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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2006

Heute in den Feuilletons

31.08.2006. Die SZ empfiehlt deutschen Lokalpolitikern eine Reise nach New York, das für die nächsten vier Jahre 865 Millionen Dollar für Kulturbauprojekte einplant. In der FAZ empfiehlt Hans Magnus Enzensberger eine Abschaffung der Gewerkschaften im Kulturbetrieb. Der Perlentaucher fragt, warum sich Wikipedia mit Substanz aus dem Netz vollsaugt, aber nicht das kleinste bisschen Google Juice zurückkgibt. Alle würdigen Nagib Mahfus, der eine arabische Auffassung der Moderne entwickelte. Spiegel Online meldet die Freilassung des iranischen Philophen Ramin Jahanbegloo. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.08.2006. Die taz kommt nach einer postkonfessionalen Lektüre von "Katz und Maus" zur Erkenntnis, dass Grass dort den V-Effekt als Sicherheitsmaßnahme eingesetzt habe. Der Eklat beim Weimarer Kunstfest, wo Hermann Schäfer eine Buchenwald-Gedenkrede ganz ohne Buchenwald hielt, macht weiter von sich reden. Im Tagesspiegel erklärt Hans Werner Henze, was er an seinem Leben ein bisschen schade findet. Die Welt berichtet über den Plan für ein rumänisches Holocaust-Mahnmal. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.08.2006. Die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" läuft zwar erst in ferner Zukunft an, aber die Zeitungen sind jetzt schon voll. In der FAZ erklärt Produzent Bernd Eichinger den spezifischen Heroismus dieses Filmprojekts. Die SZ gähnt aber schon: Weltliteraturverfilmung! Die Welt feiert das neue Album von Outkast als das zauberhafteste der Saison. In der SZ kritisiert der ehemalige Direktor des deutsch-russischen Museums in Berlin-Karlshorst Peter Jahn die Vetriebenenausstellung "Erzwungene Wege", die die sowjetischen Opfer vergesse. Der Tagesspiegel verabschiedet den Senatsbaudirektor Hans Stimmann, der sich sein Leben lang an der Berliner Traufhöhe festhielt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.08.2006. Die SZ rechnet mit dem Musikbetrieb ab, der kaum Neues bietet, und erledigt die Musikkritik, die nur mehr "geschmacksorientierte Interpretationskritik" sei, gleich mit. In der FAZ streiten Herwig Birg und Albrecht Müller über die Relevanz demografischer Prognosen. Die Welt staunt über die schieren Ausmaße des Cirque du soleil. Die FR findet: das Heilige Römische Reich ist auch in zwei Ausstellungen nicht wiederzubeleben. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Rechtsanwältin Katja Herrlich, die sich gegen den Rechtsextremismus engagiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.08.2006. In der NZZ sieht György Konrad die Möglichkeit eines zweiten Holocaust über Israel heraufziehen. In der Welt erklärt Grass-Verleger Gerhard Steidl, warum er die Aufmachung des Grass-Interviews in der FAZ "ziemlich infam" fand. Die FAZ liest Grass' Buch als "Roman zum Leben" des Autors. Die taz zeigt sich beeindruckt von John Updikes aktuellem Roman "Terrorist". Die FR besucht New Orleans ein Jahr nach "Katrina" und triff auf ein surreales Bild. Der Tagesspiegel bilanziert die Arbeit des Berliner Kultursenators Thomas Flierl. Die SZ schreitet durch zwei Ausstellungen über die Geschichte des Deutschen Römerreichs: "Über Jahrhunderte wollten die deutschen Eliten Römer sein - was für ein Traum!" Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.08.2006. In der FAZ schreibt Stefan Chwin eine Verteidigung des immer schon zweideutigen Günter Grass. Die FAZ erklärt auch, dass sie sich in punkto Veröffentlichungszeitpunkt für das Interview mit Grass vereinbarungsgemäß verhalten hat. In der SZ konstatiert Sonja Margolina eine Abkehr der russischen Intellektuellen vom Westen. Die NZZ beklagt die immer schärfere Verfolgung von Journalisten in der Türkei. SZ und Welt gehen vor zehn unfassbaren Liedern von Bob Dylan in die Knie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.08.2006. In der Zeit rufen 15 Frauen zu einem neuen Feminismus auf. Die Berliner Zeitung besucht die Ausstellung mit Holocaust-Karikaturen in Teheran. Im Tagesspiegel polemisiert der Anwalt Peter Raue gegen die Rückgabe von Kirchners "Straßenszene" an die Erben. Berlins Kultursenator Thomas Flierl antwortet ihm. Die FAZ stellt chinesische Schönheiten vor. In der SZ erklärt Wolfgang Sofsky, warum normale Zeiten gefährliche Zeiten sind. In der taz spricht Filmregisseur Matthias Glasner über seinen Vergewaltiger-Film "Der freie Wille". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.08.2006. Die NZZ erzählt, wie der Geheimdienst GPU Michail Scholochow zum sowjetischen Großschriftsteller machte. Die Welt sieht den Volkstribun Spike Lee mit einem Dokumentarfilm über den Hurrikan Katrina zu alter Form auflaufen. Die SZ berichtet über das muntere Spitzelspiel von Zbigniew Herbert mit dem polnischen Geheimdienst.   Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.08.2006. In der Welt bittet Wolfgang Sofsky nunmehr um Schweigen in der Sache Grass. Die anderen halten sich schon dran. In der SZ kritisiert der Autor Yitzhak Laor die israelische Armee, aber auch die Friedensbewegung. Die NZZ ist nicht zufrieden mit der Vorauswahl für den Deutschen Buchpreis. Die taz fragt: Wozu Musikkritik im Zeitalter der allgemeinen Herunterladbarkeit? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.08.2006. In der FAZ kritisiert Louis Begley sehr scharf das Schweigen des Günter Grass. Die NZZ wundert sich: In London heißen die Bibliotheken jetzt "Idea Stores". Die SZ ist noch ganz atemlos vor Staunen über die Schönheit, das Durcheinander, die Ungerechtigkeit der Stadt Bombay. In der Welt erinnert sich Ivo Pogorelich an den Tod seiner Frau. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.08.2006. Die Berliner Zeitung benennt das Dilemma der Grassisten. Die NZZ hat Thomas Pynchon auf den Seiten von amazon.com herumgeistern sehen. Die taz plädiert für Desintegration. Die SZ verheddert sich im Grass'schen Metapherngestrüpp. In der Welt findet Daniel Jonah Goldhagen, eine Uno-Truppe im Libanon ist auch keine Lösung. In der FAZ fragt Herfried Münkler, wie man in einem asymmetrischen Krieg verhältnismäßig reagieren kann.
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Heute in den Feuilletons

18.08.2006. Die Debatte um Grass geht weiter: Ivan Nagel äußert in der SZ Verständnis für Grass' Zögern. Die Welt sieht in Grass einen frühen Taliban. In der FR geißelt John Irving das deutsche Feuilleton. Aber es gibt auch andere Themen: In der NZZ warnt der israelische Soziologe Natan Sznaider das friedliebende europäische Publium: "Selbstzerstörerische Grausamkeit und mörderischer Kampf um Identität gehören nicht einer vergangenen Welt an." In der FAZ legt Florian Illies ein klares Bekenntnis zum Toaster seiner Kindheit ab. Die taz schildert, wie sich Pornografie und Kunst aus Gründen des Kapitalismus durchdringen.
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17.08.2006. Die Grass-Bewältigung geht weiter - selbst im Time Magazine (hier ein altes Grass-Titelbild von 1970). Der Zeit ist Grass' antibürgerlicher Reflex unheimlich. In der SZ beklagen Eva Menasse und Michael Kumpfmüller ein Methusaelm-Komplott, das den Blick auf die eigentlichen Probleme verstellt. Aber Heinz Bude ist weiter fasziniert von der Einzigartigkeit der Flakhelfergeneration. In der FR ruft Durs Grünbein: "Das glaube ich nicht." Die NZZ ist schon bei einem ganz anderen schönen, leeren Bild von Männlichkeit angelangt - in Peter Steins Inszenierung von Shakespeares "Troilus und Cressida". Und die FAZ erträumt sich eine "Ring"-Inszenierung durch Lars von Trier.
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16.08.2006. Grass grassiert: In der taz meint Claus Leggewie, er habe kontraphobisch reagiert. In der FR plädiert der Historiker Hans Mommsen für das "Recht des einzelnen auf eine private Bewältigung des umfassenden Wertezerfalls". Die Zeit kritisiert vor allem den "windelweichen Verhüllungsstil der Interviewer". Die Berliner Zeitung meldet: Wenn nur jemand hätte recherchieren wollen - die einschlägigen Dokumente liegen seit Jahrzehnten in den Dokumentationsstellen bereit. Der Tagesspiegel weiß jetzt, warum Grass die Rechtschreibreform ablehnte - aus Angst vorm Doppel-S. Die SZ recherchiert zum Mediencoup - ohne Ergebnis. Die FAZ hat den Grass bewältigt und meldet: Nun hat sich auch Gabriel Garcia Marquez daneben benommen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.08.2006. Krass, Grass! Die Vergangenheit des Autors ist noch längst nicht bewältigt. Die Berliner Zeitung findet eine brechtianische Formel: "Der Wegweiser aber geht den Weg nicht." Die Welt wird streng: "Der kleine Flakhelfer war der ideale Kandidat für die moralische Lufthoheit des 'besseren Deutschland'." In der FAZ bekennt Erich Loest: "Ich bin seit Tagen sehr aufgeregt." Die FR meint: Grass' Bekenntnisimpuls erlahmte am Rigorismus der Linken. Und in Spiegel Online stellt Henryk Broder klar: Grass war auch vorher schon keine moralische Instanz mehr. Mehr lesen

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14.08.2006. Alle schreiben über Grass. In der FR fürchtet Wilhelm von Sternburg, genau das war seine Absicht. Die taz glaubt, der ersehnte Nobelpreis habe ein früheres Bekenntnis verhindert. NZZ und SZ nervt die Dickfelligkeit, mit der Grass noch im Bekenner-Interview über Amerikaner, Adenauer und Paul Celan urteilt. Für die Welt ist er einer, der aus seinem Fehler gelernt habe wie wenig andere. In der FAZ fragt Hans-Ulrich Wehler: Warum nur so spät? Mehr lesen

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12.08.2006. In der FAZ löst Günter Grass mit einem Geständnis ein mittleres Erdbeben aus: Er war Mitglied der Waffen-SS. FAZ und Tagesspiegel kommentieren dies auch schon schockiert. In der SZ stellt der israelische Schriftsteller Abraham B. Jehoschua klar, dass die Hisbollah nicht für die Sache der Palästinenser kämpft. Die taz übt scharfe Kritik an der Ausstellung des Zentrums gegen Verteibung. Zum fünfzigsten Todestag von Bert Brecht wundert sich die NZZ, warum Frauen dieser Inkarnation eines Macho nie den Laufpass gegeben haben, in der Welt erinnert sich Falk Richter an seine erste Brecht-Inszenierung in Atlanta. Die FR schreibt zum Achtzigsten Fidel Castros, dem die Gnade des frühen Todes nicht zuteil geworden sei.
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Heute in den Feuilletons

11.08.2006. Die FAZ erkennt in der Ausstellung "Erzwungene Wege" keine Umdeutung der Geschichte. Die SZ auch nicht, dafür aber eine "geschmeidigere Strategie". Ebenfalls in der SZ macht Ulrich Beck auf die europäische Dimension des demografischen Problems aufmerksam. Die NZZ staunt über die glockenförmig gestauchten Pumpärmel eines in Paris ausgestellten Kleides von Cristobal Balenciaga. Navid Kermani erklärt in der FR, warum er den Aufruf zur sofortigen Waffenruhe im Libanon unterschrieben hat. In Spiegel Online beschuldigt Ralph Giordano den Schriftsteller Jostein Gaarder des Antisemitismus. Mehr lesen

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10.08.2006. Welt und FAZ beruhigen ihre Leser über Wesen und Wirkung des Web 2.0 und des Laienjournalismus. Die Berliner Zeitung überträgt einen Auszug aus Jostein Gaarders Anklage gegen Israel. In der taz charakterisiert der Soziologe Jean-Claude Kaufmann den "armen Esser". In der FAZ erklärt der Theologe Klaus Berger, wer im Nahostkonflikt der Sack ist und wer der Esel. Die SZ befasst sich mit neuen Moscheebauten in Deutschland. Mehr lesen

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09.08.2006. In der taz kritisiert Tjark Kunstreich die Ignoranz der Europäer gegenüber der "klerikalfaschistischen Bedrohung" durch den Islamismus. Und Ilja Trojanow kritisiert die "Ihr habt angefangen"-Rhetorik Israels. Im Tagesspiegel empfiehlt Rainer Moritz zur Beruhigung Adalbert Stifters nahezu handlungslosen Roman "Witiko". Die SZ möchte, dass sich Europa am WWW, dem weltweiten Wolkenkratzerboom beteiligt. Die FAZ zeigt sich zugleich beeindruckt und irritiert vom venezolanischen "Sistema Nacional de Orquestas". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.08.2006. Die SZ betrachtet schon die Ausstellung "Erzwungene Wege" des Zentrums gegen Vertreibungen und findet eigentlich nichts Rechtes daran auszusetzen. Auch die FAZ hat sich die Ausstellung angesehen. In der NZZ begutachtet der Historiker Christoph Jahr dagegen noch einmal die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis. Die taz singt eine Hymne auf das Online-Magazin openDemocracy. Mehr lesen

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07.08.2006. In der FAZ erzählt Thomas Hürlimann, wie er erst über die Klostermauer springen musste, um die Schweizer und deutsche Literatur mit seinen Werken bereichern zu können. In der taz entlarvt der Psychoanalytiker Martin Altmeyer das irrationale Kalkül des Terrorismus. In der SZ entwirft Navid Kermani die Vision einer interessengeleiteten Politik des Westens gegenüber Israel. Die NZZ singt eine Hymne auf die cinemas d'art et d'essai in Paris. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.08.2006. In der FAZ schreibt Werner Spies über Arno Breker: "Der Weg zu Breker lenkt uns auf den Friedhof der Geschichte." In der Berliner Zeitung macht Campino Pläne für die nächsten 1000 Jahre. Außerdem schreibt der Filmregisseur Amos Gitai über das Dilemma der israelischen Linken. In der Welt beschreibt Ilja Trojanow die Welt der bulgarischen Mafia. Die SZ teilt Oliver Stones Sympathie für die unteren Schichten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.08.2006. Im Tagesspiegel stellen sich Abbas Beydoun und Moshe Zimmermann Fragen über die Hisbollah im Libanon. Die NZZ erzählt, wie in den USA ein Buch ganz ohne Talkshow-Auftritt, Presse-Echo und Werbung und ganz allein durchs Internet zum Bestseller wurde. Außerdem fragt die NZZ, ob der Fall Monica Ali ein Fall Salman Rushdie ist. Die SZ hätte die Bayreuther Aufführungen lieber konzertant: die Inszenierungen nerven. Die taz meint: Fidel mag gehen, der Fidelismus bleibt. Die Welt zitiert Pedro Almodovars Theorie des runden Popos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.08.2006. Die Ambitionslosigkeit des Bayreuther "Rings" bedrückt die Zeit wie ein schweres Dampfbügeleisen. Die FAZ schreibt eine Art Nachruf auf Fidel Castro. Die FR erklärt: "That's Architainment". Die NZZ sammelt arabische Stimmen zum neuen Nahostkonflikt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.08.2006. Dieser Bayreuther "Ring" wird als Thielemann-"Ring", und nicht als Dorst-"Ring" in die Geschichte eingehen, und damit als erster Dirigenten-"Ring" seit dem Furtwängler-"Ring", meint der Tagesspiegel. Auch Joachim Kaiser sieht Christian Thielemann in der SZ als Herrn und Herrscher dieses "Rings". In der Welt seufzt Musikkritiker Mathias Döpfner: Der Versuch, kein Regietheater zu machen, kann auch scheitern. Die FAZ betrachtet in Berlin eine unverstümmelte "Nachtwache", die allerdings nicht von Rembrandt stammt. Und in der taz erklärt der Historiker Peter Longerich, warum die Deutschen vom Holocaust mehr wussten, als sie später zugaben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.08.2006. Wir bitte um Pardon für die Verspätung! Ein kaputtes Stromaggregat hat uns nägelkauend vor dem toten Redaktionssystem sitzen lassen. Jetzt aber: die Feuilletons von heute. In der Welt erklärt Marek Halter, warum er vor der iranischen Atombombe keine Angst hat. In der SZ erklärt Avi Primor, warum die Hassreden Ahmadinedschads gegen Israel eher die Araber nervös machen sollten. In der FR erklärt der Jurist Knut Ipsen die völkerrechtliche Situation im Libanon. In Spiegel online macht Zeruya Shalev die Hisbollah verantwortlich für die Toten von Kana. Die taz klagt über ein "gleichgeschaltetes" Salzburg. Die FAZ beobachtet, wie die katholische Vergebungslehre in die hohe Politik Italiens einzieht. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen