Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Oktober, 2007

"intellektuell attraktivster Limonadenstand"

31.10.2007. Der NZZ hat der Anbau vom Prado gut gefallen. Der Tagesspiegel freut sich auf den White Cube in Berlin-Mitte. In der SZ schlägt die ARD dem Grimm-Preisträger Frank Schirrmacher einen Deal vor. Die FR feiert Arts & Letters Daily. Und nun das Wetter: In der taz sagt die Punkband Gallows einen verfickten Tsunami aus Hass an. Mehr lesen

"grau und einsam auf der Türschwelle"

30.10.2007. Die FAZ bringt Martin Mosebachs Büchner-Preisrede: Saint-Just. Büchner. Himmler. Die NZZ beugt sich über die Stigmata des Padre Pio. Spiegel Online bringt eine Replik auf Frank Schirrmachers Rede gegen das Internet. Die SZ schildert das schwierige Leben der zeitgenössischen Kunst im Iran. In der Welt analysiert Adam Krzeminski die Wahlen in Polen, dessen Westen wächst und wächst. Mehr lesen

"Mosebach in Bestform"

29.10.2007. Die Frankfurter Zeitungen sind mit dem Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach hochzufrieden. In Bestform sei er bei seiner Büchner-Preisrede gewesen, meint die FR. Die FAZ ist ergriffen von Mosebachs Auseinandersetzung mit Büchner. Auch die NZZ findet: fulminant. Die Welt meint aber, dass selbst Mosebach einige Vorteile der Moderne hätte wahrnehmen dürfen. Mehr lesen

"deutscher Rübengeschmack"

27.10.2007. Die NZZ erlebt einen Tsunami der Jugend im polnischen Theater. Außerdem bemerkt sie Anzeichen für eine Wiederauferstehung des amerikanischen Liberalismus. Die Welt enttarnt das Netzwerk der Kunstbewertung aus Galeristen, Händlern, Kuratoren, Kritikern und Sammlern. Die FR verliert mit Don DeLillo und seinem 9/11-Roman "Falling Man" jeden metaphysischen Trost. Die SZ beerdigt den Mythos 68. Und die FAZ meldet, dass die Franzosen auf den deutschen Rübengeschmack gekommen sind. Mehr lesen

"das Ende der bürgerlich-liberalen Schweiz"

26.10.2007. In der FAZ erklärt der Dokumentarfilmer Eduard Erne, was das Massaker von Rechnitz von anderen Nazi-Verbrechen unterscheidet. In der NZZ bekennt Ralf König: Bloßes Schwulsein ist ihm allzu inhaltsleer. In der taz beweist Veteran Horst-Eberhard Richter, dass er den Schubkurbelflachkeilverschluss seiner Feldhaubitze bis heute blind bedienen kann. Die Berliner Zeitung stellt unbequeme Fragen über das Sexualleben der "Harry Potter"-Protagonisten. In der Welt fragt Meinhard Miegel: Was ist das Spezifikum unserer Kultur? Die Netzeitung trauert um ihren Pagerank. Mehr lesen

"am Ende feuerten sie sechzig Mal"

25.10.2007. Die Zeit hat Fragen zum Massaker von Rechnitz, zum Beispiel: Traute man bei der FAZ der "Enthüllung" doch nicht so recht? Die SZ meint zum gleichen Thema: Es geht nicht um die Gräfin Batthyany. In der Welt stellt Olga Tokarczuk klar: die Polen sind Westeuropäer. Die NZZ beweist: die Europäer sind den Westafrikanern genetisch unterlegen, zumindest was den Sinn fürs Bittere angeht. Der Standard begibt sich mit Martin Mosebach in ein lebensvolles Chaos. Die FR freut sich, dass nun auch die zeitgenössische Kunst in Berlin-Mitte einzieht. Die FAZ bringt eine Reportage über die Suche nach Massengräbern in Srebrenica. Mehr lesen

"als öffentliche Ächtung inszeniert"

24.10.2007. Die NZZ stellt die Seriosität der Behauptungen David R.L. Litchfields über das Massaker von Rechnitz in Frage. Im Titel-Magazin erregt sich Wolfram Schütte über die Inszenierung öffentlicher Ächtung durch die FAZ. Der Tagesspiegel bringt ein Porträt des niederländischen Autors A. F. Th. van der Heijden. In der FAZ wird Robert Redford geschirrmachert. Die Welt feiert Schönheit und Tragik der Mathematik. Spiegel Online war dabei, als Bild-Chef Kai Diekmann sein neues Buch präsentierte - ausgerechnet im taz-Gebäude. Alle staunen über die neue alte Anna-Amalia-Bibliothek. Mehr lesen

"Regime von Ausschlusskriterien"

23.10.2007. Die meisten Zeitungen sind ja ganz begeistert von Keith Jarrett, nur die FR sieht ihn als tief sentimentalen amerikanischen Pianisten. In der SZ freuen sich polnische Schriftsteller: Die Kaczynskis sind weg vom Fenster. Die NZZ plädiert mit dem Postkolonialismusexperten Albert Memmi für die metissage. Mehr lesen

"Das nenne ich Kreolisierung"

22.10.2007. Die FAZ sah einen Francis Ford Coppola in Rom, der wie ein Buddha war. Die SZ lässt sich von Edouard Glissant erklären, was Kreolisierung ist. Die Welt fragt, was Nicolas Sarkozy mit der alljährlichen Verlesung des Briefs von Guy Moquet an den französischen Schulen bezweckt. Die taz kritisiert die Fixierung des französischen Staates auf religiöse Vertreter des Islam, die die säkularen Netzwerke der Immigranten immer mehr verdrängen. Die NZZ lässt sich in der britischen Bahn von Heißluftballons überholen. Mehr lesen

"erprobte imperialistische Kunst"

20.10.2007. Die taz spürt dem Verhältnis Heiner Müllers zu seinem Vater nach. Die NZZ fragt sich, ob David Litchfield seine Geschichte über das Massaker in Rechnitz ein bisschen aufgemotzt hat, um es in Independent und FAZ zu schaffen. Die FR bewundert die Vervollkommnung imperialistischer Kunst durch die russische Künstlergruppe AES+F. Im Tagesspiegel denkt Fritz Stern über den Widerstand der Deutschen gegen ihre Widerständler nach. Georg Klein feiert in der SZ Harald Bergmanns monumentale Dokumentation über Rolf-Dieter Brinkmann. In der FAZ erklärt der Skyrunner Christian Stangl, wie er sich für einen Dauerlauf auf den Mount Everest motiviert. Mehr lesen

"der schleimige Übergang von Vegetation in Feuchte"

19.10.2007. In der FR spricht Anita Albus über den Raum, der ihr zugewiesen wurde. In der NZZ meditiert der Literaturwissenschaftler Sandro Zanetti über das in Schreibkrisen schließlich Geschriebene. In der FAZ erklärt Werner Spies, warum der schleimige Übergang von Vegetation in Feuchte bei Courbet nicht nach Baudelaires Geschmack war. Im Tagesspiegel schwärmt Neil Young von seinem eigenen Autofriedhof, auf dem die originellsten Modelle vor sich hinrosten. Und die SZ staunt über das europäische Wunder Rumänien. Mehr lesen

Das Massaker in Rechnitz

18.10.2007. In der Welt sieht Adam Krzeminski die Kaczynskis mit ihrer Vergangenheitspolitik scheitern. In der NZZ findet Bahman Nirumand westliche Finanzhilfen für Regimegegner im Iran eher kontraproduktiv. In der SZ erklärt der Literaturhistoriker Bernd W. Seiler, warum das Esra-Urteil für ihn in Ordnung geht. In der FAZ beschreibt David R.L. Litchfield den Mord an 200 Juden im Haus Thyssen-Bornemisza. Im Tagesspiegel erklärt Klaus Wagenbach, warum nicht wenige 68-er zu Antizionisten wurden - aus Hass auf Axel Springer. Auch die taz weiß: Wenn die RAFler die Juden ins Meer treiben wollten, dann nicht aus Antisemitismus. Mehr lesen

"Adrenalinarchitektur für 300 Millionen Euro"

17.10.2007. In der taz bewertet der Random-House-Jurist Rainer Dresen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Maxim Billers Roman "Esra" als deutlichen Fortschritt für die Kunstfreiheit. In der SZ kritisiert der Theologe Jochen Teuffel den Paternalismus europäischer Missionarsgegner. Die FAZ gruselt es vor dem Putin-Kult. Die FR begutachtet die Adrenalinarchitektur von Coop Himmelb(l)aus BMW-Zentrum. Mehr lesen

"Sie wollen den Alten endlich loswerden"

16.10.2007. Günter Grass ist achtzig! Die Welt verteidigt ihn gegen die Bürgerkinder des liberal-urbanen Justemilieu und andere Wortführer unter seinen Verächtern. Die FR bringt eine lange Hommage von John Irving. In der taz tragen heute alle Schnauzbart. Im Tagesspiegel äußert er sich selbst - und zwar gegen den Überwachungsstaat. Die SZ bedauert, dass er nicht immer auf der Höhe seiner Kunst blieb. Die FAZ stellt sich an die Spitze des Justemilieu, in dem sie Grass praktisch gar nicht gratuliert. Mehr lesen

"Zeigen, was fehlt"

15.10.2007. Die NZZ vernahm bei der Laudatio Wolfgang Frühwalds auf Saul Friedländer billiges Klatschen im Publikum. Die anderen Zeitungen fragen sich, ob Friedländer nun auf Martin Walsers Friedenspreisrede antwortete oder nicht. Der Tagesspiegel porträtiert den ägyptischen Fernsehprediger Amr Khaled. Die SZ beschreibt, wie die Griechen maximalen Druck auf London ausüben, um den Parthenonfries wieder ganz zu haben. In der Welt fürchtet Richard Dawkins den Einfluss der Religion auf die amerikanische Politik.
Mehr lesen

"kalt-vergnügte Bauchfrei-Marie"

13.10.2007. Maxim Billers Roman "Esra" ist vom Bundesverfassungsgericht endgültig verboten worden, was einige verdammen, nicht wenige aber auch nachvollziehen können. Den Friedensnobelpreisträger Al Gore kürt die FAZ zum Weltinnenpolitiker neuen Typs. Die NZZ malt sich mit Freeman J. Dyson dagegen lieber aus, wie kunterbunt das schon angebrochene Jahrhundert der Biologie werden könnte. Und im Tagesspiegel bezweifelt Saul Friedländer, dass in Nazi-Deutschland viel verdrängt wurde. Mehr lesen

"Weiterbildung ist in Redaktionen ein Fremdwort"

12.10.2007. Fast alle Zeitungen gratulieren Doris Lessing zum Literaturnobelpreis. Die FR erkennt auf der Londoner Kunstmesse Frieze Grenzen der Subversion. Die NZZ beschreibt die Unfähigkeit der Zeitungsverlage, klug auf das Internet zu reagieren. Die taz möchte endlich gewürdigt wissen, dass die RAF immerhin Nazis ermordete. Mehr lesen

"Die große Penetrationsschlacht"

11.10.2007. Die FR feiert Suhrkamps neue Bibliothek der Weltreligionen als Dokument der Entweihung. Die taz freut sich über die Romantik des Weitermachens bei kleinen Verlage. Warum Europa die Türkei braucht, erklärt in der SZ die Schriftstellerin Elif Shafak. In der FAZ sind die Komponisten Walter Zimmermann und Dieter Schnebel geteilter Meinung über Pfitzners Kantate "Von deutscher Seele". In der Zeit rekapituliert Jane Fonda ihre große Penetrationsschlacht. Mehr lesen

"Autor ohne Vaterland"

10.10.2007. Die Buchmesse ist eröffnet: Die NZZ meldet gute Stimmung in der Branche und einen Hauch von Wachstum. Der Tagesspiegel sieht den Buchmarkt dagegen immer gleichförmiger werden. Die FR sieht im Gastland-Konzept der Buchmesse einen politischen Wurm. In der Welt fragt die katalanische, aber spanisch schreibende Schriftstellerin Nuria Amat, ob es eigentlich der zweisprachige Kafka auf die Buchmesse geschafft hätte. Ebenfalls in der Welt fragt Salman Rushdie, ob die niederländische Regierung aus Feigheit oder Dummheit Ayaan Hirsi Ali den Personenschutz entziehen will. Mehr lesen

"Traurige Frauenschicksale supreme"

09.10.2007. In der taz kritisiert Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag die Rabatt- und Verramschungspolitik der großen Verlage. Der Tagesspiegel findet die Vergabe des Deutschen Buchpreises an Julia Francks Roman "Die Mittagsfrau" wegen hoher Zielgruppenkompatibilität irgendwie konsequent. Die Welt ist mit der Wahl einverstanden, fand aber schon die Longlist vollkommen richtungsfrei. Die NZZ besucht eine Englisch-Sommerschule im brandenburgischen Dorf Wust. Die SZ untersucht den leisen Fundamentalismus in der Schweiz. In der FAZ erfahren wir, welcher Autor den Leser treten und welcher ihn lieben will. Mehr lesen

Musalsalat im Ramadan

08.10.2007. In der taz wundert sich Micha Brumlik, dass die Protestanten glauben, was sie glauben. Die NZZ zieht Parallelen zwischen dem Terror der RAF und dem Terror der Islamisten. Die FAZ stimmt sowohl ihre deutschen als auch ihre internationalen Leser auf die Buchmesse ein. Die Welt stellt den Science-Fiction-Autor Cory Doctorow vor, dessen letzter Roman kostenlos im Netz steht und 700.000 mal heruntergeladen wurde. Die SZ sieht sich die Seifenopern an, die in Ägypten zum Ramadan gereicht werden. Mehr lesen

"Sentimentale Massenliebesaffäre"

06.10.2007. Die Norweger fürchten sich vor Mädchen, die besser Mathe können als Jungs, berichtet die NZZ. In der Welt erklärt Opernregisseur Calixto Bieito den Unterschied zwischen einem Katalanen und einem Galizier. In der FAZ macht ein gewisser Ralph Martin den Antiamerikanismus verantwortlich für die Vorliebe der Deutschen zur amerikanischen Highbrow-Literatur. Alle Zeitungen würdigen den verstorbenen Walter Kempowski. Mehr lesen

"Stabilität eines Leichenschauhauses"

05.10.2007. Die taz lässt sich vom russischen Satiriker Wiktor Schenderowitsch über Stabilität in Russland aufklären. Die NZZ feiert Peter Zumthors protestantische Ethik, die sich in Bregenz besichtigen lässt. Die SZ diagnostiziert bei den Franzosen seit der Rugby-WM ein Fieber der Physis. Der Tagesspiegel meldet: Tom Cruise muss seine Szenen im Bendler-Block noch mal drehen. Während die FAZ nicht mehr nur in neuer Rechtschreibung, sondern auch ohne Fraktur erscheint, setzen sich zwei Medien mit dem FAZ-Feuilleton auseinander: Der Freitag würdigt Frank Schirrmachers filmkritisches Schaffen. Im titel-magazin kommt Gunther Nickel noch einmal auf die Inszenierung der Walser-, Grass- und Handke-Debatten zurück. Mehr lesen

"Ich würde mich nicht mehr mit der FAZ einlassen"

04.10.2007. In der FR vergleicht Günter Grass die deutsche und die amerikanische Literaturkritik. Die amerikanische gewinnt. In Spiegel Online kommentiert Leon de Winter die erzwungene Rückkehr Ayaan Hirsi Alis in die Niederlande. Die taz liest Joschka Fischer, der mit ihrem Übervater nicht zurecht zu kommen scheint: "'Ströbele! Immer wieder Ströbele. Dieser Meister grüner Selbstzerstörung', stöhnt er." Im Tagesspiegel kritisiert der chinesische Filmregisseur Jia Zhangke seinen Kollegen Zhang Yimou. In der Welt schildert der Schriftsteller Ljubko Deresch, wie Julia Timoschenko mit Motiven aus der Popkultur die Ukraine erobern wollte. Die SZ besucht den Prozess gegen die Mörder von Hrant Dink. Die FAZ bringt Hildegunst von Mythenmetz und seinen Übersetzer Walter Moers an einen Tisch. Mehr lesen

Die Quandts im Nationalsozialismus

02.10.2007. Die Welt fragt: Warum verteidigt Sigrid Löffler Peter Handke, nicht aber Martin Mosebach? Die FR ist amüsiert über die amerikanischen Milliardäre und ihre Berücksichtigung in den amerikanischen Museen. Die taz staunt über den gezähmten Kapitalismus nach Scharia-Regeln. Die FAZ befürchtet eine Entphilologisierung der Orientalistik. Die SZ greift die Berichte über die Quandts und die Zwangsarbeit auf. Mehr lesen

"Deutschland entwestlicht sich"

01.10.2007. Der indische Autor Amitav Ghosh erklärt in der Sonntags-FAZ, warum ihm die Unruhen in Burma Hoffnung machen. Die Welt stellt eine beunruhigende Diagnose: Deutschland entwestlicht sich. Die FR findet: Auf dem Art Forum Berlin gibt's Qualität zu sehen. In der SZ beschreibt der amerikanische Religionshistoriker Philip Jenkins den zunehmenden Einfluss evangelikaler Kirchen in Europa. In der NZZ gratuliert Luc Bondy seinem Kollegen Peter Stein zum Siebzigsten. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen