Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2007

Das Jahr des Exits

31.12.2007. In der FR sagt der Schriftsteller Aharon Appelfeld: "Die einzige Moral eines Schriftstellers ist ein guter Satz." In der Welt schreibt Zafer Senocak: "Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam." In der Blogbar meint Don Alphonso, dass viele auch der bekannteren Blogger Deutschlands demnächst aufgeben werden. Die Medienlese stellt eine Blütenlese der schönsten dümmsten Zitate über das Internet zusammen. In der taz geißelt Gabriele Goettle das Anti-Roma-Gesetz in Italien. Die SZ begibt sich unter die Dandys von Kinshasa. Die FAZ bedauert. Mehr lesen

Soll ich mich einmischen?

29.12.2007. In der Welt macht Juli Zeh einen großen Satz aus dem Jahr 2007. In der FAZ fragt sich Durs Grünbein, ob er sich einmischen soll in verkehrter Welt. In der taz konstatiert Silvia Bovenschen: Im Vergleich zu heute war 1968 gar nicht mal so schlecht, zumindest theoretisch. Im Tagesspiegel gibt Anselm Kiefer keinen Sinn. In der FR ergibt auch die Lage Pakistans laut Tariq Ali keinen Sinn. Die SZ fordert: Schluss mit der unwürdigen Exhumierung ehemaliger Rockbands. Mehr lesen

Weder dreschen noch mahlen

28.12.2007. Die FAZ wird Martin Walsers kommenden Roman als Vorabdruck bringen. Der Tagesspiegel fragt: War da nicht mal was? Die Welt fragt, warum 2008 das Jahr der Kartoffel ist. Die NZZ fragt: Was wird, wenn die Sagrada Familia einstürzt? Die FAZ fragt: Kann China einen konkurrierenden Universalismus entwickeln? Die taz empfiehlt Rudresh Mahanthappa. Mehr lesen

Abgeschabte Dekadenz

27.12.2007. Lars Gustafsson erklärt in der SZ, warum der Liberalismus in der Klimafrage an seine Grenze kommt. Die NZZ trinkt Wein in der islamischen Welt, der laut Koran übrigens nicht mal den Muslimen verboten ist. Die taz zieht eine Parallele zwischen dem Extremismus muslimischer und dem Rechtsextremismus deutscher Jugendlicher. Die FAZ liest Stefan George. Mehr lesen

Es geht nicht auf nett

24.12.2007. In der Welt will sich Veit Heinichen erst richtig über den erweiterten Schengen-Raum freuen, wenn auch Kroatien dazugehört. Die NZZ zieht die besorgniserregende CO2-Bilanz leerstehender Kirchen. Die taz hat den Untergrundfilmer Klaus Lemke nach neuen Einsichten zum Geschlechterverhältnis gefragt. Außerdem bringt die taz ein Tagesthema zum Verkauf der SZ. Die FAZ besucht den "Delaware Saengerbund", der in den USA original deutsche Weihnacht feiert. Die SZ ist ergriffen von dem Tenor Neil Shicoff als Eleazar in der Zürcher Aufführung von Jacques Fromental Halevys Oper "La Juive". Und außerdem: Frohe Weihnachten! Mehr lesen

Damit er schneller explodiert

22.12.2007. In der FAZ lüftet Raoul Schrott das Geheimnis Homer. Die SZ entschwebt ins antike Rom. Die FR genießt das Befremden über Neo Rauchs Kirchenfenstern. Die Welt weiß, dass nicht Wolf Biermann Florian Havemanns Buch "Havemann" hat verbieten lassen. In der taz geht es für Stefan Niggemeier in Ordnung, nicht nur für Geld und Karriere zu schreiben, sondern weil man was zu sagen hat. Im Tagesspiegel feiert Bora Cosic Slava.
Mehr lesen

Schillerfern erzählt

21.12.2007. Nach Thomas Langhoffs Wiener "Wallenstein"-Inszenierung konstatieren die Feuilletons: Das deutschsprachige Theater hat ein Schiller-Problem. Die NZZ hat sich eine Holocaust-Serie im iranischen Staatsfernsehen angesehen. Die Berliner Zeitung stellt eine Parallele zwischen Murat Ersen und Murat Kurnaz her, die Frank-Walter Steinmeier alt aussehen lässt. Der Blogger Don Alphonso antwortet auf die jüngsten Blogophobien der etablierten Medien. Die taz kommentiert mit Sorge eine Studie zum Islam in Deutschland, die den jungen Muslimen große Distanz zur Demokratie bescheinigt. Die SZ meldet: Handke sieht das genauso, nur genau andersrum. Mehr lesen

Ein hübsches Wort, eine vage Utopie

20.12.2007. In der Welt hält der Schriftsteller Rolf Schneider den von der SPD wieder propagierten Begriff des "demokratischen Sozialismus" für einen Popanz. Im Tagesspiegel bestreitet Muhabbet, den Mord an Theo van Gogh gerechtfertigt zu haben. In der FR plädiert Ernst Piper für den Perlentaucher. Im Perlentaucher greift Necla Kelek in die Debatte zwischen Ayaan Hirsi Ali und Tariq Ramadan ein. Nachtkritik hat schon Thomas Langhoffs "Wallenstein"-Inszenierung besprochen. In Spiegel Online glaubt Sonja Margolina nicht an die Stabilität des Putinismus. In der FAZ sieht Viktor Jerofejew schwarz für Russland. Mehr lesen

Gott ist gefährlich

19.12.2007. Die schwedische Axess-Stiftung dokumentiert eine Diskussion, in der Timothy Garton Ash die auf Ayaan Hirsi Ali gemünzte Formulierung von der "Fundamentalistin der Aufklärung" in aller Form zurückzieht. In der Zeit enthüllt Ulrich Beck kurz vor Weihnachten den totalitären Charakter der Religion. Die FR fragt als Zeitung: Gibt es Gründe das Netz zu fürchten? Für die FAZ bereiste Katharina Narbutovic Weißrussland und fand es fremd und zur Einsamkeit verdammt. Mehr lesen

Gehe nicht fort, kämpfe

18.12.2007. In der Welt antwortet Tariq Ramadan auf Ayaan Hirsi Ali: Nur wer in beiden Welten gehört wird, hat Gewicht. Don Alphonso kommentiert in seiner Blogbar die Meldung, dass Spiegel Online Inhalte von Wikipedia übernehmen will. Die FAZ berichtet über den Pianisten Fazil Say, der die Türkei verlassen will. Außerdem bringen die Feuilletons die Wahrheit über die Managergehälter. Mehr lesen

Ist die Demokratie ein Tanzmausverein?

17.12.2007. In der SZ wendet sich der Philosoph John Gray gegen einen dogmatischen Atheismus. In der Welt erklärt der Althistoriker Martin Jehne, warum die EU kein Imperium ist - wegen Reißzahnlosigkeit. Die NZZ beobachtet bei den Russen eine "Sehnsucht nach Zensur". Die FAZ ist gelassen: Die vielen Kochsendungen können unsere kulinarische Kultur auch nicht mehr kaputtmachen. Mehr lesen

Das ist Qualitätsjournalismus!

15.12.2007. In der FAZ meint Necla Kelek: Muslime sind integrierbar, der Islam ist es nicht. Im kress-report pocht Frank Schirrmacher auf das Monopol des Qualitätsjournalismus: "Wir sagen, was in der Welt passiert ist." Bei Spiegel Online ist Martin Suter stolz auf das Schweizer Parlament, das seinen Stolz wiedergefunden hat. Die NZZ huldigt der spontanen Kreativität von Kevin Speaceys Londoner 24-Stunden-Stücken. Die FR lernt mit Olli Dittrich den blanken Horror zu lieben: Männer im Elektro-Markt. Die Welt sorgt sich um die Journalisten, die Deutungsmacht verlieren und keine Frauen finden. Und die SZ besucht Stella Rimington, die Ex-Chefin des MI5. Mehr lesen

"Noten von Eiche"

14.12.2007. In der Welt hasst die Dramatikerin Malgorzata Sikorska-Miszczuk linke westliche Intellektuelle und liebt Ulrike Meinhof. In der FR konstatiert der Physiker Klaus Michael Meyer-Abich einen bewussten Zynismus der Klimaoptimisten. Die SZ nickt und nennt Beispiele. In der NZZ prophezeit der Literaturwissenschaftler Manfred Schneider die perfekte Orbitalisierung der Selbstbeobachtung. Mehr lesen

"Du machst es wie Maxim Vengerov"

13.12.2007. In der taz erklärt der algerische Schriftsteller Boualem Sansal: Opposition ist Opposition gegenüber allem. Nur in Deutschland trägt die Opposition gern Schutzplanen, beklagt sich Gert Voss in der Zeit. Die NZZ hätte lieber gar keine Opposition. Die FR blickt bekümmert auf die asozialen deutschen Reichen. In der SZ empfiehlt der Pianist Fazil Say den Assistenten von Maxim Vengerov als Kofferträger mit Massagefähigkeiten. Die FAZ bietet der Steinway-Mafia Paroli. Mehr lesen

Beatlessche Ausmaße

12.12.2007. Die NZZ findet Led Zeppelin laut, aber subtil. In der taz erklärt der chinesische Menschenrechtsaktivist Teng Biao, warum Treffen westlicher Politiker mit dem Dalai Lama gut sind. Die SZ erklärt, warum die Idee eines Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig Sprengstoff birgt. Außerdem wird über das Perlentaucher-Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt und die guten Sitten im Netz diskutiert. Mehr lesen

Habituelles Beleidigtsein

11.12.2007. Die NZZ beobachtet die leise Revolution weiblicher und schwuler SchriftstellerInnen in Polen. Stefan Niggemeier fragt in seinem Blog: Wie ist die SZ auf die Schnapsidee mit dem Web 2.0 gekommen? In der Welt schildert die Filmemacherin Irene Langemann, wie auf der Rubljovka in Moskau Putins Eskorte vorbeirauschte. Die FR bemerkt: Die neuen Länder verdauen den real existierenden Nicht-Sozialismus mithilfe gehäufter Faust-Inszenierungen. Die SZ fühlt bei Betrachtung Matthias Grünewalds schwerste Pein. Mehr lesen

Volle Konsequenz der Materialästhetik

10.12.2007. Das Blog Medienlese ist gar nicht einverstanden mit der SZ, die gar nicht einverstanden ist mit all diesen von ihr nicht autorisierten Blogs. Die NZZ fürchtet um den Schmaltz Factor bei Hillary Clinton. Die taz fragt: Ist Coolness die fast hysterische Angst vor der Entgleisung? Die FR und andere Zeitungen ziehen die volle Konsequenz der Materialästhetik Stockhausens. In der Welt sieht Wolf Lepenies das Frankreich-Bashing des Time-Magazins als Dokument eines gegenseitigen Neids. BHL wertet den selben Artikel im Guardian als Ausdruck der amerikanischen Angst vor der eigenen Deklassierung. Mehr lesen

Sabotage, Verschwörung, Häme, Denunziation

08.12.2007. Die SZ würdigt Karlheinz Stockhausen als Romantiker im eigentlichen Sinne des Wortes. Außerdem ärgert sie sich im Namen der Qualität über das Netz. Die NZZ besucht das weltweit erste und einzige Mahnmal für 68. In der Welt macht sich Niall Ferguson Gedanken über die Hochkonjunktur des Gedenkens. In der taz gibt Tariq Ramadan beruhigende Antworten auf islamkritische Fragen. Mehr lesen

Den roten Hebel umgreift sie

07.12.2007. In der SZ erklärt Andras Schiff, wann und warum er Bösendorfer spielt. Die FR begrüßt einen bedeutenden Moment in der Geschichte der Musikübertragung: Die Freischaltung des Katalogs der Deutschen Grammophon im Internet. Die NZZ feiert die europäischen Medien Economist, International Herald Tribune, Perlentaucher und Eurotopics. In der FAZ erklärt der Psychiater Karl Kreutzberg, warum Mütter, die morden, morden. In der Welt erzählen die Gebrüder Reding, wie ihnen die Deutsche Bahn einmal das Leben rettete. Mehr lesen

CO2 in der Ehe

06.12.2007. In der taz erklärt Seyran Ates, warum sie keinen Artenschutz für Minderheiten will. Auch Amartya Sen setzt sich in einer von der Zeit dokumentierten Rede mit dem Thema Multikulti auseinander. Die NZZ besucht Avantgardetheater im Libanon. Die Welt besiegelt das Ende der CD jetzt auch in der Klassik. Die SZ befasst sich mit einem schwerwiegenden Thema: CO2 in der Ehe. In der FAZ rät Donata Elschenbroich: Singen Singen Singen! Und viele fragen: Wie geht's weiter beim Spiegel? Mehr lesen

Moralisch unglaubwürdig

05.12.2007. Die taz dokumentiert einen offenen Brief einer Reihe prominenter europäischer und afrikanischer Autoren an die Staatschefs des bevorstehenden EU-Afrika-Gipfel: "Wir staunen über so viel politische Feigheit." In der FR meint Robert Kaltenbrunner: Die Architektur der Stadt ist eine Bewirtschaftung der Zeit. Der Tagesspiegel fragt: Ist Martin Amis ein Rassist? Die taz schildert die unwürdige Odyssee, zu der Taslima Nasrin in Indien gezwungen wird. Das Deutschlandradio ist nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Buch zur Perlentaucher-Debatte über Islam in Europa. Mehr lesen

Unterhaltungsschock!

04.12.2007. Die SZ stellt klar: Kunstkritiker sind keine Grenzschützer. Die FR sucht in den Texten deutscher Rapper mit Migrationshintergrund vergeblich nach Verständigungsbotschaften. Die taz staunt: In Großbritannien gibt's Historiker, die erzählen können. Im Tagesspiegel spricht der rumänische Regisseur Cristian Mungiu über einen großen Schock nach 1989: den Unterhaltungsschock. Und im Titel-Magazin wirft Wolfram Schütte einen bewundernden Blick auf Frank Schirrmacher, der als einziger deutscher Journalist einen Walkürenritt auf einem Bambi hinlegen kann.
Mehr lesen

Lass, o Welt, o lass mich sein!

03.12.2007. Bei den europäischen Filmpreisen wurden zwar die richtigen Filme ausgezeichnet, aber niemand kam zur Preisverleihung, klagen die Zeitungen. Im Tagesspiegel wirft Wolfgang Templin Florian Havemann erneuten Vatermord vor. Brandeins macht sich Sorgen um die Printpresse: Magazine machen nur noch fünf Prozent der Mediennutzung aus, bekommen aber 20 Prozent der Werbung. Die NZZ besucht neue Berliner Moscheen. Mehr lesen

"Der Schläger lässt nicht locker"

01.12.2007. In der Berliner Zeitung ärgert sich Stefan Rosinski, Chef der Berliner Opernstiftung, über eine kulturimperialistischen Geste der Kanzlerin. In der NZZ schreiben Schriftsteller über ihre Bibliotheken. In der SZ sieht die Politologin Margarete Mommsen kaum noch einen Unterschied zwischen dem Putinismus und dem einstigen Sowjetstaat. In der Welt stellt sich E.L. Doctorow vor, er wäre Abraham Lincoln begegnet. Die FR berichtet über eine Performance im öffentlichen Raum, die beweist, dass nicht immer niemand eingreift, wenn ein Weißer einen Schwarzen schlägt. Außerdem würde die FR die neue Enzyklika des Papstes nicht drucken. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen