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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Februar, 2007

Heute in den Feuilletons

28.02.2007. In der Washington Post greift Anne Applebaum in die von Perlentaucher und signandsight.com angestoßene Multikulti-Debatte ein und verteidigt Ayaan Hirsi Ali. In der Welt beklagt Eric Schlosser, dass Fastfood nur aussieht wie Nahrung. Die NZZ erinnert an den Urvater der chinesischen Republik Sun Yat-sen, dem in Hongkong ein Museum eröffnet wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.02.2007. Einerseits freut man sich ja mit Florian Henckel von Donnersmarck. Aber hat das "Leben der Anderen" wirklich einen Oscar verdient? Nein, meint der ehemalige Bürgerrechtler Werner Schulz in der Welt. Die taz ist pro und kontra. Die FAZ freut sich halb. Die FR meint: Die Amerikaner sehen den Film als Film über die mögliche eigene Zukunft. Außerdem: Im Perlentaucher nennt Timothy Garton Ash sechs Gründe, Europa zu lieben. In der SZ sucht Documenta-Chef Roger M. Buergel einen dritten Weg zwischen Markt und Gegenwartskunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.02.2007. Die NZZ betrachtet in der Münchner Conrat-Meit-Ausstellung die sexy Judith mit dem Haupt des Holofernes. In der taz erzählt Gabriele Goettle, wie es im Leben einer Kriminalkommissarin tatsächlich zugeht. In der Welt findet Robet Kagan die Ursache für das Desaster im Irak: Sie heißt Rumsfeld. Die SZ beschreibt das Vorhandensein eines behaglichen ästhetischen Mittelstands, der mit staatlichen Mitteln sein Auskommen findet. Im Perlentaucher zieht Ulrike Ackermann eine Parallele zwischen Islamismus und den anderen Totalitarismen. And the Oscar goes to... Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.02.2007. In der FAZ porträtiert Werner Spies den Künstler Erwin Wurm, der es ausschließlich mit dem trockenen, geschlossenen Leib treibt. Im Tagesspiegel erklärt Patrice Chereau, warum er als junger Mensch nicht "Cosi fan tutte" hätte inszenieren können. Die FR erinnert an den Kondom-Unternehmer Julius Fromm, dem es um die Aufhebung der Trennung von innen und außen ging - ihm ist ein neues Buch gewidmet. Die Berliner Zeitung unterhält sich mit der deutsch-israelischen Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff, die erklärt, was sie an Berliner Hunden mag, was sie an Berlinern nicht mag. Die SZ plädiert für Pressefreiheit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.02.2007. Die NZZ beklagt die Erosion in Jemen aufgrund fortgesetzten Kat-Kauens. In der taz beklagt Gerhard Baum die Erosion unserer Grundrechte. In der SZ beschreibt der südkoreanische Schriftsteller Kim Young-ha die Erosion der Erinnerung in Seoul. Im Tagesspiegel schildert Clemens Meyer die Erosion des Rechtsempfindens bei den Leipziger Fußballfans. Die FAZ stellt sich schützend vor Ursula von der Leyen: keine Erosion des Familienbilds. Die FR bewundert Edmund Stoiber als Konvergenztheorie auf zwei Beinen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.02.2007. Die Zeit stellt uns die eleganteste Verkörperung von Lebensverachtung und Reptilienkälte vor. Die NZZ untersucht das Verhältnis von Pornografie und HipHop. Die FR bewundert den androgynen Charme von Bill Kaulitz. Die österreichische Presse wirft den deutschen Feuilletons vor, Papst Pius XII. gemobbt zu haben. Die SZ fragt sich, ob Barack Obama wirklich schwarz genug ist, um nächster Präsident der USA zu werden. In der taz versichert Klaus Theweleit: Uns steuert niemand.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.02.2007. Die FR sucht ein Familienkonzept der CDU und findet keins. Die Berliner Zeitung wundert sich über eine Tibet-Ausstellung in Berlin, die die Kulturrevolution auslässt. In der Welt schätzt der Historiker Rolf-Dieter Müller die Opferzahlen des Dresdner Feuersturms auf 25.000. Die taz verkündet, dass es endlich eine Alternative zum organisierten Berufsjudentum gibt. Die FAZ weiß zwar auch nicht, ob Senait Mehari eine Kindersoldatin war, aber die Medien haben auf jeden Fall schuld. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.02.2007. In der Welt meint die Schriftstellerin Elif Shafak, dass die fremdenfeindliche Türkei und das türkeifeindliche Europa eine gute Hybrid-Kultur ergäben. In der SZ erklärt Wolfgang Tillmans, warum er gern das Gegenteil dessen macht, was die Kritiker über ihn schreiben. Die taz erinnert an die einst weit verbreitete RAF-Sympathie, auch unter heutigen Ex-Linken. Und die FAZ konstatiert, dass es erst einmal die Krippen geben muss, in denen man sein Kind nicht unterbringen möchte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.02.2007. Die Berlinale-Resümees fallen recht mau aus: Einen "History Overkill" diagnostiziert die Welt, und auch der taz fehlt die sperrige Filmkunst neben der political correctness. In der SZ geißelt Gustav Seibt das Einverständnis vieler Intellektueller mit dem Irak-Krieg, das zu scharfer Selbstkritik im Westen Anlass gibt. In der Welt fordert Corinna Ponto von den Terroristen der RAF nicht Reue, sondern Aufklärung über ihre Taten. Peter Handkes "Spuren der Verirrten" in Claus Peymanns Regie am Berliner Ensemble führen zu nachträglicher Heiterkeit der Kritik.
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Heute in den Feuilletons

17.02.2007. Auch die FR meldet sich in der Multikulturalismus-Debatte des Perlentauchers zu Wort und druckt den jüngsten Beitrag von Lars Gustaffson. Andrzej Stasiuk beobachtet in der Welt, wie Deutschland psychologisch neutralisiert wird. In der SZ verbittet sich der Autor Henning Ahrens jegliches Rumgezicke schlecht bezahlter Übersetzer. Mehr Lichtblicke wünscht sich die taz bei der nächsten Berlinale. Die NZZ gedenkt der avantgardistischen Oberiuten in der Sowjetunion. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.02.2007. Streit kann auch utopische Qualitäten haben, stellt die NZZ anhand der Multikulturalismus-Debatte in Perlentaucher und signandsight.com fest. Und der Zoologe Josef H. Reichholf behauptet: Vor 120.000 Jahren badeten auch schon Nilpferde im Rhein. Fossilien belegen dies. Im Kölner Stadtanzeiger konstatiert Heinrich August Winkler: "Es gibt keine europäischen, sondern nur westliche Werte." Die SZ findet bei Andreas Gursky Tiefenschärfe bis zum Abwinken. Der FAZ schwant nichts Gutes. Mehr lesen

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15.02.2007. Irgendwo in Hamburg meint man: Pascal Bruckner übertreibt mit seiner Kritik an Multikulti. Die Berliner Zeitung lauscht dem Wunderkind Niu Niu. Ein halbe Milliarde Chinesen auch. Die NZZ ist begeistert von der Brüsseler Oper. Der Tagesspiegel greift die italienische Debatte um Ariel Toaffs Buch "Pasque di Sangue" auf. Die FR zweifelt nicht daran, dass Barack Obama Präsident der USA werden kann. In der SZ antwortet die Übersetzerin Barbara Kleiner auf den Vorschlag, sie solle mehr übersetzen, wenn sie mehr verdienen wolle. Die taz meint: Web 2.0 ist Agora 3.0 und Fordismus 4.0. Die FAZ fragt: Was macht man mit Pferdemist auf dem Wiener Opernball? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.02.2007. In der Berliner Zeitung spricht Christian Petzold über die unglaubliche Radikalität der Nina Hoss. Die NZZ schildert den Bildungshunger der Südkoreaner, der ganze Familien zerreißt. In der Welt fürchtet Viktor Jerofejew, dass den Russen die alten Träumen von der Heiligen Rus wieder zu Kopf steigen. Die SZ schildert türkische Reaktionen auf Silvester Stallones Plan, Franz Werfels "Vierzig Tage des Musa Dagh" zu verfilmen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.02.2007. In der NZZ konstatiert Sonja Margolina: Unter Putin fühlt sich Iwan Normalverbraucher richtig wohl. Die FAZ erinnert daran, dass sich deutsche Terroristen trotz aller Bekennerschreiben niemals wirklich zu ihren Taten bekannten. Die FR porträtiert den Regisseur Guy Maddin, der Stummfilme macht wie vor achtzig Jahren. Die taz erinnert mit FAZ-würdiger Wehmut an die einstige Hochzeit des deutschen Kulturradios. In der Berliner Zeitung erklärt der erste panasiatische Popstar Rain, wie er tanzt. Und in der SZ erklärt Stefan von Holtzbrinck, wie sich die traditionellen Medien des Internets erwehren sollen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.02.2007. Die SZ bringt die Rede, die Orhan Pamuk bei seinem Berlin-Besuch hätte halten wollen: eine Hommage an seine Heimatstadt - "Jeder ist in Istanbul ein Fremder". Die FAZ lässt sich durch einige neue Großfotos von Andreas Gursky aus dem Gleichgewicht bringen. In der taz fordert der russische Regisseur Andrei Nekrasow die Freilassung des Regimekritikers Michael Trepaschkin. Der Perlentaucher dokumentiert einen Aufruf für die posthume Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an Anna Politkowskaja. Mehr lesen

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10.02.2007. In der NZZ überlegt Jürgen Habermas, wie sich eine authentisch 'aus dem Glauben' geführte Existenz mit den Anforderungen des liberalen Staates vereinbaren lässt. In der Welt hält Georg Baselitz der Neuen Nationalgalerie vor: ohne Bild von ihm kein Weltniveau. In der FR erinnert Jochen Hörisch die Geisteswissenschaftler an ihre Relevanz. In der taz spricht Fischer-Lektor Hans-Jürgen Balmes über die Produktion von Literatur im Zeitalter der Globalisierung. In der SZ schlägt Dirk Stempel vom Hanser Verlag den Übersetzern vor, einfach mehr zu arbeiten, wenn sie mehr verdienen wollen. Die FAZ unterstützt den Vorschlag Gerd Koenens, Anna Politkowskaja posthum den Friedenspreis zu verleihen. Mehr lesen

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09.02.2007. In der SZ plädiert Georg Klein für den Kleinwagen - schon aus erotischen Gründen. In der NZZ erklärt Umberto-Eco-Übersetzer Burkhart Kroeber die bescheidenen Verdiensterwartungen seines Berufsstandes. Die Welt freut sich, dass Märklin endlich wieder Panzer herstellt. Die Berliner Zeitung sah den wahren Rocky Staub wischen. In der FR wundert sich Wolfgang Kraushaar über Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, die bis heute an ihrer RAF-Identität festhalten. SZ und Welt berichten über eine Einigung zwischen Bibliotheken und Verlagen zur digitalen Nutzung von Büchern. Mehr lesen

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08.02.2007. Berlinale-Zeiten. In der Zeit stellt Georg Seeßlen die Irakisierung in Gegensatz zur einstigen Vietnamisierung des amerikanischen Kinos. Die Berliner Zeitung schildert die alles in allem paradiesischen Zustände des französischen Kinos. Die NZZ porträtiert den Genfer Comiczeichner Frederik Peeters. In der SZ plädiert Andrzej Stasiuk gegen eine Degradierung des Generals Jaruzelski. Außerdem wünscht sich Peter Sloterdijk in der Zeit eine friedliche Nutzung der religiösen Energie. Mehr lesen

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07.02.2007. Im Titel-Forum lehnt Wolfram Schütte jeden Vergleich zwischen Klaus Manns "Mephisto" und Maxim Billers "Esra" ab. In der Berliner Zeitung macht der Ethnologe Werner Schiffauer die mangelnde Integrationsbereitschaft der Deutschen verantwortlich für den Rückgang von Einbürgerungsanträgen. Im Perlentaucher glaubt der niederländische Jurist Paul Cliteur nicht an eine Befriedung von Islamisten durch gemäßigte Aufklärer. Im Streit um die Übersetzerhonorare hält die NZZ ein Einkommen von 1000 Euro für unglaubwürdig. In der SZ wirft die Übersetzerin Brigitte Grosse den Verlagen vor, gestiegene Kosten ausgerechnet dem schwächsten Glied in der Verwertungskette aufzubürden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.02.2007. In der NZZ klagt der spanische Autor Antonio Orejudo über angeödete Mittelklassekinder, die einen Madrider Vorort auseinandergenommen haben. Die taz ruft den Deutsch-Türken zu: Werdet eine Diaspora-Gemeinschaft! Die FR erfährt im Theater, was Überwachungsstaat bedeutet: totale Langeweile. Die Welt schwärmt von der magischen Qualität der Bilder Sigmar Polkes. Die SZ hat kein Mitleid mit den Emanzipationsverlierern: den Jungs. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.02.2007. In einer Antwort auf Ian Buruma schreibt Necla Kelek im Perlentaucher: Islamische Krankenhäuser unterscheiden sich grundsätzlich von katholischen. Die Welt befasst sich mit der Sinnkrise der afroamerikanischen Männer in den USA. In der SZ verteidigt der Autor und Anwalt Georg M. Oswald im Fall Maxim Biller die Freiheit der Kunst.  In der NZZ spricht die Historikerin Fania Oz-Salzberger über die Krise der Politik in Israel. In der taz erfahren wir: Die bedrohte Identität wird zum Schwerpunkt der Berlinale. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.02.2007. Sowohl Welt als auch SZ haben Jörg Friedrich in London dabei zugesehen, wie er sein Buch "Der Brand" gegen wütende Zuhörer verteidigt. Im Perlentaucher antwortet der Umberto-Eco-Übersetzer Burkhart Kroeber auf Thomas Steinfelds SZ-Artikel zum Übersetzerstreit. Gesine Schwan erläutert in der Berliner Zeitung die Waffen der Frauen in der Politik. Von der Macht des Weiblichen überzeugt sich auch die taz in einer Ausstellung zu Pierre Kosslowski. Die FR weiß nicht mehr, ob gerade Krieg oder Frieden herrscht. Die FAZ weiß genau, dass die Höhlenmalereien des Graffitikünstlers Banksy im British Museum eine Fälschung sind. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.02.2007. Im Perlentaucher verwahrt sich Timothy Garton Ash gegen die Vorwürfe Pascal Bruckners: Er ist kein Apostel des Multikulturalismus. In der Berliner Zeitung enthüllt der bedeutende Architekturhistoriker Bruno Flierl die Wahrheit über den 17. Juni 1953: Der RIAS war's gewesen. Die NZZ analysiert die Chancen Schottlands auf die Unabhängigkeit. In der Welt spürt Zafer Senocak einen Hauch von nordkoreanischem Geist durch die Türkei ziehen. In der taz skizziert Ayaan Hirsi Ali einen europäischen Islam. Die FAZ tritt für eine Reduktion der Kohlendioxidemissionen ein. Und in der SZ erklärt der Dramatiker Lukas Bärfuss: Jeder Mann will Kuckuck sein. Aber die Frau verschleiert ihren Eisprung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.02.2007. Orhan Pamuk hat seine Deutschlandreise wegen Morddrohungen abgesagt. Die Welt vermutet den 'tiefen Staat' hinter diesen Drohungen. Auch die taz findet die Gefahr konkret. Die Zeit bewundert zugleich, wie schonungslos Türken nach dem Mord an Hrant Dink ihr Land kritisieren. Die NZZ porträtiert den Dirigenten Michael Gielen, die FAZ den König Juan Carlos. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen