elmar Weingarten: Für die Berliner Opern wird's sauschwer. Die Berliner Zeitung spekuliert über die Rolle der neuen Minderheitseigner im Suhrkamp Verlag. Die Zeit porträtiert den Beniner Künstler Romuald Hazoume. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2006. Die NZZ findet Klaus Wowereits Berliner Kulturmachtergreifung verheerend. Die Welt fragt: Würde so einer, wie einst der CDU-Kultursenator Peter Radunski, eine unbekannte Choreografin wie Sasha Waltz fördern? In der Berliner Zeitung und im Tagesspiegel sieht sich Opernstiftungschef Michael Schindhelm schon als nächstes Opfer der Kulturpersonalabschaffung. Die SZ sieht es ähnlich. In der taz fordert Emel Abidin-Algan das Kopftuch für Männer. Der Kölner Stadtanzeiger bringt eine ziemlich explosive Europa-Rede von Jürgen Habermas. Die FAZ kritisiert Auswüchse des Aufklärungsfundamentalismus in Nepal. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.11.2006. Die Berliner Regierung hat den Kultursenator abgeschafft. Kultur untersteht jetzt direkt Klaus Wowereit. Für die Berliner Zeitung ist das schlicht Größenwahn. Die SZ beklagt die Einfallslosigkeit. Für die Welt ist die Entscheidung reine Parteipolitik. Die FR sieht all ihre Befürchtungen bestätigt. Der Tagesspiegel hört erste Drohungen Richtung Kultur. Für die FAZ wurde die Kultur glatt enthauptet. Außerdem: Die taz überlegt, wer heute die Definitionsmacht über den Pop hat. Die FAZ hört Orhan Pamuk über Literatur und Liebe sprechen. Mehr lesen

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06.11.2006. Die taz sieht Kirchners "Berliner Straßenszene" schon im Anwesen eines Putin genehmen Oligarchen verschwinden. Ökonomisches Elend ist Bedingung für die intellektuelle Ausstrahlungskraft Berlins, behauptet die Welt. In der NZZ erinnert sich die Journalistin Lidija Klasic an erste Anzeichen für den Zerfall Jugoslawiens. In der FR befürwortet der Historiker Klaus Naumann hegende Regeln im Krieg. Die FAZ erwartet sich nicht viel von der Klimaschutzkonferenz. Die SZ lockt mit "Green Glamour". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.11.2006. In der Welt verteidigt Mario Vargas Llosa die Fundamentalisten der Aufklärung gegen Ian Buruma. In der taz beschimpft Karl Heinz Bohrer die 68er als potentielle brave Nazis. In der FR kritisiert György Dalos die ungarische Rechte, die den Aufstand von 1956 für sich reklamiert. In der NZZ weiß Ulrich Beck, wie die Europäer die neue Armut bekämpfen können. Die SZ randaliert bei Wikipedia. Die FAZ begreift den afrikanisch-chinesischen Gipfel als geschichtliche Umwälzung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.11.2006. Für die Berliner Zeitung suchte Georg Klein in den Memoiren des Altkanzlers Gerhard Schröder nach Sprache, und fand nur wasserdichtes Vermeidungssprechen. In der taz erklärt Jon Fosse: "Für mich ist ohnehin das Nicht-Gesagte das Wichtigste." Die FAZ schildert die Neapel-Sehnsucht der Chinesen - sie hat mit einer gewissen Lässigkeit der Hafenbehörden zu tun. Die NZZ meldet, dass Microsoft den Kampf um die Wohnzimmer fast gewonnen hat. In der SZ erzählt Christian Thielemann, warum er die Münchner Kulturpolitiker ihren Berliner Kollegen vorzieht. Der Tagesspiegel spekuliert unterdes über die Abschaffung des Berliner Kultursenators. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.11.2006. In der Zeit erklärt Tony Judt die Psychologie der amerikanischen Juden und ihres Verhältnisses zu Israel. In der taz hält Ian Buruma die Angst der westlichen Gesellschaft vor ihren muslimischen Einwanderern für gnadenlos übertrieben. Die NZZ setzt sich mit Burumas Buch über die Ermordung Theo van Goghs auseinander. Die Welt kritisiert die Grünen, die sich dem Aufruf ihrer Parteigenossin Ekin Deligöz an die Musliminnen, das Kopftuch abzulegen, nicht anschließen. Außerdem findet die Welt die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle grell, ruppig, spitz. Die FAZ staunt nicht schlecht über Günther Oettinger, der das Haus Baden schon wieder durch den Verkauf von Staatseigentum sanieren will. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.11.2006. Das taz-Feuilleton schnüffelt sich in Ausübung seiner kulturkritischen Pflicht durch den büffelhäutigen Schimmer kunstvoll getünchter Kabinette in der Frankfurter Ausstellung "I Like America". Die Berliner Zeitung will sich beim Total Music Meeting in Berlin von heilig heilender Musik zum Denken anregen lassen. Die FAZ macht anlässlich des Films "Borat" darauf aufmerksam, dass Vorurteile keine amerikanische Spezialität sind. Die NZZ resümiert französische Debatten über den Kolonialismus. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen