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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

November, 2004

Heute in den Feuilletons

30.11.2004. Im Tagesspiegel verfasst Daniel Barenboim eine Hommage auf den "Außenseiter Wilhelm Furtwängler". Die FAZ stellt richtig, dass es unter den Dirigenten viel schlimmere Nazi-Mitläufer gab als ihn. In der taz plädiert der argentinische Autor Cesar Aira für die Hochkultur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.11.2004. Die FAZ bläst der Santa Muerte den Rauch einer Zigarettte ins Gesicht. Die NZZ findet Iranerinnen unter dem Kopftuch sexy. In der SZ fürchtet die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko einen militärischen Eingriff Russlands in Kiew. Und in der FR fordert der Theologe Christian Engelbrecht, dass die Moslems in Deutschland Kirchensteuer abbekommen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.11.2004. In der SZ blickt Andrzej Stasiuk nach Kiew und ruft: "Mein Gott, es steht noch nicht so schlecht um Europa." In der Berliner Zeitung lässt sich Elfriede Jelinek nach Schlucken einer Zusatz-Valium von Andre Müller interviewen. In der FAZ sieht sich Edita Gruberova an der Kante eines drohend-tiefen Abgrunds. Und nur Edmund Stoiber kann sie retten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.11.2004. Die Ukraine bleibt Thema. In Spiegel Online erklärt Oksana Zabuzhko, wo die Grenzen in der Ukraine wirklich verlaufen: nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen einst und jetzt. In der SZ tanzt Andrej Kurkow auf dem Kreschtschatik nach den Liedern von Ruslana. In der Berliner Zeitung weiß Timothy Garton Ash, wo das Herz Europas wirklich schlägt: außerhalb. In der FR krisitisiert Richard Wagner die Multikulti-Debatte, die in politischer Routine versinkt. In der FAZ erklärt Andeas Maier auf einer ganzen Seite, warum er nicht in Potsdam in der Platte wohnen wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.11.2004. In der taz hofft der Regisseur Hans Weingartner auf die Ankunft einer neuen kritischen Generation, die etwas gegen den Kapitalismus unternimmt. Und Zafer Senocak versucht zu verstehen, warum sich die Moslems nicht integrieren. In der FAZ erklärt Wolf Singer, was ihn bewegt, der FAZ zu erklären, was ihn bewegt. In der FR hofft der Schriftsteller Andrej Kurkow auf mehr Demokratie in der Ukraine. Die Zeit fragt: Hat uns Furtwängler noch etwas zu sagen? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.11.2004. In der FAZ beschreibt der Dichter Andrij Bondar, wie Individuen in schwarzen Jacken die Wahlen in der Ukraine manipulierten. In der FR hofft der Schriftsteller Tymofiy Havryliv aufs Knock-out des alten Systems durch die Klitschko-Brüder. Die taz beschreibt, wie man mit dem Begriff der Parallelgesellschaft kunstvoll Ursache und Folge verwechselt. In der NZZ beschreibt Amos Oz, wie sich in Arafat Che Guevara und Sultan Saladin kreuzten.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.11.2004. In der SZ plädiert Gustav Seibt am Beispiel Berlin für die Kultur der Parallelgesellschaften. In der taz sieht der Soziologe Dick Pels das Multikulti-Bashing als Strategie eine liberalisierten Faschismus. Die FAZ benennt ein ernstes Problem der Schauspielschule Ernst Busch: Sie ist zu gut. In der FR erklärt Marcia Pally, dass die amerikanische Rechte für Eigenschaften gehasst wird, für die Amerika geliebt wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.11.2004. In der FAZ warnen die Thrillerautoren Jens Johler und Christian Stahl : Unsere Hirne werden manipuliert werden. Die NZZ stöhnt: Provinznest Berlin! In der taz beklagt Zafer Senocak einen antimoslemischen Antisemitismus. In der SZ bedauert Robin Detje die armen Westberliner als eigentliche Verlierer der Wende. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.11.2004. In der SZ prangern Michal Bodemann und Ulrich Beck einen angeblichen anti-muslimischen Rassismus in Europa an. Auch taz und FR machen sich Gedanken zu Integration und Toleranz. In der Welt preist Joschka Fischer den Schriftsteller Amos Oz. Die NZZ bringt einen Schwerpunkt zu lateinamerikanischer Literatur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.11.2004. Werner Spies besucht für die FAZ das neue Moma und konstatiert erleichtert: "Kein Land, keine Schule dominiert." Die NZZ sammelt Stimmen zu den Wahlen in der Ukraine. Diese Wahlen sind existenziell, meint Juri Andruchowytsch in der taz. Keine Zeitung außer der FAZ schweigt zu Christoph Schlingensiefs "Kunst und Gemüse". Die SZ zum Beispiel findet: "Kraut und Rüben" großartig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.11.2004. In der Zeit fragt sich Leon de Winter, ob Moslems überhaupt in der Lage sind, an der anarcho-liberalen Kultur der Niederlande teilzuhaben. Multikulti ist keine Kitschidee, insistiert aber Daniel Cohn-Bendit in der taz. Die FR besucht das neue Moma. Die SZ sinniert über islamistische Snuff Videos. In der FAZ kann Charles Simic nach der Wiederwahl George W. Bushs seine Depression nicht verhehlen. Wir verlinken auf Theo van Goghs Film "Submission".
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Heute in den Feuilletons

17.11.2004. In der FAZ entwirft der Dirigent und Komponist Hans Zender eine Geografie der Musik, in der Deutschland recht blass aussieht. Die Welt bringt einen Text von Vaclav Havel, der Europa vor politischer Apathie warnt. Die SZ besucht das neue Moma. Peter Konwitschnys Inszenierung von "Moses und Aaron" in Hamburg löst kontroverse Reaktionen aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.11.2004. Im Tagesspiegel fragt Khaled, warum eigentlich die ganze Welt wegen zweier Türme traurig ist. In der Welt erklärt Orhan Pamuk das Kopftuch für nicht antidemokratisch. In der SZ erzählt John LeCarre, wie Jassir Arafat roch. Die FAZ taumelt begeistert aus der Hamburger Inszenierung von Schönbergs "Moses und Aaron". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.11.2004. Die FAZ druckt Jürgen Habermas' Kyoto-Preis-Rede, in welcher er den krönenden Schlussstein zur FAZ-Gehirndebatte setzt: Kein freier Wille hat keinen Sinn. In der Welt wettert Regisseur Jürgen Gosch gegen das Ostdeutsche am deutschen Theater. Die SZ bringt eine feurige Verteidigung der Hochkultur und der Subventionen für ihre  Orchester. Die NZZ besucht ein Theaterfestival im armen Armenien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.11.2004. Zweimal Amos Oz: In der taz verteidigt er die Mauer in Israel, aber unter einer Bedingung. Die Welt bringt seine Dankrede für den Literaturpreis der Zeitung. In der FR diskutieren zwei palästinensische Intellektuelle über Jassir Arafat. In der FAZ vermutet Elias Khoury, Arafat sei von Amerikanern und Israelis umgebracht worden. Und die SZ berichtet über erstaunliche Formen der Vergangenheitsbewältigung in Bosnien-Herzegowina: Eine Bruce-Lee-Statue stiftet Frieden. Die NZZ sagt: Adieu Utopie. Grüezi Scheitern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.11.2004. Die FAZ wäscht die schmutzige Wäsche ihrer Kollegen. Der Tod Arafats ist auch in den Kulturteilen größtes Thema und gibt Anlass zu einigen lesenswerten Artikeln von Salman Masalha (NZZ), Henryk Broder (Spiegel), Micha Brumlik (FR) und Uri Avnery (taz). Auch über Theo van Gogh wird weiter diskutiert: War er Rassist? Im Aufmacher des Tagesspiegels bietet Karl Lagerfeld eine Chiffonbluse für 39,90 Euro. Mehr lesen

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11.11.2004. Für viel Gelächter, aber auch besorgte Interpretationen sorgt eine Berliner Provinzposse, in der der Kultursenator Thomas Flierl sowie der Feuilletonchef des Tagesspiegels Peter von Becker tragende Rollen spielen. In der FR gratuliert Peter Rühmkorf dem Kollegen Hans Magnus Enzensberger zum 75. Die FAZ erstarrt beeindruckt vor Ulrich Matthes' "Gespenstergesicht" in Volker Schlöndorffs "Neuntem Tag". Auch der Mord an Theo van Gogh sorgt weiter für Reaktionen und Kommentare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.11.2004. In der Welt kritisiert der Lyriker Safer Zenocak die in Europa lebenden Moslems. In der FR erklärt Natan Sznaider, warum die Linke in Israel zu hoffen beginnt: wegen Scharon und wegen Bushs Wiederwahl. Die taz resümiert das Berliner JazzFest. Die NZZ sieht eine von Ängsten geplagte katholische Kirche. In der FAZ sieht Amos Oz die Falken auf dem Rückzug. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.11.2004. In der FR beschreibt Imre Kertesz das Trauma der ungarischen Intellektuellen. In der SZ erklärt er die drei großen Ts im Gulasch-Kommunismus. Die taz hat sich zur Feier des Tages vom Osten übernehmen lassen. In der FAZ fordert der niederländische Publizist Paul Scheffer eine tiefgehende Reform des Islam. In der Welt diskutieren Jens Bisky und Jakob Hein über Westgeld und Ostidentität. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2004. In der FAZ erklärt Elfriede Jelinek, warum Deutschland eine Rezeptionswüste für ihr Werk ist. Die Welt druckt zwei furiose Kolumnen des ermordeten niederländischen Autors Theo van Gogh nach. Die NZZ ruft eine Theaterrevolution aus - sie findet allerdings in Afghanistan statt. Die taz stellt neue Dramatikerstimmen aus London vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.11.2004. In der NZZ versucht sich Laszlo F. Földenyi , die Erfolge der ungarischen Zwischenkriegsliteratur in Deutschland zu erklären. Die FAZ empört sich über Orchestermorde im Bayerischen Rundfunk. Die SZ druckt Robert Gernhardts Laudatio auf Loriot. In der Berliner Zeitung sagt Imre Kertesz etwas Schönes über Berlin. Alle Zeitungen setzen ihre apokalyptischen Visionen nach der US-Wahl fort: In der taz fürchtet Norman Birnbaum, dass nun auch der Iran angegriffen wird. Nur Hans-Ulrich Gumbrecht sieht's in der Welt ein bisschen anders. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.11.2004. Die FAZ feiert die allerbeste Perkussionistin der Welt, Evelyn Glennie. Die NZZ freut sich über sensationelle Dokumentenfunde aus dem mittelalterlichen Nowgorod. Die FR besucht Deutschlands spektakulärste Baustelle: die Hamburger Hafencity. In der Welt gesteht Niall Ferguson, dass er etwas über sich gerlernt hat: Er ist ein Linksliberaler. Die taz beklagt die Verwahrlosung und Neidbesessenheit eines Amerikas, das sich in George W. Bushs Gesicht spiegelt. Die SZ bringt schon mal einen Nachruf auf Jassir Arafat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.11.2004. In der Zeit verteilt Ted Gaier eine Goldene Zitrone an Bob Dylan. In der SZ reagieren Schriftsteller auf die Wiederwahl von George W. Bush. Die FR beschwört nach der Ermordung Theo van Goghs ein "multikulturelles Drama" in den Niederlanden. Die FAZ auch. Die NZZ beklagt die prekäre Lage der Nacht. Im Tagesspiegel erklärt Diedrich Diederichsen, was Jazz ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.11.2004. Die FAZ fragt nach den Auswirkungen der Ermordung Theo van Goghs auf die niederländische Politik. In der Welt konstatiert Ian Buruma, dass es dem Irak besser geht - aber gilt das auch für Amerika? Die NZZ berichtet über die Querelen um Tariq Ramadan. In der SZ erklärt Cees Nooteboom, wie seine Romanfiguren zu ihren Namen kommen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.11.2004. "Spielverderber" nennt die SZ deutsche Theaterkritiker, die auf Werktreue bestehen. Die NZZ stellt die University of Central Asia des Agha Khan vor. Die FR gibt Tipps an Hacker, die den amerikanischen Wahlcomputer beeinflussen wollen. Im Tagesspiegel fürchtet Richard Sennett einen sanften Faschismus in den USA. Die FAZ berichtet über ein Künstlertreffen im kurdischen Suleimanyah. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.11.2004. Die FAZ erklärt, warum George W. Bush auch vielen Konservativen nicht geheuer ist. In der FR beobachtet Franzobel gutgelaunte Folterknechte, die in Mexiko den Tag der Toten feiern. Die NZZ beschreibt, wie die letzten Ruinen des Dritten Reichs verscherbelt werden. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen